Vor nahezu jeder Tour steht die Routenplanung. Ob für eine kurze Ausfahrt, eine Tagestour oder das mehrtägige Bikepacking-Abenteuer, ich weiß gerne, was mich unterwegs ungefähr erwartet, wo es die besten Pausenorte oder die schönsten Landschafts-Highlights gibt. Daher ist für mich eine möglichst sorgfältig geplante Route oft essentiell für eine gelungene Radtour. Besonders auf Reisen gibt es mir ein Gefühl von Sicherheit nicht ins Blaue zu radeln.
Routenplanung gehört für mich zu den wichtigsten Dingen in der Touren- und Reisevorbereitung mit Fahrrad. Und ich mache es richtig gern. Selbst als ich anfangs nur einfache digitale Karten und Planungstools nutzte, bekam ich so einen Eindruck von der Strecke. Das steigerte nicht nur die Vorfreude auf die Tour, sondern half mir auch die Region oder das Land besser einschätzen zu können.
So ließ sich auch die eigene Unsicherheit etwas mindern, denn eine ausführliche Tourenplanung hilft mir zu verstehen, was mich erwarten wird in Bezug auf Wege, Höhenprofil aber auch Sehenswürdigkeiten. Das kann besonders bei Solo-Touren sehr hilfreich sein.
Womit plane ich meine Route und wie navigiere ich?
Für mich ist Radfahren neben der Fortbewegung von A nach B, vor allem eine Möglichkeit die Welt zu erkunden und meine Umgebung näher kennenzulernen. Wenn ich mit meinem Gravelbike unterwegs bin, fahre ich bevorzugt abseits von Hauptstraßen. Um das zu erreichen und meine Strecke möglichst abwechslungsreich, landschaftlich schön und fern vom Verkehr zu gestalten, nutze ich hauptsächlich digitale Routenplaner.
Während ich mich auf meiner ersten Solo-Reise noch an offiziellen Radrouten entlang hangelte, eher einfach gestaltete OpenStreetMaps-Tools und auch haptische Papierkarten nutzte, setze ich mittlerweile zum Großteil auf einen einzigen Online-Routenplaner: Komoot.
Routenplanung mit komoot
Ich bin mir sicher, viele von euch kennen die mobile App und die Desktop Version des Potsdamer Routenplanungs-Tools bereits. Für mich ist es die leichteste Art meine Ausfahrten und Reisen vorzubereiten: Und zwar nicht nur für Radtouren, sondern z.B. auch zum Wandern. Im Folgenden gehe ich darauf ein, wie ich Routen für Tages- und Mehrtagestouren plane und mit komoot meine Strecke anpasse und optimiere. Natürlich lassen sich auch andere Planungs-Apps dazu nutzen, doch noch einigen Versuchen und Tests hat sich für mich komoot einfach bewährt. Ich nutze die App nun bereits seit ein paar Jahren.
Herangehensweise
Bevor ich mich detailliert an die Routenplanung mache, gibt es ein paar Faktoren, über die ich mir Gedanken mache. Wie bereits kurz in meinem Beitrag zur Solo-Tour angerissen, setze ich mir gerne Ziele bzw. versuche vorab einzuschätzen, wie weit ich fahren möchte. Je nachdem, ob es sich um eine kurze Ausfahrt oder eine Mehrtagestour handelt, ist das also ein breites Feld.
Es kommt auch mal vor, dass ich keine Lust habe, eine eigene Tour zu planen oder etwas Inspiration benötige. Ich nutze dann meist eine der folgenden beiden Optionen:
- Ich schaue mir öffentliche Touren anderer Personen und von Freunden an, denen ich auf komoot folge. Diese Touren kann ich so direkt nutzen oder ich plane mir auf dieser Grundlage eine eigene Route.
- Besonders praktisch in Regionen, in denen ich mich nicht auskenne oder wo ich etwas Neues kennenlernen will, ist die “Entdecken” Funktion. Darüber kann ich nicht nur an einem Ort nach coolen Strecken suchen, sondern auch direkt festlegen, welche Fahrradart in nutzen und wie lang ich etwa unterwegs sein möchte.
Beide Varianten sind übrigens auch super, falls du dir noch nicht so sicher bist, mit der Routenplanung und erstmal ein paar Orientierungspunkte möchtest. Sobald du die Tour nämlich gespeichert hast, kannst du sie anpassen und etwas herumprobieren - oder einfach direkt drauf losfahren! Ich würde aber bei fremden Touren immer empfehlen, die Route zumindest grob zu checken, die Wegqualität zu prüfen und ob sie vom Untergrund wirklich passt (in Punkt 4 gehe ich darauf auch kurz ein).
Aber nun geht es los, an die eigene Routenplanung!
1. Start und Ziel
Schritt 1: Wo starte ich und wo möchte ich hinfahren? Möchte ich eine Rundtour machen oder geht es erstmal nur in eine Richtung?
„Meistens hat eine Tour, die ich plane, ein bestimmtes Ziel, das örtlich, Personen oder Event bezogen sein kann.“
Tagestour
Möchte ich eine neue Gegend erkunden, wo ich zuvor noch nicht mit dem Fahrrad war? Plane ich eine Tour zur besten Eisdiele oder Bäckerei in der Umgebung, möchte ich jemanden besuchen oder gibt es eine besondere Sehenswürdigkeit, die auf der Strecke liegen soll? Ich finde es schön, ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Es motiviert mich nicht nur, dort auch anzukommen, sondern es gibt mir einen Anhaltspunkt für meine Routenplanung. Einmal den schönsten Weg bitte, um da auch anzukommen, wo ich hin will!
Mehrtagestour/ Reise
Wo soll es hingehen? Die Wahl des Reiseziels und mitunter der Weg dahin, hat durch Temperatur, Gelände und allgemeines Klima Einfluss auf meine Fahrradwahl, Ausstattung und Equipment. Doch zuallererst gibt es mir einen Anhaltspunkt, um eine Strecke zu planen. Denn Start und Ziel sind erstmal die wichtigsten Parameter für die Routenplanung. Ich setze diese Punkte direkt über die komoot Karte, man kann aber z.B. auch Adressen nachschlagen oder Rundtour auswählen, wenn man zum Startpunkt zurück navigieren möchte. Falls ich nicht von zu Hause losfahre bzw. keine Rundtour plane, muss ich mir noch Gedanken über die Anreise machen (Bahn, Auto, Fähre usw.).
Fazit: Tourenstart- und Zielpunkt liefern die Rahmenbedingungen für die Routenplanung und geben die wichtigsten Orientierungspunkte vor!
2. Tourenaufteilung
Schritt 2: Wie plane ich einzelne Etappen bei langen Touren?
Die Planung für eine mehrtägige Tour ist sicherlich etwas umfangreicher. Die Routenplanung für eine Reise erfordert mehr (zeitlichen und Recherche-) Aufwand. Zum einen steht die Region, in die es gehen soll bzw. gar das Land, zum anderen müssen die einzelnen Etappen geplant werden.
Tipp für komoot-Premium Nutzer:innen: Darüber ist es möglich, eine Gesamtstrecke zu planen und diese dann in mehrer Tagesrouten zu unterteilen. Ich kann sogar nach passenden Unterkünften schauen und am Ende alles in eine Routen-Sammlung (Collection) speichern. Sehr praktisch und vor allem übersichtlich. Natürlich lassen sich die Touren auch separat planen, wenn ihr andere Tools oder die Basisversion von komoot nutzt!
So habe ich das bisher auch immer gemacht und zwar in drei Varianten:
- Gesamtroute: Die gesamte Route wird am Stück geplant und optimiert. Ich habe keine Einzeletappen und navigiere immer anhand des kompletten Tracks.
- Vorteil: Man hat die Gesamtstrecke immer im Blick und fährt die Route einfach nach und nach ab. Kein Routenwechsel nötig.
- Nachteil: Je nachdem wie lange die Strecke ist, kann sich die Kartenladezeit bei einigen Rechnern schnell deutlich verlängern, was sehr nervig sein kann. Auch einige Navigationsgeräte machen nicht mit und man muss eventuell die Zwischenpunkte minimieren oder die Strecke doch nochmal teilen. Außerdem sehe ich meine Tageskilometer nicht, also die Distanz, die ich täglich plane zurückzulegen.
- Gesamtroute und Einzeletappen: Ich plane die gesamte Strecke von Start bis Ziel an einem Stück und unterteile diese dann in einzelne Etappen (über die Routenkopie). Diese optimiere ich gegebenenfalls separat - je nach Distanz, die ich pro Tag zurücklegen kann und möchte.
- Vorteil: Ich kann auf die Gesamtstrecke und Einzeletappen zugreifen, wann immer ich möchte und bin maximal flexibel.
- Nachteil: Das ist mitunter etwas umständlich und bei langen Touren nicht unbedingt zu empfehlen, da man oft einige Wegpunkte löschen muss, je nachdem wie weit die Route angepasst wurde.
- Einzeletappen: Ich plane von vorneherein einzelne Etappen bis zu meinem Ziel in gewünschter Länge und wähle jeden Tag die passende Route aus.
- Vorteil: Ich weiß immer genau, wie weit ich an dem Tag noch fahren muss.
- Nachteil: Falls ich doch mal weiter fahren will, muss ich die neue Route laden und meine Tagesetappen-Planung haut nicht mehr hin.
3. Streckenlänge
Schritt 3: Wie weit möchte ich fahren?
Neben der Start und Zielwahl ist die Festlegung der Streckenlänge ein weiterer, wichtiger Punkt für die Routenplanung. Egal ob Feierabendrunde, Tagestour oder Mehrtagestrip, dieser Faktor wird beeinflusst durch die persönliche Fitness, den verfügbaren Zeitrahmen, eventuell POI auf der Route und auch die Streckenqualität (wie ich die erkenne, dazu im nächsten Punkt mehr).
Dabei gilt für mich hier meistens, je fordernder der Untergrund, das Wetter und das Höhenprofil, desto weniger Distanz „schaffe“ ich vermutlich im Vergleich zu optimalen Fahrbedingungen. Diese Faktoren beeinflussen wie schnell ich eine Route zurücklegen kann und vor allem auch möchte. Falls du zum Beispiel noch nicht so genau weißt, wie viele Kilometer du fahren kannst, macht es komoot dir hier etwas einfacher. Du kannst nämlich neben der Einstellung des Fahrradtyps auch dein Fitnesslevel angeben. Anhand dessen und deiner geplanten Strecke (in Berücksichtigung der eben genannten Faktoren) bekommst du eine ungefähre Zeitangabe, wie lange du in etwa unterwegs sein wirst.
Faktor Zeit
Wenn ich weiß, dass ein paar sehenswerte Highlights auf meiner Tour liegen, plane ich dafür Zeit ein, die dann natürlich Einfluss darauf hat, wie viele Kilometer ich an dem Tag zurücklegen werde.
Manchmal habe ich auch einfach nicht so viel Zeit zur Verfügung und plane daher eher kürzere Routen. ABER: Wie viel Strecke ich in einer bestimmten Zeit fahren möchte, hat nicht zwangsläufig was mit meinem Trainingslevel zu tun. Manchmal möchte ich auch nicht den halben Tage auf dem Rad verbringen und habe vielleicht noch andere Pläne. In dem Fall plane ich lieber kürzere Touren (wie nach Feierabend unter der Woche oder für eine Mittagsausfahrt).
Mehrtagestour
Besonders relevant ist die Streckenlänge für Touren mit festem Übernachtungsort, den ich im Zweifel gern erreichen möchte. In diesem Fall plane ich lieber ein paar Kilometer weniger ein. Falls ich völlig frei und ohne festen Zielort fahre, folge ich meiner Gesamtstrecke entweder so lange, bis ich nicht mehr weiterfahren mag, einen guten Platz zum Übernachten gefunden und/oder die Distanz erreicht habe, die ich mir für den Tag vorgenommen habe.
Es gibt oft ein bestimmtes Zeitfenster für Touren, die ich mache, weil ich zum Beispiel zu einer Veranstaltung möchte, jemanden besuchen oder einfach nur begrenzt Zeit zur Verfügung habe. In dem Fall teile ich die Streckenlänge durch die Tage/Zeit, die ich zur Verfügung habe. Dabei schaue ich gegebenenfalls, ob ich Start oder Zielort so verschieben kann, dass es für mich innerhalb des Zeitrahmens machbar ist oder ob ich einen Teil der Strecke zum Beispiel durch Bahnfahren kürzen kann.
Fazit: Die Streckenlänge, die ich fahren kann ist u.a. abhängig vom persönlichen Trainingsgrad, dem verfügbaren Zeitrahmen, möglichen Stopps auf dem Weg, dem Höhenprofil und der Straßenqualität. Wenn ich meine Route recherchiert habe, kann ich besser einschätzen, wie viel ich pro Tag fahren möchte und kann.
4. Wegtypen & Untergründe
Schritt 4: Welche Wege möchte ich nutzen? Asphaltierter Radweg, Landstraße, Forstweg oder Schotterroute - was können ich und mein Fahrrad fahren und welche Untergründe bevorzuge ich?
Je nachdem, mit welchem Fahrrad ich unterwegs bin, und ob ich die schnellste oder die schönste Route fahren will, verändern sich auch meine Präferenzen in Bezug auf den Untergrund. Wo ich primär fahren möchte und kann, lässt sich nicht immer steuern, aber bis zu einem gewissen Grad in der Routenplanung beeinflussen.
Bei komoot wähle ich daher zunächst den Fahrradtyp. Anhand dessen plant der Routenplaner für mich schon einmal bestimmte Wege und Untergrundarten mit ein oder versucht sie zu vermeiden. Danach verfeinere ich meine Route manuell. Über das Drop-down-Menü in der unteren Karteansicht und den Punkt Wegtypen & Wegbeschaffenheit sehe ich in der Übersicht, welche Untergrundtypen vorherrschen. So kann ich die Abschnitte einsehen, wo zum Beispiel besonders viel Asphalt auf der Strecke liegt und die Route dann gegebenenfalls umplanen. Um z.B. Hauptstraßen zu meiden, suche ich nach Radwegen, Strecken durch den Wald oder weniger befahrenen Nebenstraßen. Dank der detaillierten Kartendarstellungen und den Einstellungsoptionen, lassen sich die Art der Straße und des Bodens gut vorab erkennen, was die Planung erleichtert.
Streckenflexibilität durch passende Fahrrad-/Reifenwahl
Wenn ich weiß, ich bin flexibel darin auch verschiedene Wege zu fahren, wie es bei einem Gravelbike meist der Fall ist, dann gibt mir das auch für die Streckenführung sehr viel mehr Spielraum. Während man mit dem Rennrad primär nach geteerten Straßen und Radwegen Ausschau hält, ermöglicht ein Fahrrad mit profilierten, eventuell etwas breiteren Reifen, dass ich auch mal auf Schotter und Waldwege oder gar wurzelige Trails abbiegen kann. Falls ich ohne große Umwege die möglichst direkte Strecke fahren möchte, kann ich demnach aus den Vollen schöpfen. Genauso gut, lässt sich die Route aber auch so anpassen, dass sie möglichst szenisch und gut fahrbar ist.
Fazit: Die Wegequalität kann beeinflussen wie gut ich voran komme. Will ich schnell ans Ziel, fahre ich vermutlich ohne Umwege und auf mehr Asphalt. Bin ich zeitlich freier und ist mir die Routenvielfalt wichtiger, darf es auch gern mal ins Gelände gehen. Wenn man dank Ausstattung des Fahrrads flexibel ist und auch unebene Untergründe fahren kann, ist das Wegenetz viel größer. Die Strecken sind mitunter abwechslungsreicher und schöner, da auch abseits von asphaltierten Straßen und Radwegen geplant werden kann.
5. Fernradwege & Radrouten
Schritt 5: Suche ich meinen eigenen Weg oder orientiere ich mich an vorhandenen Radrouten und Fernradwegen?
Benutzt man Tools wie komoot für die Routenplanung, das wie viele Karten und Apps auf OpenStreetMap basiert, dann werden meist vorhandene Radwegen- und strecken berücksichtigt. Zunächst wird daran orientiert die Route geplant. Das heißt, wenn ich den Standart-Fahrradtyp ausgewählt habe und auf meinem Weg zum ausgewählten Ziel ein Fernradweg liegt, wird dieser genutzt, falls das der direkteste Weg sein sollte. Über die Zusatz-Einstellung auf der Karte lassen sich mit der OpenCycleMap in der Desktop-Version offizielle Fahrradwege anzeigen.
Auf komoot Premium kann man sich übrigens auch spezifische Aktivitätenkarten anzeigen lassen.
Apps zur Routenplanung und Navigation im Vergleich
Apps zur Routenplanung und Navigation vereinfachen die Planung und Durchführung von Radtouren. Hier ist ein Vergleich von vier beliebten Apps:
| App | Betriebssystem | Kosten | Zielführung | Routenplanung | Offline-Funktionen | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Komoot | Android & iOS | Basis mit regionaler Testkarte gratis; Offline-Karten-Welt-Paket: 30 Euro (einmalig), Premium-Abo: 60 Euro/Jahr | Karte, Pfeile, Abbiegehinweise, Sprachausgabe | Individuelle Routenplanung, fertige Tourenvorschläge, Anpassung möglich | Kartendaten offline speicherbar, Re-Routing nur mit Internetverbindung | Einfache Bedienung, gute Streckenvorschläge, viele Schnittstellen | Nicht komplett offline, Premium-Abo mit begrenztem Mehrwert |
| Outdooractive | Android & iOS | Basiskonto mit Werbung; Pro-Abo: 30 Euro/Jahr, Pro+: 60 Euro/Jahr | Karte, Pfeile, Abbiegehinweise, Sprachausgabe | Eigene Tourplanung nur mit Internetverbindung, viele hochwertige Tourenvorschläge | Kartenausschnitte und Strecken offline herunterladbar | Detaillierte Such- und Filtermöglichkeiten für Tourenvorschläge, viele Integrationen | Nicht komplett offline, kein Re-Routing |
| Locus Map | Nur Android | Basic mit Werbung; Silver-Abo: 10 Euro/Jahr, Gold-Abo: 24 Euro/Jahr | Karte, Pfeile, Abbiegehinweise, GPX-Track-Import | Streckenplanung möglich, besser GPX-Track importieren, keine fertigen Tourenvorschläge | Volle Offline-Funktionalität im Gold-Abo | Volle Offline-Funktion, preiswerte Abo-Modelle, große Kartenauswahl | Keine fertigen Tourenvorschläge, Schnittstellen zu GPS und E-Bike fehlen |
| Naviki | Android & iOS | Kostenlose Basisversion mit Werbung; Zusatzfunktionen als Einmalbetrag | Karte, Abbiegepfeile, Sprachansage, markierte Radrouten hervorgehoben | Profile für diverse Räder (teilweise kostenpflichtig), Komfortable Planung am Computer | Kartendaten offline speicherbar, keine Streckenberechnung im Offline-Modus | Bekannte Radrouten finden Berücksichtigung, sinnvolle Fahrrad-POIs, Routing für S-Pedelecs | Nicht komplett offline, keine fertigen Touren-Vorschläge |
Streckenvorbereitung: Fertiggericht oder selbst geplant?
Vor dem Tour-Vergnügen steht die Planung und Vorbereitung. Die einen lieben fertige Touren aus einem Tourenportal, für andere ist das Selbstplanen Teil des Abenteuers. Es braucht jeweils vier Schritte, dann sind Sie abfahrbereit.
Die fertige Tour
- Suchen und Filtern im Tourenportal: Aus der Masse an Touren den passenden Kandidaten herausfiltern nach Standort, Länge, Schwierigkeitsgrad & Co.
- Download der Tour: Wunschstrecke als GPX-Track herunterladen.
- Check der Strecke und Übertragung: Geladene Strecke in einem Karten-Tool öffnen und Streckenverlauf und Höhenprofil prüfen.
- Zielführung auf dem Smartphone: Übertragung in die Navi-App auf dem Smartphone. Möglichst alle Daten auf dem Smartphone offline laden und Zielführung starten.
Die selbst geplante Tour
- Inspiration zur Strecke: Vor der Planung braucht es erst einmal eine Tour-Idee.
ADFC-Tipps für die Routenfindung
Deutschland hat 320 Radfernwege und ungezählte Themenrouten sowie lokale Radrouten. Eine Auswahl präsentiert der Routenfinder auf www.adfc-radtourismus.de. Hier lässt sich nach Bundesland, Region, Radroute, Eigenschaften oder Routenlänge filtern.
Über den Filter „Routentypen“ kann man sich Themenrouten anzeigen lassen, die teils auch unbekanntere Strecken präsentieren. Der ADFC-Tipp: Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, es könnte das nächste Urlaubsziel werden.
Weitere Ideen für Radtouren als Tagestouren, die sich gut an einem oder an zwei Tagen abradeln lassen, bieten die Tourentipps aus dem ADFC-Mitgliedermagazin „Radwelt“. Ob Bayerischer Wald, Dresdner Elbland oder Stettiner Haff - Ideen für den nächsten Tagesausflug sind bestimmt dabei. Einige Tipps sind Touren jenseits touristischer Hotspots gibt es hier.
Alternativ bieten auch viele Bundesländer eigene Tourenportale und Routentipps auf ihren Internetseiten an.
Routenauswahl
Bei der Routenauswahl gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt ausgearbeitete Routenvorschläge ab oder stellt seine Touren individuell zusammen.
Ausgearbeitete Tourenangebote
Radurlaub geht nahezu in jeder Region und auch abseits der bekannten Flussradrouten.
Neben Radfernwegen und lokalen Routen sind Radregionen ebenfalls attraktiv. Ihr Vorteil: Man übernachtet in einer Unterkunft wie einer Ferienwohnung mit Selbstversorgung und unternimmt jeden Tag eine andere Radtour - diese Form des Radurlaubs ist für Familien und Einsteiger*innen besonders gut geeignet.
Auch die vielen lokalen Themenradrouten lohnen einen Besuch. Sie lassen sich über die Tourenportale der Bundesländer oder Anbieter wie komoot oder outdooractive finden. Hier sollte man beachten, dass solche Portale oft die beliebtesten und damit höher frequentierten Vorschläge voranstellen. Es kann sinnvoll sein, auch auf die hinteren Reihen zu schauen.
Beim lokalen ADFC finden sich oft auch Tourenvorschläge und im ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal findet man geführte Radtouren, denen man sich anschließen kann.
Letztlich gibt es auch die Möglichkeit, die Radreiseplanung komplett an einen Reiseveranstalter abzugeben. Angebote für Radreisepauschalen gibt es hier.
Individuell planen
- mit Online-Planungstools: Dazu gibt es spezielle Programme wie GarminBasecamp, aber auch Routenplaner wie komoot oder outdooractive. Die Radroutenplaner der Bundesländer bieten individuelle Streckenplanung an.
- mit Karte: vom ADFC gibt es ADFC-Radtourenkarten (Maßstab 1:150.000, Verlag BVA) und ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) mit fertigen Tourenvorschlägen.
- mit Karte und Wegweisung: Einige Regionen bieten dank der Knotenpunktwegweisung die Möglichkeit, Routen auf den vorhandenen Netz individuell und spontan zusammenzustellen, praktisch „Radeln nach Zahlen“.
Tipp: Hotspots meiden
Vor allem während der Pandemie stieg das Interesse der Menschen an Tourentipps für wenig frequentierte Orte und Routen. Aber auch vor der Pandemie war der „Overtourism“ für viele Sehenswürdigkeiten Deutschlands eine Herausforderung.
Neue und unbekanntere Routen zu wählen, sorgt für mehr Entspannung und neue Entdeckungen. Gleichzeitig schont es die Umwelt und stark überlastete Tourismusregionen.
Hotspots vermeiden: In der Ferienzeit sowie an langen Wochenenden oder Feiertagen kann es für Radreisende ratsam sein, stark besuchte Ziele wie Nord- und Ostsee, den Bodensee oder andere beliebte Ziele zu meiden.
Auch auf den beliebten Flussradwegen kann es voll und so das spontane Übernachten schwierig werden, wenn in Hotels oder Pensionen keine volle Auslastung möglich ist oder auf Campingplätzen Küchen oder Waschräume nicht zur Verfügung stehen. Reisewillige müssen genau planen, Etappen festlegen und frühzeitig reservieren.
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