Das Fully, also ein mit zwei Federungen ausgestattetes E-MTB, ist im Gegensatz zum E-MTB Hardtail der perfekte Begleiter für ausgiebige Offroad-Touren und erlebnisreiche Trails.
Was zeichnet ein Damen E-Mountainbike aus?
Charakteristisch für Damen Mountainbikes ist der meist aus Aluminium oder Carbon gefertigte, leichte Diamantrahmen. Das abfallende Oberrohr und der verkürzte Abstand zwischen Sattel und Lenker erleichtern insbesondere kleineren Bikerinnen, aufgrund ihrer geringeren Schrittlänge, das Auf- und Absteigen auch auf anspruchsvollem Untergrund. Hier kann zwischen verschiedenen Rahmen- und Reifengrößen gewählt werden, um je nach Körpergröße, ein effektives Training und eine gute Streckenkontrolle zu erfahren.
Komfort und Ergonomie
Auch der Sattel ist der Ergonomie des weiblichen Körpers angepasst, um auch auf längeren Ausflügen eine komfortable Sitzposition zu gewährleisten. Kombiniert man diesen mit einer absenkbaren Sattelstütze, kann in Sekundenschnelle, selbst während der Fahrt, der Schwerpunkt optimal verlagert werden. Diese kann bei Bedarf jederzeit nachgerüstet werden. Auch der Radabstand spielt gerade hinsichtlich dem Thema Wendigkeit eine große Rolle. Je kleiner die Frau, desto geringer sollte dieser sein. Bei der Wahl und Ausrichtung des Lenkers ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu breit ausfällt und mit dünneren Griffen für kleinere Hände ausgestattet wird. Auch die Bremshebel sollten diesbezüglich entsprechend angepasst werden. Der Lenkwinkel sollte dabei möglichst flach gehalten werden für ein besseres und sicheres Fahrgefühl. Je nach Armlänge kommen bei den Vorbauten längere oder entsprechend kürzere Varianten zum Einsatz.
Federung und Bremsen
Bei der Wahl des Federwegs sollte außerdem das Gewicht der Fahrerin berücksichtigt werden. Bei einem zu geringen Gewicht, wird mit weniger Druck in der Federgabel gefahren, um die optimale Federung zu erzielen. Leider geht dabei einiges an Performance und stabilem Fahrverhalten verloren. Um das bestmögliche Fahrverhalten zu vervollständigen, kommen beim E-MTB Fully moderne Scheibenbremsen von namhaften Herstellern, wie Shimano zum Einsatz. Hier müssen nach entsprechender Nutzung hin und wieder die Bremsbacken gewechselt werden.
Schaltung und Reifen
Mit der hochwertigen Shimano Kettenschaltung und deren sehr guten Übersetzungsbreite, meisterst du nahezu jede Hürde. Die Standards der Reifengrößen liegen aktuell bei 29“ und 27,5“. Bei großen Körpergrößen und dem Wunsch nach Komfort und besonders großer Laufruhe empfehlen sich die 29er Laufräder, während die 27,5“ Räder aufgrund ihrer Agilität und dem leichteren Handling eher in steilerem Gelände und bei kleineren Körpergrößen zum Einsatz kommen. Dabei kann außerdem, je nach Bedarf und Einsatzgebiet, auf gröbere Reifen mit tiefem Profil zurückgegriffen werden oder filigrane, profilärmere Reifen gewählt werden.
E-Mountainbikes um 4000 Euro im Vergleich
Es gibt vollgefederte E-MTBs, die beweisen, dass man schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für sein Geld bekommen kann. Sie versprechen mit ihren dicken Motoren von Bosch, Shimano oder Yamaha samt ihren reichweitenstarken Akkus spaßige Touren und (teils) richtige Bergab-Action.
Abstriche und Highlights
Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge. Auch die weitere Ausstattung ist mitunter einfach, aber keinesfalls schlecht: Die allermeisten Bikes haben gute Fahrwerke ohne teuren Schnickschnack, die Schaltungen sind zwar günstig, aber haltbar und im Unterhalt preiswert. Nicht jeder Hersteller verbaut in dieser Preisklasse sogenannte Vario-Sattelstützen, also Sattelstangen, die sich vom Lenker aus ins Sitzrohr versenken lassen. So schnüren Centurion, Conway, Propain, Radon, Rose, Specialized und YT für knapp unter der magischen 5000-Euro-Grenze richtig hart kalkulierte Bikes mit Federwegen von 140 bis satten 170 mm - teilweise sind diese Boliden bereits jetzt zum Saisonstart kräftig reduziert, weswegen hier ein genauer Blick in jedem Fall lohnt!
Bremsen und Systemgewicht
Die Bikes haben in aller Regel dicke Bremsanlagen, die allermeisten E-MTBs in dieser Preisklasse kommen nämlich mit "dicken" 200-mm-Scheiben und eignen sich damit auch für schwerere Fahrer. Viele Hersteller haben sich der Realität gebeugt und geben ihre Bikes auch für gewichtigere Piloten frei, Spitzenreiter ist hierbei Giant mit bis zu 156 Kilo bestehend aus Fahrer, Schutzausrüstung und E-MTB.
Einzelne Modelle im Überblick
Hier eine Übersicht einiger E-MTBs um die 4000 Euro:
| Modell | Preis (ca.) | Federweg (vorne/hinten) | Motor/Akku | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Bulls Copperhead EVO AM 1 29 | 4399 Euro | 150 / 140 mm | Bosch CX Smart / 500 Wh | Veritables All-Mountain, keine Vario-Sattelstütze |
| Canyon Neuron:ON AL 6.0 | ab 3799 Euro | (120) 130 / 130 mm | Shimano EP6 / (504) 630 Wh | Top Ausstattung für den Preis, kleine Rahmen mit kleinerem Akku |
| Centurion Numinis R800i | ab 4699 Euro | 140 / 130 mm | Bosch CX Smart / 625 Wh | Hervorragende Ausstattung, kleiner Rahmen nicht mit 750-Wh-Akku |
| Centurion No Pogo F800i | 4399 Euro | 140/135 mm | Shimano EP6 / 630 Wh | Super Ausstattung für den Preis |
| Conway eWME 4.9 | 4499,95 Euro | 160/160 mm | Shimano EP8 / 720 Wh | Sattes Fahrwerk, gute Parts, nur 130 Kilo Systemgewicht |
| Cube Stereo Hybrid 120 Race 625 | 4299 Euro | 120/120 mm | Bosch CX Smart / 625 Wh | Bäriger Motor, funktionale Ausstattung, Vario-Sattelstütze fehlt |
| Ghost E-ASX 130 Essential | 4499 Euro | 130/130 mm | Bosch CX Smart / 625 Wh | Gemessen am Kaufpreis gut ausgestattet |
| Giant Stance E+ 1 | 4399 Euro | 140/140 mm | (Yamaha) SyncDrive Sport2 / 625 Wh | Sattes Systemgewicht, gemessen am Kaufpreis gute Parts, Motor nicht ganz so kräftig wie Bosch/Shimano, eher schwer |
| Haibike AllTrail 4 29 | 4399 Euro | 120/120 mm | Yamaha PW-ST / 630 Wh | Als 29"- oder 27,5"-Bike erhältlich, Systemgewicht für gewichtige Piloten zu niedrig, keine Vario-Sattelstütze |
| KTM Macina Chacana 591 | 4599 Euro | 130/125 mm | Bosch CX Smart / 500 Wh | Ordentliche Parts, bäriger Motor, kleiner Akku, keine Vario-Sattelstütze |
| Propain Ekano 2 AL Mix | ab 4994 Euro | 180/170 mm | Shimano EP6 / 626 Wh | |
| Radon Render AL 8.0 750 | 4599 Euro | 150/140 mm | Bosch CX Smar / 750 Wh | Superfair kalkuliertes E-MTB |
| Rose Root Miller Plus | 4999 Euro | 150/150 mm | Bosch CX (ohne Smart!) / 625 Wh | Derzeit ein richtiges Schnäppchen, Motor ohne Smartphone-Anbindung |
| Scott Strike eRIDE 940 | 3599 Euro | 140/140 mm | Bosch CX Smart / 500 Wh | Sehr günstig, fair ausgestattet, kleiner 500-Wh-Akku |
Diese Tabelle bietet einen ersten Überblick über verschiedene Modelle und deren Eigenschaften. Es ist ratsam, die Bikes Probe zu fahren und die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben bei der Wahl zu berücksichtigen.
Weitere E-MTB Modelle für Damen
Neben den oben genannten Modellen gibt es noch weitere Optionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind:
- Bergamont E-Trailster Sport FMN 29: Optimiert für harten Trail-Einsatz mit viel Federweg und Downhill-Bereifung.
- Canyon Spectral:On WMN 7.0: Kommt mit 27,5-Zoll-Laufrädern am Heck kombiniert.
- Cube Sting Hybrid 120 HPC SL 500 Kiox: Eher für den Touren-Einsatz optimiert.
- Liv Intrigue E+1 Pro: Die Kombination von 150 mm Federweg an der Gabel wie 140 mm am Heck sorgt für eine gute Performance auf härteren Trails.
- Simplon Steamer Compact GX1 Eagle: Kein ausgesprochenes Frauen-Bike, aber explizit auf kleine FahrerInnen optimiert.
Die Wahl des richtigen E-Mountainbikes hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Körpergröße, der bevorzugte Fahrstil und das Budget. Es ist ratsam, verschiedene Modelle Probe zu fahren und sich von einem Fachhändler beraten zu lassen, um das optimale Bike für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
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