E-Bike Kaufberatung: Worauf Sie Achten Sollten

Der Kauf eines E-Bikes ist nicht einfach und sollte nicht unüberlegt stattfinden. Es gibt für jeden das passende E-Bike und wir helfen dir dabei, die richtige Wahl zu treffen. Hier findest du alle Informationen, die du für deine Entscheidung benötigst.

Damit man auch das für sich passende Elektrofahrrad kauft und nicht „einfach nur den Testsieger“ nimmt, sollte man vor dem Kauf ein paar Dinge beachten und die Fahrräder aus dem E-Bike Test miteinander vergleichen. Dieser Ratgeber soll dabei auf die wichtigsten Faktoren vor dem Kauf eingehen.

E-Bikes bieten den perfekten Mix aus dem Komfort herkömmlicher Fahrräder und der zusätzlichen Kraft eines Elektromotors. Erlebe eine erweiterte Reichweite, müheloses Fahren - auch bergauf - und die Freiheit, längere Strecken ohne Anstrengung zurückzulegen. Du pendelst täglich, suchst nach Abenteuern oder möchtest einfach mehr Spaß am Radfahren haben? Dann ist ein E-Bike genau richtig für dich.

Wichtige Fragen vor dem E-Bike Kauf

Um dich bei der Suche nach dem perfekten E-Bike zu unterstützen, haben wir alle wichtigen Punkte für dich zusammengefasst:

  • Reichweite: Die Akkukapazität bestimmt, wie weit du mit einem vollen Akku fahren kannst.
  • Position des Akkus: Die Position des Akkus an deinem E-Bike spielt eine wichtige Rolle, da sie das Fahrverhalten, das Aussehen und die praktische Nutzung deines Rads beeinflusst.
  • Motor: Die Leistung und Position des Motors sind entscheidend für die Unterstützung während der Fahrt.
  • Rahmengröße: Die richtige Rahmengröße ist entscheidend für ein komfortables Fahrerlebnis.
  • Sitzposition: Bevor du dein E-Bike auswählst, solltest du dir überlegen, ob du lieber aufrecht, aktiv oder sportlich sitzen möchtest.
  • Gewicht des E-Bikes: Das Gewicht deines E-Bikes beeinflusst den Fahrkomfort und wie leicht du das Rad steuern kannst.

E-Bike Typen

Überlege dir, wofür du dein E-Bike hauptsächlich nutzen möchtest.

Die Wahl des richtigen E-Bikes hängt davon ab, ob du lange Strecken fahren oder es nur für den täglichen Arbeitsweg nutzen willst. Hier sind die verschiedenen E-Bike Typen von Gazelle:

  • City E-Bikes: Perfekt für den Stadtverkehr - leicht zu manövrieren, ideal für enge Straßen.
  • Sportliche E-Bikes: Für alle, die Geschwindigkeit und Power lieben - ideal für aktive Fahrer.
  • Trekking E-Bikes: Leichte Bikes mit vielen Gängen für lange Touren oder den Alltag.
  • Speed-Pedelecs: Diese schnellen E-Bikes (bis 45 km/h) sind ideal für lange Distanzen.
  • E-Lastenräder: Mithilfe von Eltern und Kindern entwickelt und ideal für Familien - sicherer Lastenkorb mit einfachem Einstieg.
  • Transport E-Bikes: Ausgestattet mit einem starken Mittelmotor und einem Frontträger - ideal für den Transport von Einkäufen und Gepäck.

Antriebsarten: Das Herzstück des E-Bikes

Der Antrieb ist neben dem Akku bei einem E-Bike das Herzstück. Klassisch und angefangen hat alles mit dem Vorderradmotor bzw. mit dem Nabenmotor. Der Nabenmotor kann sowohl im Vorder- als auch im Hinterrad verbaut werden. Neben dem Nabenmotor gibt es noch den weit verbreiteten Mittelmotor bzw. Tretlagermotor. Hierbei wird der Motor am Tretlager montiert und überträgt seine Kraft direkt auf die Fahrradkette. Beide Antriebsarten haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Vorderradmotor/Nabenmotor: Dieser Motor kann sowohl im Vorder- als auch im Hinterrad verbaut werden.
  • Mittelmotor/Tretlagermotor: Hierbei wird der Motor am Tretlager montiert und überträgt seine Kraft direkt auf die Fahrradkette.

Der Tretlagermotor verlagert den Schwerpunkt positiv nach unten, die Kette leidet jedoch unter einem höheren Verschleiß. Sowohl der Nabenmotor als auch der Tretlagermotor wirken Tretunterstützend. Der bekannteste Tretlagerantrieb stellt Bosch her. Ein direktes Elektrofahrrad Bosch gibt es derzeit noch nicht, aus dem Hause Bosch stammen lediglich die Module für den Antrieb und die Steuerung. Dieser Hersteller hat sich dabei früh auf dem Elektrofahrrad- und Pedelec-Markt etabliert.

Leistung und Vorschriften

Wie fast überall, gibt es auch bei E-Bikes Bestimmungen und Vorschriften. Der Motor darf nicht mehr als 250 Watt Leistung erbringen. Macht er es doch (z.B. ein E-Bike mit 500 Watt), muss man das Fahrrad mit einem Versicherungskennzeichnen bestücken. Dazu sollte man darauf achten, dass man die Elektrofahrräder aus dem E-Bike Test auf eine einheitliche Motorleistung vergleicht. Mit gleicher Motorleistung und unterschiedlichen Akkus ergibt sich durchaus eine andere E-Bike Reichweite. Auch können ältere Modelle bei selber Motorleistung eine geringere Performance aufweisen.

Alles über 250 Watt Leistung ist ein S-Pedelec. Es ist durchaus legitim ein solches E-Bike zu kaufen und zu fahren, hier gelten jedoch die Bestimmungen und Vorschriften für Mofas und Roller.

Gangschaltung: Kette oder Nabe?

Welche Art Gangschaltung ist im Elektrobike verbaut? Vergleichen Sie nur Nabenschaltungen mit anderen Nabenschaltungen und Kettenschaltungen mit Kettenschaltungen. Die einzelnen Bauteile der Schaltgruppen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller in der Qualität. Eine Kettenschaltung benötigt z.B. eine regelmäßige Reinigung und Wartung. Im Stadtbereich kommen Sie mit einer 7-Gang Nabenschaltung meist aus, wohnen Sie hingegen in einem bergigen Bereich, sollten Sie sich eine Kettenschaltung aussuchen.

Der Akku: Reichweite und Ladedauer

Der Akku ist in Kombination mit dem Motor und dem Einsatzgebiet des E-Bikes für die Reichweite des Pedelecs verantwortlich. Die Akkuleistung wird dabei in Amperestunden (Ah) oder Wattstunden (Wh) angegeben. Vergleicht man den Akku, sollte man unbedingt darauf achten, dass man diese Werte im Elektrofahrrad Test nicht verwechselt, da sonst die Leistung der Akkus nicht vergleichbar ist. Neben der Kapazität spielt auch die Ladedauer eine Rolle.

Gewicht: Ein wichtiger Faktor

Wer mit seinem E-Bike in den Urlaub fahren möchte, der sollte auch auf das Gesamtgewicht achten. 25 kg bis 30 kg sind keine Seltenheit. Zwei E-Bikes können somit schnell auf 50 kg bis 60 kg kommen. Ein normaler Fahrradträger kann dabei an seine Grenzen stoßen. Um Gewicht zu sparen empfiehlt es sich den Akku aus dem Fahrrad zu nehmen. Ist der Akku einmal leer und muss das E-Bike nur mit Muskelkraft bewegt werden, machen sich zusätzliche Kilos ebenfalls bemerkbar.

Bremsen: Sicherheit geht vor

Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h bedürfen gute Bremsen. Im Idealfall setzt man auf Scheibenbremsen oder Rollerbrakes. Durch das erhöhte Gewicht und die höheren Geschwindigkeiten wird der Bremsweg länger. Die Fahrradbremsen sollten demnach auch für E-Bikes ausgelegt sein und eine entsprechend hohe Bremskraft aufweisen.

Gesamtgewicht: Nicht überschreiten

Fahrräder und E-Bikes haben ein maximales Gesamtgewicht, ähnlich wie bei einem PKW oder einem Anhänger, darf dies nicht überschritten werden. Dieses Gewicht beinhaltet das Gewicht des E-Bikes. Hat ein E-Bike ein Gesamtgewicht von 125 kg und wiegt selbst 25 kg, dann darf der Fahrer noch 100 kg auf die Waage bringen.

Weitere wichtige Aspekte

  • Fahrradbeleuchtung: Achten Sie darauf, dass Sie eine autark funktionierende Fahrradbeleuchtung haben.
  • Service und Wartung: Da ein E-Bike auch zum Service muss und eine regelmäßige Wartung braucht (Fahrradinspektion), sollte man sich vor dem Kauf über die Servicegebühren und Preise für bekannte Verschleißteile informieren.
  • Rahmenform: Je nach Einsatzgebiet sollte man sich vor dem Fahrrad kaufen für eine Rahmenform und einen Fahrradtyp entscheiden.

Tipps für den Kauf

  • Sparen kann, wer sich ein Modell aus dem Vorjahr zulegt.
  • Nehmen Sie das Display (sofern Abnehmbar) beim Abstellen des E-Bikes immer ab und schließen Sie das Fahrrad mit einem guten Schloss an einen festen Gegenstand an.
  • Achten Sie darauf, dass der Akku ebenfalls abgeschlossen ist.

Die wichtigsten E-Bike-Komponenten im Überblick

Ließ hier hier ein paar Tipps vom e-Bike Experten, auf welche e-Bike Komponenten du achten solltest! Wir zeigen die gängigen Fehlerquellen und wie du diese beheben kannst.

  • City-E-Bikes: eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Stre­cken zurück­legen wollen.
  • Trekking-E-Bikes: Sport­licher als City-, aber komfort­abler als Mountain­bikes.
  • E-Mountain­bike: Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutsch­land.
  • SUV-Bikes: Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Misch­form dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sport­lich­keit abnehmen soll.

Die Rahmenformen im Überblick

  • Diamant­rahmen: Bei diesem sport­lichen „Herren­rahmen“ verläuft das Ober­rohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahr­stabilität.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.
  • Trapez­rahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Ober­rohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfort­abler als beim Diamant­rahmen ist.

Motorpositionen

  • Front­motor: Mitunter ist er an der Nabe des Vorderrads befestigt.
  • Hinterrad­antrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette.
  • Mittel­motor: Bei E-Bikes haben sich die Mittel­motoren als Stan­dard-Ausstattung durch­gesetzt.

Die Wahl des richtigen E-MTB

Vor dem Kauf muss man Grundsätzliches klären: Welches ist die passende E-MTB-Kategorie für mich? Welche Kosten kommen auf mich zu? Unser Überblick klärt auf.

  • Kategorie Hardtail: Hardtails, also Bikes mit ungefedertem Heck, haben einen klaren Vorteil: Sie sind günstiger.
  • Kategorien Tour / Trail / All Mountain Bike: Die Kategorien verschwimmen bei gefederten E-Mountainbikes immer mehr.
  • Kategorie Enduro: Der Übergang zum abfahrtsorientierten Enduro MTB ist fließend.
  • Kategorie Light-E-MTB: Absolutes Trend-Thema sind Light-E-MTBs.

Motor und Akku beim E-MTB

Auch wenn ein Motor - und sein Akku - nicht über die Qualität eines E-MTBs entscheiden, prägen sie doch den Charakter des E-Bikes. Worauf muss man achten?

  • E-Bike-Motor: eine echte Power-Frage
  • Akku-Größe beim E-MTB: Die Akku-Größe ist an die Motor-Power geknüpft.
  • Integration des Akkus: Moderne E-Bikes kommen inzwischen ausnahmslos mit integrierten Batterien, die formschön im Rahmen verschwinden.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0