Das VICTORIA eUrban 13.9 E-Bike im Test: Lohnt sich der Doppelakku?

VICTORIA hat schon 2019 ein besonderes E-Bike herausgebracht. Auf den ersten Blick mag die Besonderheit vielleicht gar nicht auffallen, aber das eUrban 13.9 von VICTORIA ist ein wahrer Exot. Das E-Bike hat nämlich zwei Akkus. E-Bike-Fans werden sagen: „Super, ein zweiter Akku für die doppelte Reichweite.“ E-Bike-Kritiker werden entgegnen, dass das Mehrgewicht durch den zweiten Akku einfach zu groß ist.

Und genau darum soll es in unserem Test gehen: Lohnt sich das Mehrgewicht des zweiten Akkus wirklich? Oder ist die Reichweite nur geringfügig größer? Natürlich werden wir das Bike auch mit seinen wichtigsten Ausstattungsmerkmalen vorstellen.

Kompakt-Pedelecs im Fokus

Größe ist nicht alles. Auf die inneren Werte kommt es an - und mit denen können die aktuellen Kompakt-Pedelecs glänzen: Die Räder sind handlich, für motorisierte Gefährte relativ leicht, sie sind sicher und wegen ihrer kleinen Baugröße platzsparend abzustellen. Kurz: Sie haben das Zeug dazu, die beliebteste Fahrradklasse im innerstädtischen Verkehrsmix zu werden.

Dazu kommt ihre erstaunlich gute Fähigkeit, Lasten zu tragen - ganz anders als bei altertümlichen Klapprädern. Gäbe es einen Wettbewerb um den steifsten Fahrradrahmen, könnten Kompakt-Pedelecs sogar klassische 28-Zoll-Räder locker schlagen. Ihre kleinen, bulligen Rahmen kommen mit kurzen Rohrlängen aus, das macht die Rahmen unschlagbar steif.

Die Minis vertragen genauso viel Zuladung wie große Räder. Das gilt auch für den Einsatz als Kompakt-Lastenrad, wie das Moustache Lundi mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 200 Kilo zeigt.

Die Kombination von steifen Rahmen und kleinen Laufrädern ist andererseits auch etwas zweischneidig: Einerseits machen steife Rahmen und kleine Laufräder die Räder fahrstabil, spritzig und agil. Ihre kleine Baugröße vereinfacht das Navigieren im engen, urbanen Verkehrsgetümmel. Steife Rahmen und kleine Laufräder vermitteln andererseits aber auch ein eher hartes Fahrgefühl auf holprigem Untergrund.

Zudem verzichten die Hersteller unserer Testräder aus Gewichtsgründen auf Komfort fördernde Bauteile wie Federgabeln (die es für 20-Zoll-Räder ohnehin kaum in vernünftiger Qualität gibt). Die breiten und voluminösen Reifen, wie sie an allen unserer Testräder montiert sind, verbessern den Fahrkomfort nur marginal. Ihr komprimierbares und damit dämpfendes Luftvolumen ist deutlich kleiner als das von 28-Zoll-Reifen mit gleicher Breite.

Praktisch, aber wenig komfortabel

Am Hercules, Moustache und Tern halten gefederte Teleskop-Sattelstützen immerhin die gröbsten Fahrbahnschläge vom Sitzfleisch ihrer Fahrer ab. Doch auf kurzen und eher städtischen Strecken, dem bevorzugten Einsatzort der Kompakt-Pedelecs, spielt der Fahrkomfort eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Dort punkten die Minis mit anderen praktischen Vorzügen.

Das Moustache ausgenommen, ist ihr Radstand, das Maß zwischen Vorder- und Hinterachse, nur wenige Millimeter kleiner als bei 28-Zoll-Rädern. Kürzer sind sie hauptsächlich wegen der kleinen Laufräder. Doch auch wenn ihre Baulänge nur etwa 20 Zentimeter kürzer ist als bei einem üblichen Rad, sind sie viel leichter zu rangieren. Zudem benötigen sie weniger Platz beim Parken und beim Abstellen zu Hause.

Ein Speedlifter-Vorbau mit Twist-Funktion (i:SY und Cube) oder der abklappbare Lenkermast am Tern erlauben es, den Lenker ohne Werkzeug um 90 Grad zu drehen. Damit ist er aus dem Weg. Sind zusätzlich Klapp-Pedale wie am i:SY montiert, sind die Kompakt-Pedelecs nur noch etwa 40 Zentimeter breit und lassen sich auch in einem größeren Hausflur abstellen.

Am Tern und Moustache finden sich sogar spezielle Stützen am Gepäckträger, auf denen sich die Pedelecs senkrecht abstellen lassen - beim langen, schweren Moustache braucht es dafür allerdings etwas Kraft.

Die Kompakt-Pedelecs im Detail

Kompakt-Pedelecs: Eine Größe, drei Motoren

Alle Kompakt-Pedelecs unseres Tests gibt es nur in einer Rahmengröße. Nur über die Verstellung ihrer weit ausziehbaren Sattelstützen und Vorbauten passen sie sich unterschiedlich großen Fahrern an. Der Hersteller i:SY gibt die maximale Fahrergröße für das E5 ZR mit 185 Zentimetern an. Das erscheint uns quer durchs Testfeld ebenso realistisch wie die Angabe einer Fahrergröße von 150 Zentimetern am unteren Ende der Skala.

Eine größere Spreizung gibt es beim Antrieb.

  • Boschs laufruhiger und mit 65 Nm ausreichend kraftvoller Performance-Line-Motor arbeitet im i:SY, im Tern und im Cube. Der Antrieb ist leise und vermittelt ein natürliches Fahrgefühl.
  • Das Hercules ist mit dem sanfter schiebenden und beinahe unhörbaren Bosch Active Plus ausgerüstet. Er passt ideal für den Einsatz in der Stadt und überzeugt mit dem geringsten Energieverbrauch im Testfeld.
  • Moustache hat dem Lundi 20.3 dagegen den speziell auf Lastenräder abgestimmten Bosch Cargo spendiert, dessen maximales Drehmoment von gut 85 Nm auch schwere Pedelecs mühelos über steile Anstiege schiebt. Weil der Motor einen etwas höheren Energiebedarf hat, ist das Lundi mit zwei 500-Wh-Akkus ausgerüstet.

Technische Ausstattung

An allen Kompakt-Pedelecs außer dem Cube-Modell informiert ein Intuvia-Display über umfangreiche Fahrdaten und den Akku-Ladestand. Am Cube findet sich das günstigere Purion-Kombi-Display mit etwas geringerem Informationsumfang. Auch beim Getriebe hat Cube mit dem Tiagra-Schaltwerk zu einer günstigen Alternative gegriffen.

  • Am i:SY und am Tern wechselt Shimanos Nexus-Fünfgang-Nabe die Gänge. Sie arbeitet perfekt mit Mittelmotoren zusammen, Schaltvorgänge gelingen auch unter hoher Motorlast verzögerungsfrei.
  • Die Nexus-Achtgang-Nabe des Hercules benötigt dagegen für prompte Gangwechsel eine Entlastung des Antriebsstrangs.

Damit die Kompakt-Pedelecs im Alltag möglichst universell einsetzbar sind, benötigen sie stabile und vielseitige Trägersysteme - sie finden sich an allen Testrädern, besonders ausgeprägt natürlich am Moustache Lundi: Als reinrassiger Longtail-Transporter hat es einen extralangen, tragfähigen Heckträger mit sinnvollem Befestigungs-Klicksystem für verschiedenste Transportauf bauten.

Die gesamte Testgruppe liegt technisch auf gutem Mittelklasse-Niveau, die Räder sind hochwertig verarbeitet und fit für ein langes Fahrradleben. Das Preisniveau der Kompakten liegt - gemessen an der Ausstattung - etwas über den Preisen vergleichbar ausgestatteter Normalräder. Es ist der Aufpreis für das entscheidende Bisschen mehr an Wendigkeit und Nutzwert, das in der Stadt überzeugt.

Uli Frieß, Testredakteur: “Die kleinen Kompakträder verbinden hohen Nutzwert mit viel Fahrspaß. Ihre Vorteile spielen sie im urbanen Raum und auf Kurzstrecken aus. Für Touren und längere Ausflüge eignen sich Räder mit größeren Laufrädern besser.“

So wurde getestet

  • Fahrergewicht: 85 Kilo
  • Tretleistung: Ebene: 60 Watt / Berg: 110 Watt
  • Unterstützung: Ebene: Mittlere Stufe / Berg: Höchste Stufe

In den Endnoten unterscheiden sich unsere Testkandidaten kaum, und auch beim Komfort zeigen sich erwartungsgemäß nur kleine Unterschiede. Das Cube verspielt wegen seines qualitativ einfacheren Schaltwerks eine bessere Note, ist aber bei Fahrsicherheit und Praxis vorn mit dabei. Das i:SY sichert sich den Testsieg mit Bestnoten bei Fahrsicherheit und Service.

Bis auf die erzielte Distanz des Moustache unterscheiden sich die auf unserem Prüfstand gefahrenen Reichweiten kaum voneinander. Der Bosch-Cargo-Motor des Moustache Lundi 20.3 hat einen etwas höheren Energieverbrauch, und das Rad wird deutlich schwerer bewegt. Der Doppelakku mit 1000 Wh ist deshalb sinnvoll eingesetzt und beschert dem Moustache satte 130 km. Der geringere Energieverbrauch des Bosch-Active-Antriebs gegenüber dem Bosch Performance führt nur zu wenig mehr Reichweite. Einen echten Vorteil hat der Bosch Active hier nicht.

Einzelbetrachtung einiger Kompakt-Pedelecs

Cube Compact Sport Hybrid 500

Der Rahmen des Cube ähnelt dem des i:SY E5, und auch die Fahreigenschaften sind ähnlich spritzig und agil. Deshalb müssen auch Cube-Fahrer wegen des sehr steifen Rahmenverbunds und der kleinen Laufräder Abstriche beim Fahrkomfort hinnehmen. Dagegen helfen auch die mit 62 Millimeter sehr voluminösen Reifen nur bedingt, eine Teleskop-Sattelstütze gibt es nicht. Etwas Entlastung bietet der angenehm gekröpfte Lenker mit Ergogriffen.

Das Cube hat einen Speedlifter-Vorbau mit Twist-Funktion, der Lenker lässt sich platzsparend um 90 Grad wegdrehen und ist per Schnellspanner einfach höhenverstellbar. Zusammen mit der weit ausziehbaren Sattelstütze passt es sich so vielen Radler-Größen an. Wer nur wenig Abstellfläche hat, rüstet Klapp-Pedale nach. Dann lässt sich das Compact Sport mit eingeklapptem Lenker auch in einem engen Hausflur abstellen.

Die Zehnfach-Kettenschaltung des Kompakt-Pedelecs kommt mit der zurückhaltenden Kraftentfaltung des Bosch Performance gut zurecht, ein höherwertiges Modell hätte dem Cube besser gestanden. Kleines Manko beim Einkaufs-Einsatz: Mit einem Hinterbau- statt des Mittelständers würde das Rad mit beladenem Träger sicherer stehen.

Generelle Infos zum Cube Compact

  • Preis: 2799 Euro
  • Rahmengrößen: Universal: 48 cm
  • Gewicht Testrad: 19,2 Kilo
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 125 Kilo
  • Rahmen: Alu
  • Gabel: Alu-Starrgabel
  • Schaltung: Shimano Tiagra 1x10; 44/11-34 Zähne
  • Motor/Akku: Bosch Performance/500 Wh
  • Bremsen/ø: Disc, Shimano BR-MT200/v: 180 mm, h: 160 mm
  • Reifen: Schwalbe Super Moto-X Performance Reflex 62-406
  • Lichtanlage: CUBE Shiny 50 Lux; Herrmans H-Trace
  • MYBIKE-Note: 1,9
  • MYBIKE-TIPP: Preis/Leistung - 1/2023

Vor- und Nachteile

  • Plus: Steifer Rahmen, Speedlifter, leicht
  • Minus: Keine Klapp-Pedale

Hercules Futura Compact R8

Das Hercules schafft den Spagat zwischen Tiefeinsteiger und Kompakt-Pedelec. Mit seinen 24-Zoll-Laufrädern ist es kein klassisches Kompaktrad, und auch die Rahmenform entspricht eher einem auf 26- oder 28-Zoll-Räder ausgelegten Unisex-Rad mit Wave-Rahmen. Diese Mischung macht das Futura zu einem Familienrad mit breitem Einsatzspektrum, denn wegen der größeren Laufräder bewältigt das Pedelec auch längere Ausfahrten etwas besser als die kleinen 20-Zoll-Minis. Wegen dieser Bauweise benötigt das Futura aber andererseits einen etwas größeren Abstellplatz.

Mit der weit ausziehbaren Sattelstütze und dem mittels Schnellspanner höhenverstellbaren Vorbau lässt es sich schnell unterschiedlichen Körpergrößen anpassen. Die Teleskop-Sattelstütze und 55 Millimeter breite Reifen sorgen für annehmbaren Fahrkomfort, der Bosch-Active-Antrieb für hohe Laufruhe und sanfte Dynamik.

Das Hercules ist stimmig ausgerüstet, die Tektro-Bremsanlage ausreichend dimensioniert und fein dosierbar. Die Übersetzungsbandbreite der Achtgang-Nabe passt zum sanft schiebenden Motor, erfordert für saubere Schaltvorgänge jedoch eine deutliche Entlastung der Pedale.

Generelle Infos zum Hercules Futura

  • Preis: 2999 Euro
  • Rahmengrößen: Universal: 47 cm
  • Gewicht Testrad: 26,9 Kilo
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 135 Kilo
  • Rahmen: Alu
  • Gabel: Alu-Starrgabel
  • Schaltung: Shimano Nexus 8, 1x8; 40/20 Zähne
  • Motor/Akku: Bosch Active Plus/400, 500 Wh
  • Bremsen/ø: Disc, Tektro HD-T280/v: 180 mm, h: 160 mm
  • Reifen: Schwalbe Big Ben Performance RaceGuard Reflex 55-507
  • Lichtanlage: Hercules, FH 40, LED; Busch & Müller 2C
  • MYBIKE-Note: 1,9
  • MYBIKE-TIPP: Preis/Leistung - 1/2023

Vor- und Nachteile

  • Plus: Breites Einsatzspektrum, Rücktrittbremse
  • Minus: Groß, relativ schwer

i:SY E5 ZR RT

i:SY hält schon lange die Kompaktrad-Fahne hoch, entsprechend ausgereift ist auch das E5 ZR RT. Sein kleiner Rahmen ist äußerst steif, das Rad rollt sicher, fahrstabil und sehr agil. Die Nexus-Fünfgang-Nabe des Kompakt-Pedelecs mit Rücktrittbremse wechselt die Gänge zuverlässig auch unter Last. Statt Kette gibt’s einen wartungsarmen Gates-Carbonriemen.

Der Universalrahmen passt laut Hersteller Fahrern mit einer Körpergröße von bis zu 185 Zentimetern, Sattelstütze und Speedlifter-Vorbau können weit ausgezogen werden.

Um das Pedelec platzsparend abzustellen, wird der Lenker mithilfe der Twist-Funktion des Speedlifters um 90 Grad gedreht. Klappt man zusätzlich die Pedale an, ist das Rad nur noch etwa 40 Zentimeter schmal.

Allzu viel Fahrkomfort bietet es nicht: Ohne Teleskopstütze sind der steife Rahmen und die kleinen Räder hart, auch die mit 60 Millimeter recht voluminösen Reifen helfen da wenig. Unser Testrad stammt noch aus der 2022er-Palette. Das 2023er-Modell wird mit Boschs Smart System für individuell einstellbare Fahrmodi und Smartphone-Anbindung kommen. Der Akku wächst dann auf 545 Wh, das Motordrehmoment um 10 Nm - und der Preis um 550 Euro auf 4.399 Euro.

Generelle Infos zum i:SY E5

  • Preis: 3849 Euro
  • Rahmengrößen: Universal: 47 cm
  • Gewicht Testrad: 22,9 Kilo
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 150 Kilo
  • Rahmen: Alu
  • Gabel: Alu-Starrgabel
  • Schaltung: Shimano Nexus 5, 1x5; 46/28 Zähne
  • Motor/Akku: Bosch Performance/500 Wh
  • Bremsen/ø: Disc, Shimano BR-MT420/v: 180 mm, h: 160 mm
  • Reifen: Schwalbe Pick-up Addix E Reflex 60-406
  • Lichtanlage: Fuxon FF-100HB, 100 Lux mit Fernlicht; Fuxon COB
  • MYBIKE-Note: 1,7
  • TESTSIEGER 1/2023

Vor- und Nachteile

  • Plus: Carbonriemen, Fernlicht, Rücktrittbremse
  • Minus: Offen liegende Züge am Rahmenknoten

Moustache Lundi 20.3

Das Moustache Lundi überzeugt als Kinder-, Personen- oder Lastentransporter. Die Fahreigenschaften des 20-Zoll Longtails sind ausgewogen und stabil, wegen des niedrigen Schwerpunkts bleiben sie auch beladen weitgehend erhalten. Bis zu 70 Kilo dürfen auf den Heckträger. Ein praktisches Klicksystem sichert Kisten, Körbe, Taschen. Ein Kindersitz plus ein Kindersattel finden Platz. Die Passagiere des Kompakt-Pedelecs schützt ein umlaufender Metallbügel, die Füße ruhen auf einem Rohrgerüst. Ein großer Speichenschutz deckt Antrieb und Laufrad kindersicher ab.

Trotz des langen Radstands lässt sich das Moustache wendig dirigieren. Der relativ schmale Lenker sitzt direkt auf dem Steuerrohr, er kragt nach vorne und oben aus. Das macht einen Vorbau überflüssig und erhöht die Stabilität der Rahmenfront. Lundi-20.3-Fahrer sitzen aufrecht und bequem, die gefederte Teleskop-Sattelstütze lässt sich zum Auf- und Absteigen per Hebel absenken und ausfahren. Der Bosch-Cargo-Antrieb schiebt das Rad selbst nahe des maximal zulässigen Gesamtgewichts kräftig an. Starke Bremsen verzögern das Lundi auch beladen zuverlässig, eine Zehnfach-Kettenschaltung ergänzt die stimmige Ausrüstung.

Generelle Infos zum Moustache Lundi

  • Preis: 5999 Euro
  • Rahmengrößen: Universal: 39 cm
  • Gewicht Testrad: 34,8 Kilo
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 200 Kilo
  • Rahmen: Alu
  • Gabel: Alu-Starrgabel
  • Schaltung: Shimano Deore, 1x10; 48/11-46 Zähne
  • Motor/Akku: Bosch Cargo Line/1000 (2 x 500) Wh
  • Bremsen/ø: Disc, Magura MT4/v: 203 mm, h: 180 mm
  • Reifen: Kenda Kid Block 62-406
  • Lichtanlage: AXA Blueline, 30 Lux; AXA Duo Flat Signal
  • MYBIKE-Note: 1,8

ROTWILD R.X1000 ULTRA: Ein E-MTB mit großem Akku

ROTWILD präsentiert ihr Full-Power E-Bike mit einem wartungsarmen Pinion-Antrieb und einem 960 Wh großen Akku. Damit hat das ROTWILD R.X1000 ULTRA den größten Akku im gesamten Testfeld und soll so zum Gipfelstürmer werden.

Im Portfolio des Bike-Herstellers ROTWILD ordnet sich das R.X1000 ULTRA als Full-Power E-MTB ein, das vor allem bergauf überzeugen soll. Ein Gipfelstürmer für luftige Höhen, der es bergab lieber etwas ruhiger angehen lässt, ist der Entwicklungsansatz des R.X1000. Dafür wird das Bike mit spannenden USPs bestückt: Es kommt mit einem 85 Nm starken Pinion MGU E1.12-Getriebemotor, der in Kombination mit dem FIT Ultracore 960-Akku mit 960 Wh für die nötige Unterstützung sorgt. Der Pinion-Antrieb schafft es, den Motor und das 12-fach Schaltwerk in einer Einheit unterzubringen. So kann auf eine herkömmliche Kassette sowie ein Schaltwerk verzichtet werden.

ROTWILD verpasst ihrem R.X1000 ULTRA 150/150 mm Federweg und eine gemischte Laufradgröße von 29”/27,5”. Mit 24,7 kg in Größe L liegt das ROTWILD R.X1000 ULTRA über dem Durchschnittsgewicht von 23,9 kg der Full-Power E-Bikes in unserem Vergleichstest.

Technische Details und Besonderheiten

  • Farbgebung: ROTWILD-typische Farbgebung mit rotem Grundton und goldenen Akzenten des FOX-Fahrwerks.
  • Fahrwerk: FOX 36 FLOAT Factory-Gabel mit 150 mm Federweg und FIT4-Kartusche.
  • Akku: FIT Utracore 960-Akku mit 960 Wh, entnehmbar für externes Laden.
  • Antrieb: Pinion MGU E1.12-Getriebemotor mit Kette zur Übertragung der Motorkraft.
  • Bremsen: MAGURA MT5-Vierkolbenbremsen mit 203 mm großen Bremsscheiben.
  • Laufräder: DT Swiss HX1501 SPLINE ONE Alu-Laufrädern (29”/27,5”).
  • Reifen: Schwalbe Magic Mary (vorne) und Schwalbe Hans Dampf Evo (hinten).

ROTWILD R.X1000 ULTRA - Ausstattung

Komponente Details
Motor Pinion MGU E1.12 85 Nm
Akku FIT Ultracore 960 960 Wh
Federgabel FOX 36 FLOAT Factory 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT X Factory 150 mm
Bremsen MAGURA MT5 203/203 mm
Schaltung Pinion MGU E1.12 1x12
Preis 11.999 €

Fahreigenschaften

Die gestreckte Sitzposition und der flache Sitzwinkel sorgen für eine ungewohnte Ergonomie. Der Pinion MGU unterstützt kräftig bergauf, jedoch mit etwas weniger direktem Ansprechverhalten als der Bosch CX-Race. Die große Bandbreite der Getriebeeinheit ermöglicht eine passende Gangwahl für steile Anstiege.

Bergab punktet das ROTWILD mit Laufruhe, jedoch erfordert das hohe Gewicht mehr Fahrer-Input. Das Fahrwerk erreicht schnell seine Grenzen bei schnellen Schlägen, und die Reifen bieten wenig Grip.

Das ROTWILD R.X1000 ULTRA richtet sich an Fahrer, die Wert auf eine große Akkukapazität legen und für die gemütliche Trails wichtiger sind als Langstreckenkomfort. Der Pinion-Antrieb ist wartungsarm, jedoch bleibt das Kettenproblem bestehen.

BOSCH DualBattery System: Mehr Reichweite für E-Bikes

Sportliche E-MTB Biker, High Speed HS E-Bikes mit 45 km/h oder Cargo-E-Bikes mit starkenBOSCH Performance line CX E-Motoren können mit einem 500 / 652 / 750 Wh Akku schnell an ihre Reichweitengrenze stoßen. Da hilft BOSCH mit einem genialen Trick: Zwei statt nur eine Batterie in ein E-Bike zu bauen!

So funktioniert das BOSCH DualBattery System

Das Geniale am BOSCH DualBattery System ist jedoch, dass der Motor abwechselnd Strom aus beiden Akkus zieht. Und zwar immer dann, wenn zwischen den beiden Akkus eine Differenz von 10% Kapazität herrscht. Das Ergebnis ist, dass sich die Akkus zwischendurch erholen können und dadurch weniger gestreßt werden. Das bedeutet in der Praxis eine längere Lebenserwartung beider Akkus!

DualBattery system nur ab Werk möglich

Ein E-Bike, welches mit dem BOSCH DualBattery System ausgestattet sein soll, muss bereits ab Werk vorbereitet werden. Dazu wird ein Y-Kabel vom Motor zu den Akkuanschlüssen verlegt. Es wird eine zweite Akkuhalterung montiert, entweder im Rahmen, auf dem Rahmenrohr oder im Gepäckträger. Zuletzt wird noch die Dual Battery Software in den BOSCH Motor eingespielt. Die BOSCH DualBattery System kann nur im E-Bike Werk installiert werden, nicht mehr nachträglich!

Möglichkeiten zur Reichweitenverlängerung

Die größte Angst eines jeden E-Bikers ist die, dass unterwegs der Strom ausgeht! Damit dies nicht geschieht, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Stromsparend fahren: Sie wählen einen geringen Unterstützungsmodus, der weniger Strom verbraucht. Bei einem BOSCH System wird die Reichweite angezeigt, die Sie mit dem jeweiligen Unterstützungsmodus noch erzielen würden.
  • Unterwegs nachladen: Mittlerweile bietet BOSCH ein 6 Ampere Schnellladegerät an, welches gegenüber dem Standard-Ladegerät mit 4 Ampere immerhin 50 % mehr Strom in der gleichen Zeit in den Akku pumpt.
  • Ersatz-Akku mitführen: Das ist die einfachste Möglichkeit, die Reichweite ohne Nachladen zu verdoppeln.

Nachteile der Integration

Ganz anders sieht es bei modernen, im Rahmenrohr integrierten Akkus aus. Diese sind bauart bedingt deutlich länger als die klassischen Rahmenakkus und lassen sich schon mal aus diesem Grund nicht in allen Packtaschen mitnehmen. Ein weiterer Nachteil ist die Haltevorrichtung und Abdeckung des integrierten Akkus: diese muss exakt in den jeweiligen Rahmen passen.

BOSCH Dual Battery System

Eine praktische, intelligente Lösung ist das BOSCH Dual Battery System, welches von vornherein zwei Akkus im E-Bike vorsieht. Diese können durchaus unterschiedlicher oder gleicher Bauart sein. Diese Möglichkeit empfehlen wir vor allem für E-Biker, die ständig an die Kapazitätsgrenze von nur einem Akku kommen.

E-Bike-Klapprad Test 2025: Die besten Modelle im Vergleich

Für meinen E-Bike-Klapprad Test habe ich 16 moderne 20 Zoll Elektro-Klapp- und Falträder von namhaften Herstellern ausführlich getestet und bewertet. So konnte ich mir ein sehr gutes Bild über die aktuellen Modelle der Saison verschaffen und meinen E-Bike-Klapprad Testsieger 2025 küren.

E-Bike-Klapprad Test - Das Wichtigste in Kürze

  • Für das Pendeln mit der Bahn sollte dein Klapprad möglichst leicht und kompakt sein.
  • Für Fahrten durch das Gelände kann es ein Fatbike mit dicken Reifen und ordentlich Power sein.
  • Die meisten E-Bikes haben 250 Watt Leistung. Interessant ist das Drehmoment. Je größer, desto besser ist die Power bzw. der Anzug.
  • Beim Akku solltest du auf den Wert der Wattstunden achten (Volt*Ah=Wh). Je mehr Wh, desto größer ist die maximale Reichweite. Die Klappräder aus meinem Test haben 320 bis 950 Wh Akkukapazität.

Top-Modelle im Überblick

  1. Vakole VT4: Meine Empfehlung mit großer Ausstattung und viel Komfort.
  2. smartEC Camp-20D und Camp-20H: Empfehlung der Mittelklasse mit guter Ausstattung und Zubehör.
  3. Tern Vektron S10: Ein leichtes E-Klapprad mit hochwertigen Komponenten von Bosch.
  4. SAXONETTE Compact Plus: Ein leichtes Elektro-Klapprad mit Rücktrittbremse.
  5. MYVELO Rio und Palma: Testsieger in der Kategorie Elektro-Fatbike-Klapprad.
  6. Vakole Y20 Pro: Neu in der Testreihe mit einer Reichweite von 83 Kilometern.
  7. MYVELO Molinar: Mein aktuelles Lieblings-Klapprad für den Wald und die Berge.
  8. Hitway BK6S: Mein Preistipp und der Kompromiss zwischen Faltrad und Fatbike.
  9. Engwe L20 SE: Entspannt mit großer Ausstattung und viel Komfort unterwegs.

E-Bike-Trends und Highlights 2025

  • Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor.
  • Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates und Apps.
  • Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und leistungsfähigere Antriebe.
  • Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner.

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