Informatiker an der Universität des Saarlandes haben eine drahtlose Fahrradbremse entwickelt, die das Bremsen ohne Kabel ermöglicht. Für Elektrofahrräder wäre diese Bremse ideal, da bereits ein Akku vorhanden ist. Die drahtlose Fahrradbremse ist für die Forscher mehr als nur eine akademische Spielerei - es geht um Verlässlichkeit.
Der Grund dafür ist, dass drahtlose Netze nie hundertprozentig funktionieren, allerdings immer mehr Systeme ohne Kabel realisiert werden, die reibungslos arbeiten müssen. Mit dem Brems-Prototyp nutzte die Forschergruppe zugleich Rechenverfahren, das sonst bei Steuersystemen von Flugzeugen oder chemischen Fabriken zum Einsatz kommen.
Die Zuverlässigkeit des Bremssystems bewiesen die Wissenschaftler zusätzlich mit mathematischen Methoden, die auch bei Steuersystemen von Flugzeugen oder chemischen Fabriken zum Einsatz kommen.
Funktionsweise des Bremssystems
Wie funktioniert aber das Bremssystem genau? Gerade in Bezug auf Elektrofahrräder könnte es sinnvoll sein, um Kabelsalat zu vermeiden. Der Fahrer umgreift den rechten Gummigriff am Lenker dazu fest. Je höher die Kraft ist, desto stärker bremst das System die Scheibenbremse im Vorderrad.
Im Gummigriff ist ein Drucksensor integriert, der ab einem bestimmten Druck einen kleinen Sender aktiviert. Dieser sitzt in einem blauen Kunststoffkästchen von der Größe einer Zigarettenschachtel, das ebenfalls an der Lenkstange befestigt ist. Seine Funksignale gehen unter anderem an einen Empfänger am Ende der Radgabel. Dieser wiederum gibt das Signal an einen „Aktuator“ weiter, der es in eine mechanische Bewegung umsetzt, die letztendlich die Scheibenbremse greifen lässt.
Für eine höhere Ausfallssicherheit befinden sich in den Speichen des Hinterrades und an der Gabel des Vorderrades jeweils ein weiterer Sender. Sie fungieren als sogenannte Replikatoren, indem sie das Senden des Bremssignals wiederholen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Funknachricht auch dann noch rechtzeitig ankommt, wenn die anderen Funkverbindungen zu langsam sind oder gar ganz ausfallen.
Mit der aktuellen Ausstattung bremst das Cruiser Bike nach maximal 250 Millisekunden.
Hohe Ausfallsicherheit
Das Ergebnis: 99,999999999997 Prozent zuverlässig soll das System sein. „Das bedeutet, dass drei aus einer Billiarde Bremsversuchen fehlschlagen.
Zukunftsperspektiven
Nach ersten Gesprächen mit namhaften Herstellern sucht Hermanns ein Ingenieursbüro, das die drahtlose Fahrradbremse umsetzt. Ob dieses System je an Pedelecs zum Einsatz kommt, ist fraglich. Die Bremsen müssen schließlich mit Strom versorgt werden. Das kann über kleine Batterien erfolgen oder über den E-Bike-Akku, was wieder Verkabelung bedeutet.
Was spricht dagegen, zukünftig die Motorbremse zuzulassen? Bei Bionx-Nabenmotoren sorgt ein Unterbrecherkontakt an den Bremsen für eine reduzierte Geschwindigkeit. Auch der Segway kommt nur mit Motorbremse aus.
| Zuverlässigkeit | Ausfallrate |
|---|---|
| 99,999999999997 % | 3 von einer Billiarde Bremsversuchen |
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