E-Bike fahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben den Standardmodellen entwickeln Hersteller auch Elektro-Fahrräder mit höheren Geschwindigkeiten.
Höchstgeschwindigkeit verschiedener E-Bikes
Die meisten Fahrräder, die im Volksmund als "E-Bikes" bezeichnet werden, sind sogenannte Pedelecs, die den Fahrer beim Treten durch einen elektrisch betriebenen Motor unterstützen. Dadurch kann man Geschwindigkeiten erreichen, die bei über 25 km pro Stunde liegen. Diese sogenannten "Speed-Pedelecs" erreichen bis zu 45 km/h. Genauso schnell werden auch "echte" E-Bikes, sogenannte "E-Mofas", die ohne die Unterstützung von Muskelkraft angetrieben werden.
Darüber hinaus gibt es einige Hersteller, die mit noch höheren Geschwindigkeiten auf dem E-Mobilitätsmarkt werben. Beispielsweise hat BMW 2021 ein E-Fahrrad vorgestellt, welches 60 km/h zurücklegt und mit einer Ladung eine Reichweite von bis zu 300 km Reichweite schafft. Es gibt aber auch sogenannte 'Race E-Bikes', die sogar noch schneller fahren können. Ein solches Modell ist zum Beispiel das M1 Spitzing von TQ-Systems mit einer Geschwindigkeit von bis zu 75 km/h.
Wo Sie mit entsprechender Geschwindigkeit fahren dürfen
Für Liebhaber von E-Bikes ist es wichtig zu wissen, dass der E-Radsport im Straßenverkehr nur mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h ausgeübt werden darf. Mit einem E-Bike, das zu einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h fähig ist, dürfen Sie nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Haben Sie Ihr E-Bike also getunt oder möchten ein neues Modell ausprobieren, das zu über 45 km/h fähig ist, ist Ihnen dessen Nutzung nur auf Privatgelände gestattet.
Hier eine Übersicht, wo die verschiedenen E-Räder gefahren werden dürfen:
- Pedelecs bis zu 25 km/h: Nutzen Sie diese wie herkömmliche Fahrräder auf gekennzeichneten Radwegen.
- E-Bikes bis zu 25 km/h: Befahren Sie außerorts Radwegen. Innerorts ist dies nur bei einer entsprechenden Zusatzbeschilderung erlaubt.
- Pedelecs und E-Bikes bis zu 45 km/h: Mit diesen Zweirädern ist ausschließlich das Befahren von Fahrbahnen gestattet.
Sonstige Vorschriften
Einige Pedelecs und E-Bikes benötigen für eine Straßenverkehrszulassung ein Versicherungskennzeichen. Dazu zählen E-Bikes, die bis zu 25 km/h erreichen, sowie Pedelecs und E-Bikes, die bis zu 45 km/h fahren dürfen. Zusätzlich dazu gilt für alle dieser drei E-Bikes eine Helmpflicht im Straßenverkehr. Lediglich Pedelecs, deren Leistungsfähigkeit 25 km/h nicht überschreitet, sind normalen Fahrrädern gleichgestellt, sodass auch bei ihnen kein Helm vorgeschrieben ist.
Führerscheinpflicht
Pedelecs und rein motorbetriebene E-Räder, die bis zu 45 km/h schnell fahren können, dürfen zusätzlich dazu nur von Inhabern eines Führerscheins der Klasse AM und höher gefahren werden.
E-Bike vs. Pedelec
Viele Menschen stellen sich häufig die Frage, was bei E Bike vs. Pedelec der Unterschied ist. Die Begriffe werden oft falsch verwendet, da es sich in Deutschland so eingebürgert hat, ein Pedelec als E Bike zu bezeichnen. Menschen gehen stattdessen davon aus, dass das Pedelec die Variante eines E Bike mit 45 km/h bezeichnet. Es sind aber originalen Definitionen von zwei verschiedenen Fahrradtypen.
- E-Bike: Ein E Bike bezeichnet ein Fahrrad, welches Sie ganz ohne Ihre eigene Kraft unterstützt. Sie nutzen beispielsweise einen Daumenhebel am Lenker, um den Motor zu steuern. Es wird als Kleinkraftfahrzeug eingeordnet. Daher benötigen Sie einen Führerschein, Versicherungskennzeichnen und einen Helm.
- Pedelec: Hier müssen Sie selbst in die Pedale treten. Sie gelten nach StVo als Fahrräder und können auf gewöhnlichen Fahrradwegen gefahren werden. Die Motorunterstützung stoppt automatisch, sobald das E Bike Geschwindigkeiten 25 km/h erreicht hat.
S-Pedelec
Allerdings steht das S im Namen für Speed. Wenn Sie ein S Pedelec kaufen möchten, sollten Sie einige Dinge beachten. S-Pedelecs dürfen nur auf öffentlichen Straßen gefahren werden, wenn es mit einem gültigen CoC Zertifikat ausgestattet ist.
Was macht die E Bike Geschwindigkeit aus?
Wie schnell fährt ein E Bike - dies hängt vom Motor ab. Die Maximalleistung, die kurzzeitig erreicht werden kann, kann allerdings auch höher liegen.
Ebenfalls sollten Sie auf die Angabe des Drehmoments (auch Newtonmeter genannt) achten. Je höher der Wert, desto besser. Das Drehmoment gibt eine Aussage darüber, die kraftvoll Sie beschleunigen können und das Rad zieht besser, was vor allem bei hügeligem Gelände von Vorteil sein kann. Ein S Pedelec MTB hat oftmals ein Drehtmoment von ca. 70Nm. Dies liegt im Normalbereich - bei Citybikes haben Sie oftmals ein Drehtmoment von ca. 45 km/h.
R-Pedelecs
Dass diese E Bikes unter keinen Umständen mehr auf Radwegen zugelassen sind, versteht sich schon fast von selbst. Sie selbst dürfen auf der Straße, auch mit allen befolgten S Pedelec 45km/h Vorschriften, nicht mehr fahren. Es gibt keine S Pedelecs mehr, sondern fallen unter die "R Pedelecs". Das R steht hier für "Race".
Besonderheiten bei verschiedenen E-Bike Typen
- Fatbikes: Es gibt beispielsweise S Pedelecs als E Fatbikes, die bis 45 km/h schnell fahren können.
- Trekking E Bikes: E Bike Trekking sind allgemein sehr beliebt, da sie sehr gute Allrounder für den täglichen Gebrauch darstellen. Es ist nicht wunderlich, dass es auch einige S Pedelec Trekking Bikes gibt. 45 km/h E Bikes bieten zudem ein sehr hohes Drehmoment, sodass Sie schnell die Höchstgeschwindigkeit erreichen können.
- Mit Riemenantrieb: Der deutsche Hersteller HNF Nicolai bietet sein beliebtes Modell XD3 auch in der Version als S Pedele mit Riemenantrieb an.
Mit einem schnellen E Bike 45 km/h zu fahren, macht unumstritten extrem viel Spaß.
E-Bike auf der Autobahn?
Ein E-Bike auf der Autobahn sorgt meist für Verwunderung - zu Recht, denn das ist normalerweise verboten. Auf einer Autobahn dürfen nur Kraftfahrzeuge fahren, die eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h erreichen können. Umso überraschender ist es, wenn man plötzlich ein E-Bike auf der rechten Spur sieht - und das auch noch völlig legal.
Das liegt daran, dass es sich bei einem solchen Gefährt nicht mehr um ein E-Bike, sondern um ein Motorrad zum Mittreten - ein eRockit - handelt, wie das Instragram-Reel zeigt. Ein eRockit ist ein Elektromotorrad mit Pedalen. Durch das Treten dieser steuern Sie die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Das eRockit besitzt eine Reichweite von etwa 120 Kilometern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Aus diesem Grund dürfen Sie damit auf der Autobahn fahren. Um das Leichtkraftrad, das in der Kategorie der 125er-Motorräder zugelassen ist, fahren zu dürfen, benötigen Sie einen Führerschein. Dafür ist eine Fahrerlaubnis der Klasse A, A1 oder A2 oder ein älterer PKW Führerschein (Klasse 3), ausgestellt vor dem 1. April 1980, notwendig. Seit Anfang des Jahres 2020 haben Inhaber des Autoführerscheins (Klasse B) die Möglichkeit, ihren Führerschein auf die 125ccm-Klasse zu erweitern. Dafür benötigen Sie eine theoretische und praktischen Fahrschulung von insgesamt neun Doppelstunden.
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