Der Eifel-Ardennen-Radweg ist ein Radwanderweg mit einer Gesamtlänge von 112 Kilometern.
Grenzenlos treiben lassen Auf dieser Radtour auf dem Eifel-Ardennen-Radweg durchqueren wir ganz entspannt Landesgrenzen und Zeitepochen.
Die deutsch-belgische Grenzregion erlebte in den letzten Jahrhunderten eine wechselhafte geopolitische Geschichte, die man auf der Strecke zwischen dem belgischen St. Vith und dem deutschen Städtchen Prüm hautnah erleben kann.
Die Tour führt über eine ehemalige Bahntrasse, die zu Kaiserzeiten gebaut wurde.
Sie ist noch heute ein Symbol der engen Verbundenheit dieser Region im Herzen Europas.
Grenzenlos verbindet der heutige Radweg auch geografisch das Gebirgsplateau der Ardennen mit der Eifel - im Naturpark Hohes-Venn-Eifel.
Auch konditionell bringt die Tour den Radfahrer nicht an seine Grenzen: Ohne große Anstrengungen lassen sich die 36 km steigungsarm bewältigen.
Der Eifel-Ardennen-Radweg von St. Vith nach Gerolstein bietet sich für eine ausgedehnte Tagestour an.
Da die gesamte Strecke über 60 km lang ist und einige Höhenmeter bietet, sollten Sie für die Hinfahrt den RadBus Eifel-Ardennen (Linie 465) als Hinbringer wählen.
Dieser kann Ihnen auch im Fall einer Abkürzung sehr nützlich sein, denn die Linie fährt in unmittelbarer Nähe zum Radweg und bietet zum Beispiel in Prüm, Bleialf oder Winterspelt die Möglichkeit zum Zustieg.
Natürlich können Sie auch eine kürzere Tour, zum Beispiel von Prüm nach Gerolstein, fahren.
Die Gesamtstrecke startet jedoch in St. Vith, wo Sie erst einmal in Richtung Süden fahren und bei Steinebrück die deutsch-belgische Grenze überschreiten.
Bis Prüm sind Sie übrigens fast ausschließlich auf alten Bahntrassen unterwegs und können so Ihre Fahrt abseits des Autoverkehrs noch besser genießen.
Sollten Sie zwischen April und Oktober unterwegs sein, können Sie dabei auch den 400 Meter langen Tunnel bei Bleialf nutzen.
Der Teil zwischen Prüm und Gerolstein verläuft mehr auf Wirtschaftswegen und kleinen Straßen, ist zudem auch etwas anspruchsvoller als der bisherige Weg mit ein paar Anstiegen.
Aber auch hier ist die Route bestens ausgeschildert.
Somit ist die Radtour mit all ihren tollen Erlebnissen und Eindrücken auch für Familien mit Kindern bestens geeignet.
Streckenabschnitte des Eifel-Ardennen-Radwegs
Von Charakteristik her kann man ihn in drei Abschnitte einteilen:
- Ostabschnitt: (Nürburgring - Gerolstein): Der östliche Teil der Strecke, vom Nürburgring über Daun nach Gerolstein, ist durch tiefe Einschnitte und starke Anstiege gekennzeichnet. Entsprechend den zu bewältigenden Anstiegen wird die ca. 50 km lange Strecke trainierten Radlern empfohlen.
- Mittelabschnitt: (Gerolstein - Prüm): Aktuell führt der Radweg in Nähe der Bahnlinie über Wirtschaftswege, Kreis- und Gemeindestraßen, es ist aber geplant diesen ca. 25 km langen Abschnitt auf oder an der ehemaligen Bahntrasse der Westeifelbahn auszubauen.
- Westabschnitt: (Prüm-St. Vith): Auf dem westlichen, 37 km langen Abschnitt von Prüm nach St. Vith wurde ein gut ausgebauter Bahntrassen-Radweg eröffnet, der auf der Trasse der früheren Westeifelbahn zwischen Prüm und St. Vith verläuft.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Entlang des Eifel-Ardennen-Radwegs gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken:
- Inmitten der Stadt Prüm finden Sie die St. Salvator Basilika, das Wahrzeichen von Prüm.
- Besucher erleben im Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn - Eifel verschiedenste Landschaften, wie etwa Hochmoore, Kalkmulden und andere Naturschönheiten.
Weitere Informationen zur Strecke Prüm - St. Vith
Die früher bedeutende Bahnstrecke Prüm St. Vith bildet das Rückgrat eines Systens von Bahntrassenwegen in der Westeifel: Aus unbefestigten Wirtschaftswegen ist eine überregionale Radroute mit Anschluss an das belgische Radwegenetz entstanden.
ca. 29 km (davon ca. 21,4 km auf der ehem.
s. l.
Gef. von Prüm (420 m ü.
NN) nach Pronsfeld (370 m), insg. langgez.
l.
St. bis zum ehem.
Bf Bleialf (460 m; während der Wintersperre des Bleialfer Tunnels muss ein Höhenrücken von 500 m ü.
NN, teilw. starke Steigung, überwunden werden); langgez.
l.
Gef. asphaltiert; der ursprünglich wassergebundene Weg zwischen Prüm und Niederprüm wurde nach einem Beschluss des Rats der Verbandsgemeinde vom September 2010 im Frühjahr 2011 asphaltiert.
Dabei wurde in Prüm zwischen Gerberweg und dem Kreisverkehr Ritzstraße ein weiterer Abschnitt der Bahntrasse ausgebaut.
Im Frühjahr 2016 wurde der zunächst mit Recycling-Material befestigte Abschnitt zw.
kombinierte Fuß-/Radwege, teilw. Wirtschaftswege, kurze Verbindungsstücke auf Kreis- und Gemeindestraßen; Wegweisung nach HBR mit Logo Eifel-Ardennen-Radweg, zw.
Bleialfer Tunnel (401 m, beleuchtet): Zum Schutz der Fledermäuse gibt es nach dem Vorbild des Milseburgtunnels eine Wintersperre zwischen dem 1. November und 31.
März; am ehem.
22. Dezember 1883 (Gerolstein Prüm); 1.
Oktober 1886 (Prüm Pronsfeld Bleialf); 1.
Oktober 1888 (Bleialf St.
Nach den Zerstörungen Ende 1944 durch die sich zurückziehende Wehrmacht wurde die Strecke von St. Vith nach Bleialf in den Monaten Februar/März 1945 notdürftig repariert, über den Grenzfluss Our wurde eine "Notbrücke" gebaut.
Ab 1946 erfolgte aus Bleialf per Bahn der Abtransport des Holzes, das in der Schnee-Eifel von der belgischen Armee geschlagen wurde.
Die Strecke über Pronsfeld bis Ihren/Grenze wurde am 17.10.1949 wieder eröffnet, der Zugverkehr mit St.
3100: 28. Mai 1972 (Pv Prüm Pronsfeld); 28.
September 1980 (Pv Gerolstein Prüm); Ende 1994 (Gv Prüm Pronsfeld); schrittweise Einstellung des Güterverkehrs zwischen Gerolstein und Pronsfeld bis 1999; bis 17. Dezember 2000 noch Sonderzüge; 11.
Juni 2001 Stilllegung 3101: 1. Januar 1966 (Pv Pronsfeld Ihren, Gv Bleialf Ihren); 31.
Mit der Eröffnung des Bleialfer Tunnels am 17. Mai 2007 ist jetzt der gesamte Weg zwischen Prüm und St. Vith-Neidingen freigegeben (Erster Spatenstich: 24. Oktober 2005, im April 2006 waren die Abschnitte Pronsfeld Habscheidermühle und der Weg im Ihrenbachtal fertig gestellt, im Herbst 2006 folgte der Ausbau der Bahntrasse im oberen Alfbachtal).
Die offizielle Übergabe des Eifel-Ardennen-Radwegs Prüm Steinebrück erfolgte am 24.
Gerolstein Prüm: in Planung.
Am 11. Dezember 2007 hat der Rat der Verbandsgemeinde Prüm mit 21:5 Stimmen für einen Ausbau als Radweg gestimmt, in Gerolstein fiel die Entscheidung Mitte März 2008 ebenfalls pro Radweg mit 14:5 Stimmen und einer Enthaltung.
Da aber eine Freistellung von Bahnbetriebszwecken fraglich war, blieb die tatsächliche Nutzung offen.
Diskutiert wurden ein touristischer Bahnverkehr oder eine Draisinenstrecke.
Der Plan B für den Radweg sah eine Streckenführung weitgehend parallel zur Bahn vor.
Die geschätzten Kosten für die drei verschiedenen Radwegevarianten liegen bei 2,8 Mio. Euro (auf der Trasse), 7,35 Mio. (auf der Trasse bei Erhalt der Bahn) bzw. 6,7 Mio. (Einbeziehung von Wirtschaftswegen).
Nach der Im August 2012 in erster Instanz durch das Verwaltungsgericht Mainz bestätigten Verweigerung einer Betriebsgenehmigung für einen touristisch ausgerichteten Bahnverkehr entschied das Oberverwaltungsgericht Koblenz nach Verhandlungen Mitte Juli und Dezember 2013 zugunsten einer möglichen Reaktivierung.
Interessanterweise wurde die Betriebsgenehmigung nicht wie in vergleichbaren Fällen für 50 sondern nur für zehn Jahre beantragt, sodass sich eine erneute Nutzung als Bahnstrecke letztendlich nur als Zwischenintermezzo entpuppen könnte.
Im Juni 2015 war selbst eine befristete Wiederaufnahme des Bahnbetriebs wieder fraglich, da die RSE nicht bereit war die geforderte Pacht zu entrichten,.
Im Frühjahr 2016 drehte es sich zusätzlich wieder um die Sanierung von Brücken, die marode Brücke über die B 410 bei Lissingen wurde 2018 abgerissen.
Gegen den 2017 erfolgten Entzug der Betriebsgenehmigung durch das Verkehrsministerium hatte die RSE Widerspruch eingelegt, diesen aber im Februar 2018 zurückgezogen.
Statt dessen will jetzt die Vulkaneifelbahn eine Betriebsgenehmigung erwirken.
Die Stadt Gerolstein und die Verbandsgemeinde Prüm haben 2017 ein Verfahren zur Freistellung der Strecke eingeleitet, das im Juli 2020 mit einem positiven Bescheid abgeschlossen wurde.
Eine Klage gegen diesen Beschluss wurde im Juni 2021 zurückgezogen,Im Dezember 2024 hat der Freischnitt der Strecke begonnen, der bis Ende Februar 2024 abgeschlossen sein soll.
Der Bau des Radwegs wird beginnend in Prüm in mehreren Bauabschnitten erfolgen.
Das Eisenbahnfreilichtmuseum in Pronsfeld wird stetig ausgebaut: 2015 wurde es um einen zweiachsigen Durchgangswagen 3.
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