Das Thema Elektromobilität wird für viele Menschen immer wichtiger, besonders in Innenstädten. Nach dem Boom der E-Bikes erfreuen sich nun auch E-Scooter wachsender Beliebtheit als kraftsparende und vor allem günstige Alternative zum PKW. Zwar gibt es bereits seit längerer Zeit klassische Tretroller, die man zusammenklappen kann, um die letzten Meter von der Bahn ins Büro zu gelangen, doch prickelnd ist es nicht, wenn man an heißen Sommertagen verschwitzt ankommt.
Seit dem Jahr 2019 überschwemmen E-Scooter zahlreiche deutsche Innenstädte. Große Anbieter stellen die Elektro-Scooter gegen eine kleine Gebühr zum Leihen bereit. Kurze Zeit später hat auch das Angebot an Elektro-Scootern zum Kauf stark zugenommen. Die kompakten Gefährte ergänzen damit die Flotte der klassischen Tretroller und bieten eine zusätzliche Alternative zum Fahrrad oder E-Bike.E-Scooter ermöglichen es, sich ohne eigene Kraftanstrengung bis zu 20 Kilometer pro Stunde fortzubewegen.
Einerseits dienen sie als umweltfreundliche Spaßmobile. Aber gerade in engen und überfüllten Innenstädten spielen sie ihre Stärken aus. Man kommt überall durch, muss sich um einen Parkplatz keine Sorgen machen und darf sich auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen bewegen. Fehlen diese, ist sogar die Fahrbahn erlaubt. Für Pendler waren E-Scooter lange Zeit eine praktische Option. Zusammengeklappte Modelle darf man nach wie vor in den Fernzügen der Deutschen Bahn als Handgepäck mitnehmen.
Allerdings gibt es auch Kritik: E-Scooter stehen zudem in Innenstädten immer stärker in der Kritik. Einerseits, weil sie für schwere Unfälle verantwortlich sind. Andererseits, weil viele Leihroller auf Straßen und Bürgersteigen herumstehen, als Hindernis fungieren und das Städtebild verschandeln. Aus diesem Grund hat vor kurzem Gelsenkirchen als erste deutsche Stadt Leihroller verboten.
Wichtige Fakten und Regeln für E-Scooter-Fahrer
Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: E-Scooter-Fahrer brauchen keinen Führerschein, auch nicht eine Mofa-Prüfbescheinigung. Einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 14 Jahren. Genau wie für Auto- und Radfahrer gelten auch für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte. Nach Angaben des ADAC begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid, wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt; in der Regel sind das 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist, begeht eine Straftat. Dafür reichen auch schon 0,3 Promille, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt.
Besitzer eines Elektro-Scooters benötigen für ihr Zweirad eine Haftpflichtversicherung. Die entsprechende Plakette wird auf eine kleine Halteplatte am Heck des Elektrorollers geklebt. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten durch den Betrieb des E-Scooters zugefügt werden.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das Angebot an E-Scootern wächst rasant. Für einen möglichst flexiblen Einsatz sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass am Fabrikschild Ihres Electro-Scooters eine Betriebserlaubnis-Nummer (ABE-Nr.) angebracht ist. Diese finden Sie in der Regel am Rahmen oder an der Unterseite. Fahren Sie einen Elektroroller ohne Straßenzulassung auf öffentlichen Straßen, drohen empfindliche Geldstrafen. Außerdem verlieren Sie unter Umständen jeglichen Versicherungsschutz.
E-Scooter dürfen bis zu 20 km/h schnell fahren. Der Elektromotor kann im Normalfall nicht im Stand aktiviert werden. Bei fast allen Modellen nimmt er die Arbeit erst auf, nachdem der Roller angeschoben wurde. Viele Elektro-Scooter verfügen über unterschiedliche Fahrstufen, die Auswirkungen auf die Agilität des Rollers und die Höchstgeschwindigkeit haben. Über ein Display sehen Sie die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegten Kilometer und die Restkapazität des Akkus.
Während Modelle mit größeren Rädern und Federgabel deutlich mehr Fahrkomfort bieten, ist die Fahrt auf einem Gerät mit kleinen Rädern oft sehr unkomfortabel, jedes Schlagloch wird hier zur Herausforderung. Wichtig: Man sollte immer beide Hände am Lenker haben. Mit nur einer Hand sind die kleinen Elektroroller extrem instabil. Deshalb ist das Abbiegen problematisch und nicht ungefährlich, wenn man das durch ein Handzeichen signalisiert. Vor Ihrer ersten Fahrt im Straßenverkehr sollten Sie das Fahren unbedingt auf einem großen leeren Parkplatz oder auf einem Privatgelände üben.
Weitere wichtige Aspekte beim Kauf:
- Gewicht: Möchten Sie Ihren Electro-Scooter beispielsweise mit in den Zug oder die Straßenbahn nehmen, sollte dieser möglichst leicht sein.
- Reifengröße: Größere Reifen bieten einen höheren Fahrkomfort, natürlich wird der Scooter dadurch wuchtiger, was sich wiederum auf die Kompaktheit beim Zusammenlegen und damit auf den Transport negativ auswirkt.
- Federgabeln: Federgabeln erweisen sich als sinnvoll, damit Sie nicht jeden Schlag direkt an der Lenkerstange spüren.
- Lenker: Klappbare Lenker sind häufig deutlich instabiler als durchgehende, aber dafür sperrigere Lenkstangen.
E-Scooter müssen mit Licht, Klingel und mindestens zwei Bremsen ausgestattet sein, um die Straßenzulassung zu erhalten. Bei letzteren gibt es erhebliche Unterschiede, wie wir in unserem Test festgestellt haben. Hersteller bieten neben Scheiben- und Trommelbremsen auch elektrische Vorderradbremsen sowie mechanische Rücktrittbremsen an. Bremsen sollten gut dosierbar sein. Packen diese zu abrupt und kräftig zu, besteht Sturzgefahr. Sicherheit beim Fahren und Bremsen ist das A und O.
Ein erhebliches Unterscheidungsmerkmal bei Elektro-Scootern sind zudem der Akku bzw. die Akkukapazität. Diese entscheidet über die Reichweite. Modelle ab etwa 7.500 mAh ermöglichen Ihnen Strecken von mindestens 20 Kilometern - abhängig ist diese Angabe natürlich von möglichen Steigungen und der Bodenbeschaffenheit. In unserem Test hatten bis auf den Trekstor e.Gear EG40610 alle Elektroroller fest verbaute Akkus. Das hat den Nachteil, dass Sie bei einem Akkuschaden Ihren Scooter gleich mit in die Werkstatt geben müssen.
Top E-Scooter im Test
Der Markt wächst rasant. Wir haben insgesamt 44 Elektro-Scooter mit Straßenzulassung getestet, 32 davon sind aktuell noch verfügbar. In unserem Test erklären wir Ihnen auch, worauf Sie beim Kauf - und beim Fahren - achten müssen. Eins haben wir beim Update festgestellt: Die Preise für E-Scooter sind angezogen.
Der beste E-Scooter: ePowerFun ePF-Pulse
Der beste E-Scooter ist für uns der ePowerFun ePF-Pulse. Der Flitzer ist mit drei unterschiedlichen Akku-Kapazitäten erhältlich und kostet zwischen 1.070 und 1.450 Euro. Das ist nicht wenig, aber dafür bekommt man extrem viel E-Scooter mit super Beschleunigung, großer Reichweite, Blinkern, Bremslicht und exzellenten Bremsen. Wir haben den leistungsstärksten und schwersten ePF-Pulse 960 getestet.
Der ePowerFun ePF-Pulse ist ein super flotter Flitzer mit ausgezeichneter Beschleunigung, hoher Reichweite von mindestens 60 Kilometern, souveränem Fahrverhalten und starken Bremsen. Er ist vorn und hinten gefedert, wodurch harte Schläge und Fahrbahnunebenheiten eliminiert werden. Zudem hat der Roller an den Griffenden und neben dem Hinterreifen insgesamt vier Blinker verbaut, um im Dunkeln und auch tagsüber beim Abbiegen besser gesehen zu werden.
Der Aluminiumrahmen des E-Scooters ist absolut verwindungssteif und sehr robust. Selbst bei schweren Fahrern vibriert und klappert nichts. Maximal kann der ePowerFun mit 140 Kilo beladen werden. Die Schutzbleche bestehen aus Metall, ebenso die massive Befestigung für die rückseitigen Blinker und das Bremslicht sowie der Lenkerholm und die Lenkstange. Letztere ist unglaublich stabil, weil aus einem Stück gefertigt, deshalb hat sie überhaupt kein Spiel und gibt auch auf holperigen Feldwegen nicht nach.
Das Zweirad rollt auf sehr griffigen, 10 Zoll großen schlauchlosen Luftreifen mit selbstreparierenden Geleinlagen. Diese zeichnen sich nicht nur durch effektive Absorptionseigenschaften aus, sondern sollen auch besten Pannenschutz bieten. Das Trittbrett ist groß dimensioniert (48 x 19 Zentimeter), selbst mit Schuhgröße 50 hat man hier keine Probleme. Großgewachsene Fahrer dürfen sich freuen: Die Lenkstange ist schön hoch, sodass man entspannt gerade stehen und den E-Scooter mühelos pilotieren kann. In der Höhe lässt sich der Lenker nicht verstellen.
Plan in den Lenker ist ein auch bei Tageslicht gut ablesbares 5,5 x 5 Zentimeter großes Display integriert. Dieses informiert über gefahrene Kilometer, die Fahrstufe, die aktuelle Geschwindigkeit und die Akku-Restkapazität. Installiert man auf einem Android-Smartphone oder auf einem iPhone die kostenlose ePF-App, so kann man hierüber die elektrische Wegfahrsperre aktivieren und die maximal erreichbare Höchstgeschwindigkeit (max. 22 km/h) definiere.
Beschleunigt wird am rechten Lenker über einen kleinen Gasgriff. Diese Methode ist wenig ermüdend und perfekt für lange Strecken geeignet. Feinfühliges Beschleunigen gelingt mühelos. Spannend ist das Feature, in der App die Art festzulegen, wie der E-Scooter anfahren soll. Genauso gut reagiert der Daumenregler am linken Handgriff. Diese elektronische Bremse wird genutzt, um mit gewonnener Bremsenergie den Akku wieder etwas aufzuladen (Rekuperation).
Der 48-Volt-Motor liefert eine Nenndauerleistung von 500 Watt, in der Spitze sind sogar 1.200 Watt drin. Dem Hersteller zufolge ist der Motor mit größeren und stärkeren Magneten und einem breiteren Stator für mehr Drehmoment ausgestattet. Bei der Höchstgeschwindigkeit nutzt der Pulse den erlaubten Toleranzbereich (20 km/h + 10 Prozent) aus und kommt auf bis zu 22 Stundenkilometer. Zur Auswahl stehen drei Fahrmodi. Der ePF-Pulse ist eine echte Fahr- und Spaßmaschine.
Der ePF-Pulse ist vorne und hinten gefedert, die Bodenfreiheit beträgt großzügige 14 Zentimeter, und das Fahrwerk ist auf robusten Aluminium-Schwingen an Vorder- und Hinterachse aufgebaut. Dem Hersteller zufolge wurde die Geometrie der Vorderachse für stabile Fahreigenschaften optimiert. Im Test zeigt sich: Der Geradeauslauf ist auch bei höheren Geschwindigkeiten famos. Alle Fahrten sind nahezu vibrationsfrei, die Griffe liegen sehr angenehm und entspannt in der Hand, und die Laufruhe ist top.
Wie alles am ePowerFun sind auch die Bremsen exzellent. Über zwei Bremshebel betätigt man die beiden Scheibenbremsen. Diese sind gut eingestellt, sie packen nicht brutal zu, bringen den E-Scooter trotzdem schnell und nicht zu abrupt zum Stehen. Beide Bremshebel der Scheibenbremsen aktivieren auch die elektronische Motorbremse.
Für uns ist der ePowerFun ePF-Pulse eine ausgezeichnete Spaßmaschine. Auch in anderen Medien schneidet der ePF-Pulse durchweg positiv ab.
Weitere Empfehlenswerte E-Scooter
- Trittbrett Sultan Plus: Blinker, Federung, stabile Konstruktion, durchzugsstarker Motor und ordentliche Bremsen. Kostet beim Hersteller selbst gerade mal 750 Euro. Mit Bremslicht ausgestattet ist man auf diesem E-Scooter sicher unterwegs.
- Segway Ninebot G3 D: Super Federung, optionaler Zusatzakku, tolles Display, Bremslicht, Blinker und exzellente Bremsen. Ein extrem komfortabler E-Scooter mit ausgereifter Technik, der es Langfingern schwer macht.
- Slidefox NT: Bietet alles, was maximalen Fahrspaß garantiert: einen starken Motor, exzellente Federung, große Reichweiten, vier Blinker und einen stabilen Alu-Rahmen.
- Navee V50i Pro: Für rund 500 Euro ist er preiswert, außerdem kann man den Lenker zweifach falten und damit das Packmaß deutlich reduzieren.
E-Scooter Vergleich: So werden die Bewertungen ermittelt
In unserem E-Scooter-Vergleich finden Sie eine Übersicht der in Deutschland verfügbaren E-Scooter. Grundlage hierfür sind also Modelle, die gemäß der Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung eine Zulassung in Deutschland erhalten haben.
Verarbeitung: Bei sämtlichen Modellen prüfen wir die Verarbeitungsqualität und gehen direkt auf Mängel ein. Durch die Bewertung der einzelnen Aspekte sowie unsere langjährige Erfahrung im E-Scooter-Markt können wir ein detailiertes Bild zur Verarbeitung zeichnen.
Motor: Gerade bei den verbauten Motoren gibt es signifikante Unterschiede. Während die Nennleistung immer auf 500 W limitiert ist, können die Motorleistungen der E-Scooter in der Spitze variieren. Zudem setzen immer mehr Hersteller auf eine Kombination von zwei Motoren für ein Optimum an Leistung.
Fahrverhalten: Das Fahrverhalten eines E-Scooters ist das Resultat aus den verbauten Komponenten. Wir geben einen Überblick über das Fahrgefühl und bewerten den Federungskomfort, die Fahrleistung sowie die Agilität.
Bremsen: Gerade bei den verbauten Bremsen setzen die Hersteller erfahrungsgemäß auf unterschiedliche Kombinationen. Je teurer der E-Scooter, desto besser die verbauten Bremssysteme. Wir bewerten in unserem Vergleich, wie gut die E-Scooter wirklich bremsen, um dir einen optimalen Überblick zu bieten.
Alltagstauglichkeit: E-Scooter eignen sich in erster Linie für die Mikromobilität, also für die letzte Meile. In unserem Vergleich prüfen wir, wie gut die Modelle im Alltag sind. Hierzu zählt die Reichweite, der Akku, die Anpassbarkeit des E-Scooters sowie das Gewicht.
Konnektivität: Du kannst fast jeden E-Scooter mit einer App verknüpfen. Welche Funktionen die App des Herstellers bietet, bewerten wir in unserem Testverfahren. Wir gehen auf Funktionen, die Genauigkeit der Angaben und die allgemeine Stabilität der App ein.
Hier haben wir dir eine Übersicht der einzelnen Kategorien erstellt. In unserem Beitrag zu unserem E-Scooter-Testverfahren kannst du detailliert nachlesen, welche Kriterien einen Einfluss auf die Bewertung haben und welche Gewichtung diese zur Ermittlung der Gesamtbewertung haben.
Die besten E-Scooter der Einstiegsklasse im Vergleich
Wer auf der Suche nach einem günstigen E-Scooter ist, der sollte sich in der Einstiegsklasse umschauen. An dieser Stelle möchten wir dir nur drei der besten E-Scooter für Einsteiger vorstellen. Möchtest du stattdessen einen Überblick über alle Modelle haben, dann wirf gerne einen Blick auf unseren Vergleich der besten E-Scooter bis 500 €.
Wir definieren E-Scooter der Einstiegsklasse als günstige Modelle. Weiterhin ist die Ausstattung dieser Modelle vergleichsweise einfach. So haben die Modelle oftmals eigenentwickelte Komponenten und bieten sich eher für kurze Strecken an.
Empfehlungen der Einstiegsklasse:
- ePowerFun ePF-1: Mit einem Preis von 499,00 € ist der ePowerFun ePF-1 nicht nur der erste E-Scooter aus dem Hause ePowerFun, sondern auch eines der besten Modelle bis 500 €. Der ePF-1 bietet eine Reichweite von bis zu 30 km, 350 W Motorleistung, eine Federung an der Hinterachse und eine Scheibenbremse am Hinterrad.
- Trittbrett Kalle: Mit einem Preis von 449 € bietet Trittbrett einen attraktiven Einstieg in den E-Scooter-Markt. Gerade beim regelmäßigen Einsatz während der Abenddämmerung konnte uns der Kalle überzeugen.
- VMAX VX5: In unserem Test hat der VMAX VX5 einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der VMAX VX5 ist der stärkste der drei hier vorgestellten E-Scooter mit einer Leistung von 400W.
Neben den hier vorgestellten Modellen gibt es natürlich noch viele weitere E-Scooter mit einem Preis von maximal 500 €, die wirklich empfehlenswert sind.
Die besten E-Scooter der Mittelklasse
Möchtest du bereits etwas mehr Geld in die Hand nehmen, dann lohnt sich ein Blick auf die Mittelklasse. Allerdings sehen wir Modelle der Mittelklasse in erster Linie als Modelle, die bis 1.000 € kosten. Bei diesen E-Scootern darfst du dich über deutlich höhere Motorleistungen freuen.
Empfehlungen der Mittelklasse:
- Egret X+: Auffällig ist beim Egret X+ das Design. Gerade die großen Räder sind ein Alleinstellungsmerkmal.
- ePowerFun ePF-2 XT: In den vergangenen Jahren hat mich der ePF-2 XT treu im städtischen Verkehr begleitet. Das Team von ePowerFun setzt bei der Entwicklung neuer Modelle stets auf hochwertige Komponenten.
- VMAX VX2 Extreme: Bei diesem Modell haben wir hart diskutiert, denn wir könnten den VMAX VX2 Extreme auch einfach als Premiummodell klassifizieren. Der VX2 bietet ein rundum gutes Gesamtpaket aus Leistung, Verarbeitung und Komfort.
E-Scooter der Premiumklasse im Test
Die Modelle der Premiumklasse sind die wohl teuersten Vertreter am Markt. Unserer Ansicht nach ist hier der Segway Ninebot Max G30D der unangefochtene Testsieger.
Bei unserem Vergleich haben wir uns zahlreiche verschiedene Kriterien angeguckt. Unser E Scooter Vergleich soll dir die Möglichkeit geben, dich vor dem Kauf genauer über die verschiedenen E-Scooter Modelle zu informieren. In unseren Tests bewerten wir unabhängig und objektiv.
Weitere getestete E-Scooter-Modelle
Wir haben sechs aktuelle Top-Modelle getestet: den Segway Ninebot F3 Pro, den Navee GT3 Max, den Navee ST3 Pro, den Acer Series 3, den Xiaomi Electric Scooter 5 Max und den NIU KQi 300. Was leisten die Modelle im Alltag?
Die Preisspanne bei E-Scootern ist groß - vom günstigen Einsteigergerät bis zum Premium-Modell mit Vollausstattung. Der Test zeigt: Für ein solides, alltagstaugliches Gerät mit guter Reichweite und sicherem Bremssystem solltet ihr mindestens 600 Euro einplanen. Wer auf Reichweite verzichten kann, findet auch günstigere Modelle, etwa de Acer-Scooter aus diesem Test.
Klasseneinteilung:
- Einsteigerklasse (250-400 Euro): Modelle wie der Acer Series 3 - leicht, kompakt, für kurze Stadtfahrten geeignet.
- Mittelklasse (circa 600 Euro): Die meisten empfehlenswerten Modelle wie Xiaomi 5 Max, Segway F3 Pro oder GT3 Max. Gute Mischung aus Leistung, Reichweite und Komfort.
- Oberklasse (über 600 Euro): Leistungsstarke Scooter mit sehr guter Federung, hoher Reichweite, starkem Motor (zum Beispiel Navee ST3 Pro).
Einzelprofile der getesteten E-Scooter-Modelle:
- Segway Ninebot F3 Pro: Unser Testsieger leistet sich bis auf die etwas lange Ladezeit kaum Schnitzer. Es ist das gelungene Gesamtpaket, das dem Ninebot F3 Pro den Gesamtsieg beschert. Kein anderer E-Scooter in unserem Vergleich ist so ausgeglichen und so fahrstabil. Über die App lässt sich der Scooter gegen Diebstahl sichern (Deaktivierung des Motors, Blockieren des Hinterrades). Einzigartig in diesem Testfeld: Wer in der begleitenden App ein Navigationsziel eingibt, erhält über das jederzeit gut ablesbare Display entsprechende Richtungspfeile.
- Navee ST3 Pro: Der ST3 Pro von Navee fährt mit dem stärksten Motor im Testfeld vor. Er erklimmt die höchsten Steigungen und überzeugt mit guter Verarbeitung und gut gemachten Details. Unterm Strich überzeugt er vor allem Jugendliche und jung gebliebene Nutzer, denn die Motorcharakteristik ist forsch.
- Acer ES Series 3: Günstig, unkompliziert und leicht - aber auch ohne Federung, ohne App und ohne Blinker. Der Acer Series 3 ist im Testfeld der günstigste E-Scooter, schon ab 300 Euro ist er zu haben. Der niedrige Preis geht mit einer reduzierten Ausstattung einher. Der Acer-Scooter bietet sich vor allem für kurze Fahrten, zur Mitnahme im Wohnmobil oder Kofferraum im Auto an.
- Navee GT3 Max: Etwas sanfter als das Schwestermodell ST3 Pro. Der Navee GT3 Max ist etwas gemächlicher unterwegs als sein sprintstarkes Schwestermodell ST3 Pro. Auch ist die Motorleistung etwas geringer. Dafür gestaltet sich die Fahrt etwas bequemer, da der Scotter sanfter beschleunigt.
- Xiaomi 5 Max: Der Xiaomi 5 Max verpasst nur knapp das Podest, liegt in unserer Wertung dicht hinter den Modellen von Segway und Navee. Besonders gut gefällt uns am Xiaomi-Scooter das Gesamtpaket. Er bietet eine hydraulische Federung, die nicht nur auf Waldwegen sondern besonders auch auf Kopfsteinpflaster gut funktioniert.
- Niu KQI 300p: Gerne hätten wir einen ausführlicheren Blick auf den Niu KQI 300p geworfen. Doch leider erhielten wir vom Hersteller ein Testexemplar, das bereits im Einsatz und mit einem fremden Smartphone gekoppelt war. Der eingebaute Diebstahlschutz verhinderte, dass wir uns mit dem E-Scooter verbinden und Fahrtests durchführen konnten.
Stiftung Warentest: Segway Ninebot Max G2 D als Testsieger
Die Stiftung Warentest hat nun sieben Modelle getestet . Im Test mussten die Modelle Fahrprüfungen, Sicherheits- und Härtetests bestehen, gesteuert von acht unterschiedlich großen und schweren Fahrerinnen und Fahrern. Dabei wurde nicht nur auf die Fahrbarkeit auf unterschiedlichen Untergründen geachtet, sondern auch auf den Komfort von Griffen und Trittbrettern.
Als Sieger ging der Segway Ninebot Max G2 D aus dem Test hervor. Er bietet der Stiftung Warentest zufolge den größten Fahrspaß und eignet sich demnach »sogar für holprige Offroad-Touren«. Auch mit 50 bis 70 Kilometer Akkureichweite schneidet er am besten ab. Lediglich in zwei Punkten gab es Kritik an dem Modell: Mit 24 Kilogramm sei es wenig handlich und unpraktisch, sollte es einmal Treppen hinuntergetragen werden.
Mit 400 Euro ist der knapp zweitplatzierte Odys Alpha X5 Pro nur halb so teuer wie der Segway. Der E-Scooter wird im Test als »sehr robust und sicher« bewertet. Etwas ruppig verhält er sich hingegen beim Gasgeben. Wie der Segway wurde der Odys im Test als schwer und unhandlich wahrgenommen. Endnote: Gut (2,4). Zwei weitere Modelle wurden ebenfalls als »gut« bewertet.
Auf dem letzten Platz der sieben Modelle rangiert der Streetbooster. Kostenpunkt: rund 550 Euro. Er erwies sich im Fahrtest zwar als wendig und ist mit seinen 14 Kilogramm gut zu tragen, vom Fahren raten die Experten jedoch ab: Nicht nur, dass der Roller wacklig und schlecht gefedert ist, im Belastungstest brach dem Modell gar sein Lenker.
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