Panasonic E-Bike Motoren im Test: Leistung, Reichweite und mehr

Panasonic bietet Mittelmotoren der Spitzenklasse an, die für ihre japanische Qualität bekannt sind. Japanische E-Bike-Fahrer sehen in deren Motoren in etwa das, was wir in Mitteleuropa in Bosch sehen: eine richtig große Nummer. Drei verschiedene Mittelmotoren decken nahezu den gesamten Einsatzbereich für E-Bikes ab - von E-MTB über Trekking und City bis hin zu Cargo-Bikes.

Die wichtigsten Merkmale und Vorteile der Panasonic-Motoren

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Merkmale und Vorteile der Panasonic-Motoren vor, die die ideale Wahl für E-MTBs (elektrische Mountainbikes) sind.

PANASONIC GX Ultimate: Der ultimative japanische Antriebsstrang

Erleben Sie den ultimativen japanischen Antriebsstrang für Ihr E-Bike mit dem PANASONIC GX Ultimate, der nicht nur auf dem Papier ein beeindruckendes Drehmoment von 95 Nm bietet und nur 2,95 kg wiegt. Mit diesem leistungsstarken Motor können Sie jede Fahrt in vollen Zügen genießen und auch das härteste Terrain bezwingen. Er ist äußerst zuverlässig und lässt Sie dank der japanischen Qualität nicht im Stich. Mit seiner Robustheit und Leistung gehört er zur Spitze seiner Klasse und ist bereit, Ihnen das ultimative Fahrerlebnis zu bieten.

  • 95 Nm Drehmoment
  • Gewicht: 2,95 kg

Um das Fahren mit dem E-Mountainbike zum absoluten Vergnügen werden zu lassen, bietet der stärkste Motor der Serie mit 90Nm ein deutliches Leistungsplus an Anstiegen und im Gelände. Durch das geringe Gewicht von nur etwa 2,95kg und seinem schlanken Design ist der GX Ultimate die ideale Wahl für ein E-Mountainbike. Bereits bei niedrigen Trittfrequenzen ist eine konstant hohe Leistungsentfaltung vorhanden.

PANASONIC GX Power Plus: Für sportliche Fahrten

Erleben Sie eine neue Dimension des Abenteuers auf einem Elektrofahrrad mit dem PANASONIC GX Power Plus! Mit 75 Nm Drehmoment und einem extrem geringen Gewicht von 3,2 kg ist dieser Motor ideal für sportliche Fahrten in den Bergen und anspruchsvolle Trekkingtouren. Ob auf Waldwegen oder Schotterpisten, der PANASONIC GX Power Plus bietet Ihnen auf jedem Untergrund hervorragende Leistung und Unterstützung. "Der PANASONIC-Motor bringt Sie überall hin.

  • 75 Nm Drehmoment
  • Gewicht: 3,2 kg

Moderne LCD-Panel mit Farbdisplay

Panasonic bietet ein modernes LCD-Panel mit Farbdisplay an, das sich bei CRUSSIS E-Bikes auf der linken Seite des Lenkers befindet. Dieses kleine, nicht nur Design-Element bietet einen klaren und übersichtlichen Blick auf alle notwendigen Fahrinformationen. Das Display ist mit einem USB Micro-B Anschluss und einer Gehhilfefunktion ausgestattet. Helligkeit inkl.

Panasonic und das FIT System

Bei der Motorsteuerung ist Panasonic Vorreiter: Mit als erster Hersteller brachten die Japaner einen Automatik-Modus mit variabler, auf die jeweilige Fahrsituation angepasster Motorunterstützung auf den Markt. Anders bei Panasonic: Die gibt es im Komplettpaket oder einzeln. Heißt: Das Display- und Steuerungsunternehmen Fit, einst entstanden im Haus des Panasonic-Großkunden Flyer, übernimmt von Panasonic die Motor-Hardware. Die Software, außerdem schicke Displays und eigene Bedieneinheiten, entstehen bei den Schweizern vor Ort in Huttwil. Im aktuellen Test ist das Flyer Upstreet 7 4.3 mit dem Fit-System und einem Panasonic GX Ultimate mit 75 Newtonmetern Drehmoment ausgestattet. Testergebnis: Sehr gut!

Alternativen zu Komplettpaketen

Was viele Fahrer - und auch manch ein E-Bike-Hersteller - bei Bosch bemängeln, ist das geschlossene System: Die Reutlinger liefern alles oder nichts: Motoreinheit, Displays, Akkus und Software. Nur zaghaft mit dem neuen Smart System können Hersteller und Fahrer auf die Motorabstimmung Einfluss nehmen. Ähnlich sieht es bei Shimano aus. Zwar ist hier die Motorfeineinstellung schon länger implementiert, auch Akkus von Drittanbietern funktionieren mit den Shimano-Antrieben.

Erfahrungen und Tests

Der Panasonic GX Ultimate Pro wurde im vergangenen Jahr vorgestellt und kommt in der Saison 2022 bei mehreren Herstellern zum Einsatz. Die meisten Modelle bietet Flyer, aber auch im Portfolio von Hercules oder Pegasus gibt es ein paar wenige E-Bikes mit dem neuen Panasonic Motor. Gemein haben alle, dass sie auch mit dem neuen FIT 2.0 System ausgestattet sind. Auf dem Papier sind die technischen Daten des neuen Motors durchaus beeindruckend: Mit 95 Nm maximalem Drehmoment gehört er zu den stärkeren Vertretern auf dem Markt und fällt für seine beachtliche Power überraschend leicht und kompakt aus. Mit 2,95 kg liegt er in etwa gleich auf mit dem Brose Drive S Mag und dem Bosch CX - lediglich der Shimano EP8 oder der Yamaha PW-X3 sind deutlich leichter.

Maximale Leistung und Energieeffizienz

Überraschung! Der Panasonic GX Ultimate Pro nimmt es doch direkt mit unserem Power-Spitzenreiter aus dem Hause Sachs auf. Nur wenige Watt trennen die beiden Motoren, die das restliche Testfeld weit hinter sich lassen. Aber: So interessant ein Blick auf die Maximalleistung auch sein mag und auch Erkenntnisse zu den Leistungsreserven bringt - für die Praxis sind die Daten nur teilweise relevant. Denn, mal ehrlich: 250 Watt drücken wohl nur die wenigsten E-Mountainbiker über einen längeren Zeitraum. Das Bild aus der Messung der Maximalleistung setzt sich auch hier fort, auch wenn der Panasonic hier im Vergleich zum ähnlich starken Sachs RS etwas mehr Leistung zurückhält. Dennoch: Fast 670 Watt sind weit über dem, was die meisten anderen Motoren liefern und liegt teilweise sogar über deren Maximalleistung.

Hier zeigt sich nun die Kehrseite der enormen Power, die der Motor mitbringt: Sowohl in der Ebene als auch am Berg ist der Panasonic GX Ultimate Pro Fit unser Verbrauchs-Spitzenreiter und schluckt am meisten Energie; auch wenn der Sachs RS ähnlich energiehungrig ist. Gerade der Verbrauch am Berg ist nicht zu verachten.

Fahrgefühl und Dosierbarkeit

In Wahrheit sieht es jedoch ganz anders aus: Während der Sachs RS vor allem in den höheren Unterstützungsstufen direkt von der ersten Kurbelbewegung weg mit brachialer Power zur Sache geht, gibt sich der Panasonic GX Ultimate Pro doch spürbar zurückhaltender. Die Abstimmung des Motors hat auch zur Folge, dass er sich trotz der großen Leistungsreserven relativ gut dosieren lässt, auch wenn das Ansprechverhalten nicht ganz auf dem Niveau eines Shimano EP8 oder Bosch Performance CX liegt.

Akkusysteme und Bedienkonzept

Bei den Akku-Optionen hat man derzeit die Wahl aus zwei im Rahmen integrierten Akkus mit 630 Wh oder 750 Wh. Das Fyler Goroc X bietet außerdem noch eine durchaus spannende Zusatzoption: Hier lässt sich auf dem Unterrohr ein weiterer externer Akku mit 540 (!) Wh montieren. Ganz unter der Fahne von FIT steht das Bedienkonzept der Panasonic GX Ultimate Pro E-Bikes. An sportiven Rädern werden wir wohl vor allem die FIT Remote LCD Bedieneinheit finden. In einem kompakten Kästchen am Lenker sitzt hier neben den Tasten für die Bedienung des Antriebs auch ein helles, sehr gut ablesbares Farbdisplay. Das Bedienteil ist ergonomisch gelungen und lässt sich ohne unangenehme Verrenkungen bequem während der Fahrt erreichen. Für unseren Geschmack kommt es jedoch mit ein paar Tasten zuviel, zumal ein separater Joystick auf der Oberseite noch für die Bedienung des Menüs hinzukommt. Der Druckpunkt der Knöpfe ist leider etwas schwammig, was jedoch dank der Vibration des gesamten Bedienteils beim Tastendruck in der Praxis nicht so sehr ins Gewicht fällt.

App-Funktionen und Individualisierung

Natürlich kommt das FIT 2.0 System auch mit einer eigenen Smartphone App für IOS und Android. Diese ist bereits in den jeweiligen App-Stores erhältlich, kommt jedoch noch nicht mit dem gesamten Funktionsumfang. Dieser soll im Laufe des Frühjahrs durch Updates ergänzt werden. Entsprechend werden wir uns auch erst zu diesem Zeitpunkt ausführlich damit auseinandersetzen. Dennoch: Die Liste an Features liest sich sehr vielversprechend. Als bislang einziger Hersteller geht FIT zudem den Weg über sogenannte in-App Käufe, um bestimmte aufwändige Features freizuschalten. Derzeit betrifft das die Nutzung des Smartphones als vollwertiger Display-Ersatz (sog. Drive Screen, einmalig 39,99 Euro oder 11,99 pro Jahr) und vor allem die integrierte Diebstahlfunktion. Hier lässt sich entweder das Smartphone als digitaler Schlüssel zur Freischaltung nutzen (einmalig 54,99 Euro oder 19,99 Euro pro Jahr) oder man bekommt einen separaten Bluetooth-Schlüssel (einmalig 79,99 Euro).

Unterstützungsstufen und Fahrverhalten

Am Panasonic GX Ultimate stehen euch insgesamt vier Unterstützungsstufen zur Verfügung. Neben den drei klassischen Modi Eco, STD und High gibt es einen dynamischen Automatik-Modus (Auto), der die Unterstützung an die jeweilige Fahrsituation anpasst. Der dynamische Automatikmodus agiert in der Ebene etwas abrupt und unnatürlich, ist dafür aber auf Uphill-Trails in seinem Element. Hier gibt er die Pedalkraft noch etwas exakter und sensibler weiter als der stärkste Modus, und die viele Power lässt sich etwas einfacher beherrschen, kann aber mit der Feinfühligkeit des Bosch eMTB-Modus nicht mithalten.

Im höchsten Fahrmodus High schiebt der Panasonic-Motor ordentlich an. Auch bei niedriger Trittfrequenz unterstützt er kräftig und sorgt auf Forststraßen für Shuttle-Feeling. Das hat sich nicht nur in der Praxis, sondern auch in unserem Labortest beim Prüfinstitut Velotech gezeigt. Die mechanische Leistung steigt schnell an, und auch seine maximale Leistung erreicht der Panasonic GX Ultimate bereits bei einer niedrigen Trittfrequenz und einer Fahrerleistung, die auch wenig trainierte Rider im Sitzen mit geringer Anstrengung erreichen können.

Durch das direkte Ansprechverhalten in der höchsten Unterstützungsstufe ist der GX Ultimate deutlich stürmischer und schwerer zu kontrollieren als der Bosch Performance Line CX oder der GIANT SyncDrive Pro2 in jeweils der höchsten Fahrstufe. Auch an der 25-km/h-Grenze ist das Aussetzen des Motors deutlich spürbar und es wirkt, als würde der Motor einfach abschalten statt langsam auszufaden.

FLYER Uproc X 9.50 im Detail

Das FLYER Uproc X geht als einziges E-MTB mit einem Motor von Panasonic in den Test. Aber nicht mit irgendeinem Panasonic-Motor, sondern mit dem 95 Nm starken Spitzenmodell GX Ultimate. Damit sichert sich FLYER schon mal die Drehmoment-Krone im Vergleichstest. Der dazugehörige 750 Wh große FLYER FIB-Akku wird seitlich aus dem Unterrohr entnommen, ein passender 6er-Inbus dafür befindet sich in der Hinterrad-Steckachse. Am Sattelrohr befindet sich der Ladeport, der eine stabile Kunststoffabdeckung besitzt.

Die Steuerung über die klobige Remote mit Joystick ist auch gewöhnungsbedürftig und sorgt für Abzüge in der Ergonomie-Wertung, da sich die Remote-Halterung und die Bremsschelle der XT-Bremse in die Quere kommen. Immerhin geht einem ein versehentlicher Tastendruck nicht so leicht unter, da die Remote ein geschwindigkeitsabhängiges Vibrationsfeedback besitzt.

Der Panasonic GX Ultimate-Motor fristet in der E-MTB-Branche der westlichen Welt noch ein Nischendasein, zu Unrecht aus unserer Sicht.

Der neue Panasonic GX0

Der GX0 ist die neueste Mittelmotoren Generation aus dem Hause Panasonic. Der Motor selbst ist eine komplette Neuentwicklung. Der Fokus dabei lag darauf, das Maximum an Performance mit minimalem Gewicht in Einklang zu bringen. Dieses Ziel konnte durch den Einsatz verschieden gewählten Materialien realisiert werden, ohne dabei Abstriche in der Zuverlässigkeit bzw. Haltbarkeit machen zu müssen. Der GX0 liefert ein maximales Drehmoment von 90 Newtonmetern und der Motor unterstützt nun bis zu einer maximalen Trittfrequenz von 130 U/min. Mit einem Motorengewicht von 2,95 Kilogramm positioniert sich der neue GX0 im Bereich des neuen Brose Drive S Mag und dem Shimano Steps E8000, die in puncto Leichtigkeit die Spitze bilden.

Der Q-Faktor ist auf eine Baubreite von 165,8 Millimeter verschmälert worden, für einen ergonomischen und natürlicheren Bewegungsablauf. Der GX0 verfügt über vier Unterstützungsstufen: Eco-, Standard-, High- und Auto-Modus. Der Auto-Modus deckt quasi prozentual gesehen den Leistungsbereich von Eco bis High ab und steuert abhängig von der eingebrachten Eigenleistung die Motorunterstützung - wie beispielsweise der E-MTB Mode von Bosch oder der Trail Mode bei Shimano. Einsatzbereich des GX0 liegt klar im sportlichen Mountainbike-Sektor.

Leistungstest der E-MTB-Motoren

Für den aktuellen EMTB-Motorentest traten die gängigen E-MTB-Antriebe der Platzhirsche Bosch, Shimano und Brose gegen die neuesten Kraftpakete von Rocky Mountain, Panasonic und Yamaha an. Wir packten umfangreiches Messequipment ein und sind zum Test ausgerückt.

Testprozedere

Unser Testprozedere ist ein klar definiertes Belastungsprofil, das verschiedene Situationen einer realen E-MTB-Tour unter vergleichbaren Bedingungen widerspiegelt. Los geht es direkt mit einer Bergwertung: Den steilen Anstieg über 440 Höhenmeter spulen wir mit höchster Unterstützungsstufe und einer Tretleistung von 200 Watt ab. Zwischen 12:39 Minuten und 15:20 Minuten brauchen die Kraftpakete für diesen Bergsprint, der die Leistung der Motoren offenlegt. Die Abfahrt ins Tal erledigen wir mit ausgeschaltetem Motor. Weiter geht es im Touren-Modus bei moderater Fahrerleistung (150 W) und mit mittlerer Motorunterstützung von rund 275 Watt.

Reichweiten-Ranking

Die Ergebnisse der sechs getesteten E-MTB-Motoren von unserem Fahrtspiel im Höhenprofil. Unten finden Sie das Reichweiten-Ranking.

Motor Höhenmeter Distanz Geschwindigkeit Notlauf
Brose 2009 hm 50 km 14,9 km/h +47 hm
Bosch 1962 hm 49 km 15,2 km/h -
Panasonic 1904 hm 46,5 km 14,5 km/h -
Shimano 1896 hm 47,8 km 14,4 km/h +32 hm
Giant 1795 hm 45,3 km 14,4 km/h +197 hm
Rocky Mountain 1733 hm 44,5 km 16,1 km/h + 179 hm

Fazit

Der Panasonic GX Ultimate überzeugt mit viel Kraft, ihm fehlt es aber etwas an Feinschliff in der Motorabstimmung. Erfahrene Biker schaffen es, den Panasonic-Motor im Zaum zu halten, Einsteiger sind hingegen schnell überfordert. Gerade für letztere wäre eine Einstellung der Motorcharakteristik über die App mit Sicherheit sinnvoll.

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