Jedes E-Bike ist mit einem Motor ausgestattet, welcher die Tretkraft unterstützt. Der E-Bike-Motor bezieht seine Energie aus dem Akku, der sich ebenfalls am Fahrrad befindet. E-Bikes sind so konzipiert, dass Du den Motor dazuschalten kannst, sobald Du seine Unterstützung beim Treten benötigst. Das Antriebselement besitzt bestimmte Eigenschaften und ist oftmals für ein oder mehrere Einsatzgebiet(e) konzipiert. Sie bieten daher in einer bestimmten Fahrsituation die passende Unterstützung.
Es gibt zahlreiche E-Bike-Motoren-Hersteller, die diverse Modelle im Angebot haben. Der Herstellermarkt ist mittlerweile breiter aufgestellt als noch zur Anfangszeit der E-Bikes.
Verschiedene E-Bike Motoren und ihre Eigenschaften
Es gibt mit dem Mittel-, Vorderrad-, und Hinterradmotor drei unterschiedliche Positionierungsmöglichkeiten. Alle drei Varianten weisen spezifische Merkmale, sowie Vor- und Nachteile auf. Die Leistungsunterstützung liegt bei den meisten E-Bike Motoren zwischen 250 Watt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen arbeiten die E-Bike Motoren mit einer Spannung von 36 Volt. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen unterstützen Dich die Motoren bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Einige Modelle bieten auch die Unterstützung bis 45 km/h.
Mittelmotor
Ein Großteil der e-Bikes sind mit dem äußerst beliebten Mittelmotor ausgestattet, der als Teil des Tretlagers direkt an der Kurbel angebracht ist. Dadurch erzeugt er direkt in Abhängigkeit zu der Tretkraft des Fahrers Antriebskraft, welche über das Tretlager und die Kette an das Hinterrad übertragen wird. Da er direkt an der Kurbel ansetzt, ist die Sensorik deutlich weiter entwickelt. Das hat zur Folge, dass der Mittelmotor schnell und angemessen reagieren kann, wenn der Fahrer härter in die Pedale tritt. Auch überhitzt der Mittelmotor nicht, weshalb er gegenüber dem Nabenmotor die Nase vorn hat.
Seine mittige Positionierung direkt an der Kurbel sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und einen niedrigen Schwerpunkt, wodurch sich das Fahren mit Mittelmotor an das Fahrgefühl eines herkömmlichen Fahrrads annähert. Der Nachteil dabei ist der erhöhte Verschleiß, unter dem besonders die Ritzel der Tretkurbel und die Kette zu leiden haben. Dennoch überwiegen die Vorteile eines kräftigen Mittelmotors.
Nabenmotor (Heckmotor)
Neben dem Mittelmotor ist es auch möglich, das e-Bike mit einem Nabenmotor bzw. Heckmotor auszustatten. Wie der Name verrät, sitzt dieser an der Nabe des hinteren Laufrads. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt des Pedelecs weiter nach hinten und der Motor gibt die Kraft unmittelbar an das Hinterrad ab, weshalb dieser Antrieb besonders gut für sportliche e-Bikes geeignet ist. Der Heckmotor wird mit einer Kettenschaltung kombiniert, welche besonders bei sportlichen Fahrten beispielsweise gegenüber einer Nabenschaltung überzeugen kann. Eine Nabenschaltung ist mit dieser Form des Motors nicht kombinierbar. Auch e-Mountainbikes und Hinterradmotoren verstehen sich nicht so gut. Auf langen und steilen Steigungen können sie schnell überhitzen.
Frontmotor
Wer überwiegend Kurzstrecken in der Stadt fährt, kann unter Umständen auf einen Frontmotor zurückgreifen. Er ist technisch am einfachsten zu realisieren und daher besonders kostengünstig. Durch die Installation am Vorderrad lassen sich eine Rücktrittbremse, sowie eine Naben- und Kettenschaltung problemlos anbringen.
Leider bietet er nicht so viele Vorteile wie seine beiden Verwandten, dennoch wird er auch heute noch bei City e-Bikes verbaut. Der Frontmotor erschwert durch sein Gewicht das Lenken und sorgt für ein ungewohntes Fahrgefühl, weshalb er nicht im Gelände oder für eine sportliche Fahrweise ausgelegt ist. Da der Akku und der Fahrer den Schwerpunkt des Pedelecs nach hinten Verlagern, neigt der Frontmotor besonders bei Nässe dazu, das Rad durchdrehen zu lassen.
Bedeutende E-Bike Motorenhersteller
- Bosch: Das deutsche Unternehmen Bosch gehört zu den wichtigsten Herstellern für E-Bike Motoren. Dies siehst Du bereits an der großen Modellauswahl. Alle Motoren arbeiten mit einer Spannung von 36 Volt.
- Shimano: Das Unternehmen Shimano stammt ebenfalls aus Japan und stellt verschiedenste Fahrradkomponenten her. Mit Steps hat Shimano ein umfassendes E-Bike-System im Angebot. Neben Motoren umfasst dies auch Steps-Akkus und Info-Displays. Die leistungsstarken Motoren zeichnen sich durch ein geringes Gewicht und nur wenig Geräuschentwicklung aus. Unterschiede gibt es unter anderem beim Drehmoment, Gewicht und Einsatzgebiet.
- Fazua: Bei Fazua handelt es sich um eine Münchner E-Bike-Schmiede, die innovative Fahrradkomponenten auf den Markt bringt. Hierzu zählt auch das evation Antriebssystem. Es gilt als besonders leicht und bietet ein natürliches Fahrgefühl ohne störenden Widerstand.
- Panasonic: Der japanische Elektrotechnikkonzern Panasonic hat gleich mehrere E-Bike Motoren Modellvarianten im Angebot. Neben Mittelmotoren gehören hierzu auch Hinterradantriebe.
- Brose: Der Berliner Fahrradspezialist Brose bietet mit dem Drive-System ein Komplettpaket für Dein E-Bike an. Dieses besteht aus Akku, Motor und Display. Generell sind die E-Bike-Motoren sehr leistungsstark.
- SR Suntour: Das japanische Unternehmen SR Suntour stellt verschiedene Fahrradkomponenten her. Hierzu zählen auch E-Bike-Systeme. Bei den E-Bike Motoren setzt SR Suntour im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern vor allem auf Vorder- und Hinterradantriebe, die meistens für Shimano Fahrradkassetten (7-11 Gang) geeignet sind.
- Pendix: Mit dem Pendix eDrive entscheidest Du, wann Dein Fahrrad zum eBike wird. Ob auf dem Weg ins Büro oder für Lebensmitteleinkäufe im Stadtverkehr. Pendix erleichtert Deinen Alltag - und Du wirst die Fahrten lieben.
Weitere E-Bike Hersteller und Marken
Neben den großen Motorenherstellern gibt es zahlreiche Fahrradmarken, die E-Bikes mit verschiedenen Antriebssystemen anbieten. Hier eine Auswahl:
- Bulls
- Cannondale
- Centurion
- Corratec
- Cube
- Diamant
- e.bikemanufaktur
- Electra
- Excelsior
- Flyer
- Focus
- Gazelle
- Ghost
- Giant
- Haibike
- Hercules
- HNF Nicolai
- Husqvarna
- i:SY
- Kalkhoff
- Kellys
- Kettler
- KTM
- Lapierre
- Liv
- Merida
- Mondraker
- Morrison
- Moustache
- Orbea
- Pegasus
- Raleigh
- Riese und Müller
E-Bike Modelle und ihre Einsatzbereiche
E-Bike-Motoren sind oftmals für ein oder mehrere Einsatzgebiet(e) konzipiert. Sie bieten daher in einer bestimmten Fahrsituation die passende Unterstützung. Verschiedene Fahrmodi sorgen dafür, dass Du automatisch die passende Unterstützung beim Treten erhältst. Du wählst die Modi bequem über Dein Display aus. Mit dem Eco-Modus fährst Du besonders energiesparend. Davon profitiert auch Dein Akku. Benötigst Du im Gelände mehr Energie, wählst Du hingegen den Mountainbike-Modus.
Steuerung und Bedienung
Gesteuert wird der e-Bike Antrieb in der Regel über ein Display und entsprechende Steuerknöpfe am Lenker. Hier lassen sich Einstellungen wie die Unterstützungsstufe des Motors vornehmen, sowie viele Informationen wie die Uhrzeit, die Geschwindigkeit, die Trittfrequenz und der Akkustand ablesen.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- E-Bike Dreirad mit Mittelmotor: Komfort und Sicherheit für Senioren
- Herren Radbekleidung Test: Die Top Trikots & Hosen für ultimativen Komfort & Leistung!
- Leichte Enduro Laufräder im Test: Ultimative Steifigkeit, Performance & Fahrgefühl entdecken!
Kommentar schreiben