Elektro Moped Bausatz Test: Ratgeber für den Umbau zum Elektromoped

E-Bikes und Pedelecs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch was, wenn Sie bereits ein Moped besitzen, das Sie gerne weiterhin nutzen würden, aber auf den Komfort eines Elektromopeds nicht verzichten möchten? Hierfür gibt es die Möglichkeit eines E-Moped-Nachrüstsatzes. Dabei handelt es sich um ein Set, das es ermöglicht, ein herkömmliches Moped in ein Elektromoped umzurüsten.

Was ist ein E-Bike-Nachrüstsatz?

Ein E-Bike-Nachrüstsatz ist ein Set, das es ermöglicht, ein herkömmliches Fahrrad in ein E-Bike umzurüsten. Es gibt verschiedene Varianten von E-Bike-Nachrüstsätzen, je nach Fahrradtyp und Einsatzbereich. Ein beliebter E-Bike-Nachrüstsatz ist der für Mountainbikes. Dabei handelt es sich um ein E-Bike-Nachrüstsatz mit Tretlagermotor, der dem Fahrer auch bei steilen Anstiegen Unterstützung bietet.

E-Moped Umrüst-Kits im Überblick

Die Umbau-Kits liefern alle Zutaten, um so ein Oldtimer-Moped vom Verbrenner zum Stromer umzurüsten. Der alte Zweitakter wird durch einen Elektromotor ersetzt, ein neuer Gasgriff mit kleinem Display wandert an den rechten Lenkergriff. Der Tank für das Öl-Benzin-Gemisch hat unterdessen ausgedient, denn die Batterie versteckt Second Ride in der mitgelieferten neuen Sitzbank.

Second Ride Umbausatz für Simson

Entwickelt an der Technischen Universität Berlin, soll der Elektro-Umbausatz von Second Ride für die Kleinkrafträder von Simson ab 2023 in Großserie produziert und verkauft werden. Second Ride bietet einen Umbausatz für Simson-Mopeds S50 und S51 sowie die als Schwalbe bekannte KR51/2 an. Mit dem Elektroantrieb soll eine maximale Reichweite von 50 Kilometern möglich sein. Das Fahrgefühl entspricht exakt dem der alten Schwalbe, inklusive der arg zahmen Bremsen und dem agilen Lenkverhalten.

Kompatible Modelle:

  • Simson S50
  • Simson S51
  • Simson KR51/2 (Schwalbe)

Technische Daten des Second Ride Umbausatzes:

  • Bürstenloser Gleichstrommotor mit 3 kW (4 PS) Nennleistung und 4 kW (5,4 PS) Spitzenleistung
  • Akkukapazität von 1,8 kWh für eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern
  • Zulassung für 60 km/h
  • Rekuperation: Der Motor wandelt kinetische Energie in Strom um und lädt den Akku auf

Vorteile des Second Ride Umbausatzes:

  • Ermöglicht die Umrüstung eines Oldtimer-Mopeds auf Elektroantrieb
  • Beibehaltung des originalen Fahrgefühls
  • Zulassung für 60 km/h
  • Rekuperation zur Verlängerung der Reichweite

Nachteile des Second Ride Umbausatzes:

  • Hoher Preis
  • Moped muss bereits vorhanden sein

Weitere Informationen zum Second Ride Umbausatz:

Der Umbausatz ist, eine bestehende Zulassung aus der DDR voraussetzend, für 60 km/h zugelassen. Nach erfolgreichem Umbau gehst du zu deinem örtlichen technischen Dienst oder deiner technischen Prüfstelle (TÜV, Dekra, etc.), welche dein Fahrzeug auf allgemeine Fahrtüchtigkeit hin überprüft. Der Umbausatz selbst wird technisch nicht getestet - die für eine Zulassung entscheidenden Tests absolvieren wir und werden in dem Mustergutachten offiziell bestätigt.

Umrüst-Kit auf Elektroantrieb für Vespa und Lambretta

Wer auf der Suche nach einer Möglichkeit ist, seine Vespa oder Lambretta auf Elektroantrieb umzurüsten, sollte sich dieses Umrüst-Kit genauer anschauen. Das Umbau-Kit wird unter anderem mit dem Hinweis beworben, dass es eine kostengünstige Lösung sei, um aus einem Zweitakt-Roller einen Elektroroller zu machen. Das Umrüst-Kit eignet sich für Modelle mit Zehn-Zoll-Rädern. Damit können die meisten älteren Vespas und Lambrettas dienen. Der Akku wird unter dem Sitz platziert und ist per Plug-in-System, also einfach per Stecker und Ladekabel, anschließ- und aufladbar.

Technische Daten des Umrüst-Kits:

  • Reichweite: ca. 50 Kilometer
  • Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h

SIP Scootershop merkt in der Produktbeschreibung Folgendes an: "Im Lieferumfang sind mehrere technische Prüfberichte aus den Niederlanden enthalten. Damit soll die Straßenzulassung erleichtert werden. Ob und wie das möglich ist, hängt von den jeweiligen Bestimmungen in den verschiedenen Ländern ab. Auch die Anerkennung der Prüfberichte hängt von der jeweiligen Organisation bzw. dem jeweiligen Prüfer ab.

Komponenten eines E-Bike-Nachrüstsatzes

Ein typischer E-Bike-Nachrüstsatz enthält folgende Komponenten:

  • Motor (Vorderrad-, Hinterrad- oder Mittelmotor)
  • Akku
  • Controller
  • Display
  • Gasgriff (optional)
  • Sensoren
  • Kabel und Zubehör

Arten von Motoren

Käufer können sich bei Nachrüst-Kits grundsätzlich zwischen drei Varianten entscheiden: Mittelmotor, Vorderrad- oder Hinterradmotor.

Frontmotor

Der Frontmotor ist der günstigste Einstieg bei den Nachrüst-Sets; ab 300 Euro geht es inklusive Akku los. Man kann ihn mit allen Schaltungen nutzen (Ketten- und Nabensysteme) und binnen weniger Minuten über den Schnellspanner an der Gabel austauschen. Auch Fahrräder mit Rücktrittbremse sind mit dieser Variante kompatibel.

Mittelmotor

Ein Mittelmotor ist in den meisten Fällen leistungsstärker als ein Motor im Vorder- oder Hinterrad. Hier sitzt der Antrieb direkt am Tretlager. Zudem bietet diese Variante einen komfortablen Schwerpunkt, der sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Noch dazu läuft der Antrieb über die Schaltung des Fahrrads.

Heckmotor

Bei einem Heckmotor kann man wie bei Frontmotoren die Motorbremse nutzen und so Energie zurückgewinnen. Er unterstützt beim Anfahren schneller als ein Frontmotor, hat aber einen schlechteren Schwerpunkt (Hinterrad) und ist beim Einbau komplizierter als etwa ein Vorderradmotor. Einen Heckantrieb gibt es ebenfalls ab 400 Euro.

E-Bike-Nachrüstsätze im Test: Yose Power und Season

Im Folgenden werden einige E-Bike-Nachrüstsätze der Marken Yose Power und Season vorgestellt, die in Tests gut abgeschnitten haben.

Yose Power E-Bike-Nachrüstsatz

Der Yose Power E-Bike-Nachrüstsatz überzeugt mit soliden 350 Watt Leistung. Im Gegensatz zu anderen Produkten enthält dieser Nachrüstsatz bereits einen Akku. Der Nachrüstsatz ist mit einem LCD-Display ausgestattet, auf dem wichtige Daten wie Geschwindigkeit und Akkuzustand abgelesen werden können. Mit dem E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Yose Power erreicht man eine Höchstgeschwindigkeit von 30 bis 32 km/h.

Season E-Bike-Nachrüstsatz

Der E-Bike-Umbausatz von Season steht mit seiner soliden Leistung von 350 Watt im Mittelfeld. Allerdings sollte beachtet werden, dass der Nachrüstsatz nur für 28-Zoll-Felgen geeignet ist. Der E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season sieht eine Akkuspannung von 36 V vor. Beim E-Bike-Nachrüstsatz der Marke Season handelt es sich um einen Heckmotor, sprich Hinterradantrieb. Er wird also hinten am Fahrrad befestigt.

Shimost 700C E-Bike Umbausatz

Mit dem SHIMOST 28 Zoll 700C E-Bike Umbausatz können Sie Ihr herkömmliches Fahrrad auf einfache Weise in ein Elektrofahrrad umwandeln. Der leistungsstarke 36V250W Motor ermöglicht eine effiziente und umweltfreundliche Fahrt, während der einfache Einbau für Komfort sorgt.

Kompatibilität:

  • Der Shimost 700C E-Bike-Umbausatz ist mit E-Bikes kompatibel, die eine Reifengröße von 28 Zoll aufweisen.
  • Der Umbausatz ist primär für 28-Zoll-Mountainbikes, Citybikes und Pedelecs mit spezifischer Nabenbreite konzipiert.

Akkuleistung:

  • Der Shimost 700C E-Bike Umbausatz kommt mit einem 36-V/15,6-Ah-Li-Ion-Akku, der eine maximale Reichweite unterstützt, basierend auf der Fahrradnutzung und Bedingungen.

Rechtliche Aspekte

Grundsätzlich darf man sein eigenes Fahrrad umrüsten. Generell darf ein Pedelec, also ein E-Bike ohne Versicherungskennzeichen, nicht mehr als 25 km/h mit Motorunterstützung fahren. Die Nennleistung des Motors darf 250 Watt nicht übersteigen.

DIY E-Scooter selber bauen

Bock auf den heißesten Scheiß im Straßenverkehr, aber keine Lust auf einen in China produzierten E-Scooter? Hier zeigen wir Euch, wie Ihr Euren eigenen günstigen DIY E-Scooter selber bauen könnt und damit voller Stolz z.B. „made in Bonrechtern“ draufschreiben könnt.

DIY E-Scooter Variante 1

Die erste Alternative ist von den Kollegen von Creative Channel, die sich für eine 24 V Variante mit einer Leistung von 500 W entschieden haben. Sie ziehen das DIY-Ding komplett durch und bauen sich sogar das Gestell aus einzelnen Blechen selber zusammen. Allerdings verzichten sie dabei komplett auf Bremsen, weshalb eine Straßenzulassung in Deutschland wohl etwas schwierig sein dürfte.

Benötigte Materialien:

  • 24v 500w Motor
  • 24V 500W Geschwindigkeitsregler & Gasgriffe mit Drehgriff
  • Ritzel
  • Kette
  • 2x 12 V Batterien
  • Kunststoffkasten (20 x 40m)
  • 1,5 mm Blech
  • 2 x 250mm Rollen

DIY E-Scooter Variante 2

Die Jungs von bitluni’s lab legen da schon etwas mehr Wert auf die deutsche Regelkonformität. Sie nutzen für Ihre Variante einen einfachen Tretroller, motorisieren diesen mit 24 V und 250 W, verschaffen ihm am Ende mit einem Arduino etwas Intelligenz und machen ihn damit sogar straßentauglich.

Benötigte Materialien:

  • Tretroller
  • 5,5″ 250W Nabenmotor
  • Geschwindigkeitsregler
  • 1 x 36 V oder, wie im Video 2 x 18,5 V Akku

Wichtige Hinweise

Falls Ihr Euch nun tatsächlich einen E-Scooter mit Straßenzulassung selber bauen wollt, dann ist eine Typenprüfung oder Einzelzulassung vom TÜV oder ähnlicher Organisation unumgänglich. Aber das ist keine besonders große Sache, denn so eine Zulassung dauert nur wenige Tage und ist auch relativ günstig. Einen Führerschein braucht Ihr bis 20 km/h nicht.

Kategorie Produkt/Hersteller Leistung Akkuspannung Reifengröße Besonderheiten
E-Bike Nachrüstsatz Yose Power 350 Watt - - Inklusive Akku und LCD-Display, Höchstgeschwindigkeit 30-32 km/h
E-Bike Nachrüstsatz Season 350 Watt 36V 28 Zoll Heckmotor
E-Bike Umbausatz Shimost 700C 250 Watt 36V 28 Zoll Li-Ion-Akku
E-Moped Umbausatz Second Ride (Simson) 3 kW (Nennleistung) / 4 kW (Spitzenleistung) - - Für Simson S50, S51, KR51/2, Akku in Sitzbank integriert, 60 km/h Zulassung
E-Roller Umbausatz Smeets Classic (Vespa/Lambretta) - - 10 Zoll Für ältere Vespas und Lambrettas, Akku unter Sitz, Straßenzulassung abhängig von lokalen Bestimmungen

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