Anstatt ein komplett neues E-Bike zu kaufen, ermöglichen Nachrüstkits die Umwandlung eines vorhandenen Fahrrads in ein Pedelec - und das oft kostengünstiger. Die Option, das eigene Fahrrad mit etwas Zubehör recht einfach zum E-Bike umrüsten zu können, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Denn ein "Retrofit-Pedelec" ist oftmals deutlich günstiger als ein neuwertiges E-Bike. Die technologischen Fortschritte haben die Nachrüstungsmöglichkeiten verbessert, und heute gibt es eine Vielzahl von E-Bike-Kits auf dem Markt.
E-Bike nachrüsten - Produktempfehlungen
Es ist wichtig, vor der Nachrüstung eines Fahrrads mit einem Motor die Anweisungen und Empfehlungen des Herstellers sorgfältig zu prüfen. Wir raten auch genau darauf zu achten, welcher E-Antrieb für den E-Bike-Umbau infrage kommt. Hier sind einige Produktempfehlungen:
- Bathrena Elektrofahrrad-Umbau: Dieses Kit ist geeignet für Fahrräder mit V-Bremse oder Scheibenbremsen. Die Motorleistung gibt der Hersteller mit 250 W an. Das Einbaukit kann am Vorder- sowie am Hinterrad befestigt werden, verfügt zudem über einen Kurbelgeschwindigkeitssensor für die Tretunterstützung.
- Viribus E-Bike-Umbausatz: Auch der Nachrüstsatz von Viribus verspricht eine einfache Nachrüstung und elektrische Fahrunterstützung mit einem bürstenlosen 500-W-Nabenmotor. Die Montage soll laut Hersteller dank klar bebilderter Anleitung auch für Lai:innen einfach ablaufen.
- Yose Power E-Bike-Umbaukit: Der Yose Power Umbausatz macht das Fahrrad zum "Fronttriebler". Denn hier ersetzt die Felge mit integriertem, bürstenlosen Elektromotor (250 W) das Vorderrad. Der etwas höhere Preis im Vergleich zur Konkurrenz erklärt sich durch den Akku, der bereits im Lieferumfang enthalten ist.
- Varstrom E-Bike-Umbausatz: Der elektrische Fahrrad-Umbausatz von Varstrom enthält eine Felge mit bürstenlosem Nabenmotor mit 250 W Leistung für das Hinterrad. Über ein 3,5-Zoll-Display lässt sich die Unterstützung in neun Stufen einstellen, darunter auch der "Eco-" und "Sportmodus".
- Season E-Bike Umbausatz: Das E-Bike-Kit von Season Bike kommt ebenfalls einbaufertig mit bereits montierter doppelwandiger Aluminiumfelge und Nabenmotor.
- Bafang BBSHD E-Bike-Kit: Ein etwas anders aufgebautes Nachrüst-Set bekommt man mit dem Bafang BBSHD. Denn anstatt in der Radnabe steckt der "Mittelmotor" im Tretlager selbst. Daher ist die Nachrüstung auch nicht für Fahrräder mit Rücktrittsbremse geeignet.
Wie funktioniert die Nachrüstung zum E-Bike?
Die Nachrüstung zum E-Bike beinhaltet die Integration eines elektrischen Antriebssystems in ein herkömmliches Fahrrad. Dieses System besteht in der Regel aus mehreren Komponenten:
- Elektromotor: Das Herzstück einer E-Bike-Nachrüstung. Dieser Motor kann entweder im Vorderrad, im Hinterrad oder im Tretlagers platziert werden.
- Sensor: Über einen Sensor, der die Pedalbewegungen erkennt, wird dann die elektrische Unterstützung bestimmt.
- Fernbedienung/Display: Der Unterstützungsgrad wird über eine Fernbedienung (einfacher Schalter oder Hebel oder ein LCD-Bildschirm) bestimmt.
- Steuergerät: Ein Steuergerät "verwaltet" die Befehle und setzt diese in Bewegung um.
- Akku: Ein Akku - bei den meisten Kits nicht im Lieferumfang enthalten - versorgt Motor und Steuergerät mit Strom.
Die Installation eines E-Bike-Kits erfordert in der Regel grundlegende mechanische Kenntnisse und nur einfache Werkzeuge. Wer sich nicht an die Nachrüstung herantraut, sollte die Arbeit einen Fachbetrieb durchführen lassen.
Welche Vorteile bietet die E-Bike-Nachrüstung?
Die Nachrüstung eines Fahrrads mit einem E-Bike-Kit bietet eine Menge Vorteile:
- Fahrer:innen erhalten eine motorische Unterstützung beim Treten. Das ist insbesondere an Steigungen hilfreich.
- Nachrüst-Kits werten ein bereits vorhandenes Fahrrad auf und lassen sich oft auch rückstandslos wieder entfernen.
- Die Nachrüstung eines Fahrrads mit einem E-Bike-Kit ist kostengünstiger, als der Neukauf eines vollständigen E-Bikes.
Kann man jedes Fahrrad mit einem E-Bike-Kit nachrüsten?
Zwar sind viele, aber nicht alle Fahrräder für die Nachrüstung mit einem E-Bike-Kit geeignet. Wichtig zu wissen ist vor allem, ob das Kit ausreichend Platz am Fahrrad hat. Wichtig hierfür ist unter anderem die Radgröße (Felgendurchmesser in Zoll sowie Felgenbreite), die Gabelbreite sowie die Bremse. V-Bremsen sind bei den meisten Kits möglich, einige unterstützen auch Scheibenbremsen. Am Rahmen oder auf dem Heckträger muss zudem noch ausreichend Platz für Steuergerät und Akku vorhanden sein.
Welche rechtlichen Bestimmungen gelten für nachgerüstete E-Bikes?
In Deutschland gelten für nachgerüstete E-Bikes dieselben rechtlichen Bestimmungen, wie für herkömmliche E-Bikes und Pedelecs. Wichtig ist hierfür die Unterscheidung:
- Pedelec: Bei einem Pedelec, also einem Fahrrad mit unterstützendem E-Motor darf die Motorleistung maximal 250 W betragen und die elektrische Unterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von höchstens 25 km/h aktiv sein.
- S-Pedelec: Als "S-Pedelec" gelten dagegen Fahrräder mit einer elektrischen Unterstützung von bis zu 45 km/h. Hier darf der Motor bis zu 400 W leisten, es werden allerdings ein Versicherungskennzeichen sowie eine Fahrerlaubnis der Klasse AM zum Fahren benötigt. Zudem gilt eine Helmpflicht. Da S-Pedelecs rein verkehrsrechtlich als "Kleinkrafträder" gelten, sind auch Radwege tabu.
- E-Bike: Definitionsgemäß sind hier Fahrräder aufgeführt, die ohne Zutun elektrisch beschleunigen können. Erreichen die Fahrräder 20 km/h ohne Treten, gelten sie als Leichtmofa und fallen damit nicht unter die Helmpflicht. Bis 25 km/h gelten sie als Mofa, somit greift die Helmpflicht. Auch hier sind Führerschein und Versicherungskennzeichen notwendig, Radwege dürfen (außer explizit beschildert) nicht genutzt werden. Die Motorleistung von E-Bikes darf maximal 500 W betragen.
GermanXia E-Bike Vorderrad-Umrüstsatz
Das in Pulheim bei Köln ansässige Unternehmen GermanXia hat sich auf Mobilität im E-Bike Bereich spezialisiert. Neben Komplettbikes umfasst das Portfolio auch verschiedene Umrüstsätze, mit denen ein herkömmliches Fahrrad zum E-Bike umgerüstet werden kann. Einen besonders unkomplizierten Umbau verspricht der GermanXia E-Bike Vorderrad-Umrüstsatz, da hier grob umrissen lediglich das Vorderrad getauscht und wenige elektronische Elemente montiert werden müssen. Die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten der GermanXia E-Bike Umrüstsätze ermöglichen einen sehr individuellen Aufbau des Fahrrades zum Pedelec.
Angeboten wird der bürstenlose, wartungsfreie 250 Watt Vorderrad-Nabenmotor in Kombination mit Laufrädern von 20 bis 28 Zoll. Der Vorderrad-Nabenmotor ist speziell auf die Laufradgröße abgestimmt. Für die Begrenzung der Unterstützung auf maximal 25 km/h sorgt ein interner Hallsensor.
Komponenten und Einbau
Erstaunlich ist der Blick auf die für den Umbau zum E-Bike benötigten Teile. Der Umrüstsatz besteht lediglich aus Akku, Laufrad, zwei Bremshebeln, Display, Controller, TF-Sensor und Kabeln - das war es schon. Das Gesamtgewicht in unserer Ausführung beträgt knapp 6,6 Kilogramm, den größten Teil davon beanspruchen der Akku mit 2933 Gramm und das Laufrad mit 2891 Gramm. Die Komponenten machen einen hochwertigen Eindruck. Das Vorderrad ist sauber eingespeicht und zentriert. Die Verwendung von dickeren Speichen in Kombination mit der robusten 36-Loch Alu-Felge spricht für den Qualitätsanspruch des Herstellers. Sowohl der Controller als auch der Akku und der Motor weisen zudem eine CE-Kennzeichnung auf.
Der Einbau des Vorderrades ist selbsterklärend. Das Motorkabel muss sich an der linken Seite befinden und nach dem Einbau nach hinten zeigen. Die mitgelieferten Nasenscheiben verhindern ein Verdrehen des Antriebs im Betrieb. Laut Hersteller sollte die Gabel vorzugsweise aus Stahl bestehen. Bei Federgabeln und Aluminiumgabeln darf der Einbau nur nach Rücksprache mit dem Hersteller oder Fachhändler erfolgen.
Der Trinkflaschenakku wird mit der mitgelieferten Halteschiene am Flaschenhalter des Rahmens befestigt, lässt sich aber ebenso in der Seitentasche platzieren. Wir haben beides ausprobiert.
Komplizierter gestaltet sich hingegen der Einbau des Trittsensors und der Magnetscheibe. Für die Arbeit am Tretlager wird spezielles Werkzeug benötigt - und definitiv Erfahrung beim Schrauben. Der Trittsensor muss mittels des Anschlagbunds auf der rechten Seite des Tretlagers montiert werden. Hierfür ist es erforderlich sowohl die Kurbel als auch das Innenlager zu demontieren. Nicht vergessen werden darf die Magnetscheibe, die vor der Montage der Kurbel auf die Tretlagerwelle geschoben werden muss. Ausgelegt sind der PAS-Sensor und die Magnetscheibe für gängige Tretlagergehäuse, nicht aber für US BB. Das vom BMX bekannte 51 mm Tretlager findet sich oft an Cruisern. Hier bedarf es dann - wie in unserem Fall - eines individuellen Lösungsansatzes.
Die Montage der mitgelieferten Bremshebel macht absolut Sinn: Bei Betätigung des Hebels wird das E-Bike System vom Bremsvorgang unterrichtet, wodurch der Antrieb unmittelbar unterbrochen wird. Das trägt nicht nur enorm zur Fahrsicherheit bei, sondern schont gleichzeitig die Energiereserven. Die Bremshebel sind für Cantilever-Bremsen ausgelegt und lassen sich somit auch bei mechanischen Scheibenbremsen verwenden. Für den Betrieb des Motors ist der Austausch nicht zwingend erforderlich.
Das Display wird gut erreichbar am Lenker befestigt. Die anschließende Verkabelung kann selbst ohne elektrische Vorkenntnisse in Angriff genommen werden. Dank der farbcodierten wasserdichten Stecker und Buchsen ist ein falsches Anschließen nahezu unmöglich.
Inbetriebnahme und Fahrverhalten
Nach dem E-Bike Umbau kann der GermanXia Vorderrad-Antrieb sofort in Betrieb genommen werden. Da eine Konfiguration des Systems mit dem LED Display weder nötig noch möglich ist, steht dem sofortigen Einsatz nichts im Wege - vorausgesetzt der Akku ist geladen. Das Aufladen des Akkus kann direkt am Bike oder auch nach Entnahme des Akkus erfolgen. Die seitliche Entnahme aus dem Akkuhalter heraus ermöglicht selbst auf engem Raum ein unkompliziertes Handling des Energiespeichers. Durchdacht ist ebenfalls die kleine Griffmulde für ein einfacheres Tragen. Ein weiteres Feature ist die Diebstahlsicherung des Akkus per Schlüssel.
Die Tretunterstützung erfolgt bei Betätigung der Kurbel und setzt relativ schnell, wenn auch nicht sofort ein. Sobald das System eine Tretbewegung registriert, sorgt der GermanXia Vorderrad-Antrieb für Schub. Abhängig von der gewünschten Unterstützungsstufe kann der Vortrieb überraschend kraftvoll sein. Selbst ein schwerer Cruiser bekommt so ordentlich Beine. Die Unterstützung läuft etwas nach, das gilt ebenso, wenn die Tretbewegung beendet wird. Eine sofortige Unterbrechung der Tretunterstützung ist dennoch möglich. Hierfür muss nur einer der Bremshebel betätigt werden.
PAS-Sensor vs. Drehmomentsensor
Der Sensor hat einen entscheidenden Einfluss auf die Fahrcharakteristik. Im Gegensatz zum Drehmomentsensor - der gegen Aufpreis bei GermanXia erhältlich ist - signalisiert der PAS-Sensor dem System nur, dass eine Tretbewegung (in die richtige Richtung) stattgefunden hat. Von da an setzt die Unterstützung gemäß des eingestellten Modi ein. Das System agiert somit unabhängig vom Pedaldruck. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, das selbst bei einer abgesprungenen Kette der Antrieb für Schub sorgt - vorausgesetzt es wird weiter in die Pedale getreten. Wer sich eine natürlich wirkende Unterstützung wünscht, kommt nicht an einem Drehmomentsensor vorbei.
Bedienung und Leistung
Die übersichtliche Gestaltung des LED-Displays ermöglicht eine sehr einfache Bedienung des Systems. Zur Verfügung stehen insgesamt fünf Unterstützungsmodi, die per LED angezeigt werden. Vier LEDs geben den aktuellen Akkuzustand an. An- und Ausschalten lässt sich das System mittels eines separaten Knopfs. Die einzelnen Modi wirken sich spürbar auf den Grad der Unterstützung aus. Besonders in den beiden stärksten Modi überrascht der Antrieb durch enormen Zug - Zug deshalb, weil der Vorderradantrieb das Fahrrad zieht, und nicht schiebt wie bei einem Hinterrad- oder Mittelmotorantrieb.
Reichweite und Praxiserfahrungen
Kaum ein Wert lässt mehr Raum für freie Interpretationen wie die Reichweite eines E-Bikes. Zu viele Faktoren haben Einfluss, um wirklich eine genaue Aussage treffen zu können. Unser Testbike verfügte nicht nur über sehr breite Reifen, sondern war mit einem Gesamtgewicht von knapp über 30 Kilogramm auch recht schwer. Hinzu kam noch das Fahrergewicht von etwa 80 Kilogramm. Dennoch waren bei günstigen Wetterverhältnissen und wenig Steigungen ohne Probleme 80 Kilometer möglich.
Der PAS-Sensor ermöglicht ein sehr kraftsparendes Vorankommen mit dem Bike. Wie bereits beschrieben reicht ein leichtes Treten, und der Antrieb legt los. In der höchsten Unterstützungsstufe wird dank des maximalen Drehmoments von 42 Newtonmetern selbst schweren Stahlrössern ordentlich Leben eingehaucht. Wir waren von der Power des Antriebs wirklich überrascht. Der Unterstützungsgrad verringert sich natürlich mit steigender Fahrgeschwindigkeit progressiv und endet den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend bei 25 km/h.
Um Schäden am Motor zu verhindern, verfügt das System über einen Thermoschutz.
Probleme und Zuverlässigkeit
Nach etwa 50 Kilometern machte sich der Antrieb durch ein Knacken und Knarzen bemerkbar. Die Ursache dessen war jedoch schnell ausgemacht: die Speichen hatten sich stark gelockert. Nach dem Festziehen und Zentrieren des Laufrades hatte sich das Problem erledigt. In Anbetracht der Tatsache, dass auch bei Neurädern nach kurzer Betriebszeit unbedingt eine Erstinspektion empfohlen wird, sehen wir das nicht als Minuspunkt an. Abgesehen hiervon überzeugte der GermanXia Vorderrad-Antrieb bei uns während der gesamten Testphase durch hohe Zuverlässigkeit.
Alternativen und Anbieter von E-Bike Umbausätzen
Am Markt findet man mittlerweile zahlreiche Umbausätze / Nachrüstsätze, um sein Rad zum E-Bike beziehungsweise zum Pedelec nachzurüsten. Das reicht von Hinterrad- über Vorderrad-Motoren bis hin zu waschechten Mittelmotoren, die am Tretlager angebracht werden. Hier eine Übersicht gängiger Hersteller und Systeme:
- Pendix: Mittelmotor, der mittels speziellem Tretlager befestigt wird. Akku mit verschiedenen Fahrmodi (Eco, Smart, Sport).
- Senglar: Nabenmotoren mit Akku für Sattelstütze, Trinkhalter oder Gepäckträger.
- Go Swiss: Heckmotoren mit bis zu 500 Watt Unterstützung.
- Bafang: Heck- und Frontmotoren in verschiedenen Leistungsklassen.
- Ansmann: Heck- und Frontmotoren mit Flaschen- oder Gepäckträgerakku.
- Vivax: Sehr leichter E-Antrieb, der im Sattelrohr verschwindet.
- Binova: Permanent erregte Synchronmaschine mit Unterrohr- oder Gepäckträgerakku.
- Add-e: Nachrüstset, das an Gepäckträgeraufnahme oder Tretlager montiert wird.
- Electron Wheel: Vorderrad, das einfach in die Gabel eingehängt wird.
Test und Vergleich von E-Bike Nachrüst-Kits
In den vergangenen Monaten wurden insgesamt fünf Nachrüst-Kits für E-Bikes getestet. Hier ist alles für Front-, Mittel- und Heckmotor dabei. Folgende Kits traten in unserer Bestenliste an:
- Mittelmotor Bafang BBS-01B
- Mittelmotor Bafang MM G340
- Mittelmotor Pendix Edrive 300
- Frontmotor iMortor 2.0
- Heckmotor Bikight SW900
Platz 1: Bafang BBS-01B
Der Bafang-Mittelmotor ist gut verarbeitet und mit 250 Watt Leistung in Deutschland legal. Laut diverser Foreneinträge kommt der Motor auf 80 Nm; das verschafft dem Nutzer eine entspannte Fahrt bei Hügeln und kleineren Bergen. Neben dem Mittelmotor liefert Bafang neue Kurbeln, einen großen Farb-LCD-Bordcomputer, einen Handcontroller, einen Geschwindigkeitssensor, neue Bremshebel sowie ein Frontlicht und unzählige Kabelbinder.
Platz 2: Pendix Edrive 300
Pendix ist Premium und das spürt man schon beim Preis. Dafür ist das System absolut geräuschlos, fällt kaum auf und es gibt keine nervigen Kabel, aber auch kein eigenes Display. Das Pendix-Kit hat drei Jahre Garantie (bei Registrierung) und ist hochwertig verarbeitet. Der Mittelmotor bietet 250 Watt Leistung und ein Drehmoment von 65 Nm. Der Akku bietet 330 Wh und liefert in der Kombination 40 bis 50 Kilometer Reichweite. Großer Pluspunkt ist bei Pendix das sehr minimalistische Design sowie der komplett geräuschlose Motor.
Platz 3: Bikight SW900
Die 250-Watt-Version kann mit einem Drehmoment von vermutlich gerade einmal 25-35 Nm nicht vollständig überzeugen. Ja, man spürt die Unterstützung, bergauf fehlt es aber einfach an Kraft. Somit landet der Heckmotor nur auf Platz 3 unserer Bestenliste.
Platz 4: Bafang MM G340
Eigentlich steht das Kit Bafang MM G340 unserem erstplatzierten Bafang BBS-01B um nichts nach. Ganz im Gegenteil, der MM G340 ist ein sehr starker Mittelmotor der auf ganzer Linie Freude bereitet. Leider verfügt der Motor über eine Leistung von 750 Watt; das ist in Deutschland illegal.
Platz 5: iMortor 2.0
Eigentlich ist der iMortor 2.0 eine tolle Idee. Akku, Elektronik und Motor stecken allesamt im Vorderrad. Man muss nur ein Kabel zur Lenkerstange verlegen und es mit dem mitgelieferten Controller verbinden. Insgesamt brauchen wir für den Umbau 15 Minuten. Das klingt zu gut, um wahr zu sein und ist es leider auch. Denn der iMortor 2.0 hat mit rund 10 bis 15 Kilometern kaum Reichweite, man braucht eine App, um ihn überhaupt nutzen zu können, und ohne Gashebel kann man ihn nicht nutzen. Damit ist das Modell in Deutschland illegal und generell einfach nicht zu gebrauchen.
Häufig gestellte Fragen zu E-Bike-Nachrüstsätzen
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu verschiedenen E-Bike-Nachrüstsätzen:
Yose Power
- Enthält der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Yose Power bereits einen Akku? Ja, im Gegensatz zu dem Produkt BBS001B Mittelmotor Kit von Bafang aus unserem Vergleich enthält der Nachrüstsatz der Marke Yose Power bereits einen Akku.
- Ist der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Yose Power mit einem Display ausgestattet? Ja, der Nachrüstsatz aus dem Hause Yose Power ist mit einem LCD-Display ausgestattet. Hier können wichtige Daten wie beispielsweise die Geschwindigkeit oder der Akkuzustand abgelesen werden.
- Verfügt der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Yose Power über einen Mittelmotor? Nein, wie einige der Kits in unserem Vergleich verfügt auch der Nachrüstsatz der Marke Yose Power über einen Hinterradantrieb. Dieser ist besonders schonend zu Ihrem Fahrrad.
Season
- Auf welchen Hintergabelstand muss man beim E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season achten? Wie Sie den Herstellerangaben entnehmen können, ist beim E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season auf einen Hinterradabstand zwischen 138 und 142 mm zu achten.
- Kann man den E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season für E-Bikes jeder Größe verwenden? Nein, der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season ist nur für E-Bikes mit einer Radgröße von 26, 27,5 oder 28 Zoll geeignet.
- Lässt sich der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season einfach installieren? Beim E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season handelt es sich um einen Heckmotor, der im Vergleich zum Vorderradantrieb eher schwieriger einzubauen ist. Die Erfahrungen bisheriger Käufer sind im Hinblick auf die Montage jedoch gut; diese finden, dass die Installation des Satzes einfach umzusetzen ist.
Shimost
- Für E-Bikes mit welcher Reifengröße ist der Shimost 700C E-Bike-Umbausatz geeignet? Der Shimost 700C E-Bike-Umbausatz ist mit E-Bikes kompatibel, die eine Reifengröße von 28 Zoll aufweisen.
- Ist der Shimost 700C E-Bike Umbausatz kompatibel mit allen Fahrradtypen? Der Umbausatz ist primär für 28-Zoll-Mountainbikes, Citybikes und Pedelecs mit spezifischer Nabenbreite konzipiert.
- Kann die Höchstgeschwindigkeit des Shimost 700C E-Bike Umbausatzes angepasst werden? Ja, der Shimost 700C E-Bike Umbausatz ermöglicht die Einstellung der Höchstgeschwindigkeit bis zu 25 km/h über das LCD-Display, um den individuellen Bedürfnissen und lokalen Vorschriften gerecht zu werden.
L-faster
- Ist eine Batterie im Lieferumfang des E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster inbegriffen? Nein, der E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster kommt ohne Batterie. Sie können alle gängigen 24-V-Batterien nutzen, egal ob Blei-Säure- oder Lithium-Batterien.
- Kann der E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster bei allen Fahrrädern verbaut werden? Nein, der E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster ist nicht für Fahrräder mit Scheibenbremsen geeignet. Das sollten Sie beachten, denn er kann nur an Fahrrädern mit V-Bremse verbaut werden.
- Kommt der E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster mit allem nötigen Montagezubehör? Ja, der E-Bike-Nachrüstsatz von L-faster wird mit allem Zubehör für die Montage geliefert. Diese ist auch für Laien einfach durch eine Videoerklärung auszuführen.
Tabellarische Übersicht
Hier ist eine tabellarische Übersicht verschiedener Pedelec Umbausätze:
| Hersteller | Typ | Leistung | Akku |
|---|---|---|---|
| NCB | Vorderrad | 250 Watt | ohne Akku |
| Bafang | Mittelmotor | 250 Watt | ohne Akku |
| Bafang | Hinterrad | 250 Watt | ohne Akku |
| Junstar | Akku + Gepäckträger | 11,6 Ah | |
| Bafang | Mittelmotor | 11,6 Ah |
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