E-Bikes sind der am stärksten wachsende Sektor der Fahrradindustrie weltweit und werden Jahr für Jahr mit neuen Technologien bedacht, welche die Elektro-Unterstützung noch leichter, leistungsstärker und effizienter machen. Einer der Pioniere im E-Bike-Segment ist der Industrieriese Bosch mit seinen eBike-Antriebssystemen, die heute in den Bikes von über 70 namhaften Herstellern verbaut werden.
Die Grundlagen der E-Bike-Unterstützung
Für viele Laien ist es immer noch das größte Missverständnis rund um das E-Bike: wer fahren will, muss selber treten und kann sich nicht nur auf den Motor verlassen. Sensoren registrieren deine Tretbewegungen und schalten den Antriebsassistenten wohldosiert zu, so funktionieren auch Bosch eBike Systeme. Es muss also erst ein Kraftimpuls vom Fahrer erfolgen, damit das Antriebssystem aktiviert wird und einen Geschwindigkeitsschub beschert.
Viele Neulinge beschreiben diesen ersten Moment, wenn der Motor zugeschaltet wird, als gewöhnungsbedürftig, vor allem dann, wenn man gleich in dem Modus mit der höchsten Unterstützung anfährt. Wenn du es gemächlicher angehen lässt, gewöhnst du dich schnell an die zusätzliche Power, die dich vor allem im Stadtverkehr unkomompliziert auf die Unterstützungshöchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigen lässt. Und wer einmal in Fahrt gekommen ist, hat es leicht, diese Geschwindigkeit zu halten, unabhängig von Windverhältnissen, Steigung und Streckenführung. Pendler profitieren also von einer stets hohen Geschwindigkeit ohne sich vollends verausgaben zu müssen.
Bosch hat aktuell fünf Antriebssysteme im Angebot, die speziell an die Anforderungen von verschiedenen Fahrradtypen angepasst wurden. Eines ist bei allen gleich: 250 Watt Leistung und fünf Antriebsmodi unterstützen dich bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h (optional auch 45 km/h für S-Pedelecs).
Bosch Antriebssysteme im Detail
Bosch Performance Line CX
Das Top-Modell in Sachen Leistung, der eBike Antrieb Performance CX, startet runderneuert in die Saison 2023. Er wurde speziell für die extremen Anforderungen am E-Mountainbike entwickelt und macht sämtliche Offroad- und Trailabenteuer mit. Der Kraftprotz lässt krachen mit dem höchsten Drehmoment (75 Nm) im Sortiment und liefert höchste konstante Performance. Wer hier in die Pedale tritt, bekommt also die geballte Power zu spüren, vor allem bei Sprints. Auch am Ansprechverhalten wurde gefeilt, der Motor reagiert sensibel auf deine Bewegungen und bietet kaum Widerstand bei abgeschaltetem Antrieb oder Geschwindigkeiten über 25km/h. Das CX Modell wurde zusätzlich noch besser vor äußeren Einwirkungen geschützt und bietet ein Metallgehäuse statt Plastik. Außerdem ermöglich die kompaktere Form eine vereinfachte Integration in einen Fullsuspension-Mountainbike-Rahmen, sodass der Motor dem Dämpfer nicht in die Quere kommt. Als Bonus ist der Performance CX noch 200 Gramm leichter als die anderen E-Bike-Systeme von Bosch. Neu ist außerdem die Reichweite. Mit dem neuen Powerpack 626-Akku schiebt der CX dich je nach Gelände und Unterstützungsstufe über 80 km Weg. Mit der DualBattery kannst du den Radius deiner Abenteuer je nach Fahrmodus und Fahrweise auf über 200 km ausdehnen.
Bosch Performance Line
Der vielseitig einsatzbare Performance Line E-Bike Motor eignet sich perfekt für sportliche Bikes jeder Art. Mit einem konstanten Drehmoment das von 60 Nm auf 65 Nm aufgestockt wurde, ist er nicht ganz so drehfreudig wie die CX-Version, dafür aber durch seine höhere Laufruhe besser geeignet für die Fahrt auf befestigten Wegen und Straßen, auf denen ein erhöhtes Drehmoment zum Bezwingen von Hindernissen im Gelände sowieso nicht notwendig wäre. Das sportliche Fahrverhalten wurde mit dem letzten Update des Systems noch mal verbessert und überzeugt mit einer verbesserten Leistungskennlinie und höherer Beschleunigung in Anfahrsituationen. Der Motor ist sowohl mit einer Unterstützung bis 25 km/h und bis 45 km/h (S-Pedelec-Version) zu haben und richtet sich an Tourenfahrer, Mountainbiker und sportliche Pendler.
Bosch Active Line
Die gemächlichste Variante im Bosch E-Bike Segment ist der Active Line Antrieb, der 40 Nm an Drehmoment abliefert. Der Motor ist besonders sparsam und laufruhig und überzeugt mit einer dynamischen, homogenen Leistungsentfaltung, die für Sicherheit und Vertrauen sorgt. Deswegen eignet sich das System vor allem für gemütliche Stadtfahrten und Pendler, die mit Genuss an die Arbeit fahren wollen. Der Bosch eBike Antrieb ist sowohl mit Ketten- als auch mit Nabenschaltung einsetzbar - bei letzterer Variante wahlweise auch mit Rücktrittfunktion. Der Active Line ist der kleinste, leichteste und leiseste Motor, den Bosch im Angebot hat.
Bosch Active Line Plus
Etwas mehr Drehmoment bieten die Motoren der Active Line Plus Linie. Mit 250 Watt Leistung, 50 Nm Drehmoment und 4 Unterstützungsstufen kann ein Active Line Plus Motor alles was sein kleiner Bruder aus der Active Line kann, benimmt sich allerdings etwas spritziger, auch beim Anfahren. Er erweitert deinen Radius, wenn du die Stadt hinter dir lassen möchtest. Für Tagestouren oder leichtes Trekking ist er optimal. Du hast die Wahl zwischen Fahrrädern mit Ketten-, oder Nabenschaltung, die wiederum mit einer optionalen Rücktrittbremse kombiniert werden kann.
Volle Kontrolle mit den Bordcomputern
Wie das Cockpit im Auto versorgen dich die Bosch E-Bike Bordcomputer mit allen wichtigen Informationen zu deinem E-Bike und deiner aktuellen Fahrt. Akkustand, aktueller Modus, Geschwindigkeit, Reichweite und auch die Kilometer bis zum nächsten Service lassen sich anzeigen. Bosch bietet mit Intuvia, Nyon und Purion drei Bordcomputer für seine Antriebssysteme an.
Intuvia
Wie der Name verspricht ist der Intuvia Bordcomputer leicht und intuitiv zu bedienen und abzulesen. Der Fahrer hat in jeder Situation alle wichtigen Daten im Blick und hat auch dank des hohen Kontrasts bei schwierigen Lichtverhältnissen vollen Durchblick. Auch die große Darstellung von Geschwindigkeit, Akkustand und dem aktuellen Fahrmodus hilft dabei, stets den Überblick zu behalten. Für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer finden wir die Schalthilfe-Funktion besonders hilfreich, da sie Empfehlungen zum Hoch- und Herunterschalten bietet. Dank der separaten Bedieneinheit muss die Hand nicht vom Lenker genommen werden, um den Bordcomputer komfortabel mit dem Daumen zu bedienen. Ein weiteres praktisches Detail: Via Micro-USB-Port kannst du dein Smartphone oder jedes andere portable Gerät laden, während du unterwegs bist.
Nyon
Der Bosch Nyon ist die All-in-One-Kommunikationslösung für E-Bike Fahrer. Neben dem Bordcomputer stellt das System auch ein Online-Portal und eine App bereit, sodass du voll vernetzt bist und dir keine Informationen mehr verloren gehen. Egal ob GPS-Navigation, Fitness-Tracking oder detaillierte Reichweite - das Nyon versorgt dich mit allem, was für deine Fahrt nützlich ist. Das Gerät passt dank seiner kompakten Form auch in die Hosentasche und lässt sich als Navigationsgerät on-the-go verwenden. Wie bei einem Smartphone lassen sich die Bildschirme des Nyon dabei individuell anpassen, auch wenn im Dashboard bereits alle Informationen übersichtlich dargestellt werden. Besonders nützlich ist die Topo-Reichweite, die die verbliebene Restreichweite basierend auf den topografischen Gegebenheiten darstellt.
Purion
Mit dem neuesten Purion-Bordcomputer setzt Bosch auf ein minimalistisches Design, das trotzdem auf der Funktionalität des bewährten Intuvia-Display basiert. Purion soll vor allem sportliche Fahrer ansprechen, die eine pragmatische und kompakte Lösung suchen. Über doppelt belegte Tasten kannst du dich durch die Informationsanzeigen schalten und die Unterstützungsstufen einstellen. Eine Intervall-Anzeige erinnert an den nächsten Service-Termin für den Bosch E-Bike Antrieb.
Kiox und Kiox Lock
Neu: Der neue Bordcomputer hört auf den Namen Kiox und ist definitiv ein Hingucker: Das gestochen scharfe Farbdisplay ist kompakt, aufgeräumt und bietet eigene Integrationsmöglichkeiten für die Fahrradhersteller. Durch die unterschiedlichen Farben wird der aktuelle Unterstützungsmodus angezeigt, außerdem wirkt das Design moderner und hochwertiger. Der neue Kiox Lock dient außerdem als Schlüssel. Mit dem Abziehen des Displays aus der Halterung wird die Motorunterstützung blockiert, erst wenn das Display wieder an Ort und Stelle einrastet, wird der Motor wieder freigegeben.
COBI
Neu: Das COBI.Bike System ist seit kurzem Teil der Bosch E-Bike Familie, und ein echtes Highlight dazu. Konzipiert und gebaut wird es von einer Tochterfirma von Bosch, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, völlig neue Maßstäbe zu setzen. Du parkst dein Handy mittig am Lenker in einer Halterung - die es ganz nebenbei lädt und einen sensorgesteuerten Scheinwerfer beheimatet - und schon wird es zur Schaltzentrale. Mit den entsprechenden Apps kannst du Motor und Akku über den Bildschirm steuern, den Ladestand und die restliche Reichweite anzeigen lassen, dein Smartphone als Navi nutzen und vieles mehr. Alle Apps, die du sonst nutzt, funktionieren natürlich wie gewohnt. Du kannst Musik streamen oder telefonieren, mit einer Freisprecheinrichtung ist beides erlaubt.
SmartphoneHub
Eine Kombination aus der COBI-App, deinem Smartphone und dem SmartphoneHub macht dein E-Bike zur fahrenden Schaltzentrale. Mit der COBI-App kannst du dein Fahrrad per Handy steuern, der SmartphoneHub dient hier als Verbindungsstück zwischen E-Bike und Telefon. So kannst du unterwegs alle gewohnten Handyfunktionen nutzen und dir von deinem Handy beim Navigieren helfen lassen, rechtzeitig Schlechtwetterwarnungen und Nachrichten empfangen. Aber es geht auch ohne...der SmartphoneHub ermöglicht die Bedienung des E-Bike-Systems auch ohne angeschlossenes Handy. Du gönne dir den Luxus, nicht erreichbar zu sein! Dein Pedelec kannst du trotzdem unkompliziert bedienen.
Akkus und Wattstunden
Bei jedem Bosch E-Bike Antrieb hatte bisher der Käufer die Wahl zwischen drei Akkutypen - 300Wh, 400Wh und 500Wh. Mit der DualBattery, einer Kombination aus zwei hintereinandergeschalteten Akkus, sind laut Bosch bis zu ca. 200 km ungetrübter Fahrspaß ohne Nachladen möglich. Alle Batterien werden entweder am oder im Unterrohr oder am Gepäckträger angebracht und nutzen wieder aufladbare Litium-Ionen Akkus. Sie lassen sich leicht aus ihrer Verankerung herausnehmen und verfügen an der Seite über eine Anzeige der verbleibenden Akkuleistung.
Der kleinste und leichteste Akku Bosch Power Pack 300 (295 Wh, 2,5 kg als Rahmenakku, 2,6 kg als Gepäckträgerakku, 2,5 Std. / 5 Std. Ladezeit). Etwas mehr Reichweite hast du mit dem Bosch Power Pack 400 (395 Wh, 2,5 kg als Rahmenakku, 2,6 kg als Gepäckträgerakku, 3,5 Std. / 6,5 Std. Ladezeit). Mit 482 Wh ist der Power Pack 500 (482 Wh, 2,6 kg als Rahmenakku, 2,7 kg als Gepäckträgerakku, 4,5 Std. / 7 Std. Ladedauer) das bisher leistungsfähigste Kraftpaket von Bosch. Eine Batterie mit den gleichen Spezifikationen ist die Power Tube 500. Dieser Akku ist so geformt, dass er im Rahmen des Fahrrads verschwindet, so ist er unsichtbar und perfekt vor äußeren Einflüssen geschützt. Eine nagelneue PowerTube 625 (3,5kg) ist angekündigt, sie hat -hättest du nie erraten, oder? - 625 Wh, und schafft damit ca. 80 km. Falls du wirklich Großes vorhast kannst du gleich auf die Power von zwei Akkus setzen und mit dem Bosch DualBattery System zwei Akkus miteinander kombinieren.
Wir haben auf unseren zahlreichen Testfahrten hauptsächlich das PowerPack 500 mit 500Wh drangsaliert und mal etwas näher unter die Lupe genommen. Mit 2,6 Kilogramm ist der 500er schwerer als die anderen Akkus, bietet dafür aber eine enorm verbesserte Akkuleistung und damit eine um bis zu 25% erhöhte E-Bike-Reichweite. Eine komplette Ladung des Akkus dauert nach Tiefenentladung ungefähr viereinhalb Stunden, der Akku schafft ca. 500 Ladungen bzw. kann zwei Jahre genutzt werden. 2018 neu hinzugekommen ist der Powertube Akku. Die neue Batterie ist mit allen Bosch-Produkten kombinierbar, kann komplett ins Unterrohr integriert werden und verfügt über 500 Wh. Die Abmessungen 349 x 84 x 65 Millimeter erleichtern die Integration, das Gewicht ist mit etwa 2,8 Kilogramm etwas schwerer als das PowerPack.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Bosch PowerPacks zusammenfasst:
| Akku | Wh | Gewicht (Rahmenakku) | Gewicht (Gepäckträgerakku) | Ladezeit |
|---|---|---|---|---|
| Power Pack 300 | 295 Wh | 2,5 kg | 2,6 kg | 2,5 Std. / 5 Std. |
| Power Pack 400 | 395 Wh | 2,5 kg | 2,6 kg | 3,5 Std. / 6,5 Std. |
| Power Pack 500 | 482 Wh | 2,6 kg | 2,7 kg | 4,5 Std. / 7 Std. |
| Power Tube 625 | 625 Wh | 3,5 kg | - | - |
Fahrmodi / Unterstützungsstufen
Jeder der Bosch Motoren ermöglicht fünf unterschiedliche Unterstützungsstufen, die wir euch an dieser Stelle kurz vorstellen:
- Turbo: Turbo ist der schnellste Modus und gibt die volle Leistung und das maximale Drehmoment wieder. Für sportliche Fahrer die erste Wahl, vor allem in Kombination mit einer hohen Kadenz. Da die Unterstützung aber über 25 km/h aussetzt, sollte man sich diesen Modus eher für unebene Streckenteile aufheben.
- Sport: Immer noch ordentlich Power und Drehmoment bietet die Sport-Stufe, auch wenn sie nicht ganz so hoch dreht und deswegen auch....
Die besten Fahrtechnik-Tipps für E-Biker
Ein E-Bike fühlt sich anders an als ein Fahrrad ohne E-Antrieb. Den Hauptunterschied spürst du bereits, wenn du dein neues E-Bike aus dem Shop schiebst: das höhere Gewicht. Im Schnitt wiegt ein modernes E-Bike zwischen 20 und 25 Kilo. Dieses Gewicht musst du beispielsweise einkalkulieren, wenn du dein E-Bike zum Abstellen zu Hause in den Keller tragen willst. Oder wenn du es zum Transport auf einen Radträger am Auto hieven musst. Unterwegs mit einem E-MTB in den Bergen kann zum Beispiel auch das Überwinden eines geschlossenen Weidezauns zum Kraftakt werden.
Beim Fahren allerdings relativiert sich das Mehrgewicht, da der Motor schließlich Bike und Fahrer als Gesamtmasse zusätzlich anschiebt. Du wirst jedoch bemerken, dass das Gewicht des Antriebssystems, bestehend aus Motor und Akku, das Fahrverhalten des E-Bikes mehr oder weniger beeinflusst. Vor allem bergab und in Kurven.
Dosiertes Anfahren
Der Gesetzgeber sagt: Ein E-Bike (= Pedelec) darf erst dann vom Motor unterstützt werden, wenn der Fahrer Druck aufs Pedal gibt. Ein Sensor erfasst die Stärke des Pedaldrucks und regelt die Kraft des Motors anteilig dazu.
Entscheidend ist nun:
A) Welche Unterstützungsstufe hast du gewählt?
B) Welcher Gang liegt am Hinterrad auf?
Denn man darf die Power des Motors nicht unterschätzen. Unser Tipp am Beispiel Bosch: Die Unterstützungsstufe beim Anfahren nie höher als Eco oder Tour wählen. Das sind die beiden niedrigsten Stufen. Dazu an der Schaltung einen mittleren bis kleinen Gang einlegen.
Kontrolliertes Anfahren ist besonders wichtig mit dem E-MTB am Berg bei losem Untergrund. Denn bei zu viel Power dreht das Hinterrad sofort durch. Stürze sind damit vorprogrammiert. Unser Tipp: Je nach Steilheit das Bike etwas quer zum Hang stellen. Talfuß bei waagerecht stehender Kurbel aufs Pedal setzen. Bremsen sind angezogen. Wichtig: Jetzt auch den Stützfuß aufs Pedal ziehen, aber erst Sekundenbruchteile danach die Bremsen lösen und dosiert lospedalieren!
Eine große Hilfe am Berg ist eine Teleskop-Sattelstütze, die man für den Anfahrmoment auf eine tiefe Position stellt. Dadurch wandert der Schwerpunkt maximal nach unten, und man kann sich mit einem Bein sicher abstützen. Sobald das E-Bike in Fahrt ist, fährt man die Stütze wieder nach oben in die normale Sitzposition.
Motorleistung effizient abrufen
Vielfach sieht man E-Biker, die eine hohe Unterstützungsstufe in Kombination mit einem großen (schweren) Gang gewählt haben und damit wie in Zeitlupe pedalieren. Das mag bequem und wenig schweißtreibend sein. Doch dieser Fahrstil ist wenig vorteilhaft für Mensch und Technik. Zum einem willst du doch auch mit dem E-Bike ein Minimum für deine Fitness tun, oder? Zum anderen geht der Dauer-Turbomodus zu Lasten der Akku-Reichweite und beschleunigt den Motorverschleiß.
Das Geheimnis: Jeder E-Motor hat einen Drehzahlbereich, in dem er effizient arbeitet, wo er also sein optimales Drehmoment entfaltet. Beim Bosch- und Shimano-Motor liegt dieser Bereich bei einer Trittfrequenz von etwa 70 Pedalumdrehungen pro Minute. Wenn du einmal beim Pedalieren darauf achtest, dann spürst du, wenn der Motor in diesem Bereich arbeitet. Dann fließt die Kraft gleichmäßig in den Antrieb.
Unser Tipp: Achte darauf, dass Übersetzung und Unterstützungsstufe harmonieren! Versuche stets, möglichst gleichmäßig und rund zu treten! Lieber einen kleinen Gang fahren und dazu eine niedrige Unterstützungsstufe wählen (Eco oder Tour).
Sicher bergab
Die Fahreigenschaften von E-Bikes nähern sich mit jeder Generation denen von normalen Fahrrädern und Mountainbikes an. Das gilt besonders für E-Bikes mit Mittelmotor. Ihr tiefer Schwerpunkt wirkt sich positiv auf das Handling aus. Vollgefederte E-Mountainbikes liegen besonders satt auf dem Trail.
Dennoch solltest du das höhere Gewicht beim Bergabfahren berücksichtigen! Unsere Tipps: Rechtzeitig und dosiert bremsen, erst recht im Gelände und auf losem Schotter. Vorsicht bei Kurven, damit dich die Fliehkraft nicht hinausträgt!
Energie sparen
Die Akku-Reichweite ist bei E-Bikes immer ein großes Thema. Wie lange darf die Tour dauern? Komme ich noch über den letzten Berg? Die Reichweite ist stark abhängig von der gewählten Unterstützungsstufe. Beobachte einmal das Display, während du pedalierst und die verschiedenen Modi durchschaltest. Beispiel Bosch: Die Reichweite verkürzt sich vom Eco-Modus (niedrige Unterstützung) bis hinauf zum Turbo-Modus (maximale Unterstützung) drastisch!
Unsere Tipps: Arbeite aktiv mit den verschiedenen Unterstützungsstufen. Vielleicht ist ja die nächst niedrigere Stufe ausreichend auf dem Streckenabschnitt? Orientiere dich dabei auch an der optimalen Trittfrequenz von 70 U/Min und darüber. Versuche, ein möglichst konstantes Tempo zu fahren. Bergab und auf Flachstücken den Motor ruhig auch mal ausschalten.
Nimm im Zweifel auf langen Touren ein Ladegerät und/oder einen Zweit-Akku mit. Immer mehr Hersteller von Zubehör bieten Rucksäcke mit speziellem Akku-Fach an.
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