Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle nahm in den letzten Jahren zwar nicht zu, aber die Schadenshöhe steigt dennoch an. Das soll unter anderem daran liegen, dass sich Fahrraddiebe auf hochwertige Räder spezialisiert haben.
Bosch ConnectModule: GPS-Tracker im Test
Damit ihr nicht auch Teil der Diebstahlstatistik werdet, bietet Bosch das ConnectModule und das Flow+ Abo an. Wir haben den GPS-Tracker und den Premium-Service für euch getestet. Für alle E-Bikes mit einem Bosch Smart System bietet der schwäbische Motorenhersteller nun den eigenen Ortungsdienst mit entsprechender Hardware an.
Funktionsweise und Kosten
Das Bosch ConnectModule ist ein kleines Ortungsgerät mit integriertem Bewegungssensor, einem GPS-Tracker und einem Mobilfunkmodul (LTE & NB-IoT). Für das Nachrüst-Kit verlangt Bosch 139 €, bei Online-Händlern ist es jedoch bereits ab 100 € zu haben.
Zusätzlich zum einmaligen Anschaffungspreis werden laufende Kosten für den Flow+ Service fällig, denn das ConnectModule überträgt seine Position über das Mobilfunknetz. Dadurch funktioniert es etwa im Vergleich zu Apple AirTags unabhängig davon, ob sich gerade ein Apple-Nutzer in der Nähe befindet. Nach einem kostenlosen Probejahr schlägt das Folgejahr mit 39,99 € zu Buche, oder man wählt ein monatlich kündbares Abo für 4,99 € pro Monat.
Installation
Die erste Hürde beim Einbau des ConnectModule ist die Auswahl der passenden Variante. Es gibt zwei Modelle, eines für E-Bikes mit Bosch Performance Line CX- und Cargo Line-Motoren, und eines für Performance Line-Antriebe. Die Modelle weisen unterschiedliche Halteplatten auf, die jeweils nur zum entsprechenden Motor passen. In den meisten Fällen wird das ConnectModule direkt am Motor befestigt.
Dem kompakten Bosch Performance Line SX-Motor fehlt die Befestigungs-Option komplett, dennoch lässt sich oft noch eine freie Ecke im Unterrohr finden. Das ConnectModule besitzt zwei Kabelanschlüsse, um sich in die Verbindung vom Motor zum Display oder vom Motor zur Steuereinheit einzuklinken. Dafür liegt dem Nachrüst-Kit ein kurzes Kabel bei.
Ein Ende geht zum Motor, das andere zur LED-/Purion 200-Remote, dem System-Controller oder einem Kiox 300/500-Display - je nachdem, was an eurem E-Bike gerade verbaut ist. Habt ihr eine Kabel-Remote und ein Kiox-Display am Bike, wandert das ConnectModule in die Kabelverbindung vom Motor zum Display. Wenn unter dem Motor-Cover genug Platz für das Modul vorhanden ist, gestaltet sich die Installation kaum schwieriger, als den Elektrogrill im Garten mit einer Kabeltrommel an der Wohnzimmer-Steckdose anzuschließen.
Als letzten Schritt müsst ihr in der Bosch Flow-App den Flow+ Service aktivieren und euch mit eurem E-Bike verbinden.
Funktionen und Features
Die eBike Lock-Funktion ist bereits ab Werk Teil eines jeden Bosch Smart System-Antriebs. Mit der eBike Lock-Funktion wird der Motor beim Ausschalten gesperrt und kann nur durch das Smartphone oder ein Kiox-Display wieder entsperrt werden. Mit eBike Alarm stoßen Ortungsfunktionen sowie die Alarm- und Benachrichtigungs-Funktionen hinzu.
Ein neues Feature ist die „Parkposition“. Laut Bosch findet das bei ausgeschalteten E-Bikes alle 4-14 Tage statt. Das ConnectModule kann auch das E-Bike aus dem Standby aufwecken und eine sogenannte Service Charge vornehmen. Das passiert nicht nur dann, wenn das E-Bike eingeschaltet ist.
Hat man in der Flow-App den Bike-Alarm aktiviert, folgt auf eine verdächtige Bewegung im ausgeschalteten Zustand ein schnelles Piepen. Der Alarm klingt wie ein PKW-Einparkassistent, wenn man nur noch 5 cm bis zur Stoßstange des Hintermanns frei hat. Außerdem geben die LEDs an der Remote eine verräterische Lightshow von sich, und das Display zeigt „eBike gesperrt“ an.
Interessanterweise verfügt das ConnectModule selbst über keinen Lautsprecher, sondern macht sich den Lautsprecher des Motors zunutze. Lässt sich ein abgebrühter Dieb durch die audiovisuellen Signale jedoch nicht beirren, startet das ConnectModule die zweite Stufe des Alarmtons. Dann springt für circa 1 Minute ein etwas lauteres Hupen an, das nach einer PKW-Alarmanlage klingt. Wer die abschreckende Wirkung des Alarms in Frage stellt und keine Aufmerksamkeit durch einen Fehlalarm auf sich ziehen will - der auch durch einen ungeschickten Rempler ausgelöst wird -, der kann die Alarmtöne deaktivieren.
Registriert das E-Bike im geschützten Zustand Bewegungen, sendet es eine Benachrichtigung an das Smartphone. Verändert sich dann noch der Standort, wird der Tracking-Modus aktiviert. Im Tracking-Modus ist das ConnectModule laut Bosch so konzipiert, dass es bis zu einer Woche lang Positions-Aktualisierungen liefern kann. Um den Akku zu schonen, werden Standort-Aktualisierungen nur dann abgeschickt, wenn auch Bewegungen verzeichnet werden.
Hat man vor, mit dem E-Bike zu verreisen, lässt sich der Transport-Modus aktivieren. Das E-Bike bleibt weiterhin durch die eBike Lock-Funktion geschützt, aber alle Alarm- und Tracking-Funktionen sind vorübergehend deaktiviert. Das Dumme daran ist, dass man den Transport-Modus nur in Bluetooth-Reichweite mit dem Smartphone wieder deaktivieren kann, aber nicht aus der Ferne.
Bosch Performance CX: Der Maßstab für E-MTB Motoren
Mit seinem Drehmoment von 85 Newtonmetern und seiner Leistung von 600 Watt nach Herstellerangabe ist der Bosch CX die Definition eines E-MTB-Motors. Nicht zuletzt dank des Performance CX spricht man auch von einer 85-Newtonmeter-Klasse, wenn klassische Aggregate á la Bosch, Brose, Shimano und Yamaha gemeint sind.
Der Bosch Performance CX kann dabei immer wieder glänzen und spuckt auch auf dem Prüfstand echte 79 Newtonmeter und satte 566 Watt Spitzenleistung aus. Der schwäbische Antrieb liegt damit sehr nah an den Herstellerangaben und zeigt sich obendrein sehr Drehzahlfest. Selbst bei Trittfrequenzen von deutlich über 100 geht ihm nie die Puste aus. Praktisch, etwa um vor schwierigen Schlüsselpassagen kurz etwas Schwung zu holen.
Fahrgefühl und Leistung
In Puncto Fahrgefühl ist der Bosch Performance CX dafür ganz vorne mit dabei. Der Motor tritt sich rund, lässt sich exzellent dosieren und wirkt doch nie übermäßig sensibel oder nervös am Pedal. Der relativ geringe Leerweg hilft beim Anfahren, die sportliche Auslegung und die hohe Drehzahlfestigkeit hilft beim Beschleunigen vor Schlüsselstellen. Besondere Stärke des Bosch CX ist der bewusste Nachlauf im E-MTB-Modus. Hört der Fahrer abrupt auf zu treten, schiebt der Antrieb bewusst noch ein Stück weiter. So lassen sich Stufen und Hindernisse bergauf leichter bezwingen. In Summe versucht der Performance CX das E-Bike-Gefühl nicht zu verstecken. Er schiebt sportlich und spritzig, das geflügelte Wort “natürliches Fahrgefühl” will einem eher weniger in den Sinn kommen.
Bleibt man bergauf doch mal hängen, kommt die Schiebehilfe ins Spiel. Die ist bei Bosch besonders durchdacht und effektiv. Sie kann einfach durch langes Halten der Nach-Unten-Taste und leichtes Bewegen des Rades aktiviert werden. Rutscht man mal von der Taste, oder muss man umgreifen, hält der Motor für ein paar Sekunden die Position, ohne dass das Rad zurückrollt.
Auch wenn die Geräuschkulisse immer etwas von Rahmen und Bike abhängt: Der leiseste Antrieb am Markt ist der Bosch CX nicht. Das Fahrgeräusch ist eher hochfrequent und auch bei niedriger Unterstützung deutlich zu hören. Bergab klappert der Antrieb hörbar.
Akkus und Reichweite
Statt 625 gab es zunächst nur dicke Akkus mit 750 Wattstunden, die für den Bosch Performance CX bis heute die Norm sind. Nachteil der großen Batterien: Zum einen das hohe Gewicht von fast 4,3 Kilogramm, zum anderen die enorme Länge. Das machte es den Bike-Herstellern schwer, kompakte und leichte Bikes für das Smart System zu bauen und beschränkte zudem die Kompatibilität mit kleinen Rahmen.
Dafür staunten wir nicht schlecht, als die ersten Testbikes an die 2000 Höhenmeter in unserem Standard-Testprozedere erkletterten.
Bedienteile und Displays
Vorgestellt wurde die aktuelle Generation des Bosch Performance CX im Smart System mit dem All-in-One Bedienteil LED-Remote. Sie ist gleichzeitig minimalistisches Display und Bedieneinheit und zeigt den Akkustand in 10-Prozent-Schritten sowie die gewählte Unterstützungsstufe an. Außerdem ist die LED-Remote Bluetooth-kompatibel und bildet so die Schnittstelle zwischen der App (s. u.) und dem Antriebs-System.
Statt der LED-Remote gibt es mittlerweile auch noch das Oberrohr-Display System Controller, das dieselben Funktionen bietet und über die kabellose Mini-Remote gesteuert wird. Optional kann man jede der Basis-Lösungen - LED-Remote, System-Controller und Purion-Display - noch mit einem der beiden größeren Kiox-Displays oder dem Smartphone-Grip aufrüsten.
E-Bike Flow App
Mit der Einführung des aktuellen Bosch-Systems setzt auch der schwäbische Hersteller erstmals auf eine eigene App. Mit ihr lässt sich zum Beispiel die Stärke der Unterstützung feineinstellen. Man kann hier kabellos das komplette Antriebssystem updaten, Aufzeichnungen der gemachten Touren einsehen und sich viele spannende Infos rund um die Nutzung des Bikes anzeigen lassen.
Die App verfügt außerdem über Navigationsfunktionen, die besonders in Kombination mit dem Smartphone-Grip oder einem Kiox-Display zur Geltung kommen. Neuerdings kann die App auch mit Komoot oder Strava verknüpft werden. Wer möchte, kann die App auch als Schlüssel benutzen. So wird die Unterstützung nur freigegeben, wenn die App verbunden ist. Noch mehr Diebstahlschutz inklusive Tracking in Echtzeit gibt es mit dem optionalen Connect-Modul. Zusatzfeatures wie das E-Bike-ABS werden ebenfalls über die App bedient.
Die Bosch App hat sich damit zu einer der besten Digital-Lösungen am Markt gemausert. Doch Baustellen gibt es nach wie vor. Dass immer nur ein Bike in der App registriert und damit auch verbunden werden kann, dürfte jeden nerven, der mehrere Bikes mit einem Smartphone konfigurieren und verwalten möchte.
Bosch CX Race
Neben dem bekannten Bosch Performance CX gibt es mittlerweile auch noch die Special-Edition Performance CX Race, die speziell für das E-Bike-Racing optimiert wurde. Sie unterscheidet sich vor allem durch das um 150 Gramm reduzierte Gewicht vom Standard CX und verfügt außerdem über den speziellen Antriebsmodus „Race“.
Dafür gibt’s im Race-Modus einen stark verlängerten Nachlauf, der das Bike noch fast zwei Meter nach vorne schiebt, wenn der Fahrer schon nicht mehr tritt. Wer das Feature richtig beherrscht, kann so auch anspruchsvolle Passagen mit unvermeidlichen Tretpausen bewältigen, ohne dass die Unterstützung je abreißt. Für Uphill-Trickser und alle, die gerne mit schwierigen Bergauf-Passagen spielen, bringt das ein ganz neues Fahrgefühl und neue Möglichkeiten.
Bosch Performance Line PX: Für Trekking und City
Mit dem neuen Performance Line PX erweitert Bosch sein E-Bike-Antriebsportfolio um einen Motor, der gezielt auf Komfort, Effizienz und Laufruhe im Trekking- und Citybereich ausgerichtet ist. Entwickelt wurde der Bosch PX-Motor speziell für Trekking- und Touren-E-Bikes, bei denen eine kraftvolle, aber zugleich ruhige und kontrollierte Unterstützung gefragt ist.
Ausgeliefert wird der Bosch Performance Line PX in seiner Standardkonfiguration mit einem Drehmoment von 85 Newtonmeter, einer Spitzenleistung von bis zu 600 Watt sowie einer maximalen Unterstützung von 340 Prozent. Über die eBike Flow App lassen sich diese Werte bei Bedarf individuell anpassen - für mehr Dynamik oder größere Reichweite, je nach Wunsch. In der höchsten Konfiguration leistet der PX bis zu 700 Watt, liefert ein maximales Drehmoment von 90 Newtonmeter und unterstützt mit bis zu 400 Prozent.
Besonders bemerkenswert ist das ausgewogene Fahrverhalten des Motors. Laut Bosch reagiert die Sensorik des PX äußerst präzise auf den Pedaldruck und sorgt so für ein feinfühliges, aber kraftvolles Ansprechverhalten - vor allem beim Anfahren oder unter Last. Auch längere Touren mit Gepäck sollen sich damit deutlich komfortabler bewältigen lassen. Je nach Bedarf unterstützt der Motor bis 25 km/h, im Auto-Modus sogar situationsabhängig mit automatisch angepasster Leistung. Sobald keine Unterstützung benötigt wird, entkoppelt sich der Antrieb nahezu widerstandslos vom Tretlager.
Bosch Performance SX: Der leichte E-Bike Motor
Das hohe Gewicht ist bis heute der größte Kritikpunkt an elektrisch angetriebenen Fahrrädern. Hauptgrund dafür sind die recht schweren Akkus, aber auch der Motor trägt seinen Teil zum Ballast bei. Das Gesamtpaket - inklusive Rahmen und Komponenten - bringt bei einem vollgefederten Mountainbike schnell mal 24 Kilo und mehr auf die Waage. Kein Wunder, dass viele Biker bei einem E-MTB die Leichtigkeit und Agilität auf dem Trail vermissen.
Der Performance SX ist deutlich leichter und kompakter als sein großer Bruder Performance CX. Aber er ist nicht der leichteste Motor auf dem Markt - was unserer Meinung nach jedoch kein Nachteil ist. Denn im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern wie TQ oder Fazua - um zwei populäre Beispiele zu nennen - ist der SX immer noch kraftvoll genug, um auch für weniger ambitionierte E-Biker interessant zu sein. Immerhin kann Boschs Newcomer bis zu 600 Watt Maximalleistung liefern - genau soviel wie der Kraftprotz Performance CX!
Auch wenn die Maximalleistung des SX in Watt der des Performance CX entspricht - der Unterschied liegt im Drehmoment. Also wie kraftvoll der Antrieb seine Power entfaltet. Konkret: Der Performance SX kann im Gegensatz zum CX (85 Nm) „nur“ 55 Nm (Newtonmeter) auf die Kette bringen. Er reagiert also nicht so explosiv und verlangt vom Fahrer/der Fahrerin eine höhere Tretfrequenz.
Bosch CX Gen 5: Das Update für mehr Power
Ab Juli 2025 ist es so weit, dann kannst du nach einem Software-Update deines CX Gen 5 (Modellcode BDU384Y) das Leistungsplus von immerhin 15 Nm und 150 Watt abrufen bzw. einstellen. Doch Obacht - das Tuning gibt's laut Bosch-Pressemitteilung nur nach Hersteller-Freigabe. Ansonsten bleibt die Einstellerei den Nutzern überlassen, wobei Bosch zu bedenken gibt, dass die höheren Werte natürlich die mechanischen Komponenten stärker beanspruchen und die Reichweite negativ beeinflussen.
Ebenfalls aufgefrischt wird der Bosch-eigene Race-Motor, welcher zukünftig einfach nur noch CX-R heißen wird. Er soll über identische Leistungsdaten ab Werk wie der CX5 nach dem Update verfügen, also 100 Nm bei 750 Watt und bis zu 400 % Unterstützung. Dank pulverbeschichtetem Magnesiumgehäuse, Titan-Kurbelwelle und "hochwertigen Keramik-Kugellager" fällt das Gewicht mit 2,7 Kilo rund 100 Gramm geringer aus, als der "normale" CX5.
Gemein haben beide Motoren, also CX5 mit Update und der eben genannte CX-R, den neu entwickelten E-MTB+-Modus. Je nach Fahrerinput soll er - so verstehen wir die Bosch-Kommunikation - automatisch bis zu 400 % unterstützen. Die Sensorik soll dabei dank "Dynamic Control" wohl quasi wie eine Traktionskontrolle den Reifengrip erkennen und die Sensorik gegensteuern können. Die Performance-Werte (also Nm, Watt und Unterstützung) können in der eBike-Flow-App personalisiert werden. Der Race-Modus bleibt aber wie gehabt dem CX-R vorbehalten.
Verschiedene Bosch E-Bike Motoren und ihre Einsatzbereiche
Bosch E-Bike-Motoren sind auf unterschiedliche Anforderungen hin konzipiert, darunter die Produktionslinien und werden hauptsächlich in Deutschland und Ungarn entwickelt und gebaut.
Bosch Performance Line CX
Der Bosch Performance Line CX ist einer der beliebtesten und leistungsstärksten E-Bike-Motoren im Sortiment von Bosch - und entsprechend in vielen E-Bike-Typen verbaut, hauptsächlich jedoch in geländetauglichen E-Bikes und Pedelecs mit Sportfokus. Er bietet mit 340 Prozent Tretkraftunterstützung einen kräftigen Antrieb. Das maximale Drehmoment liegt bei dieser Produktlinie bei satten 85 Newtonmeter. Mit einem Gewicht von nur 2,9 Kilogramm zählt dieser Motor wie alle Antriebe von Bosch eher zu den Leichtgewichten.
Empfohlenes E-Bike: Cube Stereo Hybrid 140 HPC
Bosch Active Line Plus
Mit der Active Line richtet sich Bosch vor allem an alle Pedelec-Fahrer, die bevorzugt entspannt in der Stadt oder über Land auf befestigten Straßen unterwegs sind. Es handelt sich um die gemütlichste Variante der Bosch E-Bike-Motoren. E-Bikes mit dem Active-Line-Antrieb ohne "Plus"-Zusatz gibt es mittlerweile nur noch wenige, schließlich beschleunigt die zentral im Tretlager positionierte Drive Unit mit einem maximalen Drehmoment von 50 Nm, also 10 Nm mehr als bei der "normalen" Active Line.
Empfohlenes E-Bike: Kalkhoff Image 3.B Move
Bosch Performance Line
Die Performance Line gibt es in drei Varianten für unterschiedliche Ansprüche: Die Performance Line Cruise bietet Unterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, der Strom kommt von einem PowerPack beziehungsweise PowerTube bis 500 Wh. Das maximale Drehmoment liegt bei 65 Nm, die maximale Unterstützung bei 300 Prozent. Der Antrieb ist für sportliche Touren gedacht, wenn auch bei hoher Trittfrequenz Motorunterstützung gewünscht ist.
Empfohlenes E-Bike: Gazelle Ultimate C380 HMB Wave 2024
Bosch Cargo Line
Die Bosch Cargo Line bietet zwei Varianten von Mittelmotoren speziell für Lasten-E-Bikes: Die Cargo Line Cruise unterstützt bis 25 Kilometer pro Stunde, die Cargo Line Speed bis 45 km/h - auch hier gelten solche Räder dann als S-Pedelecs und müssen ein Versicherungskennzeichen tragen. Beide Motorversionen sind sowohl mit Naben- als auch mit Kettenschaltung kompatibel. Die aus Magnesium gefertigten Motoren wiegen leichte 2,9 Kilogramm. Der Antrieb ist auf ein Gesamtgewicht von 250 Kilogramm ausgelegt.
Empfohlenes E-Lastenrad: Urban Arrow Family Cargo Line
Kaufberatung: Was kostet ein gutes E-Bike?
Ein gutes E-Bike hat seinen Preis - wie viel Sie investieren sollten, hängt stark vom Einsatzzweck ab. Für ein zuverlässiges City- oder Trekking-E-Bike mit solider Ausstattung - etwa einem Bosch Active Line Plus Motor, hydraulischen Bremsen und einem 500 bis 625-Wh-Akku - sollten Sie mit etwa 2.500 bis 3.000 Euro rechnen. Wer ein sportliches E-Mountainbike sucht, zahlt für ein gut ausgestattetes Hardtail, also ein E-Bike mit Frontfederung, ab rund 2.800 Euro, während vollgefederte Modelle (Fullys) in der Regel mindestens 4.000 bis 5.000 Euro kosten.
Für hochwertige E-Lastenräder mit starkem Antrieb (z. B. Bosch Cargo Line) und hoher Zuladung bewegen sich die Preise meist im Bereich von 4.000 bis 6.500 Euro - Premium-Modelle sogar darüber. Auch gebrauchte E-Bikes können eine Option sein: Für technisch einwandfreie Modelle mit gutem Akkuzustand sollten Sie etwa 1.500 bis 2.500 Euro einplanen.
E-Bike Typen und ihre Einsatzbereiche
Die E-Bike-Modelle eignen sich je nach Bauform für die verschiedenen Einsatzzwecke unterschiedlich gut. So muss ein E-Mountainbike, mit dem Sie über Stock und Stein fahren, natürlich andere Herausforderungen bewältigen als ein Trekking-Bike, das nur befestigte Wege kennt.
- Trekking-E-Bike: Komfort und Reichweite für erholsame Touren in der Natur.
- E-Mountainbike: Robust und gut gefedert für sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden.
- City-E-Bike: Komfortabel für die Stadt, mit Fokus auf Zubehör wie Gepäckträger.
- SUV/Allroad-E-Bike: Vereint die Vorzüge aller Typen, vielseitig und straßenverkehrstauglich.
- Crossover-E-Bike: Mischung aus Trekking- und Mountainbike, eher für Touren in der Natur geeignet.
- E-Lastenrad: Transport von Lasten, benötigt kräftigen Motor und großen Akku.
- E-Klapprad: Kompakt und leicht, ideal für die Stadt und den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Bosch CX Gen 5 im Detail: Ein Testbericht
Auf der weltgrößten Fahrradmesse war der neue Antrieb bereits in abgeklebter Form bei vielen neuen E-Bikes und E-MTBs zu sehen. Eigentlich erstaunlich: Satte fünf Jahre ist es her, dass Bosch letztmals einen wirklich neuen Bosch CX Motor vorgestellt hat. In der Zwischenzeit erfolgte zwar die Umstellung auf das neue Smart System, dabei bliebt der Motor aber im Großen und Ganzen unverändert.
Der Nachfolger des Bosch CX Gen 4 wurde im Vorfeld meist als Bosch CX Gen 5 bezeichnet. Offiziell möchte sich Bosch jedoch von dieser Namensgebung verabschieden und bezeichnet den Motor schlicht als Bosch Performance Line CX. Die technische Bezeichnung lautet BDU38 - im Gegensatz zum Vorgänger BDU37 (=Bosch Drive Unit + Seriennummer).
100 Gramm konnte man hier im Vergleich zum Vorgänger einsparen. Mit 2,8 kg ist der neue Bosch CX BDU38 (Gen 5) zwar weiterhin nicht der leichteste Mittelmotor in dieser Leistungsklasse, lässt die Lücke zum Shimano EP801, Yamaha PW-X3 und Co. aber auf rund 50 g schrumpfen. Auch bei den Abmessungen hat sich einiges getan. Seitlich betrachtet ähnelt der neue CX Motor stark dem im letzten Jahr vorgestellten Light-Assist Motor Bosch SX.
Leistungsmessungen und Fahrgefühl
Ein Blick auf die von uns gemessenen Leistungswerte bestätigt das, was auch Bosch im Vorfeld kommuniziert hatte: Die beiden CX Motoren, BDU38 und BDU37, verhalten sich hier quasi identisch. Bei der Maximalleistung ordnen sie sich in einer Reihe mit Shimano EP801 und Brose Drive S Mag ein und können den Yamaha PW-X3 und den alten EP8 deutlich hinter sich lassen.
Die Leistung nimmt beim Shimano EP801 deutlich schneller zu und der Motor erreicht bereits bei etwas über 100W Eingangsleistung seine Maximalleistung, während man bei den beiden Bosch CX Motoren fast 200W auf die Pedale bringen muss. Dieses Verhalten ließe sich wahrscheinlich über Anpassungen in der Bosch eBike Flow App verändern.
Hier zeigen sich nun teils eklatante Unterschiede zwischen den einzelnen Motoren. Auffällig ist, dass die beiden Bosch CX Antriebe wieder quasi identisch sind und ab einer Kadenz von rund 50 unglaublich konstant bleiben.
Derating-Messung und Energieverbrauch
Um diesem Trend zu immer kleineren Gehäusen Rechnung zu tragen, führen wir künftig auch immer eine Derating-Messung durch, um festzustellen, wann die jeweiligen Motoren an ihre Grenzen stoßen. Hierfür rufen wir mit 250W Eingangsleistung in der höchsten Unterstützungsstufe und bei simulierter Steigung von 10% die Maximalleistung ab. Um für eine bessere Vergleichbarkeit zu sorgen und den „Faktor Fahrrad“ möglichst klein zu halten, haben wir die Motorabdeckungen bei allen Testrädern entfernt.
Hier zeigt sich nun erstmals ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Bosch CX Motoren. Während der „alte“ Bosch CX Gen 4 bei rund 8 Minuten bereits deutlich an Leistung verliert, hält der neue Bosch CX (Gen 5) wesentlich länger durch. Zwar tritt hier nach rund 12 Minuten ebenfalls Derating auf, angesichts des kleineren Gehäuses ist dies dennoch ein beachtlicher Fortschritt.
Den Energieverbauch der einzelnen Antriebe haben wir ebenfalls ermittelt. Hier machen wir zwei rudimentäre Messungen bei 0% und 10% Steigung und messen die Energieentnahme aus dem Akku. Dies ist nur ein grober Richtwert und bildet kein realistisches Szenario ab, das aufgrund vieler Faktoren von Reifen über Fahrweise, Untergrund, Hinterbau und mehr deutlich beeinflusst wird.
Lautstärke und Sensorik
Lautstärke von E-Bike Motoren ist ein kompliziertes Thema, da sie einerseits sehr subjektiv wahrgenommen wird und auch stark von der Fahrweise abhängt. Vor allem E-Mountainbiker dürften sich über die Nachricht freuen, dass das Motorklappern des Vorgängers komplett beseitigt wurde. In keinem unserer Testräder klapperte der Motor selbst - dass dennoch keines davon zu 100% klapperfrei war, ist eher den Herstellern zuzuschreiben, die hier nun ihre Hausaufgaben machen und bei Akkuintegration, Leitungsverlegung und Co.
Zwar ist auch der neue Bosch CX (Gen 5) nicht lautlos, aber deutlich leiser und weniger penetrant als sein Vorgänger. Je nach Situation und Untergrund rückt er in puncto Lautstärke nun an den Brose Drive S Mag heran, der aber weiterhin die Messlatte in diesem Bereich der Full Power Motoren ist. Am Anfang des Rides ist er selbst bei hoher Belastung fast lautlos - nach einigen Minuten hoher Last fällt das Summen dagegen deutlich lauter aus.
Neben der Lautstärke hat man bei Bosch für den neuen Motor insbesondere an der Sensorik und der Software gefeilt.
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