E-Bike Schneller Machen: Magnet Trick und Tuning-Optionen

Normale E-Bikes stellen die Motorunterstützung bei 25 km/h ein - mit einem kleinen Bauteil können Sie diese Grenze nun nach oben verschieben.

Wie Funktioniert E-Bike-Tuning?

Das E-Bike misst die Geschwindigkeit mit einem Magneten in den Speichen und einem Sensor am Rahmen. Ein Tuning-Chip setzt zwischen Magnet, Sensor und Steuerungselektronik an.

Kommt nur noch jedes zweite Signal an, denkt das Fahrrad, es sei nur halb so schnell, und unterstützt entsprechend bis 50 km/h. Diese Manipulation kann durch Dongles oder Chips erreicht werden. Früher genügte es, in den Einstellungen den Radumfang zu verändern. Moderne Systeme verhindern dies.

Methoden zur Geschwindigkeitserhöhung

Der "SPEEDi" von NLS Components

Mit dem neuen kleinen Bauteil "SPEEDi" von NLS Components aus Neuseeland lässt sich die Höchstgeschwindigkeit der meisten E-Bikes ohne Eingriff in den Motor oder die Elektronik um 50 Prozent nach oben schrauben. In vielen E-Bikes ist am Hinterrad ein kleiner Magnet versteckt, mit dem ein Sensor die momentane Geschwindigkeit ermittelt.

Der "SPEEDi" täuscht dem Hinterradsensor vor, das Hinterrad würde sich langsamer drehen. Wer jetzt das Produkt kaufen will, der sei gewarnt: Je nach Hersteller des E-Bikes bzw. des Antriebssystems kann durch das Öffnen oder Modifizieren des Magnetsensors die Garantie erlöschen. Derzeit ist der "SPEEDi" für die Modelle der Marken Trek, Specialized, Giant und Santa Cruz verfügbar.

Der Preis für das kleine Bauteil beträgt um die 100 Euro zuzüglich Versandkosten, die aus Neuseeland nicht unerheblich sein dürften.

Die Badass Box

Die Badass Box ist ein beliebtes Tuning Tool für E-Bikes unterschiedlichster Hersteller - z.B. für Modelle von Bosch, Yamaha, Brose, Impulse, Shimano oder Bafang. Die Badass Box hebt die 25 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung deines E-Bikes auf.

Die derzeit neueste Version ist die "Badass Box 4", die selbstverständlich weiterhin die Geschwindigkeitsbegrenzung zuverlässig aufhebt, aber gegenüber den Vorgängerversionen eine ganze Reihe von Vorzügen hat. Ist die Badass Box erst einmal angebracht, bewirkt sie, dass die übermittelte Geschwindigkeit ab einem Tempo von etwa 19 km/h durch 2 geteilt wird, wodurch der maximale Motorsupport auf 50 km/h verdoppelt wird.

Die Badass Box lässt sich extrem einfach und ohne großen Zeitaufwand anbringen, oder auch wieder abmontieren. Bei der erstmaligen Verwendung musst du die Kreuzschlitzschraube am Magneten mit der beigefügten Lappenschraube austauschen.

Geschwindigkeitssensor Verschieben

Eine sehr kostengünstige Methode ist das Verschieben des Geschwindigkeitssensors, der sich am hinteren Teil des Fahrrads befindet und schlichtweg misst, wie oft ein an der Speiche montierter Magnet am Sensor vorbeirauscht. Wird dieser Sensor auf Höhe der Pedale montiert und der Magnet ebenfalls an die Kurbel verschoben, ist die gemessene Geschwindigkeit geringer und die Software des E-Bikes riegelt später ab.

Manche E-Bikes messen den Drehmoment der Kurbeln separat und gleichen ihn mit der gemessenen Geschwindigkeit ab. Wird hier für einen zu langen Zeitraum eine Übereinstimmung festgestellt, verweigert das Rad seinen Betrieb und stellt die Unterstützung ein.

Chiptuning

Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann, sollte sich die auf dem Markt verfügbaren Möglichkeiten des "Chiptunings" - wie beispielsweise die Speedbox- genauer anschauen. Hier wird einfach ein alternativer Geschwindigkeitssensor eingebaut, der über einen weiteren Chip läuft, sodass meistens exakt die Hälfte der tatsächlichen Geschwindigkeit am Steuerrungsgerät des E-Bikes ankommt. Die Folge ist, dass natürlich auf dem Tacho auch die halbe Geschwindigkeit angezeigt wird und die Abriegelung erst bei etwa 50km/h greift.

Da es in den seltensten Fällen möglich ist, die Software des E-Bikes direkt zu modifizieren oder der Aufwand, selbiges zu tun, um ein Vielfaches höher ist, ist der negative Nebeneffekt der beschriebenen Modifizierungen immer, dass neben der angezeigten Geschwindigkeit natürlich auch die zurückgelegte Distanz und alle anderen Werte, die aus der gemessenen Geschwindigkeit berechnet werden, falsch sind.

Vor- und Nachteile von E-Bike-Tuning

Vorteile Risiken
  • Mehr Power: Erhöhe die Motorleistung und beschleunige schneller.
  • Höhere Geschwindigkeit: Fahre schneller und länger mit Motorunterstützung.
  • Längere Strecken: Überwinde größere Entfernungen in kürzerer Zeit.
  • Rechtliche Aspekte: Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.
  • Garantieverlust: Durch das Tuning verlierst du die Garantie auf deinen E-Bike-Antrieb.
  • Sicherheitsrisiken: Höhere Geschwindigkeiten bedeuten auch ein erhöhtes Unfallrisiko.
  • Versicherungsprobleme: Bei Unfällen können Versicherungsansprüche entfallen, was zu hohen Kosten führen kann.

Ist E-Bike-Tuning Legal?

Nein, E-Bike-Tuning ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal. Getunte E-Bikes dürfen nur auf privatem Gelände gefahren werden. Wer ein getuntes E-Bike auf öffentlichen Straßen nutzt, riskiert hohe Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes. Bei einem Unfall kann das erhebliche finanzielle Folgen haben.

Strafen für E-Bike-Tuning

Getunte E-Bikes entsprechen nicht der StVZO und dürfen daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Der Betrieb eines getunten E-Bikes im öffentlichen Straßenverkehr ist illegal und kann daher schwerwiegende Folgen haben:

  • Bußgeld: Fahren ohne Versicherungsschutz kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Haftpflicht: Bei einem Unfall musst du für alle Schäden selbst aufkommen, da die Versicherung nicht greift.
  • Garantieverlust: Durch die Verwendung von Tuning-Kits erlischt der Garantieanspruch auf den E-Bike-Antrieb.

Ein getuntes E-Bike kann beschlagnahmt und im Labor untersucht werden, um Manipulationen nachzuweisen. Auch ein nachträglicher Ausbau des Tuning-Kits schützt nicht vor rechtlichen Konsequenzen.

Alternativen zum E-Bike-Tuning

Um mehr Motorunterstützung und damit höhere Geschwindigkeiten zu erhalten, musst du nicht zwangsläufig tunen. Eine legale Alternative sind S-Pedelecs. Diese unterstützen bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h, erfordern jedoch ein Versicherungskennzeichen und einen Führerschein der Klasse AM.

Bei den sogenannten S-Pedelecs wird die Motorunterstützung nicht schon bei 25 km/h, sondern erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich mit einem E-Bike schneller als 25 km/h fahren?

Ja, du kannst mit einem E-Bike schneller als 25 km/h fahren, aber nur mit eigener Muskelkraft oder bergab. Der Motor unterstützt dich nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Mit Tuning-Kits kann diese Begrenzung aufgehoben werden, allerdings ist dies im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal und bringt erhebliche Risiken mit sich.

Kann man E-Bike-Tuning nachweisen?

Ja, E-Bike-Tuning ist nachweisbar. Moderne E-Bikes speichern verschiedene Daten, die bei einer Untersuchung auf eine Manipulation hinweisen können. Bei einem Unfall oder einer Routinekontrolle kann die Polizei das E-Bike sicherstellen und im Labor auf Tuningmaßnahmen untersuchen. Auch nach dem Entfernen eines Tuning-Kits sind oft noch Spuren nachweisbar.

Kann man ein E-Bike legal tunen?

Nein, das Tuning eines E-Bikes, um die Motorunterstützung über die gesetzlich erlaubte Grenze von 25 km/h hinaus zu erhöhen, ist im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal. Es ist nur auf Privatgrundstücken erlaubt. Wer schneller fahren möchte, sollte ein S-Pedelec in Betracht ziehen, das bis zu 45 km/h unterstützt und legal auf öffentlichen Straßen gefahren werden darf.

Welche E-Bike-Motoren lassen sich am besten tunen?

Beliebte Motoren für E-Bike-Tuning sind von Bosch, Yamaha, Shimano, Brose und Panasonic. Bosch-Motoren, insbesondere die Performance Line CX Modelle, sind besonders beliebt für Tuning. Yamaha-Motoren sind für ihre starke Leistung und Zuverlässigkeit bekannt und daher auch eine häufige Wahl. Motoren Shimano, Brose und Panasonic bieten ebenfalls Tuning-Möglichkeiten.

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