E-Bike Rennräder im Test: Lohnt sich der elektrische Antrieb?

Elektrische Antriebssysteme sind jetzt auch im Segment „Rennrad“ angekommen und haben sich trotz aller Vorbehalte der eher traditionellen Rennradfahrer nun doch ihre Nische erobert. Mit der fortschreitenden Akku- und Motortechnik steigt auch die Akzeptanz für Rennräder mit Elektromotor-Antrieb. Bislang gibt es noch keine eigene Wertung im Rennradsport, aber daran kann dieses neue Konzept auch kaum gemessen werden.

Das E-Rennrad - eine neue Ära im Radsport?

Das E-Rennrad spielt seine Vorzüge gekonnt aus, ohne dass die Faszination am Radsport dabei auf der Strecke bleibt. Allen Unkenrufen zum Trotz hat man das Angebot stetig ausgebaut, Lösungen für technische und ästhetische Hürden gesucht und gefunden.

Welche Antriebe kommen zum Einsatz?

Verschiedene Antriebssysteme werden bei den Elektro-Rennrädern eingesetzt. Hier eine Übersicht:

  • Fazua Evation: Beim Fazua Evation zum Beispiel werden Tretlager und Motoreinheit komplett entkoppelt, wenn die Unterstützung nicht gewollt oder bei Geschwindigkeiten über 25 km/h ausgeschöpft ist. Durch die Option, das Antriebssystem mit Akku aus dem Rahmen zu nehmen und mit einer Blende zu verkleiden, ist das E-Rennrad auch “pure” nutzbar. So sparst du Gewicht und kannst pro Tour entscheiden, ob du die Motorunterstützung haben möchtest, oder auch nicht.
  • Bosch Performance Line CX: Bosch agiert mit seinem Performance Line CX im kraftvollen Bereichen für schnelle Sprints und sportliche Fahrten. Mit bis zu 300% Leistungsboost spürst du die Erleichterung auch auf längeren Touren. Besonders der punktuelle extra Schub, an Bergen oder zum Ende der Tour hilft, Tritt- und Herzfrequenz weiter in einem angenehmen Bereich zu halten. Extreme Belastungen werden vermieden und das Training, auch ohne Wettkampf Ehrgeiz, ist leichter zu steuern.
  • Giant SyncDrive Sport: Mit dem Giant SyncDrive Spor hat man ein für Zuverlässigkeit und Leistung bekanntes Antriebssystem. Ob hügeliges Gelände oder städtisch, der Motor ist der perfekte Allrounder für unterschiedlichste Ansprüche.
  • Ebikemotion: Ebikemotion setzt wie auch Fazua darauf, bei den Bikes effiziente und fast unsichtbare Antriebe einzusetzen. So gelingt es, das originale Design und den Charakter eines Rennrads und seiner technischen Komponenten zu erhalten.

Durch die stete Entwicklung der erwähnten Antriebssysteme, wird sich das E-Rennrad sicher eine wachsende Fangemeinde erschließen. Wenn du technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen bist und du dich in der Zielgruppe wiederfindest, dann lohnt es sich, E-Rennräder einmal genauer kennenzulernen.

Für wen ist ein E-Rennrad geeignet?

Trotz des schon genannten Paradoxes, den Leichtbau-Bikes mit einem neuen Antriebssystem mehr Gewicht zu verpassen, eröffnen sich jetzt ganz neue Möglichkeiten: Radsportler gehobenen Alters, oder auch durch ihre Gesundheit eingeschränkte Rennradfans, haben nun die Chance, wieder - oder zum ersten Mal, das Gefühl des Rennradfahrens zu erfahren.

Besonders Hobby- und Gruppenfahrer können ihre Vorteile aus dem E-Rennrad ziehen. Leichte bis mittlere Leistungsunterschiede in der Gruppe werden ausgeglichen und leichte Trainingsdefizite fallen selbst bei starken Anstiegen nicht mehr so stark ins Gewicht. Auch Neulinge auf dem Gebiet, die ohne spezifische Ambitionen dem Rennradfahren nachgehen wollen, könnten mit einem E-Rennrad ihre Lösung gefunden haben. Spaß zu haben und vielleicht ein paar positive Nebeneffekte mitzunehmen, sollte dabei im Vordergrund stehen. Mit der Unterstützung durch den E-Motor werden längere Touren nicht zur Tortur und jeder kann sich vollständig auf seinen ganz eigenen Fahrstil konzentrieren.

E-Rennrad als S-Pedelec Variante

S-Pedelecs sind Stand heute unter den Elektro-Rennrädern noch absolute Exoten. Hobbyfahrer mit dem Spaß am Schub jenseits des 25 km/h Limits dürften sich auf diesem E-Bike Typ aber mehr als wohl fühlen. Speziell extrem steile Anstiege oder sogar ein Alpenpass werden für viele Hobbyfahrer überhaupt erst fahrbar.

Leider stehen die ästhetischen Ansprüche vieler Rennradfans konträr zu dem, was der Gesetzgeber für die Bikes vorschreibt. Die Kennzeichnungspflicht und notwendige Komponenten, wie Licht und Spiegel schrecken Ästheten oft ab. Wer sich davon allerdings nicht abhalten lässt, der bekommt im wahrsten Sinne des Wortes „die volle Power“.

Obwohl es Kritikpunkte gibt, die eingefleischte Rennradfans wohl nie überwinden werden, so ist das E-Rennrad besonders als S-Pedelec für andere die Erfüllung ihres Traums, einmal in die Schuhe einer Radlegende schlüpfen zu können.

E-Rennrad: Trotz anfänglicher Skepsis ein Durchstarter

Den traditionellen Rennradfahrern geht es um Freiheit, Geschwindigkeit und das Austesten der eigenen Leistungsgrenzen. Hierfür schätzen sie die leichten Carbon-Renner, die nicht nur mit High-Tech-Komponenten, sondern auch durch den sportlich-aggressiven Look und den Fahrspaß überzeugen.

Allerdings änderte sich dies 2017 mit der Einführung des Fazua Motors. Dieser kleine Antrieb konnte unauffällig in den Rahmen integriert werden, sodass Gewicht und Erscheinungsbild beinah die alten blieben. Zudem lässt sich der Akku auch ganz einfach ausbauen. Dadurch greifen heute immer mehr Fahrer auf die E-Rennräder zurück.

Die Fahrer werden nicht die ganze Zeit unterstützt, sondern nur, wenn der Fahrer bei Geschwindigkeiten unter 25 km/h in die Pedale tritt. Ein Faktor, der sowohl ambitionierte Rennradfahrer als auch andere Zielgruppen anspricht, da das Elektro-Bike den Sport anfängerfreundlicher macht.

Wann lohnt sich ein E-Renner?

Die Anschaffung eines Elektro-Rennrads kann durchaus für viele Fahrer sinnvoll sein, auch wenn die traditionellen Rennradfahrer dem motorisierten Modell gegenüber wahrscheinlich skeptisch bleiben. Die häufigsten Einsatzzwecke sind:

  • nach einer Verletzung
  • zum Ausgleich von Leistungsunterschieden
  • zum Training im harten Terrain

Nach einer Verletzungspause oder einer Erkrankung ist ein E-Rennrad der ideale Begleiter, um wieder mit dem Sport anzufangen. So kann der Fahrer sich erst wieder an eine höhere Belastung herantasten und nach eigenem Gefühl den Motor an- oder ausschalten. Der Formaufbau ist dabei schonend und kontrolliert.

E-Rennräder sind auch die perfekte Lösung für Fahrer, die mit leistungsstärkeren Sportlern mithalten möchten. Wenn zum Beispiel der Partner oder die Gruppe geübter bei Berganstiegen und längeren Ausfahrten ist, hat der Rennfahrer mit einem Elektro-Bike die Möglichkeit, die Leistungsunterschiede zu minimieren oder ganz auszugleichen. Auf diese Weise werden die Ausfahrten entspannter, der Fahrspaß steigt und der Radsportler übernimmt sich nicht. Dies ist ein wichtiger Faktor, da Erschöpfung zu Verletzungen führen könnte.

Zudem lässt sich mit den Pedelecs die Zielgruppe des Sports erweitern. So kann ein E-Rennrad im wahrsten Sinne des Wortes der Antrieb dafür sein, überhaupt mit dem Rennradsport anzufangen. Selbst unerfahrenere und untrainierte Fahrer haben die Möglichkeit, mit dem Renner Spitzenzeiten hinzulegen. Diese Erfolge motivieren, sodass der Sportler eher am Ball bleibt.

Ob steile Serpentinen-Auffahrten oder Strecken über 200 Kilometer - das elektrifizierte Rennrad unterstützt den Radsportler in den richtigen Momenten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h stellt sich die Tretunterstützung automatisch aus.

Was zeichnet ein E-Rennrad aus?

Ein E-Rennrad unterscheidet sich auf dem ersten Blick gar nicht so stark von einem Renner ohne Antrieb. Aus gutem Grund: Die meisten, die auf einem E-Rennrad unterwegs sind, schätzen das klassische Design. Zudem präferieren es viele Radsportler, wenn nicht jeder sehen kann, dass es sich um ein elektrisch angetriebenes Rad handelt. Schließlich will man sich nicht ständig vor anderen rechtfertigen müssen.

Trotz der ähnlichen Optik und des nach wie vor hohen Fahrspaßes, lassen sich einige klare Unterschiede zwischen den beiden Fahrradtypen herausstellen:

  • das E-Rennrad hat einen integrierten Motor und einen Akku, die entweder im Rahmen oder Sattelrohr verbaut sind
  • aufgrund des eingebauten Motors ist das E-Rennrad meistens 5 bis 10 kg schwerer
  • Elektro-Rennräder sind häufiger mit Scheibenbremsen ausgestattet

Das E-Rennrad überzeugt durch seine filigran-sportliche Optik, so wie die Sportler es von einem schnellen Bike gewohnt sind. Der Antrieb ist bei den meisten Modellen so in den Rahmen integriert, dass er kaum auffällt.

Um immer über die eigene Leistung und Fitness informiert zu bleiben, kommen die meisten E-Rennräder mit der passenden App. Diese muss der Sportler nur auf dem Smartphone installieren und schon kann er sich jede Fahrt auswerten lassen. Ein echter Fahrspaß-Faktor!

Antrieb: Fazua Evation oder MAHLE (Ebikemotion)

Im Gegensatz zu anderen Elektro-Bikes, bei denen der Fahrer dauerhafte Unterstützung durch den Antrieb erhält, geht es beim Pedelec um eine partielle Kraftverstärkung. So können die Fahrer bei Anstiegen auf einen Knopf drücken, sodass sie den Berg schneller und einfacher erklimmen können.

Allerdings ist Antrieb nicht gleich Antrieb. Motoren und Akkus gibt es von verschiedenen Herstellern. Diese unterschieden sich vor allem in Leistung, Reichweite und Drehmoment. Generell lassen sich die Antriebe, mit denen ein E-Rennrad ausgestattet sein kann, in zwei Varianten unterteilen:

  • Mittelmotor: Dieser sitzt im Unterrohr oder Tretlager. Der Schwerpunkt des Rades liegt tief und zentral, wodurch sich das Rad leichter kontrollieren lässt. Der Marktführer dieses Antriebssystems ist der Münchner Hersteller Fazua. Elektrik, Motor und Akku bringen beim Fazua Evation gerade einmal 3,2 Kilogramm auf die Waage.
  • Narbenmotor: Er ist in der Hinterradnarbe verbaut und dadurch optisch unauffälliger, wodurch das E-Rennrad seine schlanke Silhouette behält. Der Antrieb wurde ursprünglich von Ebikemotion, jetzt von MAHLE hergestellt.

Die Reichweite der Akkus liegt bei den meisten Fahrrädern zwischen 90 und 120 Kilometern. Wie lange der Akku letztendlich hält, hängt damit zusammen, wie intensiv die Unterstützung genutzt wird. Mit einer Trittfrequenz von 75 bis 90 Umdrehungen pro Minute kann der Sportler die Reichweite des E-Bikes vergrößern. Absolviert er viele Höhenmeter sinkt die Reichweite.

Das Besondere beim Fazua Evation ist, dass sich der gesamte Antrieb per Knopfdruck komplett ausbauen lässt. Hierfür bestehen Akku und Motor aus einer Einheit. So kann der Fahrer individuell entscheiden, ob er lieber auf einem Rennrad ohne Antrieb oder auf einem Elektro-Renner unterwegs sein möchte. Das natürlich-dynamische Fahrgefühl wird durch den Antrieb jedoch nicht beeinflusst.

Rahmen: Carbon oder Aluminium?

Hohe Geschwindigkeiten beanspruchen das Fahrrad sehr. Daher ist der Rahmen eines E-Rennrad aus einem stabilen und leichten Material wie Carbon oder Aluminium gefertigt. Wie auch bei einem Rennrad ohne Antriebssystem, gibt es beim E-Modell keine Federung. Denn: Je höher die Steifigkeit des Rahmens ist, desto besser kann es die Kraft übertragen. Da das Gewicht des Pedelecs im Vergleich zum Bike ohne Antrieb meistens höher ist, gibt es viele Modelle, die aus dem günstigeren Aluminium gefertigt sind.

Bremsen: Sicher bei hohen Geschwindigkeiten

Die meisten E-Rennräder sind mit Scheibenbremsen ausgestattet. Diese lassen sich im Vergleich zur Felgenbremse gezielter einsetzen und haben mehr Bremskraft. Zudem performen die Scheibenbremsen besser bei Nässe, sind aber auch teurer und aufwendiger in der Wartung. Letztlich bleibt es dem Fahrer selbst überlassen, welche Bremse er bei seinem Pedelec verbaut haben möchte.

Reifen: Schmal, prall und ohne Profil

Die Reifen bei einem E-Rennrad sind weitaus schmaler als zum Beispiel bei Trekking- oder Mountainbike-Reifen und haben in der Regel kein Profil. Zudem sorgt ein hoher Luftdruck dafür, dass weniger Reibung entsteht und das Rad somit schneller läuft. Aus diesem Grund eignen sich die Rennräder auch weniger für Fahrten im Gelände, da die schmalen Reifen ohne Profil wenig Grip haben.

Um hohe Geschwindigkeiten zu erzielen, ist die Ausstattung des Renn-Pedelecs auf das Notwendigste reduziert. Die meisten Modelle haben weder Schutzbleche noch einen Gepäckträger oder eine festinstallierte Fahrradbeleuchtung. Diese muss laut der StVO allerdings für den täglichen Gebrauch im Straßenverkehr nachgerüstet werden.

Wie fährt sich ein E-Rennrad?

E-Rennräder sind wie die herkömmlichen Renner für den Einsatz auf asphaltiertem Untergrund bestimmt. Der Fahrer nimmt eine aerodynamische Sitzhaltung ein, um besonders hohe Geschwindigkeiten aufnehmen zu können. Da die meisten Sportler mit ihrem Rennrad mit mehr als 25 km/h unterwegs sind, unterschiedet sich das Fahrgefühl zunächst nicht vom Bike ohne Antriebssystem.

Liegt die Geschwindigkeit unter 25 km/h, kann der Fahrer auf Knopfdruck die Tretunterstützung anstellen. So bekommt der Sportler einen leichten Schub, der ihm vor allem bei steilen Berganstiegen und langen Antritten den nötigen Boost verleiht.

Wer auf Schotterpisten und unebenen Strecken unterwegs ist, sollte sich eher ein E-Gravel Bike zulegen. Diese motorisierten Fahrräder ergänzen die schnelle Fahrweise des Rennrads mit breiteren Reifen und einer komfortableren Sitzposition. Dank der Reifen hat das Bike mehr Grip und der Untergrund wird gedämpft. Zudem lässt sich das E-Gravel auch leicht mit Gepäckträger und Schutzblechen ausrüsten und ist so der ideale Begleiter für Pendler und Abenteuer-Radfahrer.

Für wen eignet sich ein E-Rennrad?

Wie auch das Rennrad ohne Antrieb, ist der motorisierte Renner für Radsportler geeignet, die ein hohes Tempo erzielen wollen. Es handelt sich um ein Sportgerät, welches die Radfahrer zum Training oder auf längeren Fahrten einsetzen können.

Besonders bei langen und anspruchsvollen Strecken ist das Renn-Pedelec eine echte Unterstützung. Auf Knopfdruck kann der Fahrer den Berganstieg leichter meistern und spart dabei nicht nur Zeit, sondern auch Energie. So kann er umfangreichere Strecken und Routen absolvieren und auf diese Weise seine Leistung verbessern.

Das E-Rennrad eignet sich weniger für den täglichen Einsatz im Stadtverkehr, da die schmalen Reifen kaum Grip bieten und das volle Potenzial des Renners nie wirklich zum Tragen kommt. Trotz der Vorurteile hat der Elektro-Renner in zahlreichen Situationen seinen Nutzen. So kann er Sportler ins Rennrad-Segment einführen, die sich bisher vor den Geschwindigkeiten und dem Leistungsdruck gescheut haben.

E-Rennrad: Was gilt es zu beachten?

Abgesehen von dem Aspekt, dass viele Rennradfahrer das E-Modell nicht als Sportgerät ernst nehmen, gibt es einige weitere Nachteile, die beim Kauf eines E-Rennrads beachtet werden sollten:

  • höheres Gewicht
  • teuer in der Anschaffung
  • mehr Verschleißteile und höhere Reparaturkosten

Radfahrer sollten beim Kauf beachten, dass es sich dennoch um ein Rennrad handelt. Dazu gehört auch die aerodynamische Sitzposition, die nicht für jeden Fahrer angenehm ist. Außerdem ist das Rad nur auf glatten Straßen wirklich geeignet. Anders als bei anderen Elektro-Bikes hält der Akku eines E-Rennrads außerdem nicht so lange. Dies hängt mit dem kleineren Antriebssystem und der starken Leistung zusammen, die der Motor bei Anstiegen abliefern muss.

Wer lieber gemütlicher unterwegs ist oder eher auf unebenen Strecken fährt, sollte sich ein Elektro-City-Rad, Endurance oder Mountainbike genauer anschauen. Diese sind häufig mit größeren Antriebssystemen von Bosch, Shimano oder Yamaha ausgestattet, sodass auch der Akku länger hält.

Welche Marke bietet E-Rennräder an und wie viel kosten sie?

Mittlerweile gibt es E-Rennräder von beinah jedem großen Fahrradhersteller. Von CUBE und TREK über Cannondale bis hin zu Bianchi und Pinarello - für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Je nach Komponenten und Ausstattung liegt der Preis für ein Renn-Pedelec zwischen 3500 und 10.000 Euro.

Rechtliche Grundlagen zum Elektro-Rennrad

Bei E-Bikes geht es um Geschwindigkeit, insbesondere beim Elektro-Rennrad. Damit sich der Fahrer nicht strafbar macht, ist es wichtig, dass er sich mit den rechtlichen Grundlagen auskennt. So lassen sich E-Räder in Klassen einteilen, für die verschiedene Regeln gelten:

  • Pedelecs: Diese assistieren dem Radsportler nur, wenn er in die Pedale tritt. Pedelecs gelten als Fahrrad, wenn die Unterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h erfolgt.
  • S-Pedelecs: S-Pedelecs geben eine Trittunterstützung bis 45 km/h. Der Radsportler ist verpflichtet, ein Versicherungskennzeichnen anzubringen sowie eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Zudem muss der Fahrer einen Helm tragen, über 16 Jahre alt sein und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM (Roller) besitzen. Normale Radwege sind für ein S-Pedelec tabu.
  • E-Bikes: E-Bikes fahren auf Knopfdruck, auch wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt. Sobald sie ohne Pedalunterstützung die Grenze von 6 km/h überschreiten, gelten sie nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kraftfahrzeuge. In diesem Fall benötigt der Radsportler ein Versicherungskennzeichen und einen Mofa-Führerschein beziehungsweise eine Fahrerlaubnis, die der erzielten Geschwindigkeit entspricht.

Bis jetzt gibt es leider noch keine speziellen E-Rennrad-Wettkämpfe, bei denen die Sportler auf einem modifizierten Renner gegeneinander antreten. Aber Achtung: Die Teilnahme an einem „normalen“ Rennen mit einem E-Renner gilt als technisches Doping und führt zur Disqualifikation.

Die besten E-Rennräder im Überblick

Ähnlich wie der gesamte E-Bike-Markt haben sich auch die E-Rennrad-Sortimente in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Heute hat fast jeder Rennradhersteller ein E-Roadbike im Angebot, wobei es Modelle für verschiedene Ansprüche und Budgets gibt. Von leichtgewichtigen Rennmaschinen bis hin zu vielseitigen Allroundern, die auch auf leichtem Schotter nicht schlapp machen, gibt es für jeden Typ von Rennradfahrer das passende E-Bike.

Hier eine Auswahl von E-Rennrädern, die sich durch ihre Performance, ihr Design und ihre technischen Innovationen auszeichnen:

  • Rose Reveal Plus: Der E-Renner überzeugt mit Leichtigkeit und einem schlichten, vollintegrierten Design.
  • Pinarello Nytro E: Der Racer kommt sowohl als E-Gravelbike als auch als E-Rennrad und glänzt mit viel Kohlefaser und einer absoluten Topausstattung.
  • Bianchi Aria E-Road: Der Flitzer verbindet italienisches Rahmendesign mit dem X35-Motor von Mahle und sorgt so für waschechtes Rennrad-Flair mit Elektro-Rückenwind.
  • Specialized Turbo Creo 2: Grundsätzlich als E-Gravelbike konzipiert, gibt der Elektrobolide auch als E-Rennrad eine gute Figur ab.
  • BMC Roadmachine AMP: Das E-Rennrad wurde vor allem auf Komfort, Ausdauer und Flexibilität hin entwickelt.
  • Wilier Cento1 Hybrid: Das E-Bike ist mit reichlich Carbon, hochwertigen mechanischen Komponenten und dem leichten Mahle-X35-Nabenmotor ausgestattet.
  • BH iAerolight: Das iAerolight wurde auf einen besonders niedrigen Luftwiderstand hin optimiert.
  • Cervélo Rouvida: Das E-Rennrad liefert ein Drehmoment von 60 Nm in Verbindung mit einem 430-Wh-Akku.
  • Scott Addict eRide: Das Rad besitzt einen Kohlefaserrahmen. Für Vortrieb sorgt der X20-Nabenmotor von Mahle mit 55 Nm Drehmoment.
  • Lotus Type 136: Der Sportwagenhersteller Lotus präsentierte ein eigenes E-Roadbike, das gerade einmal 9,8 Kilogramm auf die Waage bringt.

E-Motoren: Der Antrieb, der zu dir passt!

Der Markt an E-Motoren ist in den letzten Jahren ziemlich unübersichtlich geworden. Grund genug, hier einmal Licht ins Dunkel zu bringen! Was taugen die Aggregate von Bosch und Shimano? Und wie schlagen sich die Konkurrenten wie Pinion, Yamaha, Brose und Co.?

Welches E-Bike passt zu dir? Finde es raus!

Aktuelle E-Bike-Vergleiche in acht Kategorien:

  • E-Trekking-Bikes in der Test-Übersicht
  • Fünf Tiefeinsteiger in der Test-Übersicht
  • Günstige E-Bikes ab 1599 Euro im Test
  • E-Klappräder im Test - großer Fahrspaß, kleine Packmaß?

Die Rahmenmaterialien im Vergleich

Das Rahmenmaterial beeinflusst die Dämpfungs- und Fahreigenschaften eines Rades. Je nach dem verwendeten Werkstoff und seiner Verarbeitung kann der Rahmen robuster, leichter, steifer und komfortabler sein.

  • Sieben der acht in diesem Testfeld vertretenen Modelle basieren auf einem Aluminium-Rahmen.
  • Im Vergleich zu Carbon- müssen der Querschnitt und die Wandstärke von Alu-Rohren erhöht werden, um eine hohe Stabilität zu erreichen.
  • Das teuerste Rad kommt von Eddy Merckx. Sein Preis: 5999 Euro.
  • Das Pévèle Corsa ist zugleich ein „Exot“ in diesem Testfeld.
  • Es basiert auf einem mehrfach konifizierten Columbus-Stahl-Rahmen, der in Italien von Hand gefertigt wird.
  • Der Werkstoff Stahl steht für Robustheit, Komfort, Haltbarkeit - und wird oft nur noch von spezialisierten Herstellern angeboten.
  • Beim Pévèle kombiniert Eddy Merckx eine klassische Diamant-Rahmenform mit dem UDH-Schaltwerks-Standard, Carbon-Laufrädern und einer elektronischen Sram-Rival-AXS-Gruppe.
  • Das Gewicht: 9,26 Kilogramm.

Die Top-Antriebe im Überblick

Beim Kauf eines E-Rennrads ist der Antrieb ein entscheidendes Kriterium. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Antriebe:

Antrieb Motortyp Drehmoment Gewicht Akku (ohne Range Extender)
Bosch Performance Line SX Mittelmotor 55 Nm 2,0 kg 400 Wh
Fazua Ride 60 Mittelmotor 60 Nm 4,2 kg 430 Wh
Mahle X20 Hinterradnabe 55 Nm 3,2 kg 236/350 Wh
Mahle X35 Hinterradnabe 40 Nm 3,5 kg 250 Wh
TQ HPR50 Mittelmotor 50 Nm 3,9 kg 360 Wh

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