Ein E-Bike ohne Akku zu fahren, ist grundsätzlich möglich. Fahrer brauchen also keine Angst zu haben, nicht mehr vom Fleck zu kommen, sollte der Akku ausfallen. Es gibt auch Biker, die die Akkunutzung bewusst ausschalten.
Fahren ohne Akku: Was Sie wissen müssen
Schon vor dem Kauf des E-Bikes stellen sich die potenziellen Bike-Besitzer Fragen zum Akku. Eine davon gilt dabei der Fahrt ohne Akku: Es ist durchaus möglich, ein E-Bike ohne Akku zu fahren. Auch ist es möglich, mit dem Bike weiterzufahren, wenn sich während der Fahrt der Akku entleert.
Die begrenzte Reichweite schränkt Sie im Gebrauch Ihres E-Bikes ein. Jeder Akku weist dazu Unterschiede auf. In der Regel können Sie - je nach Modell - zwischen 60 und 80 km problemlos mit der Unterstützung durch den Motor rechnen. Ist der Speicher des Akkus entleert, können Sie auch ohne Unterstützung weiterfahren.
Das Rad lässt sich weiterhin treten. Ein paar Prozentpunkte gehen beim Treten in den Antrieb und in das Getriebe. Wollen Sie weite Strecken mit dem neuen Rad bewältigen, empfiehlt es sich, beim Kauf bereits die Speicherleistung im Auge zu behalten. Die meisten E-Bikes besitzen Akkus mit 350 bis 500 Wh. Das reicht für eine normale Reichweite. Wollen Sie diese erhöhen, benötigen Sie einen stärkeren Akku.
Akku leer: Kein Grund zur Panik
Der Akku wird während der Fahrt leer. Da überlegt der ein oder andere E-Bike-Neuling, ob er jetzt stehen bleiben soll. Nicht, dass der Motor kaputt geht. Lassen Sie sich beruhigen. Hier leuchtet keine rote Lampe wie im Auto auf. Der einzige, der kaputt gehen wird, werden Sie sein. Denn von jetzt an gilt: Strampeln.
Eigentlich können Sie mit allen Bike-Modellen gut weiterfahren. Jedoch kommt es auf das Modell an, ob Ihnen das gut gelingt oder ob es beschwerlich wird. Hierzu spielen das Gewicht des Bikes und das Gewicht des Akkus eine Rolle. Insgesamt wird die Fahrt ohne Akkuleistung anspruchsvoller und viel anstrengender als mit einem normalen Rad.
Da das E-Fahrrad von Haus aus mehr wiegt, ist der Kraftaufwand beim Treten höher. Auch der Akku wiegt mehrere Kilos. Einen Unterschied werden Sie darin bemerken, ob Ihnen der Akku während der Fahrt ausgeht oder ob Sie mit Ihrem E-Bike fahren, es länger stand und keine vorherige Akkunutzung stattfand. Hatte das Fahrrad keine vorherige Unterstützung durch den Motor, erfolgt die Fahrt ohne Akku leichter.
Geht der Akku während der Fahrt aus, rekupiert der Motor. Das heißt, die während der Weiterfahrt zurückgewonnene Energie wird wieder verwendet. Ein Teil der Bewegungsenergie geht in den Akku zurück. Stellen Sie den Motor während der Fahrt ab, um Akku zu sparen. Ist der Akku noch recht voll, geht dementsprechend weniger Energie in den Akku zurück. Der Widerstand des Motors ist nun geringer. Die Weiterfahrt wird etwas einfacher gegenüber einem komplett entleerten Akku.
Wir empfehlen Ihnen, den Akku von vornherein vom E-Bike abzunehmen, wenn Sie sich bewusst für eine Fahrt ohne Unterstützung entscheiden. So reduzieren Sie Gewicht und der Kraftaufwand ist geringer.
Tipps für längere Touren
Weitere Strecken sollten gut geplant werden, um einen leeren Akku zu vermeiden. Wer gerne weite Strecken fährt z.B. Die meisten E-Bikes besitzen viele verschiedene Modi von Turbo bis Eco. Schaltet doch mal einen Gang runter und verlängert die Akkulaufzeit enorm.
Durchschnittlich kann man mit einem E-Bike-Akku ca. 60 - 80 km Reichweite erreichen, je nach Modell. Ist der Akku leer, kann man auch ohne Unterstützung weiterfahren. Das Rad lässt sich weiterhin treten und nur ein bestimmter Prozentsatz gehen beim Treten in das Getriebe des Motors verloren. Mit einem neueren Modell und einer guten Gangschaltung, ist das kein Problem. Nur bei Bergauffahrten macht sich das Gewicht des E-Bikes bemerkbar.
Schon eine geringe Motorunterstützung hat eine große Wirkung. Am besten nehmt ihr den Akku mit und stellt auf die niedrigste Stufe eine. In den meisten Fällen ist das der Eco-Modus. So wird die Batterieleistung extrem eingespart und die Fahrt macht wieder Spaß.
Wenn der Akku während der Fahrt seine Unterstützung untersagt, wird durchs Treten ein Teil der Energie zur Ladung des Akkus verwendet (der Motor rekupiert). Das Treten wird dadurch erschwert. Schaltet ihr den Motor hingegen ab, wird auch das Treten einfacher.
E-Bike und Pedelec: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe E-Bike und Pedelec sind im Gesetz nicht eindeutig definiert. Der Begriff "E-Bike" bezieht sich üblicherweise auf ein einspuriges Fahrzeug, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist. Insbesondere versteht man darunter das Elektrofahrrad: Ein Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor. Teilweise wird dieses auch als Pedelec oder Speed-Pedelec (S-Pedelec, bis 45 km/h) bezeichnet. Wie E-Bikes einzustufen sind hängt vor allem davon ab, was für ein Motor eingebaut ist oder welche Geschwindigkeiten man mit dem Motor erreichen kann.
Einen richtigen Unterschied gibt es nicht. Das Pedelec kann man eher als Teilbereich der E-Bikes sehen. Bei einem Pedelec handelt es sich um ein sogenanntes unterstützendes Elektrofahrrad. Dieses wird weder ausschließlich durch Muskelkraft, noch ausschließlich maschinell angetrieben, sondern ist eine Kombination beider Antriebsarten.
Tritt der Fahrende in die Pedale, wird er vom eingebauten Motor unterstützt. Wenn man mit dem Treten aufhört, hört auch der Motor auf, man spricht hier von Fahrrädern mit elektrischer Tretunterstützung. Die Motorleistung nimmt bei Pedelecs also progressiv ab. Es gibt allerdings auch E-Bikes ohne Tretunterstützung, hier erreicht man alleine durch den Motor eine gewisse Geschwindigkeit.
E-Bike Kategorien und rechtliche Aspekte
- E-Bike bis 25 km/h mit Tretunterstützung: Diese Pedelecs werden juristisch wie Fahrräder behandelt, wenn der Motor eine maximale Nenndauerleistung von 250 Watt hat und die Tretunterstützung mit zunehmender Geschwindigkeit progressiv verringert wird.
- Pedelec bis 45 km/h: Diese schnellen Pedelecs sind Kraftfahrzeuge und benötigen ein eigenes Versicherungskennzeichen sowie eine Fahrerlaubnis der Klasse AM.
- E-Bike bis 25 km/h ohne Tretunterstützung: Diese Bikes gelten rechtlich als Mofas und benötigen eine Mofa-Prüfbescheinigung sowie ein Versicherungskennzeichen.
- E-Bike bis 45 km/h ohne Tretunterstützung: Diese Modelle entsprechen einem Kleinkraftrad und dürfen nur mit einer Fahrerlaubnis der Klasse AM gefahren werden.
Auch wenn keine Helmpflicht besteht, ist das Tragen eines geprüften Fahrradhelms dringend zu empfehlen, denn dieser kann vor schweren Verletzungen schützen.
Hybrid E-Bike
Ein Hybrid E-Bike, auch Touren- oder Trekking E-Bike genannt, ist genau das, wonach es klingt - eine Kombination aus einem E-Rennrad und einem E-Mountainbike. Hybrid E-Bikes sind eine der neuesten Entwicklungen auf dem Markt der Pedelecs und E-Bikes und bieten alle Vorteile eines Allrounders, der sich perfekt für die unterschiedlichsten Geländeformen eignet.
Unterschied zwischen Hybrid E-Bike und normalem E-Bike
E-Bikes und Hybrid-Elektrofahrräder sehen ähnlich aus und funktionieren auch ähnlich. Beide Arten von Fahrrädern sind mit Pedalen und Elektromotoren ausgestattet. Allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen beiden Arten: Ein Hybrid E-Bike ist ein flexibles E-Bike, mit dem du sowohl im Gelände als auch auf asphaltierten Straßen fahren kannst. Ein Trekking E-Bike oder Hybrid E-Bike ist ein echter Allrounder.
Sie sind schwerer und somit auch stabiler als E-Bikes. Ihre bequemen, leicht nach vorne geneigten Sitze ermöglichen es dir, mehr Kraft auf dein Fahrrad auszuüben. So macht dir der Gegenwind weniger zu schaffen. Dank der breiteren Reifen kannst du auch Strecken im Gelände problemlos bewältigen. Herkömmliche E-Bikes sind in der Regel leichter und sportlicher als Hybridmodelle. Sie haben mehr Gänge, um die Geschwindigkeit zu erhöhen und den Tretwiderstand beim Bergauffahren zu verringern.
Solltest du also lieber Fahrradtouren im Gelände machen wollen, ist ein Trekking bzw. Hybrid E-Bike wohl die bessere Wahl für dich, da es stabiler ist und mit seinen breiteren Reifen mehr Grip im Gelände hat. Für (Arbeits-)wege durch die Stadt ist das leichtere, wendigere E-Bike besser geeignet, da du schneller in Fahrt kommst und das E-Bike durch seinen leichten Rahmen einfacher verstauen kannst.
Alternative E-Bike Modelle ohne Treten
Ist Ihnen daran gelegen, ein E-Bike zu erwerben, mit welchem Sie ohne zu treten weiter vorankommen, können Sie sich diese beiden Modelle genauer ansehen:
| Modell | Beschreibung |
|---|---|
| ESKUTE E-Citybike Wayfarer | Hoher Fahrkomfort durch den 250W Heckmotor. Mit dem 36V-10Ah Lithium-Akku können Sie bis zu 65 km weit fahren. Außerdem können Sie zwischen einem Pedalassistenzmodus und reinem Elektromodus wählen. |
| ANCHEER E-Bike, faltbar, E-Mountainbike | Die preisgünstigere Variante bietet ebenfalls einen hohen Fahrkomfort und Flexibilität, da es sich platzsparend zusammenklappen lässt. Sie fahren mit dem 8Ah-36V Akku bis zu 60 km weit. |
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