Die Elektromobilität hält auch im Offroadsport Einzug. Es war wieder einer dieser seltenen erste Mal Momente im Leben. Wenn bisher die 2 Takt Fans über die 4 Takter gemault haben und umgekehrt, kommt halt jetzt noch eine weitere Variante dazu, mit all den Vor- und Nachteilen, aber auch den bislang unbekannten, genialen Möglichkeiten. Mich erinnert die Geschichte von Stark schon sehr stark an Tesla. Ich glaube auch, dass Stark hier ein echter Gamechanger sein wird.
Stark Varg: Ein Gamechanger im Elektromotorrad-Segment
Das Unternehmen Stark geht eigentlich noch als Startup durch. Gegründet 2019 von Anton Wass wurde in der Nähe von Barcelona eine Fabrik aus dem Boden gestampft, wo seit kurzem die Serienfertigung anlief. Um in so kurzer Zeit ein wirklich wettbewerbsfähiges Motorrad auf die Beine zu stellen, wurden nicht nur begnadete Techniker an Bord geholt, sondern auch von Beginn an ehemalige internationale Top Fahrer als Entwicklungsfahrer engagiert. Es stand im Vorhinein fest, sie wollen mit klassischen Verbrennern nicht nur mithalten, sie wollen besser sein.
Design und erster Eindruck
Varg heißt übersetzt Wolf. Aber im Schafspelz kommt sie definitiv nicht daher. Ganz im Gegenteil, sie sieht richtig sexy aus. Vom Design trifft sie sicher den Geschmack der Masse, scharf, schnittig und modern, ohne zu futuristisch zu wirken. Da wurden die Fehler der Autoindustrie bei deren Einstieg in die E Mobilität gleich mal ausgelassen.
Aufladen und Leistungsmodi
Das Aufladen erfolgt sehr unspektakulär mit einem gewöhnlichen Stecker aus der Haushaltssteckdose. Das Ladegerät wird in Form eines sehr hochwertigen Motorradständers gleich mitgeliefert. Wenn auf der MX Strecke kein Strom vorhanden ist, dann kann dies natürlich auch über ein Notstromaggregat erfolgen. Jedoch sind hier mindestens 3,5 kW zu empfehlen. Je nach Stromleistung ist der Akku in 1-2h voll.
Zunächst eröffnen sich bei der Varg unglaublich viele Möglichkeiten, die mit dem mitgelieferten Telefon am Lenker, positioniert als Kommandozentrale, fungieren. Dieses Telefon von Stark ist übrigens stoßfest und wasserdicht! Grundsätzlich kann jedes Telefon verwendet werden, was dieselbe Größe hat. Das Telefon von Stark ist beim Motorradkauf schon dabei. Auf der Stark App können 5 beliebige Leistungsmodi sehr einfach eingestellt werden. In der starken Version von 10-80PS, dazu noch die Motorbremswirkung von null bis voll. Ein längerer Druck auf den Startknopf aktiviert das Motorrad, das Display zeigt die wichtigsten Infos an und mit einem weiter Druck auf die untere Modi-Taste leuchtet das grüne Licht und die Stark ist quasi geladen und entsichert.
Fahrgefühl und Leistung
Gasgriff auf und die MX setzt sich fast lautlos in Bewegung. Unglaublich, so viel Aufmerksamkeit hatte ich glaub ich noch nie im Fahrerlager, trotz fast lautlosem Antritt! Trotz kurzem Hub am Gasgriff ist die Gasannahme butterweich und super zu dosieren. Zum Eingrooven starten wir den ersten Testtag auf einer eher langsameren CrossCountry Strecke mit 45 PS und halber Motorbremse. Da die Stark keine rotierenden Massen hat, fühlt sich das Motorrad von der Wendigkeit her eher an wie eine 125er 2-Takter. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass die Varg extrem schlank daherkommt.
Nachdem keine Schaltvorgänge und kein Kuppeln notwendig ist, fährt sich die Varg einfacher als jeder Verbrenner. Man hat viel mehr Gehirnkapazität für alle anderen Dinge. Und auch der nicht vorhandene Lärm geht nicht ab. Der Sound ist mehr ein säuseln, also nicht lautlos, ist auch gut so, nur die Kette alleine wäre auch keine schöne Geräuschkulisse. Was das Fahren natürlich so einmalig macht, ist der Durchzug, die Leistung immer und überall voll auf der Kette anliegen zu haben. Das zoomt einen richtig von Ecke zu Ecke. Und das Gefühl macht einfach unglaublich viel Spaß und richtig süchtig nach dem genialen E-Schub! Egal wer aller das Motorrad probiert hat, jeder war von der Leistungsentfaltung begeistert.
Wir hatten die Version mit 18 Zoll Reifen und Hinterradbremse am Lenker zur Verfügung. Letztere würde ich auf alle Fälle nehmen. Auch wenn ich eine etwas schärfere Dosierung bevorzugen würde, gewöhnt man sich sehr schnell an die Umstellung. Die Bremsen sind von Brembo, damit in der Oberliga der Zulieferer. Das Fahrwerk von Kayaba, welche derzeit ebenso von den Zulieferern absolut on Top ist. In der getesteten Abstimmung war das Ansprechen top, schön progressiv, nur im letzten Viertel etwas stumpf. Das Federbein war sehr unauffällig, was an sich immer ein gutes Zeichen ist.
Gewicht und Handling
Die Stark wir mit 118 kg angegeben, und damit schon etwas schwerer als herkömmliche 4 Takter. Auf der geeichten Waage mit Seitenständer, breiten Enduro Vorderreifen und fetten Extremenduro Reifen sowie Mousse standen 123kg auf der Waage. Umgemünzt auf normale MX Reifen und dünnen Schläuchen werden 118kg schon ganz gut passen. Fairerweise muss die Varg mit einer vollgetankten 450er verglichen werden und da wiegt sie im Schnitt um rund 6kg mehr. Beim Fahren selbst merkt man diese 118kg kaum (fehlende rotierenden Massen). Beim Anbremsen und über künstliche Hindernisse schlägt die Schwerkraft dann doch zu. Wirkt aber nie schwerfällig!
Vertrauen und Rundenzeiten
Ein weiteres Unikum fiel uns nach 4 Testtagen auf, die Varg vermittelt extrem viel Vertrauen. Warum auch immer, aber Varg ging kein einziges Mal zu Boden, obwohl die Rundenzeiten von Beginn an fast ident waren mit den besten Rundenzeiten der eigenen gewohnten MX Bikes. Bei den Hobbyfahrern steigerten sich dann die Rundenzeiten. Natürlich wurden während der Fahrt die Modi ständig gewechselt. Es ist schon genial, dass man mit einem Knopfdruck die Leistung so anpassen kann.
Klar mussten auch die 80 PS ein paar Mal probiert werden. Aber ganz im Ernst, braucht man wirklich nicht. Da ist eine alte 500er 2 Takt Rakete mit 70 PS bescheiden, denn die 80 PS bzw. 938 Nm liegen immer an! Über die Tage haben sich so 45-50 PS als richtig lässig herausgestellt. Aber es ist einfach richtig lässig, wenn sich der Stollenreifen mit der E Power in den Boden verkrallt und einen so richtig perfekten Schub abliefert. Dann schießt einen die Varg aus der Kurve heraus über jeden Table. Je schwächer der Fahrer vom Leistungsniveau, desto mehr profitiert er von der Leistungsentfaltung und der einfachen Bedienung.
Supermoto und Langzeittest
Nach meinem Empfinden sollte die Varg im Supermoto Bereich ebenso einschlagen. Dort kann auch die volle Leistung auf den Asphalt gebracht werden. Bin schon gespannt, wann dort die ersten Wölfe ausrücken. Natürlich war dies kein Langzeittest, aber wenn man sich die gesamte Varg ansieht, dann merkt man bei jeder Schraube bis ins kleinste Detail, dass hier Nägel mit Köpfen gemacht wurden.
Highend Ausstattung
Neben der schon erwähnten Highend Ausstattung mit Kayaba, Brembo und Galfer, sind die Kunststoff/Carbon Teile in einer eigenen Liga. Spaltmaße wie wir sie bislang noch bei keinem Hersteller sehen konnten! Die gefrästen Gabelbrücken und Radnaben schauen Weltklasse aus. Sitzbank bietet super Grip. Alleine der Kettenspanner ist genial. Keine Ahnung warum diese einfache Verstellmöglichkeit mit einem Sechskantschlüssel so noch kein anderer Hersteller die letzten 40 Jahre umgesetzt hat. Einfach mit Klicks zu verstellen, da kann nix mehr schief gehen. Fast alle Schrauben mit Torx, Fußrasten aus Edelstahl, leichter als Titan und super einfach geschraubt. Klasse gemacht!
Reichweite
Die Reichweite der Stark Varg hängt extrem davon ab, wie und wo man unterwegs ist. Wenn man in der MX ÖM vorne mitfährt, auf einer Strecke mit tiefen Boden (Sand, Schlamm) wird der Akku vermutlich nach 35 bis max. 45 Minuten leer sein. Auf normalen MX Strecken sind wir je nach Topografie und Fahrerniveau auf rund 75 Minuten mit 12% Restkapazität gekommen. Bei der CrossCountry Strecke waren nach 100 Minuten noch 22% übrig. Beim Endurofahren reicht die Bandbreite bis zu mehreren Stunden.
Wie Benjamin Diesel (CEO beim Auner) bei der Enduro ÖM gezeigt hat, reicht der Akku mit zwei kurzen Zwischenladungen (10-15 Min.) für 4 Stunden mit 4 Runden mit je 19 km aus. Wäre er in der Hobbyklasse mit 3 Runden gestartet, wäre die gesamte Renndistanz inklusive Sonderprüfungen ohne Zwischenladung drinnen gewesen. Der Akku kann übrigens komplett auf 0 heruntergefahren werden, die letzten 10% laufen aber schneller ab als zu Beginn.
Service, Garantie und Kosten
Fahrwerk, Bremsflüssigkeiten, Kühlflüssigkeit wie bei jedem anderen Bike auch, nur Dinge wie Ölwechsel, Ventile einstellen, Kolbenwechsel oder der Luftfilterwechsel entfallen gänzlich! Der Test hat gezeigt, es ist schon lässig, wenn nur noch Waschen und Ketten Schmieren am Programm steht! Garantie: 2 Jahre! Das gibt es auch bei keinem anderen Offroadbike Hersteller.
Die Firma Auner war so nett, das Testbike zur Verfügung zu stellen. Sie waren auch einer der ersten Händler in Österreich und bieten die Bikes ab 12.900 Euro an. Ein richtig fairer Preis, wenn man bedenkt, welche Technology, Möglichkeiten und Ausstattung in dem Motorrad stecken. Auch ist der laufende Betrieb weit günstiger. Daher hätte ich den Preis definitiv höher eingeschätzt.
Fazit
Noch cooler als erwartet! Kann mich nicht erinnern auf einem MX Bike gesessen zu sein, das so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, so dermaßen anschiebt, Spaß macht und seiner Zeit voraus ist wie die Varg. Klar, einen einzigen Haken hat die Sache, man muss sich die Akkuladung einteilen und Zwischenladungen einplanen, auch das Gewicht ist ein kleinwenig mehr. Aber sonst gibt es eigentlich nur eine Menge an Vorteilen und unglaublich vielen Möglichkeiten. Da müssen alle anderen Hersteller richtig aufpassen, dass sie da den Trend nicht verschlafen oder sich die gute alte MX Welt schönreden. Hut ab, in so kurzer Zeit ein so innovatives und hochwertige MX Bike zu bauen ist eine gewaltige Leistung!
Vergleich von 5 E-Motorrädern
Hier ist ein Vergleich von fünf elektrischen Motorrädern, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
- Ottobike Ovao MCR-SE: Ein kleiner Café Racer mit Elektro-Turbo und cooler Optik.
- Alrendo TS Bravo: Bietet viel E-Motorrad für einen erschwinglichen Preis.
- Zero DSR/X: Beeindruckende Offroad-Performance und ein gutes Softwarepaket.
- Zero S 11 kW: Einsteiger-Bike, ideal für Pendler und Cityhopping.
- BMW CE 04: Ein Roller mit gutem Antrieb, Hammerbremse und guter Ausstattung.
Neue Modelle von Zero für 2024
Zero Motorcycles hat sein Elektro-Portfolio komplett neu sortiert. Die DS und S-Reihen gibt es neu mit 48 PS und als "125er" - mit bis zu 60 PS, 132 Nm und 140 km/h.
Zero DS und S als Elektro-"125er"
Zero nutzt eine ungenaue Formulierung in der Führerscheinverordnung, die von elektrischen "125ern" ein hohes Gewicht verlangt. Daher streicht Zero für 2024 die alte S und DS als mittelgroße Modelle und verteilt die Modellnamen auf das große Naked Bike SR und die neue Enduro DSR. Mit kleinerem Akku (14,4 kWh) und gedrosseltem Elektro-Motor werden die großen Bikes rechtlich zu 125ern.
Leistung und Reichweite
- Dauerleistung: 11 Kilowatt oder 15 PS bei 3.800 Touren des E-Motors.
- Spitzenleistung: 45 Kilowatt oder 60 PS bei 3.650 Touren.
- Theoretische Reichweite: 242 Kilometer bei der S und 239 Kilometer bei der DS.
- Elektronisch vorprogrammierte Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h.
Gewicht und Ausstattung
Die neue Zero S als "125er" wiegt 223 Kilo und damit 38 mehr als zuvor die kleinere S. Beide Zero-Modelle bringen nach dem Upgrade auf die zuvor nächstgrößere Baureihe und technische Plattform schräglagenabhängige Systeme für ABS und Traktionskontrolle sowie voll einstellbare Federelemente von Showa mit.
Preise
Trotz der "erwachsenen" Basis und der damit angehobenen Ausstattung behält Zero die Preise bei den A1-Ausführungen der S und DS bei: 2024 kostet die neue Zero S weiterhin 17.400 Euro, die neue Zero DS kostet 18.400 Euro.
KTM Freeride E (2025) neu für A1/B196
Bereits ab 2014 gab es die erste Elektro-Enduro von KTM, und 2025 folgt die neue Version der Freeride E - als Leichtkraftrad mit Straßenzulassung, frei ab 16 Jahren.
Technische Details
- Neuer Elektro-Motor mit maximal 19 kW (26 PS)
- Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
- Maximales Drehmoment: über 37 Nm
- Akku-Kapazität: 5,5 kWh
- Reichweite: 2 bis 3 Stunden Enduro-Fahrspaß
- Gewicht: 111 bis höchstens 115 Kilogramm
Fahrwerk und Ausstattung
Der Rahmen besteht aus Chrom-Molybdän-Stahl-Rohren. Upside-down-Telegabel und Federbein stammen von WP. Die Sitzhöhe beträgt über 90 Zentimeter. Die Räder haben die Formate 90/90-21 vorn und 140/80-18 hinten.
Weitere interessante E-Bikes
Hier sind einige weitere interessante E-Bikes, die in Deutschland aktuell oder demnächst erhältlich sind:
- NIU RQi Sport: Ein E-Motorrad der Leichtkraftklasse mit guter Ausstattung.
- Can-Am Pulse und Origin: Modelle mit starkem Antrieb und guter Reichweite.
- Blacktea Wildfire: Mit herausnehmbaren Akkus und hoher Reichweite.
- Silence S05 Weekender: Ein E-Motorrad mit herausnehmbarem Akku, der auch als Powerstation genutzt werden kann.
- Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1: Leichtkrafträder mit verschiedenen Fahrmodi.
- Honda EV Fun Concept: Ein seriennahes Konzeptfahrzeug mit futuristischen Elementen.
- Kymco RevoNex: Ein Projekt, das nach einigen Umwegen auf die Zielgerade zur Serienreife eingebogen sein soll.
- Italian Volt Lacama: Ein Designerstück mit eindrucksvollen Leistungsdaten.
- Livewire S2 Del Mar, Alpinista und Mulholland: Modelle mit starkem E-Motor und hoher Handlichkeit.
- Royal Enfield Flying Flea C6: Ein Elektromotorrad mit einem Stilmix aus progressiven und Retro-Elementen.
Elektro Enduro und Cross Motorräder im Test
Nach den E-Rollern kamen langsam aber sicher E Motorräder auf den Markt und jetzt existieren tatsächlich auch Elektro Motocross Maschinen. Hier ist ein Vergleich der Modelle:
E Cross Testsieger: Sur-Ron Light Bee
Die Sur-Ron Light Bee hat eine Straßenzulassung, eine Geschwindigkeit von 90 Km/h, eine Motorleistung von 12500 W und ein Drehmoment von 440 Nm. Sie beschleunigt von 0-50 km/h in nur 2.3 sek! Die Reichweite beträgt 140 km und die Ladezeit 4 Std. Das Gewicht beträgt 85 Kg (inkl. Akku). Sie ist förderfähig und der Preis beträgt 7.440 €.
Weitere Modelle
- Tinbot Essum Pro: Enduro mit bis zu 11.000 Watt.
- Horwin Ranger: E Cross Motorrad aus Österreich mit Straßenzulassung.
- NIU XQi3: Elektrische Cross Enduro von NIU (Markteinführung steht noch aus).
- KTM Freeride E-XC: Geländegängige Maschine mit Straßenzulassung.
- Zero FXE: E-Enduro mit einer Höchstgeschwindigkeit von 132 Km/h.
Worauf muss man beim Kauf einer Elektro Enduro bzw. eines E Cross Motorrad achten?
Zunächst einmal für was das Fahrzeug geeignet sein soll. Wollt Ihr ausschließlich im Gelände, also offroad fahren oder auch auf öffentlichen Straßen. Für letzteres braucht das Motorrad oder auch Moped bzw. Leichtkraftrad eine Straßenzulassung, eine Versicherung und Ihr den entsprechenden Führerschein. Auch die Sitzhöhe und die Höchstgeschwindigkeit sollte eurer Führerscheinklasse entsprechen.
Ein weiterer Parameter ist die Motorleistung des Elektromotors. Natürlich ist die Reichweite bei Elektro Enduros im vergleich zu Verbrennern noch etwas reduziert. Wichtig bei der Kaufentscheidung sollte aber nicht nur die Akkuleistung und damit der zu erreichende Radius sein, sondern das Akkusystem. Die Lithium Ionen Akkus werden bei manchen Modellen fest verbaut und sind bei anderen herausnehmbar.
Die Kraftübertragung bei einem Elektro Motorrad erfolgt kupplungsfrei. Der Fahrer legt keinen Gang ein und schaltet das Getriebe sondern betätigt den Gasgriff in der Art einer Motorautomatik. Die Stoßdämpfer bzw. Federung sind das charakteristischste Merkmal bei einer Cross bzw. Enduro Maschine. Gute Enduros sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, die meist hydraulisch gesteuert werden.
Die 125er Klasse
Für die 125er Klasse darf eine Elektroenduro nicht mehr als 11 Kw Motorleistung bzw. eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Km/h haben. Der Vorteil ist natürlich das diese Modelle mit einem Füherschein der Klasse A, A2 oder A gefahren werden dürfen.
Förderung von Elektro Enduros
Auch Elektromotorräder bzw. Elektro Enduros werden neuerdings über die Treibhausgasquote gefördert. Es gibt vom Karaftfahrtbundesamt eine Förderprämie von ca. 350,- Euro zum Kauf dazu.
Was ist der Unterschied zwischen E Enduro und Cross?
Von der Ausstattung her sind beide Fahrzeuge ähnlich: Lange Stoßdämpfer, hohe Schutzbleche und natürlich Crossbereifung. Oftmals haben Crossmotorräder keine Straßenzulassung, weil sie nur für das Gelände für Crosstraining gemacht sind.
Gibt es E Cross Motorräder auch für Kinder?
Inzwischen gibt es sogenannte Actionsbikes auch als Cross Modell für Kinder. Die kleinen E Crosser sind mit einem kleinen Elektromotor zwischen 350 und 500 Watt ausgestattet und wiegen um die 25 Kg.
Haben die Elektro Cross Motorräder eine Straßenzulassung?
Die Elektro Enduros von Horwin, KTM oder Tinbot haben auch als Enduro eine Straßenzulassung. Sie müssen natürlich angemeldet werden und versichert werden.
BMW CE 04 im Test
Der BMW CE 04 ist ein E-Roller, der durch seinen großartigen Fahrkomfort und seine Dynamik überzeugt. Er bietet eine hohe Wertigkeit, ein futuristisches Design und ein hervorragendes großes Display. Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte, wie die Aufpreispolitik und den fehlenden Witterungsschutz.
Fahrgefühl und Dynamik
Der BMW CE 04 liegt extrem satt auf der Straße, in Kurven fährt der Roller wie auf Schienen. ABS und Traktionskontrolle sind hervorragend. Die Federung bügelt Unebenheiten, Straßenbahnschienen und Schlaglöcher einfach weg.
Beschleunigung und Reichweite
Ampelstarts sind einfach brachial und bleiben dabei gleichzeitig völlig entspannt. Von 0 auf 50 kamen wir in sagenhaften 2,6 Sekunden. Die Reichweite beträgt in der Praxis 110 Kilometer im Mischverkehr Stadt und Land plus bisschen Autobahn.
Kritikpunkte
- Aufpreispolitik
- Fehlender Witterungsschutz
- Pfeifen des Elektromotors
- Fehlender Hauptständer
Preis
Für den BMW CE 04 legen Sie mindestens 12.950 Euro hin. Mit Extras kann der Preis bis zu 15.000 Euro steigen.
Elektromotorräder 2025: Die 5 coolsten Modelle
Auch wenn der klassische Antrieb hier noch überwiegt. E-Motorräder sind im Trend. Hier sind die 5 coolsten Modelle aus dem Jahr 2025:
- Can-Am Origin: Eine vollelektrische Enduro.
- Blacktea Wildfire: Mit herausnehmbaren Akkus und hoher Reichweite.
- Italian Volt Lacama: Ein Designerstück aus Italien.
- Livewire S2 Del Mar: Ein kraftvolles und wendiges E-Motorrad.
- Royal Enfield Flying Flea C6: Mit retro-futuristischem Design.
1000PS Top Awards Wahl 2023
Auch wenn die Klasse der Elektromotorräder vergleichbar jung ist, konnte die 1000PS Crew schon zahlreiche Exemplare fahren und testen. Insbesondere Reichweite, Fahrgefühl und Ladezeiten waren hier heiß diskutierte Themen.
BMW CE 04 Test
Die Fahrleistung und Reichweite des CE 04 sind für den täglichen Pendlergebrauch mehr als zufriedenstellend und entsprechen dem Premiumanspruch, den man an ein Fahrzeug stellt, das in Berlin hergestellt wird.
Zero SR/F Test
Hochwertige Showa-Fahrwerkskomponenten und sportliche Abstimmung verleihen jedem Bereich motorradtypischen Fahrspaß, jedoch mit besonnenem Ansatz. Das Ausrollen wird zur Maximierung der Rekuperation genutzt und der Blick auf die steigende Restreichweite erfreut permanent. Ein vorausschauender Fahrstil wird so gefördert.
Energica Experia Test
Die Energica Experia vermittelt ein greifbares Gefühl von Reisen mit dem Elektromotorrad. Als ausgereiftes und praxistaugliches Reisemotorrad präsentiert sie sich.
Technische Daten der Sur-Ron Light Bee E Cross
Hier sind die technischen Daten des E Cross Testsiegers Sur-Ron Light Bee:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Straßenzulassung | Ja |
| Geschwindigkeit | 90 Km/h |
| Motorleistung | 12500 W |
| Drehmoment | 440 Nm |
| Beschleunigung | 0-50 km/h in nur 2.3 sek |
| Reichweite | 140 km |
| Ladezeit | 4 Std. |
| Akku | Li-Ionen 74V 55 Ah |
| Gewicht | 85 Kg (inkl. Akku) |
| Führerschein | A1 / B196 |
| Preis | 7.440 € |
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