E-Mountainbike Hardtail bis 2000 Euro: Ein umfassender Test

Mit der steigenden Popularität von Elektrofahrrädern haben viele Hersteller innovative Lösungen entwickelt, um hochwertige E-Bikes zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Ob du nach einem umweltfreundlichen Weg zur Arbeit suchst, die Natur erkunden möchtest oder einfach nur den Fahrspaß ohne allzu hohe Kosten genießen möchtest, es gibt eine breite Palette von E-Bikes, die in dein Budget passen.

E-Bikes bieten eine ideale Mischung aus traditionellem Radfahren und moderner Technologie, die das Pendeln und Freizeitfahrten komfortabler und effizienter macht. Wenn Sie ein Pedelec suchen, aber nicht mehr als 2000 Euro dafür ausgeben möchten, haben Sie Glück: Denn auch in dieser Preisklasse gibt es viele qualitativ hochwertige Optionen.

Warum ein E-Mountainbike Hardtail?

Trail-Hardtails sind leicht, günstig und robust. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. BIKE testet - Inhalt:

  • Test: 9 Hardtails für Einsteiger zwischen 1200 und 1800 Euro
  • Fazit zum Test der 9 Hardtails
  • Details - das ist uns aufgefallen
  • Darauf kommt es beim Kauf eines Einsteiger-Hardtails an
  • Zahlen, Daten, Fakten: Die 9 Hardtails im Vergleich
  • Diese 9 Hardtails finden Sie im Test: (Per Klick geht’s zur Einzelbewertung)Testreport Hardtails

Preiswerte Bikes für Einsteiger: Mit Preisen von 1199 bis 1799 Euro sind die neun Hardtails im Test erfreulich bezahlbar, statt extravagant und unvernünftig. Alle neun Bikes richten sich an Einsteiger und wurden mit spitzem Bleistift kalkuliert.

Erste Ausflüge ins Gelände sind mit den Hardtails aus unserem Test allemal möglich.

Die Faszination Hardtail

Was zeichnet ein Hardtail überhaupt aus? Was spricht für dieses einzigartige Fahrgefühl? Ein Hardtail lebt in erster Linie vom geringen Gewicht und dem ungefilterten Vortrieb. Wer jemals auf einem sündteuren Carbon-Hardtail mit nur 8,5 Kilo gesessen hat, weiß, wovon ich rede. Jede noch so kleine Kraftanstrengung wird verlustfrei in Vortrieb verwandelt. Das Bike lässt sich mit spielerischer Leichtigkeit über den Trail dirigieren und verschmilzt mit dem Fahrer zu einer Einheit.

Ein Hardtail kennt weder Antriebseinflüsse, noch die Notwendigkeit, einen Dämpfer blockieren zu müssen, egal, wie hart der Fahrer in die Pedale hämmert. Das gilt vor allem auf ebenen Untergründen, wo ein gefedertes Heck ohnehin keine Vorteile bringt.

Ein weiteres nicht ganz unerhebliches Ass ziehen die Hardtails durch ihre schlichte Konstruktion aus dem Rahmen. Weniger Teile und simple Technik sprechen also klar für das Hardtail als robusten Begleiter. FAZIT von Peter Nilges, BIKE-Testleiter: Die Zeiten, in denen man für 1000 Euro ein Hardtail mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung kaufen konnte, sind längst vorbei. Steigende Produktionskosten und Inflation schrauben die Ausstattung runter und die Gewichte hoch.

Die besten E-Mountainbike Hardtails bis 2000 Euro

Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht.

Testsieger: Eleglide M2

Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet. Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.

Vorteile:

  • tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises
  • großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung
  • hydraulische Bremsen, gute Federung

Nachteile:

  • Motor reagiert verzögert
  • kein Hecklicht, kein Schutzblech
  • Kabelmanagement

Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden. Wir schauen es uns hier im Testbericht ganz genau an.

Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Trotzdem hat uns der gelb-grüne Aufdruck auf dem Eleglide M1 noch etwa mehr angesprochen als das in Rot gehaltene Logo auf dem M2.

Display: An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".

Gangschaltung: Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann.

Bremsen: Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser.

Fahren: Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt.

Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil.

Akku: Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt. Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen.

Telefunken Aufsteiger M925

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen. Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.

Vorteile:

  • starker Mittelmotor
  • gute hydraulische Scheibenbremsen
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schickes Design

Nachteile:

  • Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Wenn ein E-Mountainbike mit Mittelmotor zu einem Preis von kaum mehr als 1000 Euro angeboten wird, sind die Erwartungen nicht unbedingt groß. Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung.

Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt.

Worauf man beim Kauf eines E-Mountainbike Hardtails achten sollte

Drei wichtige Punkte für den Kauf eines Einsteiger-Hardtails:

  1. Einsatzbereich: Sport oder Trail? Ist der Entschluss gefasst, ein Hardtail zu kaufen, stellt sich als erstes die Frage: Was will ich damit überhaupt machen? Steht der reine Ausdauer- und Fitnessaspekt mit Reserven abseits der Straße im Vordergrund, oder liegt der Fokus auf echtem Geländeeinsatz mit fordernden Trails?
  2. Ausrüstung rund ums Bike: Wer bei Null startet, muss noch etwas Budget (200 - 300 Euro) für essenzielle Ausrüstung einplanen. Helm, Brille, Handschuhe und idealerweise MTB-Schuhe sind genauso notwendig wie ein Ersatzschlauch, Mini-Tool, Mini-Pumpe und oftmals nicht im Lieferumfang enthaltene Pedale.
  3. Sparen aufs Fully: Ist das Budget auf 1500 Euro begrenzt, führt bei der Neuanschaffung kein Weg am Hardtail vorbei. Wer allerdings noch unschlüssig ist, ob nicht vielleicht doch ein Fully die bessere Wahl wäre, muss tiefer in die Tasche greifen oder gebraucht kaufen.

Die besten E-Bikes bis 2000 Euro

E-Bikes in der Preisklasse bis 2000 Euro verfügen über diverse Vorzüge, die sie zu einer lohnenden Investition machen. Sie sind in der Regel mit leistungsfähigeren Akkus und Motoren ausgestattet als in der Einsteigerklasse der E-Bikes bis 1000 Euro. So bieten sie eine etwas größere Reichweite und noch bessere Unterstützung bei Steigungen. In dieser Preisklasse können Sie eine robustere Bauweise und langlebigere Materialien erwarten, was zu einer längeren Lebensdauer des E-Bikes führt.

Worauf man beim Kauf achten sollte

  • Akkukapazität und Reichweite: Achten Sie auf die Kapazität des Akkus.
  • Motorleistung: Die Motorleistung ist ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit des E-Bikes.
  • Rahmenqualität: Ein hochwertiger Rahmen aus Aluminium oder Carbon sorgt für Stabilität und geringes Gewicht.
  • Bremsen und Sicherheit: Hydraulische Scheibenbremsen sind in dieser Preisklasse oft Standard und bieten eine ausgezeichnete Bremsleistung bei allen Wetterbedingungen.
  • Zusätzliche Ausstattung: Viele E-Bikes unter 2000 Euro kommen mit nützlichen Extras wie Gepäckträgern, Schutzblechen, hochwertigen Schaltungen und Federungen.

Ein E-Bike unter 2000 Euro ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die ein zuverlässiges, leistungsstarkes und komfortables Fortbewegungsmittel suchen. Diese Preisklasse bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Preis und Leistung, sodass Sie nicht auf wichtige Features und Qualität verzichten müssen.

Empfehlungen

Wer mit dem E-Mountainbike in Deutschland ausschließlich auf privatem Gelände unterwegs ist und den Fokus auf Power legt, der sollte sich unbedingt das Doppelmotormonster Duotts S26 anschauen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0