Elektromotorräder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, und Finnland ist keine Ausnahme. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas hat der finnische Motorradhersteller Verge ein beeindruckendes Elektromotorrad ausgestellt, das sogar vorbestellbar ist. Verge Motorcycles aus Finnland baut Elektro-Bikes, die dem einen oder anderen leidenschaftlichen Sportfahrer den Abschied vom Verbrenner schmackhaft machen könnten. Hier erfahren Sie alles, was Sie über den Kauf eines Elektromotorrads in Finnland wissen müssen.
Verge Motorcycles: Eine finnische Erfolgsgeschichte
Die Firma hinter der TS Ultra kommt aus dem finnischen Espoo. Die zweitgrößte Stadt des Landes liegt direkt im Einzugsbereich der Hauptstadt Helsinki. Verge glaubt an den einzigartigen Felgenmotor im Hinterrad seiner Bikes und sucht seine Kunden unter dynamikorientierten Bikern.
Die Entstehung der Verge TS
Wie Teemu Saukkio in Finnland auf die Idee kam, ein Elektro-Superbike zu bauen, ist uns nicht bekannt (vielleicht wegen der langen Winternächte), das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Der findige Tüftler hatte schon 2019 als 28-Jähriger in der idyllischen Hafenstadt Turku das Elektromotorrad RMK E1 aufgebaut und damit in Insiderkreisen für Aufsehen gesorgt. Rasch wurden finanzkräftige Leute auf ihn aufmerksam und der Name des Unternehmens von RMK in Verge Motorcycles geändert, weil das internationaler klang, wie der CEO Tuomo Lehtimäki meint. Außerdem verlagerten sie den Sitz 300 Kilometer weiter nördlich in das Provinzstädtchen Seinäjoki, um dort eine Produktionsstätte aufzubauen. Das neue Elektromotorrad von Verge erhielt zu Ehren von Teemu Saukkio dessen Initialen TS.
Verge TS Ultra: Das Flaggschiff
Die jüngste Schöpfung der Finnen hört auf den Namen Verge TS Ultra. Und die hat es in sich! Pluspunkt Nummer eins: Die Verge TS Ultra sieht supercool aus. Mattschwarz (wie auf den Bildern zu sehen), gedrungen gebaut und herrlich kraftvoll gezeichnet. Da stimmt der erste Eindruck. Das abgefahrene Konzept mit dem Felgenmotor im Hinterrad macht den Reiz komplett.
Technische Daten der Verge TS Ultra
Das eigentliche Highlight dürften aber die technischen Daten sein. 201 (!) PS maximale Leistung gibt der Hersteller an. Das ist fast das Doppelte von dem, was die Zero SR/F liefert. Und die muss sich mit ihren 110 PS schon vor niemandem wirklich verstecken. Das Drehmoment liegt dem Hersteller zufolge bei 1200 Nm, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 200 km/h angegeben. Die Verge TS Ultra verfügt über eine größere Batterie, mehr Reichweite und eine explosivere Leistungsentfaltung als ihre Schwestern TS und TS Pro. Die Verge TS Ultra wird als High-End-Modell der Marke angepriesen. Die Preise beginnen bei 54.431 Euro.
Mit diesen Daten beeindruckt die Verge TS Ultra:
- Maximale Leistung: 201 PS
- Drehmoment: 1200 Nm
- Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
- Reichweite: 375 Kilometer
- Beschleunigung (0-100 km/h): 2,5 Sekunden
- Ladezeit: 25 Minuten am Schnelllader
Verge TS Ultra ab 2024 mit Starmatter Vision
Der finnische Elektromotorrad-Hersteller Verge Motorcycles legte Ende 2023 eine neue Top-Version nach: die TS Ultra mit 204 PS. Ein Jahr später, zur CES in Las Vegas im Januar 2024, präsentierte Verge Motorcycles ein innovatives Rundum-Sicherheits-System namens Starmatter Vision. Dafür nutzt Verge insgesamt 6 Kameras rundum sowie 2 Radar-Sensoren vorn und hinten. Zusätzlich kommt ein zweites Farb-Display am Lenker zum Einsatz, insbesondere für die Kameras am Heck. Außerdem setzt Verge angeblich maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz für das neue Sicherheits-Assistenzsystem Starmatter ein. Nebenbei beinhaltet die Hightech-Elektronik der Verge TS Ultra auch Hardware und Software für Over-the-air-updates (OTA) und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human-Machine-Interface, HMI). Ab dem 4. Quartal 2023 wollte Verge die TS Ultra ausliefern, doch das wurde inzwischen auf 2024 verschoben - wohl auch wegen des Starmatter-Systems.
Sensationelle Daten nennt Verge für die neue Top-Version TS Ultra: 150 kW (204 PS) Spitzenleistung, 1.200 Nm maximales Drehmoment direkt am Hinterrad, 200 km/h Höchstgeschwindigkeit und 2,5 Sekunden für den Dragster-Sprint aus dem Stand auf 100 km/h. Sekundär ebenfalls beeindruckend ist die genannte Schnellladedauer von nur 25 Minuten sowie die kommunizierte Reichweite von bis zu 375 Kilometer. Mit der bisher von Verge genannten Batteriekapazität - 20,2 kWh - erscheint die Reichweite allerdings unrealistisch, erst recht bei Nutzung der Elektro-Power.
Design und Besonderheiten
Am futuristischen Design, das an Robocop oder die Transformers erinnert, hat sich seit Erscheinen der ersten Bilder nicht viel geändert. Als Vorderradführung kommt eine Upside-down-Telegabel zum Einsatz, wie das Federbein wahlweise von Wilbers oder von Öhlins, kombiniert mit Doppelscheibenbremse und radial angeschraubten Vierkolbenzangen von Brembo. Die markanteste Besonderheit der Verge TS ist ihr scheinbar nabenloses Hinterrad. Zwischen der XL-Nabe mit 15 Zoll Durchmesser und dem 17-Zoll-Hinterreifen befindet sich der elektrische Radnabenantrieb. Hierbei kommt eine Felgenringbremse mit 15 Zoll Durchmesser zum Einsatz, die an die Vorderradbremsen von Buell erinnert. Da der elektrische Antrieb eine gewisse Baubreite beansprucht, um leistungsstark dimensioniert zu sein, bringt er zwangsläufig einen extrabreiten Hinterreifen mit sich. Format: 240/45 ZR 17.
Insgesamt wiegt das fette Hinterrad mitsamt Antrieb circa 50 Kilogramm - ungefederte Masse, wohlgemerkt. Als Gesamtgewicht der Verge TS werden circa 250 Kilogramm genannt. In Verbindung mit 1.550 Millimetern Radstand und dem schweren, breiten Hinterrad lässt das in Sachen Handling nichts Gutes ahnen. Doch der Lenkkopf steht mit 68,5 Grad extrem steil, um die Handicaps auszugleichen.
Leistung im Laufe der Zeit
Ursprünglich, als RMK E2, sollte dieses Elektro-Konzept von einem 50 kW starken Motor mit 320 Nm maximalem Drehmoment angetrieben werden. Doch diese Zahlen wurden von Verge über die Jahre deutlich nach oben geschraubt. Von der Standardversion Verge TS mit 80 kW und 700 Nm über die TS Pro mit 102 kW und 1.000 Nm bis zur neuesten Topversion TS Ultra mit 150 kW und 1.200 Nm. Wobei das extreme Drehmoment hier direkt im und am Hinterrad wirkt und selbstverständlich von einer Schlupfregelung im Zaum gehalten wird.
Preise und Verfügbarkeit
Verge Motorcycles bietet seine Modelle bereits auf ausgewählten europäischen Märkten an, darunter Deutschland. Der deutsche Sitz der Finnen befindet sich in München. Ab 2020 konnte die Verge TS auf der Hersteller-Homepage vorbestellt werden. Die ersten Fahrzeuge sollten eigentlich ab 2020 ausgeliefert werden. Seit 2023 gibt's die Standard-Ausführung der Verge TS in Deutschland ab 33.011 Euro, die stärkere TS Pro ab 36.581 Euro. Preis in Deutschland für die TS Ultra: ab 54.431 Euro. Für 1.000 Euro Anzahlung kann die Verge TS Ultra bereits bestellt werden. Verschiedene Farben, matt oder glänzend, sowie Sitzpolsterbezüge dürfen ausgewählt werden.
| Modell | Preis (Deutschland) |
|---|---|
| Verge TS | ab 33.011 Euro |
| Verge TS Pro | ab 36.581 Euro |
| Verge TS Ultra | ab 54.431 Euro |
Oft dürfte man ein Verge-Motorrad aber nicht sehen, denn der Einstiegspreis des in Estland gebauten Bikes liegt bei 33.011 Euro. Im Vergleich steht Verge damit nicht besonders attraktiv da, selbst wenn man eine Energica Ego mit allem möglichen Zubehör ausstattet, schafft man es nicht über 46.500 Euro. Bei Zero Motorcycles ist 30.000 Euro so ziemlich die Obergrenze für ähnliche Modelle.
RGNT TURBO: Eine Alternative im Retro-Design
Entdecken Sie die Zukunft des Fahrens mit dem RGNT TURBO - einer perfekten Symbiose aus nostalgischem Retro-Design und modernster Technologie. Mit seinen einzigartigen Farbvarianten Purple Rain und Thunder Black zieht der RGNT TURBO sofort alle Blicke auf sich. Die Retro-Ästhetik verleiht dem Motorrad eine besondere Note, während die hochmoderne Ausstattung dafür sorgt, dass Sie jederzeit sicher und komfortabel unterwegs sind. Die technischen Spezifikationen sprechen für sich: Mit einer beeindruckenden Turbo-Power von 46 kW können Sie in nur 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die maximale Reichweite von bis zu 150 km ermöglicht es Ihnen, auch längere Strecken ohne Sorgen zurückzulegen. Ein weiterer Vorteil: Die Ladezeit von lediglich 1,5 Stunden für eine Ladung zwischen 20 und 80 % sorgt dafür, dass Sie schnell wieder einsatzbereit sind - ideal für spontane Ausflüge oder den täglichen Weg zur Arbeit.
Fazit
Elektromotorräder haben im Vergleich zu elektrischen Autos aktuell das Nachsehen. Es gestaltet sich offenbar deutlich schwerer, Akkus zwischen zwei statt vier Räder zu klemmen, sodass die Reichweite bei vielen Krafträdern stark limitiert ist. Verge ist eine reine Elektro-Motorräder Marke. Die Bikes sind von Grund auf elektrisch konzipiert. Mit einem Gewicht von 247 kg macht die Kombination aus leichten Materialien und niedrigem Schwerpunkt die Verge TS zu einem stabilen Autobahnkreuzer, aber auch wendig genug für Stadt und Landstraße. Der 20,2 kWh Akku wird bei Verge selbst gefertigt. Als Reichweite geben die Finnen 300 Kilometer an, bei flotter Autobahnfahrt 200 Kilometer.
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