Du liebäugelst mit einem Pedelec mit Riemenantrieb, suchst aber noch das richtige Modell? Oder interessierst du dich für E-Bikes, die gänzlich auf Kette und Riemen verzichten? Dieser Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Optionen und Technologien, die auf dem Markt verfügbar sind.
Riemenantrieb vs. Kette: Ein Vergleich
Ein Carbon-Riemen ist leise und sauber. Er benötigt während der gesamten Einsatzzeit nur wenig Pflege, ein regelmäßiges Ölen wie bei Ketten entfällt. Zudem gelten Riemenantriebe als verschleißarm. Falls ein Riemen doch einmal ausgewechselt werden muss, sind höhere Kosten als beim herkömmlichen Antrieb einzuplanen.
Beim Fahren selbst sind Riemenantriebe zwar ruhiger, aber etwas weniger effizient bei der Kraftübertragung, was bei E-Bikes wegen des Motors zu vernachlässigen ist. Günstige City-Pedelecs erhalten meist eine Kombination aus einem hochwertigen Carbon-Riemen und Single-Speed-Antrieb. E-Bikes mit Riemenantrieb können aber auch mit Nabenschaltungen beispielsweise von Shimano oder stufenlosen Enviolo-Schaltungen zusammenarbeiten. Ferner gibt es Tretlagerschaltungen, wie das Pinion-Getriebe.
Mit einem Riemen kommt auch immer eine Nabenschaltung einher, da der Riemen ja nicht flexibel wie eine Kette ist und nicht von einem Zahnkranz auf den nächsten springen kann. Er läuft also immer exakt parallel auf seinen Riemenscheiben. Der Riemen selbst ist aus Polymer/Carbonfasern. Ihm machen Nässe, Schnee und Salz so schnell nichts aus. Die vordere Riemenscheibe ist bei meinem Rad aus Kunststoff, die hintere aus Edelstahl. Also auch dort besteht nicht in nächster Zeit Gefahr, dass es zu Verschleiß kommen könnte.
Der Vorteil bei der Nabenschaltung ist eindeutig, dass es keine außenliegenden Teile gibt. Alles spielt sich im Innern der Nabe ab und ist somit von den Wettereinflüssen geschützt. Das Cube Travel SL, für das ich mich entschieden habe, besitzt eine Shimano Alfine SG-S700 Schaltung mit 8 Gängen. Das ist für mich und meinen flachen Arbeitsweg völlig ausreichend. Ich glaube auch, dass der Riemen und die Nabenschaltung in Kombination leichter sind als eine komplette Ketten/Schaltungsgarnitur.
Nun, einen kleinen Nachteil, zumindest bei genau meiner Alfine SG-S700 Nabenschaltung ist, dass der vierte Gang etwas „spürbar“ ist. Man spürt durch minimale Vibrationen, dass dort die Kraft übersetzt wird. Der fünfte Gang ist direkt übersetzt, was bedeutet, dass die Kraft nicht über zusätzliche Zahnräder umgelenkt wird. Aber das stört mich nicht. Der vierte Gang kommt bei mir so gut wie nie zum Einsatz. Im Flachen bin ich nur in Gang 5, 6 und 7 unterwegs. Bei starkem Rückenwind schalte ich auch kurzzeitig in den achten. Alle Gänge oberhalb des Vierten laufen komplett vibrationsfrei und lautlos.
Seit knapp fünf Monaten fahre ich also mit meinem neuen Cube Travel SL Trekkingrad und ich bin rundum zufrieden damit. Ich bin damit nun den kompletten Winter hindurch gefahren und habe mich nicht einmal um das Bike und den Riemen kümmern müssen. Gut, es sieht auch dementsprechend aus, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Das Rad läuft viel leichter als das alte Rad mit der Kette. Es dringen keinerlei Geräusche zu mir vom Riemen durch. Auf eine Federgabel konnte ich sehr gut verzichten, die hatte ich beim alten Bike sowieso blockiert. Das hat zusätzlich Gewicht gespart.
E-Bikes ohne Kette und Riemen: Die Zukunft der Antriebstechnologie?
Mocci bricht mit alten Fahrradkonzepten: Statt auf Kette und Riemen setzt das deutsche Unternehmen bei seinem E-Bike auf Technik aus dem Automobilsektor.Das E-Bike von Mocci zieht alle Blicke auf sich. Nicht nur wegen seines futuristischen Looks, sondern vor allem durch seine innovative Technik. Denn das Elektrorad fährt komplett ohne Kette oder Riemen. Statt darauf setzt das Münchner Unternehmen auf die sogenannte Ride-by-Wire-Technologie, die in Automobilfachkreisen unter dem Begriff Drive-by-Wire bekannt ist.
Die Ride-by-Wire-Technologie überträgt die Pedalkraft elektronisch an den Heckmotor, nicht mechanisch. Das reduziert den Wartungsaufwand und erlaubt neue Spielräume bei Design und Funktion. Mocci verwendet für das E-Bike hochleistungsfähige Polyamide, die im Spritzgussverfahren verarbeitet werden. Der Kunststoff macht den Rahmen robust und schnell produzierbar; außerdem spart seine Verarbeitung klimaschädliches Kohlendioxid. Laut Hersteller ist der Fertigungsprozess bis zu 60 Prozent klimafreundlicher als bei Aluminiumrahmen. Zudem soll das gesamte Fahrrad zu 100 Prozent recycelbar sein.
Die Verwendung bewährter Großserientechnologie aus dem Automobilbereich sorgt für Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit des Mocci-Bikes. Bremsen aus dem Motorradsektor erhöhen die Sicherheit und Robustheit. Durch die Programmierung individueller Fahrmodi lässt sich das E-Bike an die unterschiedlichsten Nutzerbedürfnisse anpassen - etwa von Pendlern, Lieferdiensten oder Alltagsradlern. Dazu kommt eine modulare Bauweise, die Veränderungen der Farbe und Ausstattung ermöglicht.
Der Münchner E-Bike-Bauer Mocci hat ein Kunststoff-E-Bike auf den Markt gebracht, das weder Kette noch Riemen für den Antrieb benötigt. Auf den ersten Blick wirkt das Mocci E-Bike wie ein futuristisches Konzept, doch hinter dem außergewöhnlichen Design steckt mehr als nur eine optische Neuerung. Bei der Präsentation auf der Reisemesse hat das Modell für viel Aufmerksamkeit gesorgt, denn es verzichtet komplett auf Ketten und Riemen - ein Novum im Bereich der E-Bikes.
Wie in einem YouTube-Video von "Fahrrad Pagels" berichtet wird, kommt dieses E-Bike ohne herkömmliche Teile wie Ketten oder Riemen aus. Stattdessen nutzt es eine Ride-by-Wire-Technologie, die aus der Automobilindustrie übernommen wurde und als Drive-by-Wire bekannt ist. Diese Technologie überträgt die Pedalkraft elektronisch an einen Heckmotor, wodurch kein direkter mechanischer Kontakt benötigt wird. Der Hersteller verfolgt das Ziel, den Wartungsaufwand für den Endverbraucher zu minimieren, was insbesondere im Alltag ein Vorteil ist.
Das E-Bike besteht aus hochleistungsfähigen Polyamiden, die in einem Kunststoffspritzgussverfahren verarbeitet werden. Dadurch ist der Rahmen robust und leicht herzustellen. Dieser Ansatz erlaubt es, das Fahrrad in hoher Qualität und in großen Stückzahlen effizient zu produzieren. Die Verwendung von Kunststoff ermöglicht zudem eine individuelle Anpassung wie etwa die Farbwahl und die Gestaltung von Schalen. Der Produktionsprozess der Räder ist bis zu 60 % CO2-freundlicher als bei herkömmlichen Aluminiumrahmen. Gleichzeitig ist das Fahrrad zu 100 Prozent recycelbar, was den Lebenszyklus der verwendeten Materialien verlängert. Diese Merkmale sprechen in erster Linie umweltbewusste Verbraucher an, die Wert auf Recycling und Ressourcenschonung legen. Der Fokus auf Nachhaltigkeit zeigt, dass Mocci den Anforderungen moderner, umweltfreundlicher Mobilität gerecht wird.
Darüber hinaus bietet die Nutzung von bewährter Großserientechnologie aus dem Automobilbereich Vorteile in Sachen Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Bremsen aus dem Motorradbereich verbessern die Sicherheit und Robustheit des Bikes. Die modulare Gestaltung rundet das Konzept ab: Verschiedene Farben und austauschbare Komponenten ermöglichen eine hohe Individualisierbarkeit. Die Antriebstechnologie erlaubt es, das Fahrrad an verschiedene Anforderungen wie Geschwindigkeit und Transportkapazität anzupassen. Durch die Möglichkeit, individuelle Fahrmodi zu programmieren, kann das Mocci E-Bike auf unterschiedliche Nutzerbedürfnisse eingehen, sei es für den alltäglichen Weg zur Arbeit, den Transport von Kindern oder den Großeinkauf. Besonders in städtischen Gebieten, in denen Flexibilität und Effizienz gefragt sind, bietet das E-Bike vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.
Zusätzlich bietet die Ride-by-Wire-Technologie eine flexible Anpassung der Fahrcharakteristik, was das E-Bike für Menschen mit verschiedenen physischen Anforderungen attraktiv macht. Updates und neue Fahrmodi sollen in Zukunft weiterentwickelt werden, um die Nutzung noch weiter zu personalisieren. Die Möglichkeit zur Individualisierung und die Technik, die dahinter steckt, ziehen besonders technikbegeisterte Käufer an - vergleichbar mit der Faszination für frühe Smartphone- oder Elektrofahrzeug-Technologien.
Rover 45: Ein weiteres innovatives Konzept
Mit dem Rover 45 wollen Look und Cixi ein innovatives E-Bike auf den Markt bringen, das komplett auf eine Kette bzw. einen Riemen verzichtet. Die beiden Hersteller Look und Cixi haben das Rover 45 neu vorgestellt. Bereits auf den ersten Blick sieht man, dass es sich hierbei nicht um ein klassisches E-Bike handelt. Eine Kette bzw. einen moderneren Riemen gibt es hier nicht. Getreten werden kann dennoch. Allerdings leitet die Kurbel die hierbei freigesetzte Energie eben nicht direkt an das Hinterrad. So lässt sich der Akku durch eigenes Dazutun laden und die Reichweite steigern. Auch ohne direkten Kontakt zum Hinterrad soll es ein flüssiges Fahrgefühl bieten. Ob dies wirklich so stimmt, lässt sich nur bei einem eigenen Praxistest herausfinden.
Komplett neu ist das Konzept nicht. Der Antrieb des Rover 45 beschleunigt das E-Bike, wie der Name vermuten lässt, auf bis zu 45 km/h, sodass es sich hierbei um ein S-Pedelec handelt. In Deutschland dürfte es aufgrund der geltenden Vorschriften damit eher einen schweren Stand haben. Was das neue Rover 45 dann kosten soll, ist noch nicht bekannt. Auch aufgrund seiner innovativen Ausstattung sowie einem mit 700 Wh recht üppig dimensionierten Akku dürfte es aber nicht günstig werden. Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, bleibt ebenso offen. Praktisch ist die Tatsache, dass die beiden Hersteller dem Rover 45 sowohl vorne als auch hinten ein Gepäckabteil spendieren.
Look ist ein französischer E-Bike-Hersteller, das Start-up Cixi produziert Antriebssysteme. Im Rahmen der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen entstand unter dem Namen Look x Cixi das Rover 45. Dabei ist einiges innovativ: Pedale hat das Rover 45 zwar noch, statt einer Kette oder einem Riemen zur Kraftübertragung verfügt das futuristisch angehauchte E-Bike über einen Hybrid-Antrieb. Hier wird die Tretkraft an einen Generator weitergeleitet, der über den Zwischenspeicher Batterie den Motor und damit das E-Bike antreibt. Auch eine Energierückgewinnung beim Bergab fahren oder Bremsen (Rekuperation) wie beim E-Auto ist mit diesem System möglich.
Wie der Name Rover 45 andeutet, unterstützt der Motor den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit ist es ein S-Pedelec, für das in Deutschland Helmpflicht gilt und ein kleines Versicherungskennzeichen nötig ist. Weitere Details von dem momentan nur als Konzept gezeigten Rover 45 sind eher spärlich. So weiß man nur, dass der Akku eine Kapazität von 700 Wattstunden hat. Die Reichweite und einen Preis für eine eventuelle Markteinführung nennen die Hersteller nicht. Praktisch beim Rover 45 sind der stabile Gepäckträger sowie die Ablage mit einer Box vor dem Lenker.
Leichte E-Bikes mit Riemenantrieb: Eine Auswahl
Bei den hier vorgestellten Modellen sind die Meisten als Singlespeed konzipiert. Aber es ist sogar ein Modell mit Schaltung dabei. Die günstigen Preise, teilweise deutlich unter 2.000 Euro, kommen vorwiegend durch den Vertriebsweg zustande. Fündig werden wir beispielsweise bei Lidl, der erst im März 2024 seine neuen Crivit-Pedelecs in zwei Varianten vorstellte. Im Repertoire sind das Modell X mit Diamantrahmen und das Y mit tiefem Einstieg. Die Elektroräder kosten im Lidl-Onlineshop jeweils 1.599 Euro (UVP). Für einen schnellen Sprint schaltet das X.2 per Boost-Taste auf maximale Motorpower hoch. Die Akkus mit übersichtlichen 360 Wattstunden verschwinden im Sattelrohr.
Kürzlich testeten wir das Engwe P275 Pro, das mit Diamantrahmen angeboten wird. Es hat eine gut durchdachte Ausstattung und bietet einen Mittelmotor sowie eine 3-Gang-Automatiknabe von Bafang. Daneben punktet das Commuter-Pedelec mit einem stylisch in den Rahmen integrierten Frontlicht und einer beachtlichen Akkukapazität von knapp 700 Wattstunden. Aktuell ist das Engwe P275 Pro zum rabattierten Preis im Buybestgear-Onlineshop leider ausverkauft und bei Geekmaxi kostet es in Schwarz 2.199 Euro.
Auch das Tenways CGO 800S mit Tiefeinstiegsrahmen konnte uns im Test durch seine gute Verarbeitung überzeugen. Mit nur einem Gang im Zusammenspiel mit dem Gates-Carbon-Riemen ist es ein ideales Pendler-E-Bike. Trotz voller Ausstattung wiegt es nur 23 kg, was in seiner Preisklasse relativ wenig ist. Der Rahmen bietet ein minimalistisches Design und versteckt den entnehmbaren 374-Wattstunden-Akku unsichtbar im Unterrohr. Auch der Mivice-Antrieb in der Hinterradnabe wirkt kaum größer als eine Nabenschaltung. Zudem kann die Tenways-App genutzt werden, um wichtige Fahrdaten aufzuzeichnen und zu navigieren.
Eine weitere Option wäre das City-E-Bike Ado Air 28 mit tiefem Einstieg, das ebenfalls mit einem Heckantrieb von Mivice und einer Federgabel aufwartet. Durch das geringe Gewicht von lediglich 21,5 kg ist es gut in Bus und Bahn zu transportieren. Auch sind eine App-Anbindung und Bluetooth mit an Bord. Der Hersteller bietet das Ado Air 28 aktuell zu einem UVP von 1.399 Euro an.
Brandneu ist das mit nur 14 kg besonders leichte Fiido Air. Das urbane Fahrrad ist clean designt, Schutzbleche und Gepäckträger fehlen, aber integrierte Leuchten sind dabei. Außerdem kannst du die Reichweite per passendem Range-Extender erweitern. Der Antrieb stammt wie bei vielen der genannten Modelle von Mivice. Dank eines satten Rabatts ist das Fiido Air Carbonfaser-E-Bike beim Hersteller aktuell zu einem Vorverkaufspreis von 1.799 Euro (UVP) gelistet, ausgeliefert wird es ab August 2024.
Verwandte Beiträge:
- Günstige E-Bikes für Damen: Top Modelle im Preisvergleich
- E-Bike Funktionsweise: Technik, Komponenten & Tipps
- Big Bike Laufrad: Test & Vergleich der besten Modelle
- Unglaublicher Fahrrad Sale: Spare bis zu 70% auf Dein Traumrad – Nur Für Kurze Zeit!
- Ducati Hypermotard 950 RVE: Alle Technischen Daten & Spezifikationen Enthüllt!
Kommentar schreiben