Discounter-E-Bikes wirken manchmal zusammengewürfelt und minderwertig ausgestattet. Doch zwischen den vielen günstigen Angeboten von zweifelhafter Qualität gibt es immer auch wieder echte Überraschungen. Spätestens mit dem DJI Avonix liegt ein besonderer Fokus auf den Leistungskennziffern von E-Bikes.
Was bedeuten Watt und Newtonmeter bei E-Bikes?
Was Kennziffern wie Watt und Newtonmetern bedeuten, und wie aktuelle E-Bike Motoren abschneiden, zeigen wir dir in einem Vergleich.
- Watt beziffert die Kraft oder Arbeit des Motors. Die Angabe drückt aus, wie Leistung in Geschwindigkeit übertragen wird. Ein E-Bike mit einer hohen Wattzahl wird auf Dauer eine höhere Geschwindigkeit auf die Strecke bringen.
- Newtonmeter (Nm) ist die Rotationskraft und lässt sich auch bei der Angabe von Drehmomentschlüsseln finden. Das Anzugsmoment, oder Torque eines Motors benennt die Kraft, die er in der Umdrehung aufbringen kann. Auf einem E-Bike mit hohem Torque kannst du stärker anfahren und mehr Kraft beim Klettern aufbringen.
Genug Akkuleistung ist elementar, um die extreme Leistung lange aufrechtzuerhalten. Wenn der Motor lange unter maximaler Power läuft, entwickelt er Wärme.
Das richtige Drehmoment wählen
Manche Hersteller geben dir die Regler in die Hand: Du selbst entscheidest in der App, wie stark du in den Modi unterstützt wirst. Manche Fahrer und Fahrerinnen berichten davon, dass ihnen manche E-Bikes einfach zu sehr schieben oder sich das hohe Gewicht unnatürlich anfühlt. Andere können sich dagegen bei extrem hoher Unterstützung das Grinsen nicht aus dem Gesicht wischen.
- Ein leichtes E-Bike ist bei bis zu 35 Nm Drehmoment angesiedelt. Das ist dann ideal, wenn du ein natürliches Gefühl wie auf dem Fahrrad bei hohen Geschwindigkeiten suchst, aber aufgrund von Beruf, Familie oder ähnlichen nicht mehr so extrem viel trainieren kannst.
- E-Bikes mit bis zu 60 Nm Drehmoment sind im Alltag ideal geeignet, um dir eine angenehme Beschleunigung zu verleihen. Mid-Power passt zu dir, wenn du in Alltag und Freizeit einfacher und schneller unterwegs bist und ohne Einschränkungen Anhänger transportierst.
- E-Bikes mit 90 bis 100 Nm Drehmoment sind auf dem Markt als starke Boliden beliebt. Mit der neuen Hausmarke von 120 Nm sind extreme E-Bikes ausgerüstet. Starke E-Bikes passen zu dir, wenn du beim technischen Klettern und an steilen Anstiegen im Gelände maximale Unterstützung schätzt oder große Lasten transportierst.
Lidl Crivit Peak 709: Ein vielversprechendes E-MTB für Einsteiger
Lidl hat mit dem Crivit Peak 709 aktuell ein neues, waschechtes E-Mountainbike für nur 1.799 Euro in seinem Webshop aufgenommen. Das neue Hardtail kommt mit einem starken Mivice X700 Mittelmotor, der ein maximales Drehmoment von 100 Nm liefert. Geschaltet wird mit einer Shimano Cues Schaltung. Besonders attraktiv ist - wie üblich beim Discounter - der Preis für das E-Bike: 1599 Euro.
Gleich beim ersten Blick auf das Design fällt auf: Hier hat der Hersteller Crivit, eine Eigenmarke von Lidl, sich Mühe gegeben. Das Rahmendesign wirkt modern und vor allem clean - genauso wie bei wesentlich teureren Einsteigermodellen von namhaften Herstellern. Die Bremsleitung und Kabel verlaufen unsichtbar innerhalb des Rahmens und der Unterrohrakku ist sauber integriert und zum Laden entnehmbar. Das Hardtail hat zwar keinen Dämpfer am Heck, dafür jedoch die Federgabel XCM34 Boost von Suntour mit 120 Millimetern Federweg, wodurch es durchaus für ein wenig Fun auf einfachen Trails ausgelegt ist.
Dem E-Hardtail von Lidl wurden mit den Maxxis „Rekon“ außerdem auch passende Reifen für Touren auf Schotter- und Waldwegen sowie Einsteiger-Trails aufgezogen. Insgesamt wirkt das Crivit Peak 709 sehr vielversprechend: Für den Preis von 1.799 Euro im Lidl-Webshop gibt es ein vollwertiges Einsteiger-E-MTB mit starkem Motor, großem Akku und einem coolen Design.
Das E-Bike wird teilweise vormontiert geliefert. Nur das Vorderrad muss dann noch eingebaut und der Lenker gerade eingestellt werden.
Antrieb und Fahrwerk
Neben dem generellen Aufbau des E-Bikes sind auch die verbauten Komponenten vielversprechend. Als Antrieb hält der Mittelmotor Mivice X700 mit einem maximalen Drehmoment von 100 Newtonmetern her. Der Akku liefert mit 709 Wattstunden eine ziemlich hohe Kapazität, die ebenfalls in diesem Preissegment nicht selbstverständlich ist. Insgesamt wiegt das E-Bike zirka 26 kg.
Das System wird, wie für einen Mittelmotor üblich, per Drehmomentsensor gesteuert und bietet drei Unterstützungsstufen (Eco, Tour, Race) - je nachdem, ob man gemütlich und sparsam oder mit voller Power unterwegs sein möchte. Die Unterstützungsstufe ist über das Display am Lenker per Daumentaster einstellbar und wird dort farbig angezeigt. Anhand fünf weiterer LED-Streifen ist auch der Akkustand ablesbar.
Die Bedienung des E-Bike-Systems erfolgt über ein am Lenker montiertes, hauseigenes Crivit-Display. Darüber hinaus zeigt das LED-Display permanent den Akkustand und den aktuellen Unterstützungsmodus an.
Als Gangschaltung kommt eine Shimano Cues 10-Gang-Kettenschaltung zum Einsatz. Mit einer Kassette mit 11-48 Zähnen ist das E-MTB auch für die steilen Wege auf der Tour gerüstet. An der Front arbeitet eine SR Suntour XCM34 Federgabel mit 120 Millimetern Federweg. Diese lässt sich individuell auf das Fahrergewicht abstimmen. Als Bremse ist eine hydraulische Shimano MT200 Scheibenbremsen mit 180 Millimeter großen Bremsscheiben an Vorder- und Hinterrad verbaut.
Rahmengrößen und Montage
Das neue Crivit Peak 709 wird im Shop von Lidl in drei Größen angekündigt: Größe M ist als 27,5-Zoller für Fahrer von 154 bis 170 Zentimetern Körpergröße geeignet. Die Größen L (166-188 cm) und Größe XL (182-200 cm) fahren auf 29-Zoll-Laufrädern. Derzeit sind die Größen M und XL als ausverkauft markiert, die Größe L soll bald lieferbar sein. Die maximale Belastung der E-Bikes liegt bei 93 Kilogramm.
Das Peak 709 von Crivit wird in drei Rahmengrößen angeboten: M (für Körpergrößen von 154 bis 170 Zentimeter), L (166 bis 188 Zentimeter) und XL (182 bis 200 Zentimeter). Lidl liefert das Crivit Hardtail-E-Bike zu 93 Prozent vormontiert aus. Für die finale Montage zu Hause muss das Vorderrad eingebaut, der Lenker gerade gestellt, die Pedale angeschraubt und die Sitzhöhe eingestellt werden.
Technische Spezifikationen des Crivit Peak 709
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis | 1599 Euro |
| Rahmentyp | Hardtail |
| Material | Aluminium |
| Größen | M (154-170 cm), L (166-188 cm), XL (182-200 cm) |
| Motor | Mivice X700 Mittelmotor |
| Leistung | 250 Watt |
| Drehmoment | 100 Nm |
| Akku | 709 Wh, 36 V |
| Ladezeit | 5,48 Stunden (mit 4A Ladegerät) |
| Unterstützungsstufen | ECO, TOUR, RACE |
Engwe L20 3.0 Pro: Kompaktes E-Bike mit 100 Nm
Das klappbare E-Bike Engwe L20 3.0 Pro bietet eine Voll-Federung, einen 100 Nm starken Mittelmotor mit Drehmomentsensor und einen 720-Wh-Akku mit Schnellladetechnik zum moderaten Preis.
Design und Ausstattung
Engwe hat mit dem L20 3.0 Pro und dem L20 3.0 Boost zwei neue kompakte E-Bikes mit Tiefeinstieg vorgestellt, die vollgefedert sind und Motoren mit Drehmomentsensoren sowie starke Akkus mit Schnellladung bieten. Während das Pro von einem 100 Nm starken Mittelmotor mit Drehmomentsensor angetrieben wird, ist das Boost mit einem Heckmotor mit 75 Nm ausgestattet. Die Pro-Version bietet dank GPS-Tracker und Bewegungssensor einen Diebstahlschutz.
Die Unterschiede zum bislang verfügbaren L20 sind so groß, dass Engwe für das L20 3.0 Pro auch einen anderen Namen hätte wählen können. Das L20 3.0 Pro kommt wesentlich kantiger daher und die Batterie ist nun im Rahmen integriert und somit kaum sichtbar. Dank der stabilen Bauform erlaubt das knapp 33 kg schwere L20 3.0 Pro eine Zuladung von maximal 150 kg - ein Plus von 30 kg gegenüber dem L20.
Das Laden des herausnehmbaren Akkus mit 720 Wh (48 Volt, 15 Ah) dauert beim L20 3.0 Pro dank Schnellladetechnik nicht mehr wie beim L20 fünf bis sechs Stunden, sondern ist nach etwa zwei Stunden erledigt. Neu sind auch der Klappmechanismus, die dünnere Bereifung mit Straßenprofil, der 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor, hydraulische Bremsen sowie GPS-Tracker und Bewegungssensor.
Die Verarbeitung ist insgesamt gut, wenn auch nicht alle Schweißnähte wie bei mehreren Tausend Euro teuren Rädern nicht durchgehend poliert sind. Geliefert wird das Engwe L20 3.0 Pro teilmontiert in einem großen Karton.
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