In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel immer wichtiger werden, erfreuen sich E-Bikes weiter wachsender Beliebtheit. Doch was ist, wenn Ihre Mittel begrenzt sind? Keine Sorge! Auch mit einem Budget von unter 1000 Euro können Sie ein qualitativ hochwertiges E-Bike finden, das Ihren Bedürfnissen entspricht.
Warum E-Bikes bis 1.000 Euro im Trend liegen
E-Bikes unter 1.000 Euro sind gefragter denn je, ob als Einstieg in die Elektromobilität, als Zweitrad für den Alltag oder als praktische Lösung für Pendler und Studierende. Nicht jeder braucht ein High-End-E-Bike für 4.000 Euro. Gerade für kürzere Strecken in der Stadt, tägliche Besorgungen oder den Weg zur Arbeit reichen einfache Modelle oft völlig aus.
Was leisten E-Bikes bis 1.000 Euro
Grundsätzlich ist ein E-Bike unter 1000 Euro natürlich immer eine Frage des eigenen Anspruchs: Hier darf man einfach kein High-End-E-Bike erwarten, sondern ein günstigeres Einsteiger-Rad (etwas höherwertige Ausführungen sind dann E-Bikes unter 2000 Euro). Ein weiterer Grund für einen geringeren Preis ist die Tatsache, dass bei diesen Fahrrad-Modellen in der Regel günstigere Komponenten verbaut wurden.
In dieser Preisklasse kommen vor allem Vorderrad- oder Hinterradnabenmotoren zum Einsatz. Diese Antriebssysteme sind einfach konstruiert und kostengünstig. Typische Akkukapazitäten liegen zwischen 360 und 480 Wattstunden (Wh). Luxus wie hydraulische Bremsen, gefederte Sattelstützen oder besonders leichte Rahmen sucht man meist vergeblich.
Was sollte man beim Kauf beachten?
Ein E-Bike unter 1000 Euro kann eine lohnende Investition sein, wenn Sie auf der Suche nach einem kosteneffizienten und umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel sind. Trotz des niedrigeren Preises müssen Sie nicht zwangsläufig auf Qualität und Komfort verzichten.
Dabei sollte Ihnen vor dem Kauf klar sein, dass für weniger als 1000 Euro eher Einsteiger-Ebikes zu finden sind. Achten Sie auf wesentliche Merkmale wie:
- Akkuleistung: Achten Sie auf die Akkukapazität und die Reichweite. Achte auf Nachrüstbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit. Akkus von Markenherstellern (z. B.
- Motorleistung: Die Motorleistung sollte ausreichend dimensioniert sein, um Ihnen bei Anstiegen und längeren Strecken eine angenehme Unterstützung zu bieten.
- Rahmen und Bauweise: Ein stabiler und leichter Rahmen sorgt für ein angenehmes Fahrerlebnis.
- Bremsen und Sicherheit: Verlässliche Bremsen sind unerlässlich.
Motorposition: Frontmotoren sind am günstigsten, können aber bei Nässe oder am Berg rutschig wirken. Heckmotoren bieten mehr Fahrdynamik. Mittelmotorsysteme gelten als ausgewogener, sind aber teurer.
E-Bike-Typen unter 1.000 Euro
E-Bikes unter 1.000 Euro bieten einen sinnvollen Einstieg in die elektrische Mobilität. Gerade für Kurzstrecken und den urbanen Alltag. Die Ausstattung ist zweckmäßig, wenn auch nicht luxuriös.
Warum sind diese E-Bikes so billig? Das kann ganz verschiedene Gründe haben - manchmal handelt es sich bspw. um Auslaufmodelle, und da die Nachfolger bereits auf den Markt kommen, sind die älteren Versionen preiswerter zu haben. Oder ein Discounter verkauft für kurze Zeit größere Mengen eines bestimmten Modells zu einem sehr guten Preis mit hohem Rabatt.
Marken und Modelle im Check
Basierend auf Nutzerbewertungen, Herstellerangaben und Preis-Leistungs-Einschätzung im Onlinehandel sind folgende Modelle aktuell besonders gefragt.
- Liv Tempt E+ jr.Das E-Bike Tempt E+ jr.
ADAC Test: Sind günstige E-Bikes auch gut?
Getestet hat der ADAC zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.
E-Bikes und Pedelecs liegen weiter im Trend. 2023 wurden mit 2,1 Millionen Stück erstmals mehr Fahrräder mit Elektro-Unterstützung in Deutschland verkauft als "normale" Fahrräder. Besonders im Alltag und für kurze Strecken sind Pedelecs und E-Bikes mit tiefem Einstieg sehr bequem. Die aufrechte Sitzposition bei einem so genannten Tiefeinsteiger-Pedelec ist vergleichbar mit der bei einem Hollandrad und ermöglicht ein komfortables Fahrgefühl. Auch das Auf- und Absteigen wird durch den tiefen Einstieg erleichtert. Und es gibt auch günstige Modelle für unter 2000 Euro. Sind diese E-Bikes aber wirklich empfehlenswert? Was sie zu bieten haben, klärt der ADAC Test.
Generell ist bei günstigen Pedelecs keine Spitzentechnologie zu erwarten, aber Antriebs-, Brems- und Akkuleistung sollten vernünftige Werte aufweisen. Bei den meisten der getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs fielen dabei die geringe Reichweite des Akkus und die lange Ladedauer auf sowie Defizite beim Antrieb.
Im Test wurden bei den Messungen auf dem Prüfstand besonders die Bremsen, die Belastbarkeit des Rahmens sowie der Motor und der Akku überprüft. Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.
Testergebnisse im Detail
Alle Details zu den zehn getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs gibt es in der Tabelle. Ein Klick auf das jeweilige Modell führt zu der konkreten Einzelbewertung.
| Hersteller/Modell | Preis in Euro | ADAC Urteil | Fahren | Sicherheit und Haltbarkeit | Antriebssystem und Motor | Handhabung | Schadstoffe in den Griffen und Sattel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad | 1399 | 2,5 | 2,2 | 1,8 | 3,2 | 3,0 | 2,5 |
| Fischer E-Bike Cita 2.2i | 1949 | 2,5 | 2,6 | 2,6 | 2,3 | 2,6 | 2,5 |
| Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.21 | 599 | 2,8 | 2,6 | 2,6 | 3,6 | 2,3 | 1,0 |
| Decathlon Elops 900E | 1299 | 3,0 | 2,3 | 3,0 | 3,7 | 3,2 | 2,5 |
| Prophete Geniesser City E-Bike 28" | 1600 | 3,0 | 2,7 | 3,3 | 3,5 | 2,6 | 2,5 |
| Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad | 1799 | 3,0 | 2,5 | 2,7 | 3,9 | 2,8 | 2,5 |
| F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec | 899 | 3,2 | 2,7 | 3,0 | 4,4 | 2,9 | 2,5 |
| Heybike EC 1-ST | 1195 | - | - | - | - | - | - |
Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test (genormter Reichweitenzyklus nach R200 vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf dem ADAC Prüfstand) ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Die angenehme Ergonomie, ein stabiles und laufruhiges Fahrverhalten sowie die guten Bremsen überzeugten auch beim Praxistest. Positiv fiel ebenso die direkte Schaltung auf, die gut mit dem Antrieb harmoniert. Wenn auch die Unterstützungsstufen etwas feiner abgestuft werden könnten. Alle Kriterien zusammen führen zu der besten Bewertung im Test. Preislich liegt das E-Bike der Marke Deruiz mit rund 1400 Euro im unteren Drittel der Testkandidaten - damit ist es günstig und trotzdem zu empfehlen.
Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem. Es ist zwar ein schweres (28,8 kg Leergewicht), aber solides Pedelec. Als einziges Pedelec mit Mittelmotor im Test bietet es eine angenehm aufrechte Sitzposition und Komfort dank gefederter Sattelstütze und guter Vordergabel. Der solide Rahmen zeigt sich bei den Fahrversuchen stabil. Die Leistung in der höchsten Unterstützungsstufe dürfte etwas stärker sein. Verbesserungspotential bietet der Informationsumfang auf dem Display.
Das Modell von Heybike erreichte auf dem Prüfstand beim Test aber nur 35 Kilometer und fällt damit negativ auf. Seit langem ist das die geringste Reichweite nach der Norm R200 vom ZIV, die in einem ADAC Fahrradtest ermittelt wurde. Je nach Fahrweise und Fahrprofil kann sich natürlich die Reichweite individuell ändern. Zusätzlich zur Reichweitenmessung auf dem Prüfstand haben die Tester daher die Reichweite auch auf einer Teststrecke überprüft und daraus einen gemittelten Wert gebildet. Für das Modell von Heybike liegt diese gemittelte Reichweite (Prüfstandmessung und Teststrecke) aber auch nur bei 44 Kilometern - und damit immer noch unterhalb der empfohlenen Mindestreichweite. Preislich bewegen sich beide aber bei fast 2000 Euro.
Neben den allgemein eher geringen Reichweiten fiel auch die enorm lange Ladezeit besonders beim Modell von Grundig auf. Das mit 509 Wattstunden ausgestattete Pedelec braucht weit über neun Stunden (580 Minuten), um den leeren Akku komplett wieder voll zu laden. Eine ähnlich lange Ladezeit hat im Test noch der Akku des E-Bikes Z502 von Zündapp.
Dreimal schneller geht das beim Modell von Prophete, hier ist der 418-Wattstunden-Akku in über drei Stunden wieder gut gefüllt.
Acht Pedelecs im Test haben einen drehfrequenzgesteuerten Antrieb, bei dem nicht registriert wird, wie viel Kraft beim Treten auf die Pedale wirkt. Generell ist damit das Fahren in der Gruppe schwieriger und das Anfahren am Berg aufgrund des verzögerten Anspringen des Motors mühsamer. Meist sind diese Motoren auch durch lautes Summen hörbar. Gefährlich ist es, wenn der Nachlauf des Antriebes sehr lange anhält und nicht durch eine Betätigung der Bremsen unterbrochen wird. Bei den Modellen von Heybike und Mokwheel war das der Fall. Das Pedelec EC 1-ST von Heybike erhielt in der Kategorie Antriebssystem und Motor nur die Note 4,3. Gesamtergebnis: "ausreichend".
Bei zwei Pedelecs - von Fischer und Lidl/Crivit - wurde ein Drehmomentsensor verbaut. Das E-Bike Cita 2.2i von Fischer, das als einziges mit einem Mittelmotor ausgestattet ist, steuert das Ansprech- und Abregelverhalten des Motors mit dem Tritt in die Pedale. Das Pedelec von Lidl/Crivit ist als Singlespeed mit nur einem Gang ausgestattet. Hier leistet der Antrieb beim Losfahren ein starkes Moment, so dass Radfahrende durch die Beschleunigung schnell eine gute Fahrgeschwindigkeit erreichen.
Beim Bremsentest auf dem Prüfstand und dem Haltbarkeitstest am Rahmen zeigte sich in der Kategorie Sicherheit und Haltbarkeit ein sehr unterschiedliches Niveau, auch wenn kein Modell durchgefallen ist. Das Bike von Deruiz zeigte hier eindeutig die beste Performance. Die Felgenbremsen bei den Modellen von F.IIi Schiano, Zündapp, Fischer und Prophete zeigen eher durchschnittliche Leistungen. Diese Bremstechnik ist aber mittlerweile eher veraltet. Die mechanischen Bremsscheiben bei den Pedelecs von Mokwheel, Grundig, Decathlon und Deruiz demonstrieren, dass damit vernünftige Bremsleistungen eingeleitet werden können.
Es zeigt, dass die Herstellung auch ohne Schadstoffe machbar ist.
Bei allen anderen Pedelecs wurde der Schadstoff Naphthalin in den Griffen und im Sattel gefunden. Naphthalin steht im Verdacht, krebserregend zu sein, verflüchtigt sich aber im Vergleich zu anderen Schadstoffen recht schnell bei Hautkontakt. Daher wurden die betroffenen Pedelecs von Deruiz, Fischer, Decathlon, Prophete, Zündapp, F.lli Schiano und Heybike in der Kategorie Schadstoffe mit der Note 2,5 bewertet, allerdings ohne Auswirkung auf die Endnote.
Zudem wurde der Weichmacher DEHP in den Griffen bei dem Pedelec von Mokwheel und im Sattel beim Pedelec von Grundig gefunden. Der Schadstoff gilt als fortpflanzungsgefährdend. Der Weichmacher DEHP ist nach REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) nicht verkehrsfähig. Daraufhin konnten beide Modelle nur noch mit dem ADAC Urteil "mangelhaft" bewertet werden.
Die Modelle im Test der Marken Zündapp und F.lli Schiano bieten mit rund 96 Kilogramm die geringste Zuladung. Das Heybike hat mit insgesamt 150 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht am meisten Spielraum für die Zuladung. Zudem ist das Pedelec mit 20,8 Kilogramm Eigengewicht das Leichteste im Test, damit kann der Rahmen mit rund 129 Kilogramm Zuladung belastet werden. Ein ähnlich geringes Eigengewicht hat mit knapp 21 Kilogramm das E-Bike von Lidl.
Generell sind nicht alle Fahrräder dafür geeignet, einen Fahrradanhänger zu montieren. Aufgrund des großen Durchmessers des Sattelrohrs beim Modell von Lidl/Crivit lässt sich zum Beispiel hier kein Fahrradkindersitz für die Sattelrohrmontage befestigen. Im ADAC Test geben nur die drei Modelle von Lidl/Crivit, F.IIi Schiano und Prophete eine Freigabe für einen Kinderfahrradanhänger oder Kinderfahrradsitz in den Bedienungsanleitungen an.
Wer zum Beispiel bei Steigungen mehr Tret-Unterstützung und damit mehr Drehmoment benötigt, sollte auf einen leistungsschwächeren, drehfrequenzgesteuerten Antrieb verzichten.
Nur die ideale Rahmenhöhe des Pedelecs und die optimale Einstellung auf die Körpergröße führt zu einen komfortablen Fahrgefühl. Eine Beratung im Fachhandel ist sinnvoll.
- Wenn eine Unsicherheit bezüglich Schadstoffen in Griffen oder im Sattel besteht, können diese im Fachhandel ausgetauscht werden.
- Die Antriebssteuerungen müssen so ausgelegt sein, dass bei Abbruch des Tretens die elektrische Unterstützung sofort unterbricht. Ein Nachlaufen des Motors kann, besonders wenn abruptes Bremsen nötig ist, gefährlich sein.
- Die Akku-Reichweite sollte bei wenigstens 50 Kilometern liegen. Das Laden des Akkus sollte nicht länger als etwa dreieinhalb Stunden dauern.
- Zulässiges Gesamtgewicht immer prüfen. Denn wer Gepäck oder auch Kinder mitnehmen möchte - egal ob im Fahrradanhänger oder Fahrradkindersitz - hat das Gesamtgewicht schnell überschritten.
- Die Beleuchtung muss der StVZO entsprechen und darf nicht blenden. Auch Reflektoren müssen am Elektrorad vorhanden sein.
- Die erste Probefahrt stets ohne elektrische Unterstützung durchführen. Denn der Antrieb begeistert meistens sehr, so dass der kritische Blick aufs Fahrrad dann nicht mehr stattfindet.
- Beim Radfahren Helm tragen, auch wenn dazu bei E-Bikes keine Pflicht besteht.
So haben wir getestet
Die Testkriterien werden weitgehend an folgende DIN angelehnt, aber wo notwendig und sinnvoll nach Stand der Technik erweitert:
- DIN EN ISO 4210-2:2023-05 (Sicherheitstechnische Anforderungen an Fahrräder)
- DIN EN 15194:2024 (Elektrisch unterstützte Räder EPAC-Fahrräder)
- GS-Spezifikationen AfPS GS 2019:01 (Grenzwerte bei Schadstoffuntersuchungen)
Die Untersuchungen in den Kategorien Handhabung, Fahren und Reichweite werden durch erfahrene ADAC Testingenieure sowie durch die Testpartner durchgeführt. Anhand festgelegter Testkriterien erfolgt die Bewertung im Vier-Augen-Prinzip.
Die Kriterien im Einzelnen:
Handhabung/Fahren
Das Testkriterium Handhabung/Fahren beginnt mit der Bewertung der Gebrauchsanleitung sowie der möglichen Montage. Nach der Montage und Einstellung werden die Pedelecs auf einem Rundkurs von rund zehn Kilometern ausgedehnten Fahrversuchen unterzogen. Dabei werden folgende Fahrbahnoberflächen berücksichtigt:
- Asphaltstrecke inkl. Straßenverkehr mit Start- & Stopphasen sowie Anfahren am Berg
- Gut befestigte Wege (z.B. Waldwege)
- Kopfsteinpflaster und kleine Fahrbahnerhöhungen (z.B. Übergänge Radwege zur Fahrbahn)
In der Bewertung der Praxisfahrten wird besonderes Augenmerk auf Folgendes gelegt:
- Fahreigenschaften ohne Motorunterstützung
- Fahreigenschaften mit Motorunterstützung
- Fahrkomfort/Handhabung
- Handhabung Antrieb
- Nacht- und Regenfahrt
- Reparaturen, Reinigung und Wartung
Nach Abschluss der praktischen Prüfungen werden die häufig beanspruchten Bauteile auf Verschleiß (Felge, Riemen, Kette, Bremsbeläge) und eventuelle Folgen überprüft (z.B. Ketten- bzw. Riemenlinie, Spurversatz, Tretlager und Kettenschutz, wenn vorhanden).
Antriebssystem und Motor
Die drei unterschiedlichen Antriebssysteme werden bei verschiedenen Fahrbahneigenschaften erprobt. Zudem finden Reichweitenmessungen auf dem Prüfstand nach R200 statt. Im Praxis-Test werden zusätzlich folgende Eigenschaften überprüft und miteinander verglichen:
- Bedienung (Bedienelement zur Steuerung des Antriebs)
- Handhabung (Akku, Ladegerät)
- Anfahrverhalten
- Unterstützung (Effektivität, Abschaltung bei 25 km/h)
- Reichweite (Prüfstand sowie ADAC Reichweitenmessung)
Neben der normierten Reichweitenmessung werden auch die möglichen Reichweiten in der Praxis auf der ADAC Teststrecke mit verschiedenen Eingangsleistungen (mehrstufiges Fahrprofil) getestet. Ausgewertet wird der Durchschnitt aus Prüfstand und in der Praxis erreichten Kilometern.
Sicherheit und Haltbarkeit
Die Messungen auf dem Prüfstand sind unverzichtbar. Das Produktsicherheitsgesetz zwingt jeden Hersteller unabhängig von jeglicher Norm dafür zu sorgen, dass die Sicherheit beim Gebrauch des Bikes gewährleistet ist.
In Anlehnung der Anforderungen der DIN 15194:2024 werden Haltbarkeitstest am Rahmen (Wiegetrittprüfung und horizontale Kräfte) unter Berücksichtigung des vom Hersteller angegebenen zulässigen Gesamtgewichts durchgeführt.
Die Leistung und das Ansprechverhalten der Bremsen auf dem Prüfstand in Anlehnung der Mindestbremswirkung nach DIN EN 15194:2024 -03; Abschnitt 4.3.5.9 sowie den Auffälligkeiten bei den Probandentests werden protokolliert und bewertet.
In der Praxis werden zusätzlich folgende Eigenschaften außerhalb der geltenden Norm überprüft:
- Fahrstabilität
- Flatterneigung
- Nachschwingen
- Abschaltung Antrieb
- Pedalabstand zum Boden
- Lichttechnische Einrichtungen
Schadstoff- und Umweltaspekte
Im Vordergrund der Schadstoffuntersuchung stehen berührbare Bauteile und Bezugsstoffe, z.B. Dabei beziehen sich die Untersuchungen weitgehend auf PAKs (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Weichmacher (Phthalate), aber auch auf andere Schadstoffe in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK. Weitere Schadstoffüberprüfungen werden bei Bedarf, z.B.
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