Endlich mobil, endlich frei, endlich auf 2 Rädern - davon träumen viele. Heute haben wir für alle Motorrad-Neulinge 10 Tipps, auf die ihr am Anfang besonders achten solltet. Die Tipps kommen aus unserer eigenen Erfahrung und viele davon haben wir selbst gemacht. Wenn ihr also frisch gebackene 125er Fahrer seid, seid clever und macht nicht alle Fehler nach.
10 Tipps für Motorrad-Einsteiger
- Schütze dein Bike vor Kratzern: Die Situation: Ihr habt euren A1 Führerschein frisch bestanden und fahrt nun mit dem Bike das erste mal in die Schule oder zur Arbeit. Alle Freunde wollen euer Motorrad bestaunen, anfassen und sich mal drauf setzen. Wenn ihr nicht gerade eine uralte gebrauchte Maschine geholt habt, seid hier etwas strenger. Lasst nur die engsten Freunde drauf und mahnt ruhig zur Vorsicht. Es ist nicht böse gemeint von den Leuten, aber mit ihren Jacken und Taschen machen sie schnell mal Kratzer in den Lack. Bei entsprechender Motorradkleidung passiert das eher nicht.
- Fahre nicht sofort mit Sozius: Sobald ihr den Lappen und ein Bike habt, werden eure Freunde mit euch mitfahren wollen. Zusammen cruisen und der gemeinsam zu einer Party fahren macht ja auch Bock. Aber hey, zu zweit auf einem Bike zu fahren ist eine andere Geschichte als alleine. Erstmal solltet ihr euch ordentlich einfahren und euch wirklich sicher fühlen im Handling des Bikes. So ein Sozius Fahrer verändert die ganze Fahrdynamik. Bremsen wird schwieriger und beim Beschleunigen kommt es schnell zum Wheelie. Einfacher ist es, wenn der Mitfahrer selbst schon ein Biker ist.
- Nutze die Kupplung als Helfer: Sieh deine Kupplung als deinen Freund und Helfer. Wenn du mal in eine Situation kommst, du das Gefühl hast etwas die Kontrolle zu verlieren, zieh die Kupplung! So nimmst du sofort den Antrieb raus und kannst dein Bike stabilisieren. Auch an der Ampel gilt: Wenn du dein Motorrad abwürgst, kein Stress. Auch wenn einer hupt oder sonst was.
- Schalte entspannt runter: Gerade am Anfang neigt man dazu, wenn man mit hoher Geschwindigkeit auf eine Ampel zufährt, früh zu kuppeln und direkt in den ersten Gang zu gehen. Macht das entspannter. Zieht kurz die Kupplung und schaltet die Gänge der Reihe nach runter. Wie beim Hochschalten.
- Sei vorsichtig beim Spurwechsel: Ein Spurwechsel ist gerade für Anfänger im Straßenverkehr (ob Motorrad oder Auto) eine stressige Angelegenheit. Als Biker hast du noch den Nachteil, dass du kein Blech um dich rum hast, falls dir mal einer auffährt. Daher gilt beim Spurwechsel: Ordentlich den Verkehr beobachten. Auch mehrfach um den Speed der Leute hinter dir einzuschätzen. Beim Wechsel selbst dann ruhig etwas sportlicher fahren und beschleunigen. So bist ziehst du zügig nach vorne weg, falls das Auto hinter dir vielleicht doch etwas schneller war als gedacht.
- Achte auf ABS: Die meisten modernen 125er Motorräder haben mittlerweile ein ABS Bremssystem. Dieses sorgt dafür, dass die Reifen nicht blockieren beim Bremsen und ihr die Kontrolle behaltet. Wenn ihr nun mal mit einem Kumpel oder einer Freundin das Bike tauscht und dieses Modell kein ABS hat, passt höllisch auf. Motorräder ohne ABS sind nicht viel unsicherer, aber wenn du es gewohnt bist, kann es zu brenzlichen Situationen kommen.
- Trage Schutzkleidung: Ja es ist lässiger mal ohne Motorradjacke zu fahren und ja im Sommer wird es warm darunter. Trotzdem! Trag deine Schutzkleidung und zwar das ganze Paket. Was hast du davon, wenn du einmal cool durch die Gegend geheizt bist, dafür aber Narben bis ans Lebensende hast?
- Vermeide Hektik: Gerade am Anfang, aber eigentlich das ganze Bikerleben lang, solltest du nie in Hektik fahren. Gerade wenn du im Stress bist und vielleicht spät dran bist, kann etwas passieren. Riskiere dann lieber angemeckert zu werden, weil du zu spät kommst, als dass du garnicht ankommst ;) Das gilt auch fürs Bikeabstellen. Hier einmal zu hektisch gewesen und schon kippt dein Bike um.
- Beschäftige dich mit der Technik: Klar, wenn man den Schein hat und einen fahrbaren Untersatz, dann will man sofort los heizen und nicht mehr runter vom Bike. Du solltest dich aber trotzdem zwischendurch mit deinem Motorrad beschäftigen, die Technik etwas verstehen und einfachere Wartungsarbeiten selbst machen. Das spart dir auch Werkstattkosten. Ersatzteile aller Art findest du bei uns im Sortiment und Anleitungen für so gut wie jedes Teil auf Youtube.
- Hangin Off (für Erfahrene): Vorsicht, dieser Tipp ist eher was für erfahrene Fahrer. Es geht um das sogenannte Hangin off. Wenn ihr das noch nie gesehen habt, schaut euch mal ein Moto GP Video an. Die Fahrer dort hängen mit ihrem Körper neben dem Bike und fast am Boden. Das Bike ist dabei etwas aufrechter. Das sieht nicht nur elegant aus, es gibt einem auch ein gutes Handling.
Die besten Einsteiger-Motorräder
Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Noch nie war das Angebot so vielseitig. Vom unkompliziertesten Cruiser bis zum sichersten Sport Tourer.
Motorräder mit bis zu 70 kW bieten die perfekte Mischung aus Leistung, Fahrspaß und Alltagstauglichkeit - ideal für Einsteiger sowie erfahrene Fahrer, die nicht auf sportliche Performance verzichten wollen.
Top 5 A2-Motorräder (bis 48 PS) laut MOTORRAD
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.
- Platz 1: Honda CB 500 X
Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bike. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
- Platz 2: Kawasaki Ninja 400
Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
- Platz 3: Kawasaki Ninja 500 SE
Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
- Platz 4: Honda CB 500 Hornet
Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
- Platz 4: Honda CBR 500 R
Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
- Platz 5: KTM 390 Adventure
Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
Einsteiger-Motorräder mit Top-Preis-Leistungs-Verhältnis laut MOTORRAD
In der Bestenliste von MOTORRAD stehen diese 16 Einsteiger-Bikes mit der Note 1 vor dem Komma für das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Teil eines jeden MOTORRAD-Tests ist eine objektive Bewertung über das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei fließen die Punkte der 1.000-Punkte-Wertung und der reale Preis des Testfahrzeugs in eine Schulnote ein. Die 1.000 Punkte verteilen sich auf die Kategorien Motor (250 P.), Fahrwerk (250 P.), Alltag (250 P.), Sicherheit (150 P.) und Kosten (100 P.).
Bei 16 Motorrädern mit maximal 48 PS aus der A2-Klasse steht derzeit die Note 1 vor dem Komma im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.
| Platz | Modell | Preis-Leistungs-Note |
|---|---|---|
| 1 | Honda CB 500 X | 1,0 |
| 2 | Voge 500 DSX | 1,1 |
| 3 | Triumph Speed 400 | 1,2 |
| 4 | Kawasaki Ninja 400 | 1,3 |
| 4 | Voge 500 R | 1,3 |
| 4 | Voge 500 DS | 1,3 |
| 5 | Honda CB 500 F | 1,4 |
| 6 | Kawasaki Z 400 | 1,5 |
| 6 | KTM 390 Adventure | 1,5 |
| 7 | Honda CBR 500 R | 1,6 |
| 7 | KTM RC 390 | 1,6 |
| 7 | Triumph Scrambler 400 X | 1,6 |
| 7 | Yamaha R3 | 1,6 |
| 8 | CFMoto 450 SR | 1,7 |
| 9 | KTM 390 Duke | 1,9 |
| 9 | QJMotor SRV 550 | 1,9 |
Top 10 günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder 2024
Günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder erfreuen sich besonders bei jüngeren Fahrern großer Beliebtheit. Sie bieten genügend Power und Fahrdynamik, um erste Erfahrungen zu machen udn sind für Einsteiger gut beherrschbar.
Knappes Rennen bei Platz 3: Kawasaki Ninja ZX-4R/RR und Honda CBR650R teilen sich den dritten Platz.
- Honda CBR650R: Bietet eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Handlichkeit.
- Kawasaki Ninja ZX-4R/RR: Außergewöhnliche Leistungsentfaltung und ein atemberaubendes Fahrerlebnis.
- Triumph Daytona 660: Vereint britischen Charme mit modernster Technik.
- Suzuki GSX-8R: Perfekte Kombination aus Leistung, Handling und Erschwinglichkeit.
Gebrauchtes Motorrad als erste Wahl?
Wenn du endlich den Motorradführerschein in der Tasche hast, wirst du es kaum noch erwarten können, dein erstes eigenes Bike zu kaufen. Bei der Wahl des ersten eigenen Motorrads kann natürlich oftmals der Geldbeutel die Richtung vorgeben. Das ist aber kein Problem. Gerade als Einsteiger solltest du dich ohnehin zunächst auf gebrauchte Maschinen konzentrieren. Der ganz einfache Grund ist, dass du das Bike erst mal beherrschen musst. Bis es soweit ist, wirst du deinem ersten Motorrad wahrscheinlich einige Kratzer und Beulen zufügen. Dazu braucht es keine spektakulären Unfälle. Als Anfänger kann es dir schon im Stand schnell passieren, dass du die Maschine nicht halten kannst und sie einfach krachend auf den Boden fällt.
Daher solltest du als erste Maschine nicht unbedingt gleich zu einer fetten 600er greifen, sondern lieber ein leichteres Modell wählen. Es lohnt sich übrigens noch aus einem weiteren Grund für dich, ein gebrauchtes Bike zu kaufen: Die neuen Motorräder verlieren nämlich schon bei kleinen Schäden ordentlich an Wert. Das heißt, du zahlst weniger und wenn du nach der Eingewöhnungsphase auf eine größere Maschine umsteigen möchtest, kannst du die alte ohne allzu großen Verlust weiterverkaufen. Ein kleiner Extra-Tipp wäre noch, erst mal auf einen gebrauchten Japaner zurückzugreifen. Die Modelle aus Japan haben sich in den letzten Jahren als sehr robuste und preisgünstige Alternative entpuppt.
Worauf du beim Kauf eines gebrauchten Motorrads achten solltest:
- Zunächst ist der Gesamteindruck wichtig.
- Sind alle Teile original?
- Sind Unfallspuren zu erkennen?
- Schwingt die Dämpfung nach einer Belastung wieder stabil nach oben?
- Hat das Kettenrad „Haifischzähne“?
- Dreh den Lenker bei entlastetem Vorderreifen in beide Richtungen.
- Bock das Motorrad auf und stell den Lenker gerade. Nun kannst du aus einigen Metern Entfernung die Räderflucht überprüfen.
- Bei der Probefahrt sind das Fahrverhalten und die Motorengeräusche entscheidend.
- Achte zudem vor der Probefahrt darauf, ob der Verkäufer das Motorrad warmgefahren hat.
Wenn du dich noch gar nicht mit Motorrädern auskennst, solltest du über ein gebrauchtes Modell vom Händler nachdenken.
Welche Art von Motorrad passt zu dir?
Die wichtigste Frage beim Motorradkauf ist sicherlich, welche Art von Bike man überhaupt fahren möchte. Die Unterschiede können groß sein und sich sowohl auf das Aussehen als auch auf die Eigenschaften der Maschine beziehen.
- Crosser: Eignen sich besonders gut für Fahrten im Gelände.
- Enduros: Die verkehrstauglichen Varianten der Crosser.
- Tourer: Die richtigen Motorräder für längere Fahrten.
- Sportler: Motorräder, die speziell auf Rennstrecken brillieren.
- Cruiser: Modelle, die den amerikanischen Klassikern aus den 1930ern bis 1950ern nachempfunden sind.
- Chopper: Die ausgeprägte Version der Cruiser.
Achte beim Kauf deines ersten Motorrads darauf, ob du die Maschine beherrscht. Das ist das wichtigste Kriterium. Ihr braucht als Anfänger noch keinen PS-starken Motor, der auf Spitzenleistungen ausgelegt ist. Wichtiger ist, dass die Maschine zu deiner Körpergröße passt und du das Ding im Notfall auch alleine wieder hinstellen kannst. Anfänger sollten zudem erst mal ein gebrauchtes Motorrad kaufen. Da sind Kratzer nicht so dramatisch.
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