Noch vor wenigen Jahren war es für Logistiker und Handwerksbetriebe schwierig, elektrisch angetriebene Transporter zu beschaffen. Doch das Angebot an leisen, emissionsfreien Lieferwagen wächst. Immer mehr Hersteller bieten E-Nutzfahrzeuge an. Auch chinesische Marken liefern elektrisch.
Die steigende Nachfrage nach E-Transportern
Inzwischen wächst die Auswahl an Kleintransportern und Transportern mit rein elektrischem Antrieb stetig, denn die Hersteller hoffen angesichts verschärfter Abgasvorschriften und möglicher Einfahrverbote für Lieferwagen mit Verbrennungsmotor in die Innenstädte auf gute Geschäfte. Die Nachfrage nach strombetriebenen Nutzfahrzeugen wird auch in den kommenden Jahren weiter steigen, denn auf Kundenseite hat man sich ebenfalls klare Ziele gesteckt, um mittelfristig klimaneutral zu werden.
Im Vergleich zu ihren Pendants mit Verbrennungsmotor sind elektrische Transporter allerdings teurer. Und so müssen Handwerksbetriebe und Logistikunternehmen weiter tief in die Tasche greifen, wenn sie ihren Fuhrpark elektrifizieren wollen.
Aktuelle Modelle und ihre Eigenschaften
Nissan Interstar-e
Der Interstar-e soll mit Praxistauglichkeit, niedrigen Preisen und zeitgemäßer Technik punkten. Die rein elektrische Version des Kastenwagens ist allerdings kein wirkliches Schnäppchen. Sie ist nur in der besseren Ausstattungsvariante bestellbar und kostet dann mindestens 63.500 Euro. Produziert wird die nächste Generation des Transporters wie das identische Schwestermodell Renault Master im französischen Batilly bei Metz.
Angetrieben wird der Interstar von einem 105 kW/143 PS starken E-Motor, der zunächst mit einer 87-kWh-Batterie geliefert wird. Eine kleinere Batterie mit 40 kWh hat Nissan bereits angekündigt. An geeigneten CCS-Schnellladesäulen zieht der Interstar-e 130 kW und lädt so in 30 Minuten Strom für bis zu 252 Kilometer nach. An "normalen" AC-Ladestationen fließen bis zu 22 kW. Knapp vier Stunden dauert es dann, die Batterie von 10 auf 100 Prozent zu laden.
Ford E-Transit
Der Preisaufschlag gegenüber der Dieselvariante des mittelgroßen Transporters ist allerdings hoch. So startet der E-Transit bei 57.950 Euro. In Sachen Komfort, Effizienz und niedriger Betriebskosten ist der Elektrotransporter dem Verbrenner aber auch überlegen. Die technische Plattform für Dieselmotor, Plug-in-Hybrid oder E-Antrieb ist beim Transit die gleiche, aber beim Stromer stellten die Ingenieure hinten von einer Starrachse auf Einzelradaufhängung und Hinterrad-Antrieb um. Schließlich sollten das Batteriepaket im Unterboden und der Elektromotor im Heck den Nutzwert so wenig wie möglich einschränken.
Der E-Motor des Transit kann in drei Leistungsstufen (100 kW/136 PS, 160 kW/218 PS und 210 kW/285 PS) geordert werden. Das Aggregat liefert aus dem Stand immerhin 415 Nm Drehmoment. Bei der Nutzlast muss sich der E-Transit seinem Diesel-Pendant geschlagen geben. Während der Verbrenner-Transit rund 1,2 Tonnen transportieren kann, ist beim E-Transporter maximal eine Tonne drin. Auch bei der Anhängelast liegt der E-Transit mit 2,3 Tonnen nicht ganz auf Dieselniveau (2,5 Tonnen). Als maximale Reichweite gibt Ford für den E-Transit 327 Kilometer an. Im rein städtischen Einsatz könnten sogar 400 Kilometer drin sein. Der Akku hat eine nutzbare Kapazität von 64 kWh und soll an der Schnellladesäule mit 125 kW in der Spitze in knapp 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können. Bei bis zu 11 kW an der Wallbox gelingt die Vollladung in unter sieben Stunden.
VW E-Transporter
In Deutschland ist die Mutter aller Kleintransporter nun in den Karosserievarianten verblechter Transporter, verglaster Kombi (inklusive Panamericana-Version), Pritsche mit Doppelkabine und Caravelle bestellbar. Die günstigste Version ist der Kastenwagen, der ab einem Basispreis von 55.243 Euro erhältlich ist. Bei der siebten Generation des Transporters handelt es sich aber nicht um eine Eigenentwicklung von VW Nutzfahrzeuge aus Hannover, sondern um eine Kooperation mit Ford: Der E-Transporter ist weitgehend baugleich mit dem Ford E-Transit Custom und wird wie dieser auf dem gleichen Band im türkischen Kocaeli gebaut.
Daher entspricht auch das Motoren-Angebot dem von Ford. Der E-Transporter von VW kommt mit Leistungsstufen von 100 kW/136 PS, 160 kW/218 PS und 210 kW/285 PS. Der Akku ist bei allen Varianten identisch und bietet wie beim E-Transit Custom einen Netto-Energiegehalt von 64 kWh. Eine Version mit reduzierter Leistung (85 kW), ein kleinerer Akku und eine Allrad-Variante sollen ebenfalls bald erhältlich sein. Details wurden hierzu aber noch nicht genannt. Der E-Transporter mit 64-kWh-Batterie und 100 kW/136 PS hat in der Kurzversion mit 3,10 Metern Radstand laut VW eine Reichweite von bis zu 357 Kilometern nach WLTP. Die beiden übrigen Leistungsstufen stehen mit maximal 321 Kilometern im Konfigurator. Mit dem längeren Radstand von 3,50 Metern kommt die 100-kW-Version noch auf 353 Kilometer Norm-Reichweite.
VW e-Crafter und MAN eTGE
Nur noch als Gebrauchter erhältlich ist der rund sechs Meter lange Kastenwagen e-Crafter. Die Technik dieses E-Transporters ist schon etwas in die Jahre gekommen. So lädt der e-Crafter seinen nur knapp 32 kWh fassenden Akku am Schnelllader mit maximal 40 kW. Mit einer Ladung kommt er rund 115 Kilometer weit (im Stadtverkehr bis zu 159 km). Die Spitze beträgt 90 km/h. Der baugleiche MAN eTGE ist ebenfalls ausgelaufen. Der elektrische Kastenwagen bekam eine 110 kWh große Batterie spendiert, die laut Hersteller für praxistaugliche 420 Kilometer Reichweite gut sein soll.
Fiat E-Ducato und E-Scudo
Beim Antrieb wurde auch nicht gekleckert: Fiat kontert elektrische Konkurrenten wie Ford E-Transit und Mercedes eSprinter mit einem mittlerweile 205 kW/279 PS starken E-Motor samt 410 Nm Drehmoment. Wechselstrom lädt der elektrische 3,5-Tonner an der Wallbox mit 11 kW, am Schnelllader füllt der E-Ducato seine Zellen in knapp unter einer Stunde mit bis zu 150 kW. Neben dem E-Ducato hat Fiat auch den elektrischen Kleintransporter Scudo im Programm, der bereits für das Modelljahr 2024 in vielen Punkten überarbeitet wurde.
Neben dem Facelift an der Front mit neuen LED-Scheinwerfern wurde die Serienausstattung um Fernlicht-, Spurhalte-, Aufmerksamkeits- und Notbremsassistent sowie einen Kollisionswarner ergänzt. Ein Abstandstempomat ist optional erhältlich. Ebenso serienmäßig bietet der E-Scudo einen digitalen Innenspiegel, der über zwei Heckkameras den rückwärtigen Verkehrsraum überwacht. Das nun unten abgeflachte Lenkrad ist gegen Aufpreis beheizbar. Der E-Scudo startet ab 38.300 Euro mit 100 kW/136 PS starkem Elektroantrieb.
Mercedes eSprinter
Geburtstag des Sprinter. Zur Markteinführung des Kastenwagens 1995 war noch nicht an batterieelektrischen Antrieb zu denken, doch der eSprinter kam deutlich früher auf den Markt als die Konkurrenz. Seit 2019 kann der Transporter mit dem Stern auch als E-Fahrzeug geordert werden.
Über die Jahre immer wieder aufgewertet bietet der aktuelle eSprinter zwei verschiedene Aufbauformen und Fahrzeuglängen sowie drei unterschiedliche Batteriegrößen. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 478 Kilometern nach WLTP an. Serienmäßig an Bord ist inzwischen das MBUX Multimediasystem, die Sicherheits- und Assistenzsysteme wurden mit zusätzlichen Funktionen aufgewertet. Auf Wunsch wird der eSprinter mit einem 22-kW-AC-Lader und einem erweiterten Fahrassistenzpaket ausgeliefert. Letzteres bietet zusätzliche Funktionen für den aktiven Abstands-Assistent Distronic.
Opel Combo Cargo Electric und Movano Electric
Durch Detailverbesserungen am Antrieb sowie eine neue Wärmepumpe gewinnt der Combo Cargo Electric laut Opel 50 Kilometer Reichweite hinzu und kommt mit einer Akkufüllung nun bis zu 330 Kilometer weit. Die Batterie und der 100 kW/136 PS starke E-Motor bleiben ansonsten unverändert. Geladen wird serienmäßig weiterhin mit bis zu 7,4 kW, optional ist ein 11-kW-Lader bestellbar. Neu auf der Optionsliste findet sich das im Nutzfahrzeugsegment seltene Matrix-LED-Licht. Der Opel Combo Cargo Electric kostet aktuell ab 37.485 Euro brutto.
Wer größere Ladungen transportieren möchte kann zum Opel Movano Electric greifen. Der elektrische Transporter darf bis 1500 Kilogramm zuladen. Er erhält den 205 kW/279 PS starken Elektromotor und die 110-kWh-Batterie des baugleichen Fiat Ducato.
Toyota Proace Max
Die Proace-Reihe entsteht in Zusammenarbeit mit Stellantis und wird in den Werken des Konzerns in Polen, Frankreich und Spanien gefertigt. Ähnlichkeiten mit Fiat Ducato, Peugeot Boxer, Citroën Jumper oder Opel Movano sind daher kein Zufall. Alle Modelle sind baugleich.
Der ohne Spiegel 2,05 Meter breite Proace Max ist in drei Längen (5,41/6,00/6,36 m) und zwei Radständen (3,45/4,04 m) lieferbar. Wer den Toyota-Transporter mit dem 205 kW/279 PS starken Elektromotor seiner Konzernbrüder Fiat E-Ducato und Opel Movano Electric ordert, muss mindestens 66.425 Euro und maximal 71.130 Euro ausgeben.
Damit der Proace Max bei einem Eigengewicht von 2790 Kilogramm noch genügend Fracht transportieren darf, bediente sich Toyota eines Kniffs bei der Homologation. Die Antriebsbatterie zählt quasi als Tank und wird daher bei der Berechnung des Maximalgewichts nicht mitgerechnet. In der Folge darf der Elektromax eindrucksvolle 1460 Kilogramm zuladen.
Die 110-kWh-Batterie ermöglicht dem Kastenwagen eine WLTP-Reichweite von knapp 380 Kilometern (im City-Betrieb über 530 km), in 55 Minuten ist der leere Stromspeicher am Schnelllader wieder bei 80 Prozent.
Maxus eDeliver 5
Erst kürzlich feierte der neue E-Transporter eDeliver 5 von Hersteller Maxus auf der IAA Transportation Premiere. Nun kann er geordert werden. Der wahlweise 4,80 oder 5,25 Meter lange Kastenwagen, den es zunächst nur mit Einzelkabine gibt, startet bei rund 46.400 Euro brutto.
Neben den beiden Hecktüren, die sich um 180 Grad öffnen lassen, verfügt der eDeliver 5 über zwei seitliche Schiebetüren. Die maximale Zuladung beträgt rund 1,2 Tonnen, zusätzlich erlaubt der E-Transporter eine gebremste Anhängelast von bis zu 1,5 Tonnen. Als Antrieb steht einzig ein 120 kW/163 PS starker Frontmotor kombiniert mit einer 64 kWh großen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie zur Verfügung. Die Reichweite beträgt laut Hersteller 355 Kilometer nach WLTP. Im Stadtverkehr kann sich der Aktionsradius auf knapp 500 Kilometer vergrößern. Am Schnelllader ist Laden von 10 bis 80 Prozent mit bis zu 70 kW in 42 Minuten möglich. Der Onboard-Lader nimmt bis zu 11 kW Wechselstrom auf.
Serienmäßig ist ein Infotainmentsystem mit 12,3-Zoll-Touchscreen an Bord, das die Anbindung von Smartphones über Apple CarPlay oder Android Auto ermöglicht. Zur Ausstattung gehören außerdem Klimaanlage, Sitzheizung, 360-Grad-Kamerasystem, Abstandstempomat, Kollisionswarner, Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistent.
Fiat Professional Tris
Vespa-Produzent Piaggio hat den Miniatur-Transporter Ape auf Roller-Basis aus dem (europäischen) Programm genommen, anstatt ihn zu elektrifizieren. Jetzt zeigt Fiat Professional, der Transporter-Arm der italienischen Marke, wie es gehen kann. Einen Haken hat die Sache aber: Vorerst ist keine Markteinführung des Tris in Europa geplant. Fiat spricht von den Märkten in Afrika und dem Mittleren Osten. Dort soll das neue Modell als Pick-up und als Plattform-Dreirad für unterschiedliche Aufbauten für lokal emissionsfreien Transport von Gütern sorgen. Der stellenweise lückenhaften Lade-Infrastruktur entsprechend wird der Akku im Tris über eine normale Steckdose mit 220 Volt geladen.
Der Lithium-Ionen-Akku mit 6,9 kWh Speicherkapazität soll eine Reichweite von 90 Kilometern ermöglichen. Das Batteriepaket stammt aus dem auch bei uns verkauften Leichtfahrzeug Fiat Topolino. Der 48-Volt-Motor leistet bis zu 9 kW (12 PS), er beschleunigt den Tris auf 45 km/h. Das Dreirad ist 3,17 Meter lang, der Wendekreis ist mit nur 6.10 Metern klein genug für enge Gassen in Städten oder auf einem Fabrikgelände. 540 Kilogramm Ladung können geschultert werden.
Der TRIS ist das erste dreirädrige Fahrzeug von Fiat und erweitert die Professional-Reihe. Es kommt in drei Varianten: als Fahrgestell-Kabine, Pritsche und Pick-up. Die Produktion findet in Marokko statt und das Design erinnert stark an frühere Piaggio Ape-Modelle. Der Rahmen des TRIS ist auf Langlebigkeit ausgelegt, vergleichbar mit der Stabilität von Autos. Eine Zinkbeschichtung schützt die Struktur und das Chassis gegen Korrosion, um Zuverlässigkeit auch in anspruchsvollen Umgebungen zu gewährleisten.
Für eine Vielzahl professioneller Zwecke entwickelt, eignet sich der TRIS besonders für Lieferungen auf der letzten Meile, Vor-Ort-Dienste und die städtische Logistik. Dank seiner kompakten Abmessungen von 3,17 Metern Länge und einem Wendekreis von 3,05 Metern navigiert er problemlos durch enge Straßen. Sein Ladebereich ist geräumig, mit einer Fläche von circa 2,25 Quadratmetern, auf der eine Standard-Europalette Platz findet. Die maximal zulässige Gesamtmasse beträgt 1.025 kg, und die Nutzlastkapazität liegt bei maximal 540 kg, gemäß der RCE-Homologierung.
Ein modernes digitales 5,7-Zoll-Display liefert entscheidende Fahrinformationen wie Reichweite und Batteriestatus. Weiterhin sorgen ein USB-C-Anschluss und eine 12-V-Buchse dafür, dass Geräte unterwegs geladen werden können. Die Fiat-typische LED-Beleuchtung im Pixeldesign ist ebenfalls vorhanden. Der TRIS erfüllt europäische Zulassungsstandards und ist mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten (gemäß EU-Vorschriften), LED-Frontbeleuchtung mit automatischem Abblendlicht, einem Rückfahralarm und einem Scheibenwaschbehälter ausgestattet.
Die Lithium-Batterie mit 6,9 kWh bietet eine anerkannte Reichweite von 90 km (WMTC), ausreichend für tägliche professionelle Einsätze in städtischen und suburbanen Räumen. Diese robuste und bewährte Batterie wird auch im Fiat Topolino verwendet und ist nun für den professionellen Einsatz weiterentwickelt worden.
Mit einem integrierten intelligenten Ladesystem kann der TRIS in 3,5 Stunden von 0 auf 80 % geladen werden und erreicht eine volle Ladung in 4 Stunden und 40 Minuten mit einem herkömmlichen Haushaltsstecker. Dies ermöglicht Berufstätigen, das Fahrzeug über Nacht oder zwischen den Einsätzen aufzuladen, um maximale Betriebszeiten sicherzustellen.
Ausgestattet mit einem 48-Volt-Elektromotor, der eine Spitzenleistung von 9 kW und ein maximales Drehmoment von 45 Nm liefert, erreicht der TRIS eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die Stabilität wird durch das durchdachte Design mit einer breiten Hinterachse, einem verlängerten Radstand und 12-Zoll-Reifen sichergestellt.
Die geräumige Kabine ermöglicht einfaches Ein- und Aussteigen und reduziert Ermüdung bei häufigem Anhalten. Die ergonomische Sitzposition ist für lange Arbeitszeiten optimiert und steigert den Gesamtkomfort. Praktische Ablagemöglichkeiten wie ein 3-Liter-Handschuhfach und zusätzliche Ablagenetze als Zubehör erhöhen die Nutzbarkeit.
Als erstes dreirädriges Modell soll Tris die Fiat-Professional-Familie um ein vielseitiges Fahrzeug erweitern, das in drei Konfigurationen erhältlich ist: Fahrgestell-Kabine, Pritsche und Pick-up. Nutzerfreundlichkeit, ein erschwinglicher Kaufpreis und niedrige Betriebskosten sollen die Hemmnisse für den Besitz eines neuen Fahrzeugs abbauen. Der Tris ist in einer modularen Konfiguration mit Flachbett, Pick-Up und Fahrgestell-Kabine erhältlich.
Fiat beschreibt die Pick-Up-Version als einsatzbereite Lösung für den Transport verschiedener Güter wie Obst, Sand oder Möbel. Die Versionen Pritsche und Fahrgestell-Kabine sollen indes eine Basis für individuelle Aufbauten bieten, die in Zusammenarbeit mit zertifizierten Fiat-Partnern oder direkt vom Kunden entwickelt werden können. Geladen wird das Elektro-Dreirad mit einem eingebauten 230-V-Stecker an einer Haushaltssteckdose, externe Ladegeräte sollen somit überflüssig sein.
Mikromobile im Überblick
Elektrisch unterwegs sein kann man auch für kleines Geld. Zum Beispiel mit einem Mikromobil wie dem Elektrofrosch Bob Four und seinen Geschwistern. Was aber, wenn man gar keinen vollwertigen Pkw braucht? Was, wenn zwei Sitze, etwas Kofferraum, 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und 60 Kilometer Reichweite ausreichen, um zum Beispiel die Umgebung mit den leckeren Muffins des eigenen Cafés zu beliefern? Dann lohnt es sich, über ein Mikro-Elektrofahrzeug nachzudenken.
Ari 458 Pritsche
Ari Motors kommt aus Borna südlich von Leipzig (Sachsen). Der elektrische Kleintransporter hört auf den Namen 458 und ist als Pritsche, Kipper, Kasten oder als Foodtruck zu haben. Er wurde für den Einsatz in Parks und Grünanlagen sowie für Bahnhöfe und Flughäfen konzipiert. Der Ari hat zehn PS und läuft 80 km/h Spitze. Der Hersteller gibt die Reichweite mit 120 bis 495 Kilometern an. Die Preise für die Ari 458 Pritsche beginnen laut Webseite bei 14.790 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
City Transformer CT-1
Der City Transformer CT-1 ist dieses wunderliche kleine Gefährt des isrealischen Start-ups von Erfinder Asaf Formoza aus Tel Aviv. Die Idee: Der Transformer soll die Vorteile eines Motorrads mit denen eines Pkw verbinden. Konkret bedeutet das vor allem, dass er eine möglichst kleine Grundfläche hat und deshalb leicht zu parken ist - man aber bei Regen nicht nass wird. Die Spur lässt sich in der Breite verstellen, Fahrer und Beifahrer sitzen hintereinander. Die Kabine ist klimatisiert und bietet jede Menge Annehmlichkeiten. 90 km/h sind drin, 180 Kilometer Reichweite sollen den CT-1 Pendlern schmackhaft machen. Am Schnelllader wird in 20 Minuten geladen. 2024 geht es los.
Elaris Pio
Dieser kleine Kerl hat ungefähr das Format eines Smart fortwo und kommt aus China. Der Elaris Pio ist 2,81 Meter lang und 1,54 Meter breit. Die Grenzen vom Mikro-Autos zum Pkw verschwimmen hier, zugegeben. Doch der Preis liegt mit 18.403 Euro noch knapp unterhalb der 20.000-Euro-Marke.
Elektrofrosch Trike/Pritsche/Lastendreirad
Der Bob Four ist nicht das einzige Mikro-E-"Auto", das es unter dem Label Elektrofrosch zu kaufen gibt. Das Modellprogramm ist ganz schön groß. Die Verwandtschaft des Elektrofrosch besteht unter anderem aus einem Trike mit einzelnem Vorderrad, einem Lieferwagen mit Pritsche, der ebenso an die Piaggio Ape wie an thailändische Tuktuks erinnert, und einem Motorrad mit Ladefläche. Die dreirädrige Pritsche heißt Big und kostet in der Basis 3090 Euro. Auf Wunsch ist ein Vorhang für die Fahrerkabine zu haben. Die Pritsche kann gekippt werden. 25 km/h Höchstgeschwindigkeit stehen in den Papieren, die Reichweite liegt bei 54 Kilometern. Die E-Rikscha aus der Elektrofrosch-Familie kann bis zu 370 Kilo zuladen. Es gibt Platz für zwei Personen. Das Motorrad mit Ladefläche sieht aus wie eine Rikscha. Es fährt maximal 42 km/h schnell und wird aktuell ab 3190 Euro verkauft. 370 Kilogramm können zugeladen werden, und es gibt Platz für zwei Personen.
Microlino 2.0
E-Auto-Interessenten mit Hang zur guten, alten Zeit begeistern sich wahrscheinlich für den Microlino 2.0 aus der Schweiz. Die optische Hommage an die legendäre BMW Isetta ist Absicht, klar. Und sie ist den Machern wirklich gelungen. Standardmäßig gibt es eine Batterie mit 10,5 Kilowattstunden Kapazität, eine Reichweite von 177 Kilometern und ein Schiebedach. Der 20 PS starke Elektromotor des Microlino hat mit den 450 Kilogramm des Fahrzeugs keinerlei Schwierigkeiten. Maximal sind 90 km/h drin. Mindestens 14.990 Euro müssen investiert werden.
Opel Rocks-e
So einen Elektro-Winzling hat auch Opel im Programm. Der heißt Rocks-e und ist ein Leichtkraftfahrzeug mit acht PS starkem Elektromotor und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass bereits 15-Jährige mit AM-Führerschein ans Steuer dürfen. Die Reichweite des Rocks-e wird mit 75 Kilometern angegeben. Das neue Dreirad kommt allerdings nicht von Piaggio, sondern von Fiat. Basis ist der Topolino.
CARGO VOLT 3.0kW
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Zusammenfassung
Die Auswahl an Elektro-Dreirad-Pritschen und E-Transportern wächst stetig, was eine positive Entwicklung für umweltfreundliche Transportlösungen darstellt. Die verschiedenen Modelle bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile in Bezug auf Preis, Reichweite, Nutzlast und Ausstattung. Es ist wichtig, die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebiets zu berücksichtigen, um das passende Fahrzeug auszuwählen.
Tabelle: Übersicht ausgewählter Elektro-Transporter
| Modell | Leistung | Batteriekapazität | Reichweite (WLTP) | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Nissan Interstar-e | 105 kW / 143 PS | 87 kWh | Bis zu 252 km | Ab 63.500 Euro |
| Ford E-Transit | 100-210 kW / 136-285 PS | 64 kWh | Bis zu 327 km | Ab 57.950 Euro |
| VW E-Transporter | 100-210 kW / 136-285 PS | 64 kWh | Bis zu 357 km | Ab 55.243 Euro |
| Fiat E-Ducato | 205 kW / 279 PS | - | - | - |
| Opel Combo Cargo Electric | 100 kW / 136 PS | - | Bis zu 330 km | Ab 37.485 Euro |
| Fiat Professional Tris | 9 kW / 12 PS | 6.9 kWh | Bis zu 90 km | Keine Angabe |
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