Easton Carbon Laufräder im Test: Innovation und Leistung auf der Straße und im Gelände

Easton Carbon Laufräder haben sich im Profibereich seit Jahren als Non-plus-ultra etabliert. Die Laufräder mit ihrer markanten Optik sind ein optischer Hingucker.

Easton EC90 Aero Laufräder im Detail

Die Schlauchreifenversion der aktuellen 4SL-Reihe der EC90 Aero bringt es auf schlanke 1335 Gramm, bei einer Felgenhöhe von 56 Millimetern. Neben den hochwertig gearbeiteten Felgen fallen auch die Naben auf.

Besondere Merkmale der Naben

Diese verfügen über Keramik-Leichtlauflager, deren Spiel sowohl vorn wie auch hinten von Hand justiert werden kann. Die Speichenköpfe der Sapim-Messerspeichen sind wie die Nippel innenliegend gearbeitet. Dadurch erhöht sich nicht nur die Aerodynamik, auch zur Seitenstabilität der EC90 Aero trägt diese Verarbeitungsweise bei.

Allerdings ist uns im Einsatz dennoch eine Acht ins Hinterrad gekommen. Das Rollverhalten ist für Laufräder dieser Preisklasse gut. Sicherlich gibt es Modelle, die leichter rollen, träge sind sie aber auf keinen Fall. Die Easton EC90 Aero sind ein guter Allroundlaufradsatz, der vor allem bei hohen Geschwindigkeiten brilliert.

Easton AX Gravel-Linie: Neue Maßstäbe für Schotterpisten

Gravel-Freunde aufgepasst: Das Team von Easton hat die Ärmel hochgekrempelt und seine Gravel-Linie AX erweitert - um je zwei neue Carbon- und Alu-Laufradsätze, Alu-Lenker, superkompakte 2-fach-Kettenblätter und noch so einiges mehr.

Bisher bestand Eastons AX Gravel-Lineup lediglich aus dem EC70 AX-Lenker. Das ändert sich ab sofort: Easton schenkt dem Thema mit 4 neuen Laufrädern, 3 Lenkern und superkompakten 2-fach-Kettenblättern deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Die neuen Laufräder der AX-Serie

Je zwei Alu- und zwei Carbon-Laufradsätze finden bald ihren Weg auf den Markt. Während die günstigeren EA70- bzw. EC70-Modelle über robuste C5-Naben und 28 Speichen verfügen, zieren die beiden hochwertigeren Laufräder EA90 und EC90 präzise, leichtere Vault-Naben und 24 Speichen. Alle vier Modelle verfügen ausschließlich über Centerlock-Aufnahmen, sind durchgehend tubeless ready und kommen mit fertig aufgebrachtem Tubeless-Felgenband.

EA70 AX: Der Einstiegslaufradsatz

Der Einstiegslaufradsatz in Eastons AX-Linie ist der am breitesten aufgestellte im Sortiment. Es gibt ihn sowohl in 700C (1.760 g) als auch in 650B (1.670 g) und neben den gängigen Achsstandards als einzigen der Serie auch noch für klassische Schnellspanner.

Die Felgen aus EA70-Aluminium sind verschweißt, symmetrisch und verfügen über eine Innenweite von 24 mm für Reifen ab 35 mm.

EA90 AX: Die nächste Stufe

Eine Stufe höher findet sich der EA90 AX. Die Kompatibilität ist hier etwas eingeschränkter - es gibt keine Schnellspanner-Option mehr und auch 650B-Fahrer müssen sich woanders umsehen. Dafür spart die Kombination aus leichterem EA90-Aluminium und den Vault-Naben ca. 150 g ein und der Laufradsatz landet bei 1.625 g fr den Satz.

Die Felgen sind zudem asymmetrisch für bessere Speichenwinkel und verfügen über 1 mm mehr Innenbreite, nämlich 25 mm. Die EA90 AX-Räder kosten 1.000 € (VR: 470 €, HR: 530 €).

EC70 AX: Carbon-Einstieg

Der Einstieg in die Carbon-Felgen-Liga erfolgt mit dem EC70 AX. Wie bei der Alu-Version gibt’s hier C5-Naben und 28 Speichen. Dank der Carbon-Felgen mit 24 mm Innendurchmesser sinkt das Gewicht jedoch auf 1.515 g für den Laufradsatz.

EC90 AX: Das Topmodell

Das Topmodell EC90 AX verfügt über minimal andere Felgen mit größerer Außenbreite und wie das Alu-Modell über die hochwertigeren Vault-Naben. Das spart nochmals etwas Gewicht ein und so kommt der Laufradsatz auf leichte 1.470 g.

Wie alle EC90-Produkte verfügt auch der EC90 AX über zwei Jahre Carbon Confidence Guarantee, d. h.

Weitere Innovationen in Eastons AX-Linie

Das initiale Produkt der AX-Linie, der EC70 AX-Lenker, bleibt auch für die kommende Saison bestehen, erfährt jedoch leichte Änderungen im Shape und vor allem deutlichere Aussparungen für eine cleane Bremsleitungsführung und/oder Di2-Kabel. Der Preis bleibt mit 199,90 € identisch zum Vorgänger und auch das Gewicht von ca. 220 g für das 42-cm-Modell ist unverändert.

Um den Einstieg erschwinglicher zu machen bzw. eine Option für Liebhaber von Metall-Lenkern zu haben, wird die AX-Serie um zwei Aluminium-Modelle erweitert. Die günstigeren neuen Alu-Modelle verfügen materialbedingt über einen minimal anderen Shape.

Für alle, die auch an ihrem Gravel-Bike nicht auf die feine Abstufung eines 2×11-fach-Antriebs verzichten wollen, bringt Easton die neuen Gravel Shifting Rings für den hauseigenen CINCH-Mount heraus. Gefertigt aus EA90-Aluminium, State of the Art, gibt es sie passend zum Einsatzgebiet in superkompakten Abstufungen: 47/32, 46/36 und 46/30.

Die Easton Gravel Shifting Rings sind speziell aufs Gelände getrimmt und kommen in drei superkompakten Abstufungen: 47/32, 46/36 und 46/30.

Auch außerhalb der AX-Reihe zeigen sich sämtliche Easton-Vorbauten im neuen Shape. Die Preise reichen von 39,90 € für das Einstiegsmodell EA50 bis 159,90 € für das 110 g leichte EA90SL-Topmodell mit 100 mm. Sämtliche Vorbauten verfügen nun über eine Frontplatte mit Schlitz für den neuen Garmin-Mount - der vorerst auch nur für Produkte dieser Marke erhältlich sein wird.

Bei den Sattelstützen gibt es nun eine Version mit schlanker Ein-Schrauben-Klemmung für die Modelle EA90 (129,90 €) und EC70 (159,90 €).

Als robuste, aber hochwertige Alternative im Tretlagerbereich stellt Easton die neue EA90-Kurbel vor. Sie wird in zahllosen Konfigurationen 1-fach, 2-fach oder ohne Kettenblatt erhältlich sein - immer allerdings nur mit 30-mm-Achse. So ist sie auch mit der CINCH Power Meter-Achse kompatibel. Los geht’s bei 129,90 € für die nackte Kurbel, die so ca.

Test: 20 Laufräder für Felgenbremsen im Vergleich

Im aktuellen Angebot der Radhersteller und, wichtiger noch, bei der Produktentwicklung übernimmt die Scheibenbremse immer häufiger die tragende Rolle - Räder und Komponenten, die exklusiv auf das Zusammenspiel mit Felgenbremsen ausgerichtet sind, werden seltener.

"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont jedoch Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Und Freunde der klassischen Radverzögerung müssen nicht verzagen: Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten. 20 Modelle hat ROADBIKE für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro.

Testfeld und Ergebnisse

Das Testfeld setzt sich aus alten Bekannten und Newcomern zusammen, wobei eins auffällt: Neu entwickelte Felgenbrems-Laufräder in den beiden günstigeren Preiskategorien waren nicht zu kriegen - hier findet offenbar keine Entwicklung mehr statt. Also wurden für die Preisbereiche um 600 und um 1000 Euro bekannte und teils schon länger am Markt befindliche Modelle getestet.

Wenn überhaupt noch wirklich neue Laufradmodelle für Felgenbremsen auf den Markt kommen, geschieht dies offenbar "nur" noch im im hochpreisigen Sektor. Und selbst da wird nicht alles komplett neu entwickelt, sondern adaptiert: "Felgenbrems-Laufräder profitieren von den technischen Erkenntnissen und Fortschritten aus der Disc-Laufradentwicklung", erklärt Alex Gebert, Produktmanager bei Giant.

Zwar wird manchem überzeugten Felgenbrems-Fan das Herz bluten angesichts der Tatsache, dass Felgenbrems-Laufräder den Herstellern nur noch in Ausnahmefällen die Entwicklungskosten wert sind, hervorragende Produkte findet er/sie trotzdem noch.

Interessanter Nebeneffekt der vorliegenden, 20 Produkte umfassenden Leistungsschau verschiedener Preisklassen: Auf einen Blick lässt sich erkennen, wie und wo sich höhere Preise bemerkbar machen. Die Erkenntnisse: Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht - also jenen Aspekten, die auf das Fahrerlebnis einzahlen, etwa durch leichtfüßige Beschleunigung.

Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker. Das heißt: Freunde von Felgenbrems-Laufrädern finden aktuell noch viele überzeugende Produkte - selbst wenn es die letzten ihrer Art sein sollten.

Erstes Fazit des Tests

Von den vier neu entwickelten Laufrädern der Preisklasse um 2000 Euro überzeugen besonders das teure 42 Tubeless von Cadex und das deutlich günstigere RC Fifty Carbon von Rose. In der Preisklasse um 1000 Euro gefällt besonders das EA90 SL von Easton. Ein Allzeit-Preis-Leistungs-Tipp ist und bleibt Campagnolos Zonda für unter 500 Euro, der eindrücklich zeigt: Hervorragende Laufräder für Felgenbrems-Renner gibt’s auch für kleineres Geld.

Testmethoden

Messwerte von eigenen Prüfständen, dazu ausgiebige Fahrtests: ROADBIKE treibt großen Aufwand, um Laufräder zu testen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Faktoren Gewicht (25 %), Seitensteifigkeit (25 %), Torsionssteifigkeit (5 %), Trägheit (10 %), Aufbau (10 %) und Fahreindruck (25 %).

HINWEIS: Die Noten in den Testbriefen ergeben sich aus dem Testfeld der jeweiligen Preiskategorie. 95 Punkte und Note überragend im Testfeld "Laufräder um 1000 Euro" beziehen sich also nur auf die in dieser Testkategorie getesteten Produkte und sind nicht vergleichbar mit 88 Punkten und Note sehr gut aus dem Testfeld "Laufräder um 600 Euro"!

Testergebnisse der 20 Laufräder zusammengefasst

Die Besten im Test: Laufräder um 2000 Euro

  • Cadex 42 Tubeless (Testsieger)
  • Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp)
  • Campagnolo Bora WTO 33
  • DT Swiss PRC 1400 Spline 35

Die Besten im Test: Laufräder um 1000 Euro

  • Easton EA90 SL (Testsieger)
  • Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp)
  • DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21

Detaillierte Testergebnisse

Cadex 42 Tubeless

Cadex 42 Tubeless begeisternde Laborwerte Messerspeichen aus Carbon teuer, eingeschränkte Reifenwahl

Unter dem reaktivierten Markennamen Cadex bringt Giant Reifen, Sättel sowie Laufräder für Scheiben- und Felgenbremsen, je in 42 und 65 Millimetern Felgenhöhe, auf den Markt. Im Labor begeistern die 42 Tubeless mit hohen Steifigkeitswerten und extremem Leichtgewicht. Möglich wird dies unter anderem durch Messerspeichen aus Carbon. In der Praxis gefallen die gute Beschleunigung und die tolle Bremspower, allerdings bringt Seitenwind schnell Unruhe ins Fahrwerk. Die hakenlose Felge schränkt die Reifenauswahl stark ein, der sehr laute Freilauf ist Geschmackssache. Garantieansprüche können Cadex-Käufer zwei Jahre geltend machen. Positiv: das großzügige Crash Replacement.

Fazit: Cadex’ teures Erstlingswerk legt beeindruckende Laborwerte hin. In der Praxis trüben kleine Details die Freude.

Gewichte: VR 556 g/HR 717g

Preis: 2599 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19 mm/24 mm/42 mm

Speichen: v 16 radial/h 21, links radial, rechts 2x gekreuzt

Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Laufradtaschen

Gewichtslimit: 126,5kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)

Gewichte LRS (1273 g): Seitensteifigkeit (v 112, h 106 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,18 mm): Trägheit (v 796, h 804 ms): Aufbau (HR 0,5mm aus der Mitte zentriert, sonst gut): Fahreindruck (flink, präzise, Seitenwind spürbar): Wertung: ÜBERRAGEND (93 Punkte)

Rose RC Fifty Carbon

Rose FC Fifty Carbon toller Fahreindruck sehr viel Leistung fürs Geld Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen

Die neue RC-Reihe von Rose umfasst Carbon-Laufräder verschiedener Felgenhöhen und für unterschiedliche Einsatzzwecke - das RC Fifty ist dabei das einzige Modell für Felgenbremsen. Ähnlich wie sein Disc-Pedant (vgl. RB 07/20) überzeugt es auf der Straße mit spritzigem Antritt dank Fliegengewicht, großer Lenkpräzision und hoher Fahrstabilität. Vor allem aber hält das RC Fifty Carbon hohes Tempo beeindruckend leicht - womöglich der Aero-Vorteil der höchsten Felge im Test. Auch die Bremspower der SwissStopp-Beläge stimmt. Bei den Steifigkeitsmessungen sind die Konkurrenten etwas besser, Roses Werte sind aber über alle Zweifel erhaben. Großzügig: sechs Jahre Garantie und Crash-Replacement.

Fazit: Spritzig, agil, schnell: Zum vergleichsweise attraktiven Preis schnürt Rose ein tolles Paket.

Gewichte: VR 617 g/HR 757 g

Preis: 1499 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19,5 mm/28 mm/47 mm

Speichen: v 20 rad./h 21, links radial, rechts 3x gekreuzt

Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Laufradtasche

Gewichtslimit: 110kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)

Gewichte LRS (1374 g): Seitensteifigkeit (v 99, h 94 Nm/°): Torsionssteifigkeit (4,09 mm): Trägheit (v 801, h 807 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (rollt sehr schnell, sportlich, stabil): Wertung: ÜBERRAGEND (95 Punkte)

Campagnolo Bora WTO 33

Campagnolo Bora WTO 33 leicht, steif, schnell tolle Bremsleistung, aber... ...lautes Pfeifen beim Bremsen

Erst im Januar 2020 vorgestellt, komplettieren die Bora WTO 33 Campagnolos Aero-Reihe, die immerhin vier Profilhöhen umfasst (WTO steht für Wind Tunnel Optimized). Mit knapp über 1400 Gramm Set-Gewicht gefällt der Satz aber auch als Gipfelstürmer, der im Labor bei Steifigkeits- und Trägheitsmessungen fleißig Punkte sammelt. Auf der Straße gefallen die quirlige Beschleunigung und die sehr präzise Lenkung, auch die Bremspower beeindruckt. Geschmackssache ist dabei aber das sehr laute Pfeifgeräusch beim Bremsen, die aufgeraute Flanke sorgt zudem für ordentlichen Belagverschleiß. Drei Jahre Garantie sind kundenfreundlich, der Verzicht auf ein Crash Replacement ist es weniger.

Fazit: Die flinken Bora WTO 33 sind nicht nur für Campa-Fans eine Empfehlung, bremsen allerdings recht laut.

Gewichte: VR 607g/HR 809g

Preis: 2160 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19 mm/26,7mm/33mm

Speichen: v 18 radial/h 21, links radial, rechts 2x gekreuzt

Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und Reduzierhülse, Reifenheber

Gewichtslimit: 120kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)

Gewichte LRS (1416 g): Seitensteifigkeit (v 113, h 109 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,97 mm): Trägheit (v 793, h 803 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (schnell, präzise, lautes Bremsen): Wertung: SEHR GUT (84 Punkte)

DT Swiss PRC 1400 Spline 35

DT Swiss PRC 1400 Spline 35 toller Fahreindruck Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich

2018 vorgestellt, ist das PRC 1400 Spline 35 von DT Swiss das "dienstälteste" der hier getesteten 2000-Euro-Laufräder. Auf der Straße gefällt es mit einem sehr ausgewogenen Fahreindruck: Die Beschleunigung ist sehr gut, die Lenkung extrem präzise, hohes Tempo hält das Set ausgesprochen willig, die Bremspower ist hoch. Akustisch fallen der sehr laute Freilauf, leises "Bollern" der Felgen und dezentes Sirren beim Bremsen auf. Im Labor hingegen kosten das in diesem Vergleich hohe Set-Gewicht und die Trägheitswerte wertvolle Punkte. Großzügig: Für Carbon-Felgen gewährt DT Swiss kundenfreundliche Garantie- (lebenslang) und Crash-Replacement-Bestimmungen (10 Jahre 249 Euro für eine Ersatzfelge).

Fazit: Macht Spaß: Das PRC 1400 von DT Swiss ist vielseitig und schnell. Im Labor sammeln andere mehr Punkte.

Gewichte: VR 667g/HR 826g

Preis: 1957 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 18 mm/25mm/35mm

Speichen: v 20 radial/h 24, links und rechts 2x gekreuzt

Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Sram XDR-Body

Gewichtslimit: 100kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)

Gewichte LRS (1493 g): Seitensteifigkeit (v 120, h 99 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,86 mm): Trägheit (v 813, h 817 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (komplett, ausgewogen, agil): Wertung: SEHR GUT (80 Punkte)

Easton EA90 SL

Easton EA90 SL leicht, steif, komfortabel tolles Bremsverhalten kein Gewichtslimit Garantie nur ohne Rennen

Eastons EA90 SL überzeugt in Labor und Praxis - Testsieg! Trotz massiver Naben und breiter Felge bleibt der Satz locker unter der für Alu-Laufräder magischen Gewichtsgrenze von 1500 Gramm und sammelt fleißig Punkte bei den Steifigkeitsmessungen. Im Sattel begeistern die EA90 SL mit sattem Vortrieb und spritziger Beschleunigung, das Lenkverhalten ist wendig-agil und zugleich absolut präzise. Dank breit bauender Reifen stimmt auch der Komfort. Crash-Replacement bietet Easton nicht, dafür aber zwei Jahre Garantie - ohne Renneinsatz. Positiv: kein Gewichtslimit. Einziges Manko für Interessenten: Easton stellt zum Modelljahr 2021 komplett auf Disc um - Restbestände sind aber noch erhältlich.

Fazit: Leicht, steif, komfortabel - Eastons EA 90 SL überzeugt auf ganzer Linie. Auch als Tipp für schwere Piloten.

Gewichte: VR 653 g/HR 829 g

Preis: 1098,80 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 20 mm/25 mm/27 mm

Speichen: v 20 rad./h 24, li 1x, re 2x

Lieferumfang: Schnellspanner, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Ventilschlüssel

Gewichtslimit: keins

Gewichte LRS (1482 g): Seitensteifigkeit (v 107, h 96 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,92 mm): Trägheit (v 804, h 810 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (sehr spritzig, präzise, toller Vortrieb): Wertung: ÜBERRAGEND (95 Punkte)

Mavic Ksyrium Pro UST

Mavic Ksyrium Pro UST sehr leicht und sportlich großer Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung geringste Torsionssteifgkeit

Aufatmen bei Mavic: Die zuletzt in finanzielle Schieflage geratene Traditionsmarke hat offensichtlich einen neuen Investor gefunden und plant ein Comeback. Erfreulich: Bereits in der Vergangenheit überzeugende Produkte sind weiterhin verfügbar. So wie das Ksyrium Pro UST, dessen Beschleunigung und Agilität dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Die Torsionsmessung hingegen ist traditionell Mavics Achillesferse. Den Preis-Leistungs-Tipp sicherten sich die Franzosen durch den großen Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung: Reifen und Ventile sind schon montiert, nur Dichtmilch einfüllen und ab dafür. Zwei Jahre Garantie werden bei Produktregistrierung um ein weiteres Jahr ergänzt.

Fazit: Findet Mavic nach unternehmerischen Querelen zurück in die Spur? Produktseitig spricht nichts dagegen.

Gewichte: VR 596 g/HR 842 g

Preis: 949 Euro

Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 17 mm/21 mm/ v 17, h 20 mm

Speichen: v 18 rad./h 20 re rad., li 2x

Lieferumfang: Schnellspanner, Tubeless-Reifen und Zubehör, Werkzeug, 10-fach-Distanzring

Gewichtslimit: 120 kg Systemgewicht

Gewichte LRS (1438 g): Seitensteifigkeit (v 98, h 92 Nm/°): Torsionssteifigkeit (8,19 mm): Trägheit (v 790, h 801 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (sehr sportlich-spritzig, präzise): Wertung: SEHR GUT (82 Punkte)

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21 leicht , steif, schnell dauerhaft schwarze Bremsflanke etwas schwächere Bremsleistung bei Nässe

Schwarze Bremsflanken sind für viele ein optisches Highlight. Alu-Flanken verlieren aber oft ihre Farbe. Nicht so die Oxic-Modelle von DT Swiss mit elektrochemischer Keramikbeschichtung, die im RB-Dauertest über Tausende Kilometer überzeugte. Doch nicht nur das: Die flache Version (es gibt noch eine mit 32-mm-Felge) ist betörend leicht, beschleunigt wieselflink, bietet ordentlichen Komfort und überzeugte auch auf den Prüfständen. Die Bremswirkung ist hoch, setzt bei Nässe aber verzögert ein - der einzige Kritikpunkt. Hinweis: Da beim ursprünglichen Test auch Punkte für Dauerhaltbarkeit und Bremsverhalten vergeben wurden, wurde die Bewertung für diesen Vergleich angepasst.

Fazit: Der DT-Satz überzeugt in Labor und Praxis, dank dauerhaft schwarzer Bremsflanke gibt’s auch was fürs Auge.

Weitere Laufrad-Modelle im Überblick

Neben den bereits genannten Modellen gibt es auch noch weitere interessante Laufräder auf dem Markt. Hier ein kurzer Überblick:

Easton Heist 30

Preislich und optisch überzeugt der Easton Heist 30. Auch der Sitz des Reifens ist stramm und vorteilhaft für Tubeless. Der Ausschlag beim Hinterrad liegt deutlich über dem Schnitt und die Steckachsen sollten mit Gefühl angezogen werden.

Easton Haven Carbon 29”

Hinter der schicken, aber unauffälligen Stealth-Optik des Haven Carbon 29” steckt jede Menge Technik. Die Carbon-Felge mit 21 Millimeter breitem Innenmaß wurde für harte Einsätze konzipiert und hält auch breite Reifen sicher im Felgenbett. Trotz lediglich 24 Sapim 2.0 Speichen an Vorder- und Hinterrad bietet der 1.610 Gramm leichte Laufradsatz mehr als ausreichend Steifigkeit. Gewicht und Steifigkeit sind bei großen Laufrädern von höchster Bedeutung um optimale Agilität, Präzision und Beschleunigung zu gewährleisten.

Zusammenfassende Tabelle: Easton Laufräder im Vergleich

Modell Material Gewicht (Satz) Felgenhöhe Einsatzbereich Besonderheiten
EC90 Aero Carbon 1335g 56mm Rennrad Keramik-Leichtlauflager, hohe Aerodynamik
EA70 AX Aluminium 1760g (700C) / 1670g (650B) - Gravel Verschweißte Felgen, symmetrisch
EA90 AX Aluminium 1625g - Gravel Asymmetrische Felgen, Vault-Naben
EC70 AX Carbon 1515g - Gravel C5-Naben, Carbon-Felgen
EC90 AX Carbon 1470g - Gravel Vault-Naben, leicht
EA90 SL Aluminium 1482g - Rennrad Breite Felge, kein Gewichtslimit
Heist 30 - - - MTB Strammer Reifensitz, gut für Tubeless
Haven Carbon 29” Carbon 1610g - MTB Hohe Steifigkeit, breite Felge

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