Zündapp E-Bike im Test: Angebot und Realität

Die Firma Zündapp war jahrzehntelang bekannt für hochwertige Mopeds, Mofas und Motorräder. Nach dem Konkurs im Jahr 1984 wurde es still um die Marke. Nun taucht Zündapp in Discountmärkten mit Pedelecs wieder auf. Dabei agiert Zündapp nicht als Produzent, sondern als Marke eines Massenherstellers, wobei die Räder von Prophete gefertigt werden.

Ausstattung und Komponenten

Dass es sich hier um Massenware handelt, zeigt bereits die Ausstattung des Modells Green 4.0: Trio-Hinterradnabenmotor aus Fernost, Shimanos einfache Altus-Kettenschaltung, Promax-V-Brakes und eine günstige Federgabel von SR Suntour. Immerhin stammt der Akku vom Markenhersteller Samsung. Dies verdeutlicht, dass ein Hersteller nur durch Masse und mit sehr günstigen Komponenten Pedelecs produzieren kann, die auch zum Ladenpreis von 900 Euro noch Gewinn bringen.

Test-Urteil: Gut bis mangelhaft

Positiv fällt der sorgfältig verarbeitete Alu-Damenrahmen auf: saubere Schweißnähte, Verstärkungsblech zwischen Steuerrohr und Unterrohr, angeschweißte Führungshülsen für Kabel und Züge sowie schön verschweißte Aufnahmebuchsen für Bremsen und Gepäckträger. Selbst die Lackierung ist einwandfrei und dürfte viele Jahre Freude bereiten.

Ein anderes Bild vermitteln Ausrüstung und Anbauteile aus der Low-Budget-Kiste; Schaltung und Bremsen funktionierten bei unseren Testfahrten aber zufriedenstellend. Im Vergleich zu höherwertigen Kettenschaltungen arbeitet die Altus-Gruppe von Shimano zwar etwas hakelig, die Gänge rasten aber ausreichend exakt ein. V-Brakes sind aus unserer Sicht an schweren Pedelecs nicht erste Wahl, bei guter Wartung und penibler Einstellung aber ausreichend sicher.

Schwächen in Detail

Echte Schwächen zeigt die Federgabel: Sie arbeitet hart und unsensibel; eine gute Starrgabel brächte mehr Komfort und wäre leichter. Ähnliches gilt für die Teleskopsattelstütze: Mal schluckt sie Fahrbahnschläge unsensibel, manchmal gar nicht. Die 42 Millimeter breiten Reifen verbessern den Komfort auch nur minimal. Selbst der Lenker bietet Anlass zu Kritik: Der linke Lenkergriff steht deutlich tiefer als der rechte. Spuren eines Transportschadens sind nicht zu erkennen, die asymmetrische Biegelinie des Lenkers ist also wahrscheinlich ein Produktionsfehler. Die Bremshebel quietschen schon im Neuzustand. Der stabile und winkelverstellbare Vorbau macht hingegen einen guten Eindruck. Auch die vom Akku gespeiste Beleuchtungsanlage ist okay. Die Kabelschuhe der Steckverbindungen an Vorder- und Rücklicht liegen allerdings außerhalb der Lampengehäuse und sind mit offenen Kunststoffhülsen nur minimal gegen Spritzwasser geschützt.

Fahrverhalten und Steuerung

So gut gemacht der Rahmen auf den ersten Bick wirkt: Auf dem Prüfstand konnten wir nur eine sehr geringe Steifigkeit messen. Zusammen mit der hecklastigen Gewichtsverteilung durch den Hinterradnabenmtor führt das beim Fahren zu Rahmenflattern, wenn man beide Hände vom Lenker nimmt. Ab etwa 20 km/h schwingt sich die Front durch Fahrbahnunebenheiten von alleine auf. Bleiben die Hände am Lenker, läuft das Zündapp aber stabil geradeaus. Auch schnellere Kurven nimmt man sicher und mit wenig Kraftaufwand beim Einlenken.

Nicht mehr zeitgemäß - und gewöhnungsbedürftig - ist die Steuerung des Trio-Antriebs. Sie reagiert lediglich auf Kurbelbewegungen und schaltet den Motor zu, sobald und solange man in die Pedale tritt. Die Motorleistung ist von der Tretkraft unabhängig und lässt sich nur durch die Wahl der Unterstützungsstufe beeinflussen. Da die vier Stufen stark differenziert sind, kann man den Schub immerhin einigermaßen anpassen. Gut gelungen ist aber das reduzierte Bedieninstrument am linken Lenkergriff. Zwar lassen sich nur Akkuladestand und Unterstützungsstufe ablesen, die Bedienung ist jedoch einfach und intuitiv.

Fazit zum Zündapp E-Bike

Den Sparzwang in dieser Preisklasse zeigt das Zündapp deutlich. Die Ausrüstung besteht größtenteils aus günstig produzierter Massenware, der optisch schöne Rahmen offenbart deutliche Schwächen im Detail. Wer auf Qualität und Langlebigkeit Wert legt und eine sensible, gut einstellbare Motorunterstützung fürs Radfahren möchte, muss deutlich mehr Geld ausgeben.

Leichte E-Bikes: Eine Alternative

Aufgrund ihres Gewichts können E-Bikes unhandlich, schwer zu transportieren und zu parken sein. Leichte E-Bikes wie das KTM Macina Race SX wiegen unter 20 Kilogramm. Zum Vergleich: Während herkömmliche Fahrräder etwa 15 Kilogramm wiegen, bringen E-Bikes zwischen 20 und 25 Kilogramm auf die Waage.

Warum das Gewicht wichtig ist

Gerade für kleinere oder schwächere Menschen können manche E-Bikes zu schwer sein. Das gilt vor allem beim Fahren ohne Motorunterstützung, das durch das zusätzliche Gewicht anstrengender wird. Zudem können schwere E-Bikes Schwierigkeiten beim Schieben oder Parken bereiten. Wer das E-Bike beispielsweise nicht im Hof oder auf der Straße stehen lassen möchte, sondern lieber in der Wohnung oder auf dem Balkon abstellen will, muss viel Kraft aufwenden, um es an seinen Stellplatz zu schleppen.

Dazu kommen Nachteile wie die geringere Agilität, der höhere Energieverbrauch und der längere Bremsweg, die zu Handhabungsproblemen führen können.

Leichte Modelle unter 20 kg

Obwohl alle E-Bikes schwerer als die meisten herkömmlichen Fahrräder sind, gibt es auch vergleichsweise leichte Modelle, die unter 20 Kilogramm wiegen. Sie eignen sich für eine Vielzahl an Fahrradfahrerinnen und -fahrern, die mit einem schwereren Modell überfordert sein könnten.

E-Bike Kauf: Worauf achten?

Es kann oft eine Herausforderung sein, das ideale E-Bike zu finden, wenn man einen Kauf plant. Bei der Auswahl des perfekten E-Bikes kann man leicht den Überblick verlieren.

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Vorteile eines E-Bikes

Ein E-Bike zu erwerben bietet zahlreiche Vorteile und ist eine Investition, die sich in vielerlei Hinsicht auszahlt. Neben den finanziellen Einsparungen durch den reduzierten Verbrauch und die geringeren Wartungskosten, leistest du einen Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig förderst du mit regelmäßigen Fahrten deine Gesundheit und Fitness.

Der Erwerb eines E-Bikes ist nicht nur eine weitsichtige Wahl, sondern auch eine Investition in deine Zukunft. Im Vergleich zu herkömmlichen Autos oder dem öffentlichen Nahverkehr punkten E-Bikes durch ihre Wirtschaftlichkeit - ohne Benzinkosten oder teure Tickets. Zudem schützen sie aktiv die Umwelt, indem sie CO2-Emissionen reduzieren, und garantieren gleichzeitig komfortables Fahren auch auf längeren Touren.

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