E-Bike Finanzierung: So finanzieren Sie Ihr Traum-E-Bike

E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Allein im Jahr 2020 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutschlandweit rund 1,95 Millionen elektromotorisierte Fahrräder verkauft. 2021 knackte der Absatz sogar die 2 Millionen Marke. Schnell und bequem von A nach B, vorbei an Staus und unabhängig von Bus und Bahn: E-Bikes versprechen Flexibilität und sind seit Jahren ein beliebtes, weil komfortables Fortbewegungsmittel in der Stadt und auf dem Land. Über zehn Millionen solcher Fahrräder sind auf deutschen Straßen und Radwegen unterwegs. Längst verkaufen Händler mehr Zweiräder mit Elektroantrieb als konventionelle Fahrräder.

Die motorisierten Räder sind deutlich teurer als normale Fahrräder. Kaufpreise von 3.000 Euro oder mehr sind dabei keine Seltenheit. Eine Stange Geld, die nicht jeder ohne Weiteres aufbringen kann. Wer sich den Wunsch nach einem E-Bike dennoch erfüllen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten (neben dem klassischen Sparen), um ein E-Bike zu finanzieren.

Verschiedene Finanzierungsoptionen für E-Bikes

Ob Händlerfinanzierung, Bankkredit oder Inanspruchnahme des Dispo - das E-Bike lässt sich auf verschiedenen Wegen abbezahlen. Klug verglichen und orientiert an den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten, lässt sich das benötigte Kapital meist rasch beschaffen. Vor der Entscheidung für eine bestimmte Variante sollten Käufer aber immer auf alle Details und Bedingungen in den Kreditangeboten achten.

1. Ratenkredit zur freien Verwendung

Auch, wenn es für einen Fahrradkauf erstmal nicht so naheliegend scheint: Ein E-Bike können Sie mit einem klassischen Ratenkredit finanzieren. Dabei leihen Sie sich bei einer Bank eine kleine Summe zur freien Verwendung und zahlen diese in monatlichen Raten zuzüglich Zinsen wieder zurück.

2. Blitzkredit

Besonders die sogenannten Blitz- oder Sofortkredite eignen sich, um ein E-Bike zu finanzieren. Zum einen, weil viele Banken unter diesem Begriff Darlehen mit kleinen Kreditsummen und günstigen Konditionen anbieten, zum anderen, weil Antrag und Abwicklung schnell und unkompliziert online erfolgen. Konkret bedeutet das, dass Sie Ihre Gehaltsnachweise digital zur Verfügung stellen - per Dokumenten-Upload oder virtuellem Schulterblick für die kreditgebende Bank in Ihr Gehaltskonto - und die Bonitätsprüfung sowie Kreditzusage innerhalb weniger Minuten geschieht. Für den Nachweis Ihrer Identität kommt das ebenfalls sehr schnelle Videoident zum Einsatz. So entfällt mindestens ein Weg zur Bank oder Post sowie der Versand von Unterlagen. Sind sämtliche Unterlagen geprüft und der Kredit wird gewährt, ist das Geld oftmals innerhalb eines Tages auf Ihrem Konto.

3. Kreditvergleich

Ob Blitzkredit oder Darlehen mit normaler Laufzeit: Um Ihr E-Bike bestmöglich zu finanzieren, lohnt sich im ersten Schritt ein Kreditvergleich. Nutzen Sie zum Beispiel den Verivox Kreditrechner: Tragen Sie Ihre benötigte Kreditsumme und die Laufzeit ein, wählen Sie als Verwendungszweck "Freie Verwendung" und erhalten Sie eine Liste mit unverbindlichen Angeboten von verschiedenen Banken.

Zentrales Vergleichskriterium ist der effektive Jahreszins, da hier ablesbar ist, wie viel Sie zusätzlich zur Kreditsumme an die Bank zurückzahlen müssen. Neben den eigentlichen Zinsen (Sollzins) können das Gebühren sein. Im Idealfall sind Soll- und Effektivzins identisch. Beim Vergleich ebenfalls interessant sind zum einen die Auszahlungsbedingungen - also ob es sich um den oben beschriebenen Blitzkredit oder einen Kredit mit längerer Frist für die Auszahlung handelt - und eventuelle Sonderkonditionen. Zu letzterem zählt beispielsweise die kostenfreie Möglichkeit, Sonderzahlungen zu leisten, so dass die E-Bike-Finanzierung schneller abgeschlossen ist. Oder ob eventuelle Zahlungspausen möglich sind oder eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben wird.

Haben Sie ein oder mehrere passende Angebote zum E-Bike finanzieren gefunden, können Sie im Rechner direkt über die Liste ein Kreditanfrage stellen - alle weiteren Schritte und benötigten Unterlagen werden Ihnen online angezeigt und erklärt.

Tipp für die Wahl der Laufzeit: Diese sollte auf jeden Fall nicht länger als die voraussichtliche Nutzungsdauer des zu finanzierenden Objektes sein. Da es sich bei einem E-Bike um eine eher günstige Investition handelt, sollte aber ohnehin eine Kreditlaufzeit von 12 bis 24 Monate ausreichen - auch wenn Sie das Rad natürlich deutlich länger nutzen werden.

4. Privatkredit

Wollen Sie nicht den Weg über ein Bank gehen, ist der Privatkredit eine Finanzierungsalternative. Theoretisch kann ein Darlehen von privat einfach eine Leihgabe von Freunden oder Familie sein, gemeint ist hier aber eine "offizielle" Kreditform. Mittlerweile gibt es zahlreiche Online-Plattformen, über die sich Privatpersonen zumeist kleinere Beträge von anderen Privatpersonen leihen können. Die Plattformbetreiber stellen die Technik, also die Plattform und Zahlungsabwicklung, und gewährleisten eine gewisse Sicherheit für beide Seiten.

5. E-Bike Finanzierung trotz Schufa-Eintrag

Beliebt ist diese Form von Privatkredit, weil die Beantragung oftmals einfacher und schneller geht als bei Bankkrediten. Der vielleicht wichtigste Unterschied ist außerdem, dass keine Schufa-Auskunft für die Bonitätsprüfung herangezogen wird. So ist es möglich ein E-Bike zu finanzieren trotz negativem Schufa-Score. Banken sind hingegen gesetzlich verpflichtet vor einer Kreditanfrage, auch wenn es sich um eine kleine Summe handelt, den Schufa-Score abzufragen. Ein schlechter Score führt oft zur sofortigen Ablehnung oder wird zumindest mit sehr hohen Zinsen abgesichert. Nachweise über Ihre finanzielle Situation müssen Sie allerdings auch bei einem Privatkredit erbringen und auch hier werden Zinsen fällig. Diese können, müssen aber nicht höher ausfallen als bei einem klassischen Bankkredit. Vergleichen lohnt sich auch hier.

6. Ratenfinanzierung beim Händler

Die dritte Möglichkeit das neue Zweirad zu bezahlen, ist der Weg über eine Ratenfinanzierung beim Händler. Grundsätzlich handelt es sich dabei ebenfalls um einen wie oben beschriebenen Ratenkredit bei einer Bank. Allerdings haben Sie keine freie Anbieterwahl, sondern schließen den Vertrag mit der vom Händler ausgewählten Bank ab. Die Konditionen dieses Kredites legt ebenfalls der Händler beziehungsweise die Bank fest. Ob und wie günstig diese sind, finden Sie am besten über einen genauen Vergleich verschiedener Händler- und frei verfügbarer Bankangebote heraus.

Zahlreiche Fahrradhändler wie beispielsweise das Regensburger Unternehmen Stadler oder der Potsdamer Zweirad-Spezialist RADhaus bieten ihren Kunden eigene Finanzierungslösungen. Während Stadler mit Consors Finanz zusammenarbeitet, nutzt das RADhaus den Service der Targobank. Die Angebote unterscheiden sich oft nur marginal und versprechen auf den ersten Blick lukrative Konditionen.

Bei einzelnen Händlern verstecken sich nämlich nach Laufzeit gestaffelte Zinssätze, sodass die groß beworbenen Null-Prozent-Angebote nur während der ersten Monate gelten. Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Bereitschaft mancher Händler, bei finanzierten E-Bikes einen zusätzlichen Rabatt zu gewähren.

7. 0%-Finanzierung

Manche Fahrradhändler gewähren Ihren Kunden die Ratenzahlung bis zu einer gewissen Laufzeit ohne weitere Zinsaufschläge - bei der sogenannten 0 %-Finanzierung ist das E-Bike finanzieren für 0 Prozent Zinsen möglich. Erst ab beispielsweise 13 Monaten Laufzeit werden Zinsen fällig. Eine solche Finanzierung ist allerdings meist nur Kunden mit exzellenter Bonität vorbehalten. Eine E-Bike-Finanzierung mit 0 Prozent Zinsen ist bei einem negativen Schufa-Score nicht möglich.

Andere lassen sich die Finanzierung von Anfang an zusätzlich bezahlen. In diesen Fällen kann ein Ratenkredit bei der Bank, je nach Zinssatz, der günstigere Weg sein. Auch bei den weiteren Kreditkonditionen sollten Sie genau hinschauen: (Kostenlose) Zahlungspausen oder die vorzeitige Ablösung der Finanzierung sind bei Händlerangeboten in der Regel nicht vorgesehen. Sind Ihnen diese Faktoren beim E-Bike finanzieren wichtig, ist der klassische Bankkredit zu bevorzugen.

Um nicht in Zug- beziehungsweise Entscheidungszwang zu geraten und im schlimmsten Fall die teurere Lösung wählen zu müssen, lohnt es, die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten bereits im Vorwege zu recherchieren.

8. Finanzierung über Girokonto (Dispokredit)

Fehlen nur einige hundert oder tausend Euro bis zum neuen E-Bike, greifen viele Menschen auch auf den Dispo des Girokontos zurück. Ein Vorteil ist, dass der Dispositionskredit, ist er einmal eingerichtet, nicht für jede Sonderausgabe extra beantragt werden muss. So ist dieser Weg oft vor allem für Personen verlockend, die beispielsweise wegen eines negativen Schufa-Eintrags keinen Kredit auf einem klassischen Weg bekommen.

Allerdings: Die Dispozinsen sind immer höher als die Zinsen für einen Raten- oder Privatkredit. Da es keinen festen Rückzahlungsplan gibt, sind die tatsächlichen Mehrkosten schwer vorab kalkulierbar und die Schulden- beziehungsweise Überziehungsfalle droht, sollten Sie sich nicht schnell um den Ausgleich des Dispos kümmern und diesen immer weiter ausreizen. Im schlimmsten Fall drohen noch teurere Überziehungszinsen und die Kündigung des Dispos- beziehungsweise Girokontos.

Wollen Sie dennoch Ihr Girokonto für die Finanzierung des E-Bikes nutzen, stellen sie sicher, dass der Dispo schnell wieder ausgeglichen ist. Oder sprechen Sie mit Ihrer Bank über einen Rahmenkredit. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Dispo, ist aber vom Zinssatz her etwas günstiger.

9. E-Bike Leasing

Bei der Entscheidung für ein E-Bike steht Ihnen neben der Finanzierung, zum Beispiel mit einem Kredit, noch eine Möglichkeit zur Verfügung: ein E-Bike leasen. Das Leasing eines E-Bikes ist eine Art Miete. Sie zahlen monatliche Leasingraten, um das E-Bike zu nutzen, haben aber nicht die Absicht, es am Ende der Laufzeit zu behalten. Beim Leasing sind Sie zwar nie Eigentümer des E-Bikes und werden Ihr E-Bike auch nie kostenfrei nutzen können, können sich aber regelmäßig (oft alle drei Jahre) ein neues Rad aussuchen.

10. E-Bike Leasing über den Arbeitgeber

Das E-Bike wird immer beliebter und zum wichtigen Benefit, um die Top-Talente für das Unternehmen zu begeistern. Das Konzept des Dienstfahrrads hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und bietet eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dabei beziehen Arbeitnehmer ein E-Bike über den Arbeitgeber und nutzen es für berufliche sowie private Zwecke.

Voraussetzungen für einen E-Bike-Kredit

Egal, für welche Finanzierungsmöglichkeit Sie sich entscheiden, die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss sind grundsätzlich identisch:

  • Volljährigkeit
  • Deutscher Wohnsitz
  • Deutsche Bankverbindung
  • Ausreichend gute Bonität

Der letzte Punkt wird von den verschiedenen Anbietern unterschiedlich streng ausgelegt.

E-Bike-Leasing für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

E-Bike-Leasing ist aufgrund der steuerlichen Gleichbehandlung von Dienstfahrrädern und Dienstwagen seit Ende 2012 für Arbeitgeber eine gute Möglichkeit, ihren Beschäftigten zu geringerer Abgabenlast zu verhelfen. Außerdem investieren Unternehmen auf diese Weise in die Gesundheitsförderung.

Was bedeutet »geldwerter Vorteil« beim Fahrrad?

Darf ein über den Arbeitgeber per Entgeltumwandlung finanziertes Fahrrad oder E-Bike auch privat nutzen, dann müssten Arbeitnehmer das in ihrer Steuererklärung angeben. Denn dann gilt das Pedelec als Sachleistung zusätzlich zum Gehalt und muss genauso versteuert werden. Bei vollständig vom Unternehmen getragenen Leasingraten ist die Nutzung allerdings komplett steuer- und abgabenfrei.

E-Bike Förderung

Nachhaltige Mobilität, eine gesündere Lebensweise, Fortbewegung ohne Staus und volle Bahnen: Es gibt viele Gründe für eine E-Bike. Genau deshalb wird das moderne Fahrrad immer beliebter. Damit auch Sie sich mit dem elektronischen Antrieb aufs Rad schwingen können, bietet easyCredit flexible Blitzkredite, die sich nach Ihren Wünschen richten.

E-Bikes waren vor einigen Jahren noch ein Nischenprodukt und wurden aufgrund des Elektromotors oft spöttisch begutachtet. Heute sind die elektronischen Bikes zu einem regelrechten Trend geworden, der massive Auswirkungen auf die Mobilität der Menschen hat. Gerade das zunehmende Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sorgt dafür, dass das E-Bike immer beliebter wird. Der Elektromotor ist das Herzstück eines jeden E-Bikes. Damit werden Anstiege und auch längere Strecken zum Kinderspiel.

Was für E-Bikes spricht?

E-Bikes produzieren im Vergleich zu Autos deutlich weniger CO2-Emissionen. Hochwertige E-Bikes bringen also einige Vorteile mit sich. Die Anschaffung eines E-Bikes kann allerdings eine beträchtliche Investition darstellen.

E-Bike Finanzierung bei EasyCredit

Hier kommt easyCredit ins Spiel. Mit Ihrem Wunschkredit zahlen Sie das neue E-Bike bequem in Raten ab. Wenn Sie einen Kredit bei easyCredit beantragen, wird auch die Bonität überprüft. Inwiefern Ihr Schufa-Eintrag Auswirkungen auf den Kredit hat, lässt sich nur individuell bewerten. Bei easyCredit sind Sondertilgungen kein Problem.

In diesem Jahr erhielt easyCredit von Focus Money die Auszeichnung „Fairster Kreditgeber“. Das renommierte Finanzmagazin hat 3.638 Kundenurteile zu verschiedenen Aspekten von Konsumentenkrediten eingeholt.

E-Bike Kauf: Worauf man achten sollte

Der Weg zur Arbeit oder ein Ausflug ins Umland - mit einem E-Bike können die meisten Menschen auch längere Strecken CO2-freundlich bequem zurücklegen. Kein Wunder also, dass E-Bikes immer beliebter werden. Im Jahr 2022 wurden laut Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) fast so viele E-Bikes verkauft wie konventionelle Fahrräder. Jedoch können die elektrischen Räder schnell ins Geld gehen. Bevor Du ein Rad direkt kaufst, schau zunächst, ob es wirklich dieses E-Bike zu diesem Preis sein muss. Eventuell gibt es ein ähnliches E-Bike, das auch Deinen Anforderungen entspricht, aber günstiger ist? Oder ein anderer Händler bietet Dein Wunsch-Bike zu einem besseren Preis an.

Bevor Du kaufst, solltest Du Modelle und Angebote vergleichen. Manchmal lohnt es sich auch, ein bisschen zu warten, bis es irgendwo eine Rabattaktion gibt oder ein neueres Modell herauskommt und das Vorgängerrad etwas günstiger wird. Es kann auch sinnvoll sein, außerhalb der Saison zu kaufen. Also such vor allem im Herbst oder Winter nach Angeboten. Im Frühling steigt die Nachfrage nach Fahrrädern und auch die Preise sind eventuell höher.

E-Bike: Finanzierung oder Leasing?

Du hast noch eine weitere Möglichkeit, um an ein E-Bike zu kommen: Du kannst das Rad leasen. Tust Du das privat, zahlst Du monatliche Leasingraten, ähnlich wie die Raten eines Kredits. Du hast beim Leasing die Versicherung aber schon inklusive. Und noch wichtiger: Du sparst Dir die Zinsen. Auch regelmäßige Inspektionen des E-Bikes sind oft enthalten. Bevor Du also über eine Finanzierung eines E-Bikes nachdenkst, lass Dir auch Leasingangebote machen und vergleiche die monatlichen Belastungen. Beachte dabei auch, dass Du im Leasingvertrag oft bereits eine E-Bike-Versicherung und eventuell auch eine regelmäßige Inspektion enthalten hast.

Noch mehr sparst Du allerdings, wenn Du das Bike über Deinen Arbeitgeber als Dienstrad least.

So funktioniert das Leasing über den Arbeitgeber

Um das Jobbike zu leasen, gibt es zwei Wege.

Erstens: Du kannst das E-Bike in Form der Gehaltsumwandlung von Deiner Chefin oder Deinem Chef bekommen (Erlasse der obersten Finanzbehörden zur steuerlichen Behandlung der Überlassung). Dein Arbeitgeber least oder kauft das Rad, oft kannst Du Dein Wunschrad aber aussuchen. Dann schließt Ihr einen Überlassungsvertrag und Du darfst das Rad nun frei nutzen. Im Gegenzug verzichtest Du auf einen Teil Deines Bruttolohns, zum Beispiel 100 Euro pro Monat. Wenn Du das Rad auch privat nutzen darfst, gilt diese private Nutzung als geldwerter Vorteil und diese musst Du versteuern. Die Höhe der Steuer liegt bei 0,25 Prozent des Listenpreises des genutzten E-Bikes. In einem Monat sind das lediglich ein paar Euro. Da Du allerdings nun weniger Bruttolohn erhältst (im Beispiel 100 Euro), zahlst Du auf Deinen Lohn oder Dein Gehalt weniger Steuern und Abgaben. Der Nettolohn verringert sich also um weniger als die 100 Euro. Allerdings zahlst Du dann auch entsprechend etwas etwas weniger in die Altersvorsorge ein.

Zweitens: Statt einer Gehaltsumwandlung kann Dir Dein Arbeitgeber das geleaste oder gekaufte Rad aber auch zu Deinem Gehalt zusätzlich zur Verfügung stellen, zum Beispiel anstelle einer Gehaltserhöhung. Die Privatnutzung musst Du in diesem Fall nicht versteuern. Der Bruttolohn verändert sich dabei nicht und Du musst wie bisher Steuern und Abgaben zahlen und Deine Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung reduzieren sich nicht.

In beiden Fällen kannst Du den Weg zur Arbeit weiterhin als Entfernungspauschale bei Deiner Steuererklärung absetzen.

Ob die Anschaffung über Leasing oder Kauf erfolgt, dass entscheidet am Ende der Arbeitgeber. Die Kosten für beides kann Dein Arbeitgeber als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Leasing erfolgt in der Regel über drei Jahre und hat in dieser Zeit den Vorteil, dass auch eine Versicherung oder mitunter eine Pannenhilfe enthalten ist. Wichtig ist, dass sich Dein Arbeitgeber an den Leasingraten beteiligt, da Du sonst der Leasingnehmer wärst und der steuerliche Vorteil des Dienstrads dann entfällt. Das über die Firma geleaste Rad kannst Du in der Regel nach drei Jahren günstig kaufen. Hier musst Du jedoch aufpassen. Teilweise waren die Angebote der Leasingunternehmen sehr günstig. Sie überließen in der Vergangenheit die Räder nach drei Jahren teilweise für 10 Prozent des ursprünglichen Neupreises. Das ist wesentlich günstiger als ein E-Bike nach drei Jahren auf dem freien Markt noch wert ist - da musst Du eher mit mindestens 40 Prozent rechnen, wie eine Finanztip-Analyse verschiedener Onlineshops ergeben hat. Wenn Du Dein bisher geleastes Rad nach drei Jahren für nur 10 Prozent des Listenpreises kaufst, entsteht ein geldwerter Vorteil in Höhe der Differenz zum Kaufpreis eines vergleichbaren Gebrauchten.

Auch diesen geldwerten Vorteil, im Beispiel 1.700 Euro, musst Du versteuern. Inzwischen sind die Angebote der Leasingunternehmen etwas höher und liegen eher bei 17 bis 19 Prozent, dazu übernehmen sie dann noch die pauschale Steuer.

E-Bike gebraucht kaufen

Auch wenn Du privat geleast hast, kannst Du Dein Leasingrad meist nach Ablauf der Leasingzeit günstig kaufen. Aber auch ohne vorher geleast zu haben, kannst Du Leasingrückläufer oft günstig bekommen. Diese Gebrauchten haben den Vorteil, dass sie in einem sehr guten Zustand sind, da Leasingfahrzeuge in der Regel regelmäßig gewartet werden. Regelmäßige Inspektionen sind ja wie schon erwähnt meist in der Leasingrate inbegriffen.

Gute Gebrauchte bekommst Du aber nicht nur bei Leasinganbietern, sondern auch bei professionellen gewerblichen Verkäufern. Bei diesen E-Bikes handelt es sich meist um sogenannte refurbished-Räder, sie wurden generalüberholt. Du bekommst auch auf diese Produkte eine Gewährleistung (§437 BGB) und oft sogar zwei Jahre Garantie (§443 BGB) - wie bei einem Neukauf. Wie viel günstiger das gebrauchte E-Bike im Vergleich zum Neupreis ist, hängt vor allem vom Alter, Zustand, Leistung des Akkus und gefahrenen Kilometern ab. Achte hier darauf, dass Du einen privaten Kaufvertrag abschließt. Den brauchst Du zum Beispiel für eine Versicherung, wenn Du Dein E-Bike versichern möchtest.

E-Bike Förderungsmöglichkeiten

Fördermittel auf Bundesebene gibt es für E-Bikes bisher nicht. Gefördert werden ausschließlich E-Lastenräder, die gewerblich genutzt werden. Die Zuschüsse belaufen sich dann auf 25 Prozent des Kaufpreises, maximal 2.500 Euro und können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden.

Je nach Bundesland gibt es Fördermöglichkeiten auf Landesebene oder in einzelnen Kommunen. Hessen ist derzeit jedoch das einzige Bundesland, in dem auch Privatpersonen Zuschüsse erhalten: bis 1.000 Euro, wenn sie ein neues Lasten-E-Bike kaufen.

In folgenden Bundesländern gibt es einen Zuschuss für Lastenräder, die gewerblich genutzt werden:

  • Baden-Württemberg: E-Lastenräder, 25 Prozent, maximal 2.500 Euro für gewerbliche Nutzung (Unternehmen, Vereine, Selbstständige, Kommunen) mit Sitz im Bundesland
  • Nordrhein-Westfalen: E-Lastenräder für gewerbliche Nutzung, 30 Prozent, maximal 2.100 Euro
  • Rheinland-Pfalz: E-Lastenräder für gewerbliche Nutzung, 25 Prozent, maximal 2.500 Euro
  • Saarland: E-Lastenräder für gewerbliche Nutzung, 25 Prozent, maximal 2.500 Euro
  • Thüringen: E-Lastenräder für gewerbliche Nutzung, 40 Prozent, maximal 2.000 Euro plus Schloss (50 Euro) plus zweitem Akku (200 Euro)

Außerdem gibt es in einzelnen Kommunen Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern. Vor allem in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg kannst Du Glück haben, wenn Du Dir ein entsprechendes Lasten-E-Bike zulegen willst. Für ein einfaches E-Bike gibt es derzeit keine Fördermöglichkeiten. Wenn Du planst, ein Lastenrad - mit oder ohne elektrischer Unterstützung - zu kaufen, solltest Du Dich aber unbedingt vor dem Kauf in Deiner Kommune informieren, ob es Zuschüsse gibt.

Einzelne Energieunternehmen fördern die E-Mobilität und auch den Kauf eines E-Bikes. Solch ein Geschenk gibt es für Kundinnen und Kunden zum Beispiel bei den Stadtwerken Tübingen, den Stadtwerken Marburg oder Fair Energie. Aber ein Grund zum Anbieterwechsel ist der Zuschuss eher nicht, denn er beläuft sich auf etwa 50 Euro bis 200 Euro, je nach Energieunternehmen. Wer jedoch bei einem Unternehmen seinen Strom erhält, das so ein Angebot hat, sollte es sich nicht entgehen lassen.

Krankenkassen bieten keine direkten Zuschüsse. Allerdings haben einige Bonusprogramme. Sammelst Du genug Punkte, weil Du regelmäßig an Vorsorgeuntersuchung teilnimmst oder in einem Sportverein aktiv bist, kannst Du diese Punkte gegen Geld eintauschen. Das Geld kannst Du dann wiederum unter Umständen für den Kauf eines Fahrrads oder eben E-Bikes investieren. Denn immerhin nützt es ja auch Deiner körperlichen Fitness, wenn Du in Zukunft mit dem Rad unterwegs bist, anstatt das Auto zu nehmen. Allerdings muss das E-Bike dann als Sport- oder Fitnessgerät klassifiziert werden. Oder Du kannst Dir eine Geldprämie auszahlen lassen und nutzt diese für Dein Wunsch-E-Bike.

Beispielrechnung: Geldwerter Vorteil beim Kauf eines Leasingrads

Position Wert
Neupreis 4.000 Euro
Marktpreis nach 3 Jahren 2.100 Euro
Verkaufspreis Leasingunternehmen 400 Euro
Geldwerter Vorteil 1.700 Euro

1Preisschätzung über thecycleverse.com; Preis stark von Abnutzung und Akkuleistung abhängig. Eigene Berechnungen (Stand: 09. Mai 2023)

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