E-Bike-Ratgeber für Wohnmobil und Wohnwagen: Vorteile und Nachteile

Im Wohnmobil oder mit Wohnwagen in den Urlaub und dort mit E-Bike auf Tour. Das gehört für viele Camper und Camperinnen dazu. Das E-Bike muss beim Campingurlaub mit, das ist keine Frage. Ist ja auch logisch, denn ein Fahrrad ist nicht mehr nur Sportgerät, sondern erlaubt Erkundungstouren und Einkäufe ganz ohne Auto.

Die Qual der Wahl: Welches E-Bike passt zum Camper?

Der Fahrradmarkt hat sich extrem diversifiziert. Die Zeiten, in denen man zwischen Herren- und Damenrad unterschied, sind längst passé. Den Rennrädern stehen Gravelbikes zur Seite, Trekkingräder werden von SUV-, Commuter-Bikes und Randonneuren (Rennlenker und StVO-Ausstattung) flankiert, Urbanbikes erobern zusammen mit den Lastenrädern (Cargobikes) die Städte, Mountainbikes mit und ohne Federung am Heck (als Fullsuspension, kurz Fully, bezeichnet) die Wälder. Die Grenzen zwischen den Gattungen sind oft fließend, was die Sache nicht eben einfacher macht. Und dann sind da noch die Kompaktbikes mit 20-Zoll-Rädern, die sich mit höhenverstellbaren Sätteln und Lenkern nicht nur an Menschen von rund 1,60 bis 1,90 Metern und damit die ganze Familie anpassen, sondern sich für den Transport auch noch besonders klein machen.

Noch einen drauf setzen Kompaktbikes mit Gelenk im Rahmen, die sich zusammenfalten, respektive -klappen lassen und darum genauso heißen: Falt- bzw. Klappräder.

Die E-Bike-Typen im Überblick für Camper

Welches E-Bike eignet sich für welchen Einsatzzweck? Eine erste Entscheidungshilfe, welcher E-Bike-Typ der richtige für Camper ist, bietet diese Kategorienübersicht. Im großen E-Bike-Test 2024 von BIKE X finden Sie eine Übersicht über die Gewinner der unterschiedlichen Kategorien und die dabei genutzten Kriterien.

Vier Bikes, die sich aus diversen Gründen für Camper besonders gut eignen, haben wir aus dem breiten Modellprogramm der deutschen Marke Bergamont gepickt. Eines ist besonders kompakt, eines besonders sportlich-leicht und trotzdem vielseitig, eines alltagstauglich, ohne die Dynamik zu vernachlässigen, und eines bügelt alles glatt, was ihm unter die Räder kommt.

Trekking-E-Bike - der Allrounder

Trekkingbikes sind alltags- und leicht geländetaugliche Tourenräder mit 28-Zoll-Bereifung, Gepäckträgern, Schutzblechen, Lichtanlage und meist Federgabeln mit 80 bis 100 mm Federweg. Die komfortable Sitzposition lässt sich durch verstellbare Vorbauten teils sogar noch anpassen - je nachdem, ob man es sportlicher oder lässiger mag.

Normale Trekkingbikes sind stabil genug für Schotter- und Waldwege und Hindernisse des Alltags. Vom Auto schwappt gerade der SUV-Trend zu den Bikes: SUV-Bikes haben breitere Reifen und stabile Gepäckträger, setzen nicht selten auf Mountainbike-Antriebe, -Bremsen und -Technik und halten noch etwas mehr Gelände aus.

Das Horizon 3 Premium SUV ist ein Vertreter dieser Gattung. Es fährt ultrastabil, hat leichtlaufende, breite Reifen und starke 180-mm-Bremsen mit Vierkolben-Sätteln. Die blockierbare Luftfedergabel offeriert mit 10 cm genug Federweg, wirkt aber etwas unterdämpft.

Die Beleuchtung ist mit Lichtsensor und Bremslicht ausstaffiert, die (Metall-)Schutzbleche sind wirkungsvoll, aber auf Schotter laut. Der CX-Motor hat enorme Power, die dank 750-Wh-Akku lange nutzbar ist. Gepäck lässt sich hinten und vorne (mit optionalem Frontträger) anbringen. Nachteil der Solidität: Ohne E braucht das Horizon viel Wadenpower.

Kompakt-E-Bike - eins für alle

Legt man den Fokus auf geringe Größe, ist das Kompaktfahrrad der ideale Begleiter. 20-Zoll-Räder sorgen für Kürze, schnell und weit höhenverstellbare Sattelstützen und Lenker für geringe Höhe beim Verladen oder Verstauen sowie enorme Anpassungsfähigkeit an Menschen von 1,60 bis 1,90 Meter Größe.

Kompaktbikes wie das Bergamont Hans-E richten sich an Radler, die entspannt und unkompliziert radeln und auch Be- und Entsorgungsfahrten per Bike absolvieren wollen - dank zweier rahmenmontierter Gepäckträger lässt sich mit dem Hans-E allerhand transportieren. Durch die kleinen Räder fährt sich das Kompaktrad trotz des stolzen Gewichts von knapp 28 kg herrlich agil.

Schotter ist dank der dicken Reifen, die mit wenig Luftdruck gefahren werden können, kein Problem. Der kräftige Bosch-Performance-Motor bringt das Hans-E samt Fahrer und Gepäck zackig und harmonisch auf Touren. Das Testrad ist mit einer 10-Gang-Shimano-Kettenschaltung bestückt.

Für Camper noch attraktiver ist das neue Hans-E N5E Belt mit Gates-Riemen statt Kette und der Nabenschaltung Shimano Nexus 5E. Die hat zwar nur fünf Gänge, eignet sich aber gerade auf Kurzstrecken mit ihrer unkomplizierten Schalttechnik perfekt und hat einen echten Berggang. Dass das gut funktioniert, zeigen die Testfahrten unserer Kollegen von Bike-X.de.

Außerdem hat das "Belt" auch eine Federgabel mit acht Zentimeter Hub, was den Fahrkomfort, aber auch den Preis erhöht. Das Hans-E Belt N5E kostet 3.599 statt 3.299 Euro.

Gravel-E-Bike - vielseitig und leicht

Gravelbikes sind Rennräder mit Anleihen vom Mountainbike: Rahmen und Gabel lassen Platz für 4-5 cm breite Reifen und sind oft mit einer Vielzahl von Gewindeösen zum Anbau von Schutzblechen, Gepäckträgern und speziellen Packtaschen, Werkzeugfächern und Flaschenhaltern versehen.

Die Sitzposition ist komfortabler als auf Rennrädern. Gravelbikes sind enorm vielseitig, was zum Erfolg dieser Fahrradgattung geführt hat: Wer gerne sportlich-schnell radelt, sich dabei aber nicht auf Asphalt festlegen möchte, ist hier goldrichtig. Gerade im Urlaub, wo man die Strecken nicht kennt, ist man so vor Überraschungen gefeit.

Im Bergamont E-Grandurance kommt der TQ-HPR50-Mittelmotor zum Einsatz. Das Rad ist sehr leicht und der Mittelmotor so leichtgängig, dass er sich im Off-Modus oder über 25 km/h anfühlt wie beim normalen Radfahren. Dieser Umstand relativiert auch die Akkugröße von 360 Wh: Man ist oft schneller als 25 km/h unterwegs, der Motor damit arbeitslos.

Die Übersetzung der 12er-Kassette ist so clever ausgelegt, dass man das Rad auch ohne aktivierten Antrieb über die Hügel drücken kann. Und wem’s dann doch zu beschwerlich wird oder die Runde einfach länger: ein kurzer Knopfdruck auf den Lenkertaster und der Motor schiebt in drei Stufen. Die innenliegende Kabelführung sieht nicht nur toll aus, sondern ist auch beim Befestigen auf dem Fahrradträger ein Segen.

Das E-Grandurance ist auch als Touren-Rakete mit dem Namen RD Expert zu haben. Zur Ausstattung gehören dann Licht, Spritzschützer, Gepäckträger und Ständer.

E-Mountainbike - perfekt fürs Grobe

E-Mountainbikes kennt jeder. Das E-Revox 150 WMN ist ein Damen-Modell der Kategorie All Mountain mit 150 mm Federweg vorn und hinten. Ohne Motor hätte dieses Rad einen schmalen Anwendungsbereich für Expertinnen und Experten: viel Speed, gerne leicht bergab, über Wurzeln, Sprünge und Steine. Dabei fühlt sich auch das E-Revox pudelwohl.

Doch der starke Bosch Performance Line CX mit dem 625-Wh-Akku im Unterrohr erweitert das Spektrum enorm: Auch bergauf macht das Revox einen Heidenspaß, zudem egalisiert der Motor die dicken Reifen, das hohe Gewicht und das eher softe, aber fein ansprechende Fahrwerk. Auf Asphalt lassen sich Gabel und Dämpfer zum Energiesparen blockieren.

So wird aus dem Spezialgerät fürs Grobe ein superkomfortabler Tourer, der mit starken Bremsen und kompakter Sitzposition Sicherheit vermittelt, mit seinen vielen Einstellmöglichkeiten am Fahrwerk aber nichts für Menschen ist, die sich ungern intensiv mit Technik auseinandersetzen. Schutzbleche und Licht hat das E-Revox nicht - jedoch gibt es mittlerweile auch Fullys und hinten ungefederte Mountainbikes (Hardtails) mit verkehrs- und tourentauglicher Vollausstattung.

Die wichtigsten Fragen beim E-Bike-Kauf

Egal für welche Klasse Sie sich entscheiden: Im Folgenden finden Sie alle Informationen, die Sie zu Motoren, Akkus und für die Kaufentscheidung benötigen. Als Caravaner sollten Sie darauf achten, dass die Akkus, egal ob am oder im Rahmen befestigt, herausnehmbar sind. Denn ohne Batterie sind E-Bikes leichter zu verladen. Apropos: Auch der Fahrradträger, egal ob fürs Auto oder die Deichsel, muss für die schweren Akku-Boliden ausgelegt sein.

Welcher E-Bike-Motor passt zu mir?

Der viel bewährte Standard sind Mittelmotoren, die bekanntesten und größten Hersteller sind Bosch, Shimano und Brose. Ihre Vorteile liegen zum einen in ihrer unbestrittenen Stärke, sie schieben kräftig den steilsten Berg hinauf. Außerdem profitieren Fahrer und Fahrerinnen von der zentralen Position im E-Bike-Rahmen, die sich positiv auf den Gewichtsschwerpunkt auswirkt und das Lenkverhalten nicht beeinflusst. Leichtere E-Bikes setzen gelegentlich auf Heckmotoren, sie sind aber oft nicht ganz so kraftvoll.

Am Motorenmarkt für Pedelecs tut sich viel. Hier die wichtigsten Motorenlieferanten, deren aktuelle Modelle und einige besondere Antriebe.

Was für Akkus für E-Bikes gibt es?

Batterien gibt es für E-Bikes in grenzenloser Vielfalt. Bewährt haben sich entnehmbare Exemplare, die sich zum Aufladen aus dem Rahmen ziehen oder klicken lassen. So muss nicht immer das ganze Rad zur Steckdose rollen.

Eine Empfehlung für die Wahl der passenden Akku-Kapazität hängt stark ab von individuellen Faktoren wie dem Einsatzzweck, E-Bike-Typ, Fahrweise, der Gepäckzuladung und so weiter. Grober Richtwert: Mit 500 Wh sind ordentliche Reichweiten drin. Mittlerweile sind bis 750 Wh drin, als Doppelakku noch mehr.

Welche Akku-Größe?

Nicht jedes Pedelec braucht unbedingt die maximal mögliche Akku-Kapazität. Die Kapazität der Batterie wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Im Moment gelten 500 Wh als Standard. Wie viele Kilometer Reichweite sich daraus ergeben, hängt nicht nur vom Motor ab; Einfluss auf die Reichweite haben außerdem die gewählte Unterstützungsstufe, das Gesamtgewicht aus E-Bike und Fahrer sowie das Gelände und die Außentemperatur.

Die meisten Systeme geben eine Restreichweite im Display oder in der App an. Hohe Kapazitäten sind nicht immer notwendig, für Kurzstrecken kann ein kleiner Speicher reichen. Vor allem wenn man nicht immer in der höchsten Unterstützung unterwegs ist.

Auf welche Teile muss man beim E-Bike achten?

Im Vergleich zu einem Fahrrad bringt ein E-Bike einige Kilogramm mehr auf die Waage. Deshalb sollten Sie vor allem auf hochwertige Bremsen achten. Sportliche Radfahrer und Radfahrerinnen bevorzugen häufig Kettenschaltungen; weniger Wartung benötigen Nabenschaltungen mit Riemenantrieb. Testen Sie, was Ihnen gefällt.

Sie möchten maximalen Komfort? Dann sollte Ihr E-Bike zumindest eine Federgabel, dicke Reifen und ergonomische Griffe haben. Wichtig für alle, die das Pedelec im Alltag nutzen wollen, sind eine fest integrierte Beleuchtung und Schutzbleche. So können Sie zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter problemlos fahren.

Kommt noch eine Möglichkeit für die Befestigung von Gepäck hinzu: Volltreffer!

Welche Rahmengröße ist beim E-Bike richtig?

Bei der Auswahl der passenden Rahmengröße kommt es auf die Körpergröße und Beinlänge an. Im Zweifel hilft der Fachhändler. Wichtig ist aber immer: Die Sitzposition sollte sich angenehm anfühlen.

Wie wichtig ist eine E-Bike-Probefahrt?

Der vielleicht wichtigste Tipp für E-Bike-Neulinge ist, vor dem Kauf eine Testfahrt zu machen. Denn nur so erfahren Sie, wie sich das Wunsch-E-Bike anfühlt, wie stark oder schwach der Motor unterstützt und wie gut Sie mit der jeweiligen Ausstattung klarkommen. Im Fachhandel finden Sie außerdem Experten und Expertinnen, die bei Fragen direkt weiterhelfen.

Hier gibt's die Checkliste:

  • Display: Ist die Bedienung intuitiv, das Display gut zu lesen? Haben die Tasten einen guten Druckpunkt?
  • Akku: Lässt er sich leicht entnehmen? Kommen Sie gut an die Ladebuchse heran?
  • Geometrie: Sitzen Sie bequem? Stimmen die Abstände zwischen Sattel, Pedalen und Lenker?
  • Motor: Setzt der Motor sanft und unverzögert ein, unterstützt er harmonisch?
  • Testen Sie das E-Bike ohne Motorunterstützung!
  • Stabilität: Wie verhält es sich bei schneller/langsamer Fahrt?
  • Unterstützung: Wie reagiert das E-Bike bergauf wie bergab?
  • Sicherheit: Wie reagieren die Bremsen?
  • Gewicht: Können Sie das E-Bike heben, über Stufen tragen?

Transport mit dem Camper

Camping mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen liegt im Trend und gleichzeitig verkaufen sich E-Bikes inzwischen besser als klassische Fahrräder. Da liegt es nahe, dass viele Camping-Begeisterte ihr Elektrofahrrad im Wohnmobil mit in den Urlaub nehmen wollen. E-Bikes und Pedelecs können wie andere Fahrräder auch transportiert werden. Zum Beispiel an einem Heck-Gepäckträger oder in der Fahrradgarage, ggf. auch im Innenraum.

Wichtig ist dabei, dass die Fahrräder gut gesichert werden, sodass sie nicht runterfallen, verrutschen oder - auch mit beweglichen Teilen wie dem Lenker - gegen das Wohnmobil schlagen können. Die Besonderheiten beim Transport von E-Bikes im Wohnmobil - im Vergleich zu normalen Fahrrädern - sind vor allem der zusätzliche Motor und die Batterie. Das führt zu mehr Gewicht, was bei der Tragfähigkeit des Fahrradträgers und beim maximal zulässigen Gesamtgewicht des Campers beachtet werden muss. Auch die Fahrradgaragen haben oft ein eigenes Maximum für die Zuladung. Außerdem ist der Rahmen von E-Bikes durch die Batterie an manchen Stellen dicker als bei normalen Rädern. Darauf sollte insbesondere bei der Wahl des Fahrradträgers geachtet werden.

Darüber hinaus sollten E-Bike-Akkus nicht in der Sonne aufbewahrt werden, da sie sonst schneller altern können. Besser ist es daher, sie vor dem Transport auf einem Heck-Fahrradträger auszubauen. Das Entfernen des Akkus empfiehlt sich auch aus einem weiteren Grund: Der Akku ist meist der wertvollste Teil eines E-Bikes und er kann oft leicht abgenommen werden.

Ein geschickter Dieb könnte ihn bei einem offen am Wohnmobil-Heck angebrachten E-Bike daher leicht stehlen, beispielsweise auf einem Parkplatz oder nachts auf dem Campingplatz. Neben dem Akku sollten auch andere leicht zu entfernende Teile des E-Bikes abgenommen und im Wohnmobil aufbewahrt werden. Das betrifft z. B. Sättel oder Vorderräder mit Schnellspanner sowie abnehmbare Bordcomputer und Navigationsgeräte. Ggf. kann es Sinn machen, Anschlüsse, offene Rohre und andere empfindliche Teile wie den Motor vor Regen und Staub mit einer Schutzkappe zu schützen.

E-Bike-Akkus unterwegs laden

Damit der Fahrspaß unterwegs nicht durch leere Akkus getrübt wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, E-Bikes auch beim Reisen mit Wohnmobil oder Wohnwagen zu laden. Ob über die Bordbatterie, Solarstrom, ein 12-V-Ladegerät oder eine Powerbank - es stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung, um für jede Tour mit dem Elektrobike bestens vorbereitet zu sein.

Lademöglichkeiten im Überblick

  • Landstrom: Am einfachsten lassen sich E-Bike-Akkus laden, wenn es auf dem Campingplatz einen Stromanschluss gibt. Im Ausland wird ggf. noch ein Adapter für die Steckdose benötigt.
  • Boardbatterie mit Wechselrichter: Damit sich der Akku vom E-Bike über die Boardbatterie aufladen lässt, wird ein Wechselrichter benötigt. Auch als Spannungswandler bezeichnet, wandelt ein Wechselrichter den 12V Gleichstrom der Boardbatterie vom Wohnmobil in 230V Wechselstrom um. Durch die Integrierung eines Spannungswandlers kann der Akku des E-Bikes unterwegs wie bei einer herkömmlichen Steckdose in Ihrem Eigenheim oder am Campingplatz aufgeladen werden.
  • Solarstrom: Mittlerweile gibt es praktische Solarladegeräte, durch deren Stromerzeugung sich E-Bike-Akkus bequem unterwegs aufladen lassen. Beim Kauf einer Mini-Solaranlage muss jedoch darauf geachtet werden, wie viel Strom vom Solarmodul erzeugt wird und ob dieser zum Laden des E-Bike-Akkus ausreicht.
  • 12-V-Ladegerät: Wer den Aufwand für die Integrierung eines Spannungswandlers nicht auf sich nehmen möchte, dem bietet sich ein 12-V-Ladegerät als Alternative an. Ideal für unterwegs zum Aufladen des E-Bike-Akkus im Wohnmobil.
  • Powerbank: Praktisch, um das E-Bike unterwegs aufzuladen, ist eine Powerbank. Hierbei handelt es sich um eine Lithium-Batterie, die mit Anschlüssen für den Ladevorgang versehen ist. Auch ein Wechselrichter ist integriert, sodass ein E-Bike jederzeit unterwegs im Wohnmobil aufgeladen werden kann.

Sicherheitshinweise zum Laden von E-Bike-Akkus im Wohnmobil

Neben den allgemeinen Sicherheitsregeln für das Laden von Akkus sollten Wohnmobil-Besitzer daher zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Die E-Bike-Akkus sollten am Besten außerhalb des Wohnmobils (aber nicht in der Sonne) und unter Aufsicht geladen werden. Werden sie im Wohnmobil geladen, dann sollten sie bei einem Brand nicht den Fluchtweg blockieren. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann seinen E-Bike-Akku in einer RETRON BOX lagern, transportieren und aufladen. Dort lassen sich auch andere Akkus und Geräte aufladen, z. B.

Vorteile von Fahrrädern im Urlaub

Fahrradfahren gehört zu den gesündesten Formen der Fortbewegung. Das Radfahren bringt den Kreislauf in Schwung, wodurch das Herz-Kreislauf-System gestärkt wird. Dadurch sind Radfahrer weniger anfällig auf Erkrankungen. Zusätzlich werden beim Radeln mit Bein-, Bauch-, Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur mehrere Körperbereiche trainiert.

Mit dem E-Bike lässt sich körperliche Aktivität hervorragend mit Genuss verbinden. Beim Ausflug mit dem Pedelec kann die Umgebung besonders gut wahrgenommen werden. Etwa in einer landschaftlichen Idylle der herrliche Geruch von Blumen und Sträuchern oder der atemberaubende Blick auf eine wunderbare Landschaftskulisse. Mit dem Fahrrad lassen sich Gegenden erkunden, die mit dem Auto nicht zugänglich und zu Fuß nur mit viel Zeitaufwand zu erkunden sind. Mit zwei Fahrrädern bietet sich noch mehr Flexibilität für Erkundungstouren.

Nicht zu vergessen sind die geringen Kosten für die unvergesslichen Erlebnisse im Urlaub. Ein E-Bike benötigt keinen Treibstoff, sondern lediglich Strom. Dieser ist meist zwar nicht ganz kostenlos, im Vergleich zu den Kraftstoffpreisen ist die Fahrt mit einem E-Bike jedoch wesentlich günstiger als mit dem Auto. Legen Radfahrer im Campingurlaub beispielsweise eine Strecke von 500 Kilometer zurück, belaufen sich die Kosten auf rund 0.50 Cent. Hinzu kommt, dass wenn Sie Ihr Fahrrad abstellen, keine Parkgebühren fällig werden.

E-Bike versus Fahrrad: Vor- und Nachteile

Die Unterschiede zwischen normalen Fahrrädern und elektrischen Modellen erstrecken sich in vielen Fällen auf das Hinzufügen eines Antriebs. Der zusätzliche Motor und Akku bedeuten allerdings ein Gewicht, das um fünf bis zehn Kilogramm höher liegt. Zum Problem kann dies werden, wenn dein Wohnmobil mit Ladung nahe an den Grenzen für 3,5 Tonnen bzw. 7,5 Tonnen liegt.

Durch das Hinzufügen des Motors können je nach Modell die Kosten von E-Bike oder Pedelec gegenüber normalen Fahrrädern deutlich steigen. Während Räder ohne Motor bereits ab 250 € im Handel erhältlich sind, wirst du bei elektrischen Fahrrädern in dieser Preisspanne nicht fündig.

Während normale Fahrräder kaum Pflege bedürfen, ist bei elektrischen Fahrrädern vor allem der Akku anfällig. Bei fehlender Pflege und falscher Behandlung kann die Batterie Schaden nehmen und die mögliche Reichweite des Motors deutlich sinken. Unter anderem Hitze oder Kälte schaden dem Akku, der außerdem nicht vollständig entladen werden sollte.

Um dich mit dem Thema E-Bike und Co. auseinanderzusetzen, solltest du wissen, welche Unterschiede es bei den Begriffen elektrische Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes gibt. Elektrische Fahrräder werden als Überbegriff für alle motorisierten Räder verwendet und umfassen Modelle aller Art. Pedelecs sind hingegen eine Untergattung von elektrischen Fahrrädern und bezeichnen Fahrräder mit Tretunterstützung.

Rechtliche Aspekte

Die Art deines elektrischen Fahrrads entscheidet darüber, ob du einen Führerschein für die Nutzung benötigst. Nicht nötig ist ein Führerschein bei Pedelecs, die maximal 25 km/h fahren. Anders ist die Rechtslage hingegen bei S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h erreichen. In diesem Fall muss mindestens ein Führerschein der Klasse AM für Roller oder Mopeds vorliegen, der ab 15 Jahren erworben werden darf.

Für S-Pedelecs und E-Bikes, die als Kleinkrafträder eingestuft werden, muss eine Versicherung mit entsprechendem Versicherungskennzeichen abgeschlossen werden. Pflicht ist eine Haftpflichtversicherung, die auf Wunsch zu einer Kaskoversicherung erweitert werden kann. Damit sollen die finanziellen Risiken durch die Teilnahme der Kleinkrafträder am Straßenverkehr abgedeckt werden.

Vor der Wahl eines E-Bikes sollte man sich auch Gedanken über den Transport und die Befestigung im Wohnmobil machen.

Diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf eines Pedelecs beziehungsweise E-Bikes beachten:

  • Sitzprobe: Passt die Rahmengröße zu Körper- und Beinlänge? Sind Pedale und Lenker gut erreichbar?
  • Akku: Ist der Akku gut herausnehmbar? Ist die Ladebuchse bei im Rahmen integrierten Akkus gut zugänglich?
  • Testfahrt: Achten Sie auf ein sanftes Einsetzen des Motors und eine gut spürbare Unterstützung. Achten Sie außerdem auf effiziente Bremsen.
  • Handhabung: Ist der Unterstützungsmodus einfach wählbar? Entspricht der Informationsumfang des Displays Ihren gewünschten Anforderungen?
  • Gewicht: Sind Sie in der Lage, das Pedelec, ohne große Kraftanstrengung anzuheben? Beachten Sie dabei verschiedene Situationen, in denen ein Anheben erforderlich sein könnte, beispielsweise um Treppen zu überwinden, beim Beladen der Heckgarage oder des Fahrradträgers an Wohnmobil oder Wohnwagen. Auch in Sachen erlaubte Zuladung spielt das Gewicht eine Rolle.
  • Platzerfordernis/Transport: Wie und wo soll das E-Bike transportiert werden? Wie viel Platz benötigt es? Wie kann es sicher befestigt werden?

Alternative zum Kauf: E-Bikes vor Ort leihen

Sollte dein Wohnmobil nicht genügend Platz für elektrische Fahrräder bieten oder mit den Bikes womöglich das zulässige Gewicht überschritten werden, kannst du an vielen Reisezielen auch E-Bikes und Pedelecs vor Ort leihen. Die Preise für Miet-E-Bikes hängen von dem gewählten Modell sowie dem Mietzeitraum ab.

Tipp: Erkundige dich vor dem Urlaub bei deiner Haftpflichtversicherung, ob Schäden bei geliehenen Fahrrädern und E-Bikes durch deine Police abgedeckt sind.

Wichtige Tipps zum Laden von E-Bikes on Tour

Bevor eine Radtour unternommen wird, sollte genau geplant werden, ob die Akkulaufzeit für die geplante Tour ausreichend ist. Bei der Kalkulation sollten die Länge der Strecke und das Streckenprofil einkalkuliert werden. Je anspruchsvoller die Strecke, desto mehr Kraft muss der Elektromotor meist für die Unterstützung aufwenden und desto kürzer ist die Akkulaufzeit. Nach der Tour kann der Akku während der Fahrt im Wohnmobil aufgeladen werden. Teilladungen sind jedoch nicht zu empfehlen, da diese eine Schädigung des Akkus herbeiführen können.

Technische Daten einiger E-Bike Modelle von Bergamont

Modell Gewicht Max. Systemgewicht Akkugröße Motor Schaltung Preis (UVP)
Bergamont E-Horizon Premium SUV 31,5 kg 160 kg 750 Wh Bosch Performance Line CX 10-Gang-Kettenschaltung 4.399 Euro
Bergamont Hans-E 28,0 kg 130 kg 650 Wh Bosch Performance Line 10-Gang-Kettensch. 3.200 Euro
Bergamont E-Grandurance Elite 14,9 kg 135 kg 360 Wh TQ-HPR50 12-Gang-Kettenschaltung 5.799 Euro
Bergamont E-Revox 150 WMN 27,9 kg N/A 625 Wh Bosch Performance Line CX N/A N/A

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