Einsteiger Rennrad Test unter 1000 Euro: Viel Fahrspaß für wenig Geld

Rennradfahren muss nicht teuer sein! Es ist ein Sport, der Spaß macht, die Ausdauer trainiert, die Muskulatur im Unterkörper stärkt und dabei noch ordentlich Kalorien verbrennt. Wir präsentieren hochwertige und bestens ausgestattete Rennräder, die sich ideal für Einsteiger eignen und preislich um die 1.000 Euro liegen, aber trotzdem mit guten Ausstattungsmerkmalen und Fahreigenschaften punkten.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Einsteiger-Rennrads

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte einmal zusammengefasst. Grundsätzlich empfiehlt es sich für Einsteiger, ein Rennrad vorher ausgiebig zu testen, um sicherzustellen, dass diese Art des Radfahrens auch die richtige ist. Zu beachten ist jedoch, dass je nach individuellen Bedürfnissen unterschiedliche Anforderungen bestehen können.

Rahmenmaterial: Aluminium vs. Carbon

Ganz klar: Aluminium. Aluminium ist für Einsteiger am besten geeignet, da es relativ leicht, robust und in der Regel günstiger als andere Materialien ist. Carbon hat den Vorteil, dass es leichter ist, aber auch anfälliger für Stürze.

Bremsen: Felgen- vs. Scheibenbremsen

Felgenbremsen sind meist kostengünstiger und daher besonders bei Einsteigerrennrädern weit verbreitet. Allerdings bieten sie bei Nässe eine geringere Bremsleistung als Scheibenbremsen, die dafür jedoch schwerer und wartungsintensiver sind.

Rahmengröße

Vor allem, wenn das Rennrad online bestellt werden soll, benötigt man seine Rahmengröße. Wähle ein Rennrad, das deiner Körpergröße entspricht - und lass es am besten beim Bikefitting optimal auf dich einstellen. So misst du deine Schrittlänge: Stelle dich barfuß auf einen ebenen Boden und klemme eine Wasserwaage so hoch wie möglich zwischen deine Beine. Mit der Formel „Schrittlänge (in cm) x 0,66“ lässt sich die Rahmengröße berechnen - zumindest, wenn diese vom Hersteller als Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Mitte des Oberrohrs angegeben wird.

Zubehör

Ein Check sollte vorher gemacht werden! Prüfe, ob dein Rennrad mit allen wichtigen Teilen ausgestattet ist. Dinge wie Pedale, Flaschenhalter oder Beleuchtung sind oft nicht inklusive. Wird das Rennrad online gekauft, empfehlen wir zusätzlich ein Bike-Fitting zu buchen. Dabei wird das Rennrad perfekt an die individuellen körperlichen Voraussetzungen angepasst.

Getestete Modelle und ihre Eigenschaften

ROADBIKE hat geschaut, was der Fachhandel in der Preisklasse bis maximal 1000 Euro im Angebot hat. Um all diese Fragen zu beantworten. Die großen Versender bleiben in diesem Test außen vor, weil gerade Einsteiger häufig von Beratung und Service vor Ort profitieren. Im Laden lassen sich Räder in verschiedenen Größen und Geometrien besser vergleichen, wer noch unschlüssig ist, lässt sich vom - hoffentlich guten - Händler die offenen Fragen beantworten.

Cube Attain Race

Das Cube Attain Race gilt als solides Einsteigermodell, welches sich komfortabel fährt und trotzdem sportliche und beschleunigungsstarke Eigenschaften mitbringt. Ein Highlight des Rennrads sind die mechanischen Scheibenbremsen. Diese sind etwas direkter als Felgenbremsen, jedoch auch schwerer. Der Aluminiumrahmen ist leicht und bietet eine hohe Steifigkeit. Die Schaltzüge sind innen verlegt, zudem sind die Cubes „smooth-weld“ Übergänge besonders aufgeräumt. Fazit der Redaktion: Das Cube Attain Race ist das ideale Rennrad für sportlich ambitionierte Einsteiger.

Giant Content AR2

Der Giant Content AR2 glänzt vor allem durch seine Vielseitigkeit. Er bietet Komfort und ist gleichzeitig reaktionsschnell. Durch die Möglichkeit, breitere Reifen (bis 38 Millimeter Durchmesser) zu montieren, kann der Giant Content AR2 auch auf Schotterstrecken eingesetzt werden. Als zweite Besonderheit bietet Giant eine Kombination aus Felge und Reifen an, die ohne Schläuche geliefert wird (Tubeless Kit als Zubehör) und so Pannen vorbeugen soll. Eine Sattelstütze aus Karbon minimiert Ermüdungserscheinungen und sorgt für ein ruhiges Fahrgefühl. Fazit der Redaktion: Der Giant Content AR2 ist genau die richtige Wahl für alle, die möglichst vielseitig unterwegs sein wollen.

Rose Pro SL 105

Das Rose Pro SL 105 ist ein super Einstiegsrennrad für Allrounder. Es ist ein komfortabler Begleiter sowohl für längere, flache Touren als auch für bergiges Gelände. Die Sitzposition ist nicht zu sportlich und daher auch auf längeren Touren sehr bequem. Optisch ist das Rose Pro SL ein echter Hingucker und kaum von einem Carbonrad zu unterscheiden.

CUBE Nature EXC

Fazit der Redaktion: Das CUBE Nature EXC ist mit einer Suntour Luftfedergabel ausgestattet. Sie lässt sich einfach, präzise und individuell auf den gewünschten Fahrstil einstellen. Damit kombinierst du die Schnelligkeit und Leichtigkeit eines Rennrads mit der Robustheit eines Mountainbikes.

Weitere getestete Modelle (von ROADBIKE)

Im Test von ROADBIKE wurden auch folgende Modelle berücksichtigt:

  • Cannondale CAAD Optimo 3
  • Radon R1 Disc Tiagra
  • Stevens San Remo
  • Triban RC 520 von Decathlon

Testergebnisse und Fazit (von BIKE BILD)

BIKE BILD hat acht Renner bis 999 Euro unter die Lupe genommen. Die Testergebnisse zeigten, dass kein Hersteller sich ein schwaches Rad im Preissegment von bis zu 999 Euro leisten will. Zwei Räder erhielten die Bewertung „Sehr gut“, die übrigen schnitten mit „Gut“ ab. Die getesteten Bikes sind echte Preis-Leistungs-Renner und bieten viel Rennrad für wenig Geld.

Tabelle der getesteten Rennräder (Auszug aus ROADBIKE Test):

Modell Preis Gewicht Rahmenmaterial Schaltung Bremsen
Cannondale CAAD Optimo 3 1.099 Euro 9,7 Kilo Aluminium Shimano Sora Promax RC-452
Cube Attain Race 1.099 Euro 10,0 Kilo Aluminium Shimano Tiagra TRP Spyre MD-C610C
Giant Contend 1 1.049 Euro 9,6 Kilo Aluminium Shimano Sora Tektro TK-B177
Radon R1 Disc Tiagra 1.199 Euro 10,2 Kilo Aluminium Shimano Tiagra Shimano Tiagra

Worauf es ankommt

Allerdings zeigt sich im Test auch deutlich, dass die Unterschiede zwischen den Rädern groß sind und ein genauer Blick vor dem Kauf deshalb unverzichtbar ist, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Denn: Um ein Rennrad für maximal 1000 Euro auf die Laufräder zu stellen, müssen die Hersteller schon scharf kalkulieren und an einigen Stellen den Rotstift ansetzen. Manches davon ist durchaus verschmerzbar und schlägt sich vielleicht auf der Waage, aber kaum im Fahreindruck nieder. Eine günstigere Kassette beispielsweise. Andere Maßnahmen sind dagegen tatsächlich erfahrbar, wie schwere Laufräder oder eine Schaltgruppe mit weniger Gängen oder gröberer Gangabstufung.

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