Manche Power-E-Bikes können alles - außer getragen werden. 28 tragegrifflose Kilos sind nichts für die Kellertreppe. Das in den letzten Jahren nach oben strebende Gewicht liegt in der System-Ausstattung - bei SUV nimmt man mittlerweile gern einen 750-Wattstunden-Akku und damit rund 4,4 Kilogramm mit auf den Weg, zuzüglich Motor. Oft hieven hubstarke Federgabeln und aufwendige Federsattelstützen die Werte weiter nach oben.
Gut, dass auch immer mehr Vertreter des Gegentrends auftauchen: Räder mit Light-Power-Assist-Systemen wie das Fazua Ride 60 in unserem Riese & Müller UBN wiegen inklusive 430-Wh-Akku komplett vier Kilogramm. Damit sind Gesamtgewichte ab etwa 17 Kilo - ohne Straßen- und Komfortausstattung -, aber auch weniger möglich. Das Gros der leichten E-Bikes wiegt um die 19 Kilogramm. Auch kein Vergnügen, hat man ein paar Stufen zu überwinden, aber es geht. Und das Praxis-Handling der Räder überzeugt ohnehin. Wer vom voll ausgestatteten Touren-E-Bike auf ein Light Assist Bike umsteigt, spürt auch im Fahren sofort den Unterschied - die Leichtigkeit des Seins. So gesehen eröffnen diese Bikes neue Möglichkeiten.
Die Gewichtsersparnis geht dabei zunächst auf Kosten der Motorleistung und vor allem der Akkukapazität: Im Test sind Batterien mit 250 bis 430 Wattstunden vertreten, die Motoren bringen bis zu 60 Newtonmeter Drehmoment. Für viele ist E-Biken so sogar authentischer - allerdings muss man unterscheiden: Manche Heckmotoren wie der Mahle x35+ im Stevens haben keinen Drehmomentsensor. Sie sprechen also erst nach einer guten Kurbelumdrehung an, ermöglichen aber, mit minimalem Kraftaufwand an der 25er-Grenze entlangzurollen - Letzteres gilt auch für die City-Cruiser Cowboy oder Ampler, die allerdings dank solch einem vorhandenen Sensor noch innerhalb der ersten Pedalumdrehung loslegen.
Die Mittelmotoren in leichten E-Bikes wie dem Canyon, Maxx oder Simplon unterstützen noch feinfühliger über die volle Bandbreite und belohnen dabei oft eine schnellere Trittfrequenz, anders als viele Full-Power-E-Bikes für den Tourenalltag. Tendenziell sportlich orientierte Fahrer haben tatsächlich mit Mittelmotor aus dem Light-Assist-Segment oft mehr Spaß als mit den klassischen, großen Motorentypen. Wir haben zwei Fazua-Antriebe, einen Specialized und einen TQ-Mittelmotor im Vergleich, die uns in Sachen Harmonie und teils auch Durchzug begeisterten. Alle Testräder haben integrierte Batterien, einige kann der Nutzer zum Laden allerdings nicht herausnehmen.
Das ist dank des geringeren Gewichts nicht mehr so schlimm wie bei 30-Kilo-Pedelecs, doch muss klar sein: Der Abstellplatz muss dann zwingend eine Steckdose haben. An keinem Rad ist ein klassisches Cockpit-Display verbaut. Oft gibt es ein Panel mit LED-Anzeige auf dem Oberrohr, gelegentlich, wie bei Ampler, werden dort aber auch über ein kleines Display der Ladezustand und die Unterstützungsstufe sowie einiges Weiteres angezeigt. Der Cowboy verzichtet gar ganz auf eine Anzeige und kommuniziert nur über Handy mit dem Fahrer. Durch Aus- und Einsetzen der Batterie kann man allerdings trotzdem die Unterstützung initiieren, wenn das Smartphone fehlt.
Breite Einsatzbereiche im Light-Assist-Segment
Geringes Gewicht, einfaches Handling und etwas Gepäcktauglichkeit machen neben dem City-Pendler und Alltagsfahrer auch Ausflügler glücklich. Allerdings gibt es hier tendenziell Einschränkungen in Sachen Systemgewicht und Trägerlast. Die andere Ausrichtung der Light Assist-E-Bikes im Test: City-Cruiser. Die sind einfach zu bedienen, bieten eine aufrechte Sitzposition und sind dank Riemenantrieb und fehlenden wartungsaufwendigen Federelementen wartungsarm. Und schließlich gibt es die auch bei uns vertretenen Mischformen: sehr sportlich gelagerte Gewichtsoptimierer, die auf Fahrspaß in der City oder auf der kleinen Trainingsrunde, vielleicht auch mit Taschen, ausgerichtet sind. Eine andere, zusätzliche Art, Gewicht zu sparen: Carbon statt Aluminium verwenden. Der Canyon-Renner, das Storck-Funbike und das Tourenrad von Simplon gehen diesen Weg mit sehr schön gearbeitetem Carbonmaterial.
Komfort ohne Federgabeln
Auch der Komfort fällt gelegentlich der Diät zum Opfer, schon weil Federgabeln gehörig auf die Waage drücken. Die Carbonrahmen- und -Gabelfraktion ist hier aufgrund des dämpfend einsetzbaren Materials im Vorteil. Breite Reifen oder, wie beim Specialized, leichte integrierte Federelemente können uns die Schlaglöcher des Alltags aber auch zumindest erträglich machen - der Cowboy ist in dieser Hinsicht wegweisend. Beim extrem verwindungssteifen Alu-Rahmen von Riese & Müller wünschte man sich tatsächlich etwas mehr Dämpfung - auch hier können aber breitere Reifen abhelfen.
Die klassische Kettenschaltung macht auch in diesem Bereich derzeit das Gros der Antriebe aus, wenn auch durchgängig in Versionen mit einfachem Kettenblatt. Die meisten Fahrer sind sie gewohnt. Leider lässt die Harmonie zwischen Motor und Kettenschaltung zu wünschen übrig: Höherer Verschleiß bei Mittelmotoren und nicht selten ein allzu deutliches Schaltknacken trüben oft den Fahrkultur, auch wenn es an der Exaktheit der Schaltvorgänge nicht fehlt. Da sind nach wie vor die Entwicklungsabteilungen der Komponentenhersteller gefragt. Wo ein Riemenantrieb und eine Tretlagerschaltung montiert sind, klappt das deutlich besser, phänomenal gut übrigens beim Stevens mit dem Pinion-Neunfach-Getriebe.
Die leichten E-Bikes im Detail
Im Test haben wir die leichten E-Bikes, abgesehen von ihren Motoreigenheiten, wie klassische Bio-Bikes behandelt: Sicherheit, Handling, Verarbeitungsqualität und das ganze Drumherum spielen eine große Rolle. Preislich liegen sie oft etwas unterhalb der klassischen, voll ausgestatteten Touren-E-Bikes. Preisgünstig kann man das Ampler Juna trotz fehlender Gangschaltung nennen, während Hersteller, wie Simplon oder Maxx, beide mit individuell konfigurierbaren Modellen, die obere Grenze der Range darstellen - aber auch ein entsprechend hohes Performance- und Qualitätsniveau bieten.
Wie sich in Zukunft das Light-Assist-Segment in die Fahrradwelt einsortieren wird, ist noch unklar. Im MTB-Bereich gibt es schon eine definierte eigene Klasse mit speziellem Einsatzbereich. Auch das E-Gravel-Segment könnten die Light-Assist-Motoren bald beherrschen. Für Tourer und Alltagspendler sowie Gelegenheitsausflügler gilt jedenfalls: Wer auf dicke Motoren und fantastische Reichweiten verzichten kann, dem bringt diese E-Bike-Klasse das “normale” Radfahren mit seinem unbeschwerten Handling wieder näher. Und zwar ohne dass der Flow, den wir am E-Bike so schätzen, verlorengeht. Ausprobieren!
Light-E-Bike: Wie weit reicht der Akku wirklich?
Eine genau definierte Reichweitenangabe beim Praxistest war nicht möglich, da eine große Zahl an Faktoren wie Technik, Terrain und Wetter sowie Fahrercharakteristik das Ergebnis beeinflusst. Viele der Räder richten sich an Biker, die selbst gern einen großen Kraftanteil beisteuern. Wir haben daher in der jeweiligen Nutzerpraxis der Räder die Reichweiten festgehalten, zum Teil hochgerechnet und geben zur Orientierung Mindestentfernungen mit mittlerer beziehungsweise höchster Unterstützung an. Dabei waren wir mit sportlich orientierten Bikes mit eher höheren Trittfrequenzen unterwegs, auf typischen City-Rädern mit weniger Eigeninitiative und Geschwindigkeit. Fast alle unsere Light Assist Bikes lassen sich in der Ebene gemächlich bis gut auch ohne Unterstützung fahren. Räder mit Schaltung sind dabei im Vorteil. Und falls man doch längere Touren plant: Zu den Mittelmotoren gibt es Range Extender für mehr Reichweite.
Apps für alle Light-Assist-Motoren
Konnektivität ist selbstverständlich, die Smartphone-Apps, die alle Motorenhersteller anbieten, unterscheiden sich aber deutlich. Mahle (Stevens) bietet neben Individualisierung der Motorenkennlinie unter anderem etwa das Aufzeichnen von Fahrten auf sozialen Sportler-Netzwerken wie Strava. Cowboy hat Google Maps als Partner für die Navigation. Ärgerlich ist, dass man meist ein komplettes Profil anlegen und Daten offenlegen muss, um die App mit oft vielen weiteren Möglichkeiten zu nutzen. Versicherung, Wartungsabo, Tracking - wer sich anmeldet, kann je nach Hersteller und Investition viele weitere Services buchen. Die Bedienung der Apps ist nicht immer selbsterklärend.
ADAC E-Mountainbike Test
Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach den Kriterien Fahren, Antriebssystem und Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie auf Schadstoffe getestet. Ergebnis: Sechsmal "gut", zweimal "befriedigend". Plus: Tipps für e-MTB-Fahrer. Das Cube bietet neben sehr guten Bremsen umfassende Informationen auf dem Display und eine Schiebehilfe mit Rückwärtsblockade. Die Sitzposition erlaubt darüber hinaus eine angenehme Fahrt auf ebener Straße. Nur der begrenzte Lenkereinschlag und der Ausbau des Akkus bieten noch Raum für Verbesserungen.
Den letzten Platz im Vergleich belegt das "Strike eRIDE 940" von Scott. Bei diesem Fully-Modell zeigten sich im Test sicherheitsrelevante Defizite. Die Hebelmechanik, um die Sattelstütze versenken zu können, ist schwer zu erreichen. Das sorgt besonders beim Bergabfahren für gefährliche Situationen, weil Bikerin oder Biker dazu die sichere Griffposition am Lenker aufgeben müssen. Zudem ist das Bike von Scott in der Preisklasse nur mit einem 500-Wh-Akku ausgestattet. Bei allen anderen E-Mountainbikes im Test sind Akkus mit 750 Wh oder 630/621 Wh verbaut. Entsprechend ist nur eine vergleichsweise geringe Reichweite (70 Kilometer) bzw. Reichhöhe (1371 Meter) möglich.
Falls die eingeschränkte Reichweite bzw. Reichhöhe des mit dem 500-Wh-Akku ausgestatteten E-Bikes nicht ausreichen sollte, kann gegen Mehrpreis auf die Modellvariante eRIDE 930 zurückgegriffen werden. Die mit einem Finger zu bedienenden Modelle sind dabei nicht nur leichter zu handhaben, sondern in Kombination mit reichlich Bremskraft und guter Dosierbarkeit den schwächeren und weniger ergonomischen Zweifingerbremsen deutlich überlegen. Bergab kann so immer ein Finger an der Bremse und gleichzeitig der Lenker gut im Griff bleiben.
Je nach Akkugröße schaffen die Fullys zwischen 110 Kilometer (Bulls, Cube, KTM) und 80 bzw. 90 Kilometer (Giant, Radon, Canyon) in der Ebene. Entsprechend variieren die Reichhöhen: Die drei Reichweiten-Sieger schaffen mit einer Akkuladung über 2000 Höhenmeter, Gipfelkönig ist das Cube mit 2179 Höhenmetern. Die Ladezeiten der Akkus liegen zwischen 5,5 Stunden und 7 Stunden und sind damit gut bis befriedigend. Einen gewaltigen Einfluss auf den Fahrkomfort bergab haben zudem die Federgabel und der hintere Dämpfer.
Dabei konnten die Fahrwerkskomponenten bei den harten und verblockten Abfahrten mehr oder weniger gut überzeugen. Am besten zu lösen ist das Problem beim E-Mountainbike von Giant, das eine Skala an der Kolbenstange des hinteren Dämpfers für die richtige Einstellung eingeprägt hat. Auch der Fahrkomfort ist bedeutend. Gabel und hinterer Dämpfer haben darauf entscheidenden Einfluss, besonders beim Bergabfahren. Denn je besser beide das Rad auf den Trail bzw. Das richtige Bike zu finden, bedarf einer klaren Vorstellung darüber, was man damit machen möchte.
Nur die ideale Größe des Bikes inkl. der optimalen Einstellung der Dämpferelemente bietet ultimativen Fahrspaß. Dies muss beim Fachhändler erfolgen. Oftmals bietet dieser ein "Bikefitting" an, das dann mit dem Kauf verrechnet wird. Neben der Größe ist auch das "Lenkerfitting" entscheidend. Hier gilt: Zuerst Bremse, dann Sattelstütze, dann die Schaltung. Diese sollten gut vom Griff aus erreichbar sein. Beim Bremshebel ist die "Einfingerbremse" eine unverzichtbare Ausstattung für die sichere Downhill-Fahrt.
Die Bikes lassen sich alle etwas unterschiedlich fahren - so kommt man an einer ausgiebigen Probefahrt nicht vorbei. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf Ergonomie und Handling gelegt werden, gefolgt von der Handhabung der Bedieneinheit und deren Informationsumfang. Neben einem Helm sorgen weitere Sicherheitsausrüstungen wie Knie- und Ellenbogenschützer für guten Unfallschutz auf Trails. Je nach Beschaffenheit des Trails können auch Rumpfprotektoren oder ein Vollvisierhelm sinnvoll sein. Zur besseren Erkennung für andere sollte bunte oder auffällige Kleidung gewählt werden und zur akustischen Warnung eine Klingel am Fahrrad angebracht sein. Für eine klare Sicht ist eine Schutzbrille zu empfehlen, um die Augen vor Insekten, Schmutz und Staub zu schützen.
Nie die eigenen Fähigkeiten überschätzen. Gerade das Bremsen birgt ein hohes Unfallpotential - Sowohl im Downhill als auch im Trail oder bei Action ist zu starkes Bremsen ein Hauptgrund für Unfälle. Nehmen Sie Trainingsprogramme wahr, die dabei helfen, die eigenen und die physikalischen Grenzen zu verstehen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Touren sollten gut vorbereitet sein. Zur Grundausstattung gehört ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Flickzeug sowie ein Ersatzschlauch inklusive Montagematerial, um für eine Panne gerüstet zu sein. Für Notfälle sollte ein vollgeladenes Handy oder eine Powerbank mitgeführt werden.
Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt. Da die Fullys relativ teuer und die Preise seit Testbeginn sogar um rund zehn Prozent gestiegen sind, noch zwei Spartipps: Eventuell auf einen Carbon-Rahmen beim Bike verzichten, denn der ist teuer, bringt aber nur wenig Gewichtsvorteil. Und in der Gangschaltung sind Stahlritzel günstiger als Aluritzel - und dazu noch verschleißärmer. Abseits vom Trail lassen sich die vollgefederten E-Mountainbikes durchaus alltagstauglich bewegen, sofern die Sattelstütze so eingestellt ist, dass man entspannt sitzen kann. Andernfalls ist der dauernde Druck auf die Handgelenke zu groß.
Ganz wichtig: Für den Einsatz im Straßenverkehr benötigen diese Bikes auf jeden Fall auch Licht, Reflektoren und eine Klingel.
ADAC Empfehlungen an die Hersteller
- Die Bedienung der Bremsen sollte möglichst mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
- Die absenkbare Sattelstütze muss auch in schwierigen Situationen mit dem Daumen von der Lenkergriffposition unkompliziert und sicher erfolgen können.
- Das e-MTB ist ein Sportgerät und bedarf Übung. Zum Kauf sollte ein z.B. kostenvergünstigtes Techniktraining selbstverpflichtend durch den Hersteller mit angeboten werden.
- Die Schalthebel sollten, um Schäden der Antriebsübertragung (Kette, Ritzel) zu vermeiden, möglichst in der "Eingangrastung" erfolgen, d.h. beim Drücken des Schalthebels wird nur ein Gang geschaltet.
- Eindeutige Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht bzw. Systemgewicht müssen am e-MTB gut sichtbar sein.
E-Bike-Trends und Highlights
- Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor - weniger Gewicht, mehr Natürlichkeit beim Fahren.
- Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
- Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe auf den Markt.
- Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner, Technik tritt in den Hintergrund.
- Vielfalt für alle: Vom Citybike bis zum High-End-Gravel-E-Racer - fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert, inklusive speziell abgestimmter Geometrien für Frauen, Senioren oder sportliche Fahrer.
Welches E-Bike passt zu dir? Finde es raus!
Entscheidungen, die ihr vor eurem Kauf treffen müsst, müssen klar überlegt sein. Was will ich und - noch wichtiger - was brauche ich überhaupt? Hier kommt unsere Checkliste mit den 5 wichtigsten Fragen, die ihr euch vor dem E-MTB-Kauf stellen solltet.
- Was willst du mit deinem E-Mountainbike machen? Fährst du Feierabendrunden auf dem Hausberg, liebst epische Tagestouren oder ballerst jedes Wochenende durch den Bikepark? Lange Tour, Shuttle-Day oder Pendelstrecke: Je klarer dein Einsatzbereich, desto besser kannst du das passende Bike wählen.
- Welches E-Bike-Motor-Konzept passt am besten zu dir? Full-Power-Shuttle-Feeling oder sanfter Rückenwind? Willst du maximale Unterstützung bergauf oder eher ein sportlich-natürliches Fahrgefühl? Mit wem fährst du regelmäßig - Light-Crew oder Turbo-Gang? Je nach Gruppe brauchst du mehr oder weniger Motorleistung, um dranzubleiben und in der Gruppe mitfahren zu können.
- Wie viel Akkukapazität brauchst du wirklich? Nicht die Wattstunden zählen, sondern wie du fährst: Unterstützungsmodus + Einsatzgebiet + Fahrergewicht + Fahrtdauer = realer Akkubedarf. Dabei muss die Lösung nicht immer heißen: mehr Akku. Auch modulare Systeme wie Range Extender, Zweitakku oder die neue Schnelllademöglichkeit können deine Reichweite sinnvoll verlängern.
- Wie wichtig ist ein entnehmbarer Akku für dich? Wenn du dein Bike immer - auch im Urlaub - an der Steckdose im Keller oder der Garage laden kannst, ist ein fest verbauter Akku praktischer, denn so sparst du dir Gewicht.
- Welche Fahreigenschaften erwartest du von deinem Bike? Sicherheit ist ein großes Thema - und da spielt das Handling eine entscheidende Rolle! Agil oder laufruhig? Verspielt oder spurtreu? Manche Bikes sind ad hoc intuitiv zu fahren, andere benötigen Eingewöhnungszeit oder kommen in bestimmten Situationen schnell an ihre Grenzen.
- Welche Features brauchst du wirklich am Bike? Multitool im Rahmen? Stauraum für Snacks oder Pumpe? USB-C-Port fürs Smartphone? Integrierte Beleuchtung für den Heimweg nach dem After-Ride-Bier? Auch Sicherheitsfeatures wie das Bosch ABS Pro am SCOTT Patron können einen großen Unterschied machen und dich vor dem einen oder anderen Sturz retten oder noch nicht ausgefeilte Fahrtechnik kompensieren. Wie smart soll dein E-MTB sein? Nutzt du Apps, Navigationsfunktionen und Connectivity-Features wie Apple FindMy aktiv oder bist du lieber mit reduziertem Umfang zufrieden? Viele smarte Features sind nice, aber auch nur, wenn du sie nutzt.
Wer glaubt, man könne das beste E-MTB mit nur einem Testfahrer finden, glaubt auch, dass Cappuccino in Italien nach 12 Uhr schon in Ordnung wäre. Um ein umfangreiches und vollständiges Bild von jedem Bike zu zeichnen, braucht es mehr als nur einen Fahrer-Typ auf dem Rad. Deshalb ist unsere Testcrew so vielfältig wie die Test-Trails in Finale Ligure: jung und alt, leicht und schwer, Rookie und Speed-Junkie, Tech-Nerd und Trail-Akrobat. Denn nur wenn unterschiedliche Perspektiven und Präferenzen aufeinandertreffen, entstehen angeregte Diskussionen, ein Gesamtbild und eine echte Erkenntnis. Wer will schon ein Bike, das nur unter Laborbedingungen glänzt? Unsere Crew testet hart, ehrlich und diskutiert leidenschaftlich. Anders wäre es gar nicht möglich, das beste Allround-E-Mountainbike zu finden.
Verwandte Beiträge:
- Laufräder für Gravel Bikes: Kaufberatung, Modelle & Test
- E-Bikes mit Shimano EP8 Motor: Test & Vergleich
- E-Bike günstig kaufen: Die besten Angebote & Tipps
- Harley-Davidson Baureihen: Ultimativer Guide zu Modellen, Fakten & Highlights!
- Wie eng sollte ein Fahrradhelm sitzen? Der perfekte Sitz für Sicherheit
Kommentar schreiben