City-E-Bikes: Schnell und komfortabel durch die Stadt

In Zeiten zunehmender Verkehrsbelastung, steigender Energiekosten und eines wachsenden Umweltbewusstseins rücken City-E-Bikes in den Fokus von Stadtbewohnern. Sie bieten eine intelligente und nachhaltige Lösung für die täglichen Wege in der Stadt - sei es zur Arbeit, zum Supermarkt, können gar eine bessere Alternative zum Auto werden und halten auch mal gern für eine entspannte Tour ins Grüne her.

Was macht ein gutes City-E-Bike aus?

City-E-Bikes ähneln in vielen Punkten Trekking- oder Touren-E-Bikes, sind aber speziell für den Alltag in der Stadt konzipiert. Sie richten sich an Pendler:innen und Freizeitradler:innen, die vor allem im urbanen Raum unterwegs sind und dort auf Komfort, Praktikabilität und Fahrfreude setzen. Vielmehr sollten sie sich auf unterschiedlichen Stadtbelägen - von Asphalt über Kopfsteinpflaster bis hin zu feinem Schotter - komfortabel und sicher fahren lassen. Eine gute Ergonomie, aufrechte Sitzposition und ein agiles Handling sind dabei entscheidend, um sich stressfrei durch den Stadtverkehr zu bewegen.

Typische und praktische Merkmale eines City-E-Bikes:

  • Ein stabiler Gepäckträger mit ausreichender Traglast für Taschen, Einkäufe oder Laptoprucksäcke
  • Schutzbleche, die auch bei Regen einen trockenen Rücken sichern
  • Eine starke Beleuchtung, die gut sichtbar macht und frühzeitig warnt
  • Und nicht zuletzt ein integriertes Schloss, das für kurze Stopps unterwegs zusätzliche Sicherheit bietet

Worauf Sie beim Kauf achten sollten:

  • Komfort und Ergonomie: Die Sitzposition ist bei einem City-Bike besonders wichtig. Ein leicht erhöhter Lenker und ein breiter, gut gepolsterter Sattel sorgen dafür, dass man auch auf längeren Strecken entspannt unterwegs ist.
  • Wartungsfreundlichkeit: Hier haben City-Bikes mit Riemenantrieb und Nabenschaltung die Nase vorne. Diese Teile halten nicht nur lange, sondern müssen auch kaum gewartet werden.
  • Ausstattung: Im Stadtverkehr ist Sicherheit das A und O. Hochwertige Bremsen, wie hydraulische Scheibenbremsen, geben dir jederzeit das gute Gefühl, sicher unterwegs zu sein - auch bei Regen.
  • Design und Stil: Das Auge fährt mit - gerade bei Damen-Citybikes ist das Design oft ein entscheidender Faktor. Der Trend geht hier zu minimalistischen Designs mit klaren Linien und eleganten Farben.
  • Akku: Die Reichweite ist bei City-E-Bikes zwar weniger entscheidend als bei Tourenrädern, dennoch sollte der Motor kraftvoll genug sein, um Anstiege oder Stop-and-Go-Situationen ohne Mühe zu meistern.
  • Komfortabler Einstieg: Viele City-E-Bikes setzen auf einen Tiefeneinstieg, was das Auf- und Absteigen an Ampeln oder bei spontanen Stopps erleichtert.
  • Zuladung & Gesamtgewicht: Wer mit Einkäufen, Kindersitz oder sogar einem Anhänger unterwegs ist, sollte auf das zulässige Gesamtgewicht achten.
  • Sicherheit im Fokus: Gerade im urbanen Raum sollte zusätzlich ein hochwertiges Kettenschloss oder Faltschloss mitgeführt werden.

Empfehlenswerte City-E-Bikes

Die Auswahl erfolgte aufgrund von Testberichte anderer Medien und der Einschätzung eines Fachredakteurs.

Pegasus Premio Evo 5F Belt

Das Pegasus Premio Evo 5F Belt ist ein komfortables und wartungsarmes E-City- und Trekkingrad, das sich ideal für Pendler und Tourenfahrer eignet. Es ist mit dem starken Bosch Performance Line CX Motor ausgestattet, der mit 85 Newtonmeter Drehmoment und den für E-Bikes üblichen bis zu 25 km/h Unterstützung für ein dynamisches Fahrerlebnis sorgt. Der geräuscharme Gates-CDX-Riemenantrieb ersetzt die klassische Kette und reduziert den Wartungsaufwand erheblich. Die speziell für E-Bikes entwickelte Nexus Inter-5E 5-Gang-Nabenschaltung von Shimano sollte zuverlässige Gangwechsel ermöglichen.

Die luftgefederte Gabel mit 100-Millimeter-Federweg will für hohen Fahrkomfort sorgen. Die hydraulischen Scheibenbremsen (180 Millimeter) stammen von Shimano. Es wiegt rund 28,85 Kilogramm und erlaubt ein Gesamtgewicht von bis zu 150 Kilogramm.

Das Pegasus Premio Evo 5F Belt kostet - je nach Akku-Leistung - zwischen rund 4.200 Euro und 4.600 Euro. So bewerteten die Tester bei radfahren.de das E-Bike mit einer Note 1,5.

Allegro City Plus ACL°02

Das City Plus ACL°02 ist ein E-Bike des Schweizer Traditionsherstellers Allegro, konzipiert für komfortable Fahrten im urbanen Raum. Der Tiefeinsteiger-Rahmen aus Aluminium ermöglicht ein einfaches Auf- und Absteigen und fördert eine aufrechte Sitzposition. Für den Antrieb sorgt der Active Line Mittelmotor von Bosch mit 250 Watt Leistung und 40 Newtonmeter Drehmoment. Die Energie liefert ein PowerPack-Akku mit 400 Wh Kapazität, ebenfalls von Bosch. Dieser ermöglicht eine Reichweite von etwa 80 Kilometern. Die Ausstattung umfasst eine Sieben-Gang Shimano-Tourney-Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen von Shimano und eine Suntour NEX-DS Federgabel mit 63 Millimetern Federweg für zusätzlichen Komfort auf unebenen Wegen. Mit 28-Zoll-Laufrädern und Big Apple Reifen von Schwalbe soll das E-Bike ein angenehmes Fahrgefühl liefern. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 130 Kilogramm. Mit einem Eigengewicht von 23,5 Kilogramm liegt das E-Bike im Mittelfeld. Zudem bietet das E-Bike einen Gepäckträger mit bis zu 25 Kilogramm Tragfähigkeit, eine integrierte Beleuchtung und Schutzbleche. Erhältlich ist das Modell in verschiedenen Farben wie orange, türkis oder metallic-mintgrün. Mit einem Preis von 2.000 Euro bis 3.000 Euro liegt das Allegro City Plus ACL°02 im mittleren Preisbereich.

Flyer Upstreet5 7.23

Das Flyer Upstreet5 7.23 ist ein besonders tüchtiges E-Bike, das speziell für den städtischen Raum und längere Alltags- oder Freizeittouren entwickelt wurde. Es kombiniert moderne Technik mit einem komfortablen und wartungsarmen Gesamtkonzept. Herzstück des Antriebs ist der Mittelmotor Panasonic GX Ultimate, der mit satten 90 Newtonmetern Drehmoment auch bei Steigungen souveräne Unterstützung bietet. Zusammen mit dem 750 Wattstunden starken Akku sind ausgedehnte Touren ohne häufiges Nachladen problemlos möglich. Besonders angenehm für Vielfahrer dürfte der wartungsarme Riemenantrieb Gates Carbon Drive sein, der sauberer und leiser als eine klassische Kette ist. Die stufenlose Enviolo-TR-Nabenschaltung dürfte für flüssiges und intuitives Schalten sorgen - auch im Stand. Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen von Shimano, dazu gibt es großvolumige Big-Ben-Reifen von Schwalbe, die auch auf Kopfsteinpflaster oder unebenem Untergrund guten Komfort bieten. Die Federgabel mit 75 Millimeter Federweg trägt zusätzlich zur Dämpfung bei. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 149 Kilogramm eignet sich das Upstreet5 7.23 auch für schwerere Fahrer oder den Transport von Gepäck. Allerdings bringt das Bike selbst rund 28 Kilogramm auf die Waage, was es weniger handlich beim Tragen über Treppen (etwa in den Hinterhof) macht. Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Preis, der es klar in das Premiumsegment einordnet.

Kalkhoff Image 5.B Advance+ ABS

Auch das Kalkhoff Image 5.B Advance+ ABS ist ein hochwertiges E-Bike für bequeme Fahrten durch die Stadt. Herzstück des E-Bikes ist der Bosch Performance Line Smart System-Motor mit einem Drehmoment von ordentlichen 75 Newtonmetern. Mit dem integrierten Bosch PowerTube Li-Ion-Akku mit 625 Wattstunden Kapazität sollen Sie laut Hersteller bis zu 115 Kilometer weit kommen.

Dazu gibt's eine Suntour Mobie34 Federgabel mit ordentlichem 80 Millimetern Federweg und eine gefederte Sattelstütze für angenehmes Fahren auch über Unebenheiten. Wie bei vielen guten City-E-Bikes kommt auch hier ein wartungsfreier Riemenantrieb zum Einsatz, konkret der Gates Carbon Drive CDX. Fünf Gänge stehen bei der Shimano Nexus Nabenschaltung parat. Überdies ist das Kalkhoff Image 5.B Advance+ ABS mit Big Ben Plus Reifen von Schwalbe ausgestattet. Die speziell für E-Bikes entwickelten hydraulischen Scheibenbremsen stammen von Magura und arbeiten in Kombination mit dem Bosch eBike ABS System - ein seltenes Ausstattungsmerkmal bei City-E-Bikes. Zusätzliche Ausstattungsmerkmale sind der MIK HD Gepäckträger mit einer Traglast von bis zu 27 Kilogramm, integrierte Beleuchtungssysteme und Schutzbleche.

Bulls Sturmvogel EVO 5F Belt

Das Bulls Sturmvogel EVO 5F Belt ist ein optisch besonders schickes Urban-E-Bike fürs lässige, aber sportliche Cruisen. Angetrieben wird es vom Brose S-Mag Plus FIT Motor, der mit 75 Newtonmetern Drehmoment Sie flott bis 25 km/h anschiebt und im Fachhandel sogar auf satte 90 Nm erhöht werden kann. In Kombination mit der Shimano Fünf-Gang-Nabenschaltung und dem wartungsarmen Gates Carbon Drive Riemenantrieb ermöglicht das Bike eine intuitive und nahezu geräuschlose Fahrt. Als Akku-Varianten stehen Ihnen 555, 740 und 925 Wh bereit - je nachdem wie dick Ihr Geldbeutel und wie groß Ihr Reichweitenbedürfnis ist. Für Komfort und Sicherheit sorgen die breiten Supero Intercora 62-Millimeter-Reifen mit starkem Pannenschutz, die Unebenheiten effektiv dämpfen sollen. Das ist auch angebracht, schließlich fehlt eine Federgabel. Ein stabiler Gepäckträger mit MonkeyLoad-System lässt Sie bequem Taschen und Einkäufe sicher nach Hause transportieren.

Passend zum klassischen Look gibt es Griffe und einen Sattel, die mit Wildleder überzogen sind - eher unpraktisch bei nasser Witterung, hier müssen Sie für Extraschutz, etwa mit einem Sattelüberzug sorgen. Mit einem Gewicht von etwa 27 Kilogramm zählt das E-Bike zu den schwereren Modellen. Das Bulls Sturmvogel EVO 5F Belt kostet je nach Akkugröße zwischen rund 3.000 und rund 4.700 Euro - ist also kein Pappenstiel. Beim Test des Magazins FOCUS Mobility erreichte das Sturmvogel EVO 5F Belt eine sehr gute Gesamtnote von 1,3.

Kompakt-E-Bikes: Eine Alternative für die Stadt?

Kompakt-E-Bikes sind eine interessante Option für Stadtbewohner, die ein wendiges und platzsparendes E-Bike suchen. Sie zeichnen sich durch kleine Laufräder und einen stabilen Rahmen aus. Aufgrund ihrer kleinen Laufräder laufen die Kompakt-E-Bikes wieseliger als andere Bikes, was im City-Gewühl und beim Rangieren am Radständer praktisch ist und Spaß macht. Trotzdem geben Räder wie das Bergamont oder das Riese und Müller durch gleichzeitig sehr entspannten Geradeauslauf ein Sicherheitsgefühl wie ein gute 28er. Neben der ausgewogenen Lenkgeometrie liegt das natürlich auch an der guten Einstellbarkeit. Weiterer Vorteil: der tiefe Einstieg. Gerade für kleinere oder ältere Menschen ist es einfacher, durch- als drüberzusteigen.

Vorteile von Kompakt-E-Bikes:

  • Platzsparend: Sie sind kürzer und schmaler als herkömmliche E-Bikes.
  • Stabil: Kleine Räder sind stabiler als große Räder.
  • Wendiger: Sie sind leicht zu manövrieren.
  • Komfortabler Einstieg: Durch den tiefen Einstieg sind sie ideal für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Bekannte Kompakt-E-Bike Modelle:

  • Bergamont
  • Cooper UTY
  • Kalkhoff Image Advance+
  • Riese und Müller Tinker
  • Winora
  • I:sy Century

Günstige E-Bikes unter 2000 Euro im Test

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Geprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe. Generell ist bei günstigen Pedelecs keine Spitzentechnologie zu erwarten, aber Antriebs-, Brems- und Akkuleistung sollten vernünftige Werte aufweisen.

Testergebnisse im Überblick:

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Reichweite (km) Ladedauer (Minuten)
Deruiz E-Bike Quartz 1399 2,5 73 -
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 - -
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 1599 2,8 - -
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 - -
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 - -
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 - -
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 - -
Heybike EC 1-ST 1195 - 35 -

Hinweis: Detaillierte Testergebnisse und Einzelbewertungen sind auf der ADAC-Website verfügbar.

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