Elektromotorrad-Tests und Modelle in Deutschland

Elektromotorräder und -roller gehören mittlerweile global zu einer festen Größe im Motorradmarkt, trotz der anhaltenden Dominanz des Verbrennungsmotors in unseren Breiten. Sie überzeugen vor allem durch ihre innovative Technologie und den hohen Fahrspaß, den sie bieten. Ein großer Vorteil gegenüber traditionellen Motorrädern ist die nahezu geräuschlose Fahrt sowie das sofort verfügbare Drehmoment, das eine beeindruckende Beschleunigung ermöglicht. Hinzu kommt die einfache Wartung, da Elektromotoren weniger bewegliche Teile haben, was langfristig die Unterhaltskosten senkt.

Die Auswahl der besten Motorräder bei den 1000PS Top Awards erfolgt durch eine Jury aus erfahrenen Testern, die alle Modelle des Jahres 2024 bewerten. Dabei geht es nicht nur um Neuerscheinungen, sondern um alle Modelle, die aktuell erhältlich sind. Jeder Tester erstellt unabhängig seine persönliche Rangliste der besten Motorräder, wobei nicht gewählte Modelle automatisch den letzten Platz belegen. Da nicht alle Tester in jeder Motorradkategorie versiert sind, konnten sie bestimmte Segmente auslassen. Diese methodische Vielfalt sorgt dafür, dass die finalen Platzierungen ein breites und faires Bild der Marktqualität widerspiegeln.

Top-Platzierungen im Überblick

Die Auswertung der Rankings zeigt einige interessante Details. So konnte der alteingesessene E-Hersteller Zero nicht nur mit dem Modell SR/S den Sieg nach Hause fahren, sondern auch noch zwei weitere Modelle in den Top 10 platzieren. Mit dem BMW CE 04 schafft es nur ein ein Roller unter die ersten 10, das allerdings überraschenderweise sogar auf Rang 2. Den teilt er sich mit der für 2024 neu auf den Markt gekommenen LiveWire S2 Del Mar, deren große Schwester den vierten Rang belegt.

Zero SR/S: Der Gewinner

Das Zero SR/S setzt sich an die Spitze der Rangliste. Mit einer Reichweite von bis zu 320 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bietet sie am Papier beeindruckende technische Daten, die in der Elektromotorrad-Welt herausragen. Die Tester waren begeistert von der Kombination aus starker Beschleunigung und angenehmer Fahrposition. Auch das voll einstellbare Fahrwerk und die umfangreiche Konnektivität wurden positiv hervorgehoben. Negativ wurden der hohe Anschaffungspreis und das vergleichsweise hohe Gewicht erwähnt, zwei Punkte mit denen so gut wie alle Elektromotorräder zu kämpfen haben.

LiveWire S2 Del Mar: Platz 2

Die LiveWire S2 Del Mar punktet vor allem durch ihr modernes Design und die kraftvolle Performance und schafft es so ex-aeqou auf Rang 2. Das Motorrad bietet eine maximale Reichweite von etwa 160 km und beschleunigt in unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Besonders positiv bewerteten die Tester die exzellente Verarbeitung und das futuristische Dashboard. Allerdings wurde der vergleichsweise hohe Preis und die eher begrenzte Reichweite bei schneller Fahrt als Schwäche gesehen.

BMW CE 04: Urbaner Roller auf Platz 2

Der BMW CE 04 hebt sich durch sein urbanes Design und seine innovative Technologie ab und teilt sich den 2. Platz. Mit einer Reichweite von rund 130 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ist er ideal für den Stadtverkehr konzipiert. Tester lobten insbesondere das futuristische Erscheinungsbild und die umfangreiche Ausstattung, die auch Sicherheitsfeatures wie ABS und Traktionskontrolle umfasst. Kritik gab es jedoch für die begrenzte Reichweite und die Tatsache, dass das Modell trotz des hohen Preises keinen Tempomat bietet.

Neue und interessante E-Bikes in Deutschland

Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Das sind die interessantesten E-Bikes, die in Deutschland aktuell oder demnächst erhältlich sind. Plus: Infos zu technischen Daten, Preisen und zur Reichweite.

Noch sind rein elektrisch angetriebene Motorräder auf Deutschlands Straßen Exoten, denn viele Motorradfahrende scheuen wegen der begrenzten Reichweite den Umstieg auf ein Elektrobike. Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an.

Die Größen der Motorradbranche halten sich mit eigenen Entwicklungen immer noch etwas zurück. Die Hersteller beschränken sich beim E-Antrieb vorerst auf Roller oder Leichtkrafträder. Doch langsam regt sich etwas in den Konzernregalen von Kawasaki, Harley Davidson, Honda und Co.

NIU RQi Sport

Die Reichweite des NIU RQi Sport liegt bei ca. Das E-Motorrad sieht nicht nur wie ein richtiges Motorrad der Leichtkraftklasse Le3 aus, es fühlt sich beim Besteigen sogar noch erwachsener an. Mittig lagern zwei mächtige Akkublöcke unter einer großen Klappe, geöffnet vom Transponderschlüssel oder dem zentralen Steuerknopf. Mit je 23 Kilo bunkern sie 5,1 kWh Energie und versorgen damit den im Rahmen fixierten Elektromotor, der seine Spitzenleistung von gut 10 PS mit 30 Newtonmeter ohne Getriebe direkt über eine Kette ans Hinterrad abgibt.

Dies ermöglicht im Dynamic-Modus echte 101 km/h, mittels einer Boost-Taste sind für 30 Sekunden sogar 126 drin. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Tempomat, ABS vorn und hinten, selbstrückstellende Blinker, Traktionskontrolle und ein topmodernes Display inklusive Dashcams. Das Bike geht für ca.

Can-Am Pulse und Origin

Die Bikes sind 2025 zu Preisen um 17.000 Euro in den Handel gekommen, beide auf der gleichen Antriebsbasis. Und die hat es in sich: Den Akku, eine 8,9 kWh starke Lithium-Ionen-Einheit, haben die Spezialisten am Firmensitz in Valcourt/Quebec zusammen mit der Steuerungs- und Lade-Elektronik selbst entwickelt. Den E-Motor liefert die österreichische Tochterfirma Rotax zu.

Neben der offenen Leistung von 35 kW/48 PS gibt’s Pulse wie Origin natürlich auch als 11-kW-Version, passend für B196- und A1-Aspiranten. Beide Versionen schaffen locker stattliche 129 km/h - von solchen Höchsttempi können verbrennende 125er nur träumen. Die Reichweite macht das Bike für Pendler interessant - Can-Am gibt für den wenig praxisgerechten WMTC-Zyklus 115 Kilometer an. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: 10,25-Zoll-TFT mit Apple-Carplay-Integration sowie Touchscreen-Funktionalität und einlegbarem rückwärtigem Kriechgang.

Weitere Modelle im Überblick

  • Wildfire: Das Modell Wildfire soll mit einer Ladung rund 250 Kilometer (nach WMTC) weit fahren. Die Dauerleistung beträgt 11 kW, die Spitzenleistung gibt der Hersteller mit 34 kW an. So motorisiert soll die Wildfire in 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Unter der Sitzbank befindet sich ein 10-Liter-Staufach für Einkäufe oder ein Ladekabel.
  • Silence S05 Weekender: Mit der S05 Weekender haben die Spanier nun ein E-Motorrad vorgestellt, das als Leichtkraftrad an den Start gehen soll. Wie bei den anderen Fahrzeugen von Silence gibt es einen herausnehmbaren 5,6 kWh-Akku, der auch als Powerstation genutzt werden kann. Silence verspricht eine Reichweite von deutlich über 100 Kilometern. Für den Vortrieb sorgt ein ins Hinterrad integrierter Nabenmotor, der die Maschine auf bis zu 120 km/h beschleunigt.
  • Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1: Die vollverkleidete Ninja e-1 steht den Verbrennermodellen optisch in nichts nach. Mit 5 kW/7 PS Dauer- sowie der über einen "E-Boost"-Button kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 9 kW/12 PS handelt es sich allerdings ebenfalls um ein Leichtkraftrad. Angetrieben wird die elektrische Ninja von einem bürstenlosen E-Motor, der sich vor der Hinterradschwinge befindet und seine Kraft ohne Getriebe oder Kupplung per Kette ans Hinterrad leitet. Mit Road und Eco stehen zwei Fahrmodi zur Wahl. Beide Motorräder sind in den Farben Silber und Lime-Green matt erhältlich. Strom kommt aus zwei herausnehmbaren Akkupaketen.
  • Honda EV Fun Concept: Im November 2024 stellten die Japaner das seriennahe Konzeptfahrzeug EV Fun vor. Trotz leicht futuristischer Elemente wirkt es recht konventionell, sieht man einmal vom elektrischen Antriebsprinzip ab. Der Motor sitzt zwischen dem großen Batterieblock und dem einarmig geführten Hinterrad, das über einen Riemen angetrieben wird. Technische Details hat Honda noch keine genannt. Die mögliche Reichweite gibt der Hersteller allerdings mit 100 Kilometern an.
  • Kymco RevoNex: 2025 soll die elektrisch angetriebene Mischung aus Streetfighter und Supersportler auf den Markt kommen. Für rund 9990 Euro erhält man einen Elektromotor mit 20 kW/27 PS Dauerleistung und 30 KW/40 PS Spitzenleistung. Damit sollen bis zu 155 km/h Spitze möglich sein. Die Technik der RevoNex stammt vom Livewire-Modell S2 Del Mar.
  • Tazzari Italian Volt Lacama: Die Lacama ist ein echtes Designerstück, die Leistungsdaten sind eindrucksvoll. Einziges Manko: Ein Serienmodell war bis dato noch nicht auf der Straße. Falls die Version 2.0 dennoch in Serie geht, können sich Motorradfahrende über einen kompakten Axial-Flussmotor mit bis zu 110 kW/150 PS sowie 230 Newtonmeter Drehmoment freuen. Dank dieses Antriebs soll der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 230 km/h an. Für das große Batteriepaket im Zentrum des Bikes verspricht Italian Volt mehr als 200 Kilometer Reichweite.
  • Livewire S2 Alpinista und Mulholland: Zu diesem Zweck entwickelte man zusätzlich zum Modell S2 Del Mar zwei weitere S2-Versionen: die Alpinista und die Mulholland. Die drei Varianten sind antriebsseitig selbstverständlich identisch, unterscheiden sich aber im Lenkkopfwinkel und damit in der Konzeption wie auch in den Radgrößen und der Sitzposition. Angetrieben werden alle drei Modelle von einem 63 kW/86 PS starken E-Motor, der das fast schon sagenhaft hohe Drehmoment von 263 Newtonmetern stemmt. Kein Wunder, dass der Spurt auf 100 km/h in drei Sekunden machbar ist, zumal die Bikes unter 200 Kilogramm wiegen.
  • Royal Enfield Flying Flea C6: Das Elektromotorrad bietet einen ebenso eigenwilligen wie interessanten Stilmix aus progressiven und Retro-Elementen. Die C6 soll ab 2026 im Leistungssegment der 125er-Klasse antreten und im Stadtverkehr eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern bieten.
  • Zero Motorcycles: Der kalifornische Hersteller Zero gilt ebenfalls als Vorreiter in Sachen Elektromobilität auf zwei Rädern. Zero konstruiert schon seit 2006 Elektromotorräder und bietet derzeit die größte Auswahl an Modellen. Von der Reiseenduro DS über das Adventure-Bike Zero DSR/X und die Naked Bikes Zero S und SR verfügen sämtliche Maschinen über einen Gitterrohrrahmen aus Stahl. Die E-Motoren der Motorräder sind eine Eigenentwicklung.

Top 5 Elektromotorräder im Test

Fünf E-Motorräder wurden ausgiebig getestet, teilweise deutlich über 1.000 Kilometer. Hier sind die Top 5, die man heute schon kaufen würde:

  1. Platz 5: Ottobike Ovao MCR-SE: Ein kleiner Café Racer mit 14-Zoll-Bereifung, Elektro-Turbo, toller Ausstattung und echt steiler Optik. Knapp 30 PS mit Turboknopf leistet der Mittelmotor, hinzu kommt - großer Pluspunkt - ein sauberer, leiser Zahnriemen. Zudem ist die Ovao Ladesäulen-fähig und hat ein großes Gepäckfach im "Tank". Cooler wuseliger Stadtflitzer, der allerdings mit Turbo 148 km/h schnell wird und diese Höchstgeschwindigkeit erstaunlich flott erreicht.
  2. Platz 4: Alrendo TS Bravo: Mehr E-Motorrad kann derzeit für knapp 12.000 Euro kaum einer kaufen. Läuft mit 11 Kilowatt Dauerleistung als "125er", also A1 oder B196-Schein-geeignet. Leistet 27 PS Spitzenleistung und 54 Nm. Üppiger Platz für 2 Personen, 260 Kilo Zuladung, 120-180-Bereifung, Typ-2-Lader mit schwachen 3,6 kW Leistung und ein riesiger Akku mit 17,4 kWh brutto.
  3. Platz 3: Zero DSR/X: Das neue Top-Modell der Kalifornier beeindruckt mit 225 Nm Drehmoment und Offroad-Performance. Selbst mit leichter Straßenstolle arbeitet die Zero sich mit wenig konstantem "Gas" durch weichen Untergrund und wühlt sich locker die meisten Rampen hoch. Ohne schleifende Kupplung und stabilisierendes Mitbremsen hinten.
  4. Platz 2: Zero S 11 kW: Die S, also das Einsteiger-Bike, gibt es sogar als 11-kW-Version, also für A1 und B196-Inhaber. Mit 14,4 kWh ein für ein vergleichsweise kleines Motorrad großer Akku, nur 185 Kilo Gesamtgewicht, maximal 69 PS, 109 Nm Drehmoment und um die 140 km/h schnell. Das Teil macht Spaß.
  5. Platz 1: BMW CE 04: Ein Roller, ja, is' so. Zum Pendeln gut. Echt guter Antrieb, leise, super Ausstattung, passable Ladezeit, Hammerbremse, gutes Fahrwerk. Gute 90 Kilometer mit einer Ladung im Attacke-Modus - und das kann der CE 04 - sind drin, normales Landstraßen-Tempo sind 120 Kilometer sicher machbar.

Maeving RM1S: Elektrisches Motorrad im Retro-Look

Der Markt an elektrischen Motorrädern ist noch überschaubar. Aus den wenigen Angeboten sticht eines heraus: die Maeving RM1S. Die noch junge Marke aus dem britischen Coventry geht einen anderen Weg als die Wettbewerber.

Statt auf technoide und futuristische Gestaltung setzen die Briten auf einen historischen Bobber-Look, interpretiert als moderner Café Racer. Jedes Bauteil an der Maeving hat seinen Zweck, und die Designer haben die moderne Technik sehr ansprechend in den Retro-Look der Maschine integriert. Am Heck schwingt ein schicker Solo-Sattel aus veganem Kunstleder. Die RM1S wirkt klassisch und modern zugleich.

Gebürstetes Aluminium, eine Radnaben-Abdeckung aus Carbon, optionale Carbon-Schutzbleche und verschiedene Mehrfarbenlackierungen werten die Optik des Elektrobikes weiter auf. Der Fokus liegt auf britischem Motorrad-Design der 1960er- und 70er-Jahre und einfacher Fahrbarkeit. Der schmale Tank ist natürlich eine Attrappe, bietet dafür aber zehn Liter Stauraum inklusive USB-C-Ladeanschluss. Der breite Lenker ist bequem, die Bedienhebel sind leicht erreichbar.

Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: I, S und Eco. Das gewählte Fahrprogramm wird im analogen Tacho per integrierter Digitalanzeige dargestellt. Bei I wie Intermediate drosselt Maeving Leistung und Geschwindigkeit auf 75 km/h.

Eco sorgt mit maximal 50 km/h fürs Stromsparen und mehr Reichweite. Im Modus S leistet der E-Motor dagegen bis zu 15 PS wie bei einer konventionellen 125er-Maschine mit Verbrennungsmotor. Damit gilt die Maeving RM1S als Leichtkraftrad.

Lautlos fährt die Maeving los, kein Summen, kein Fiepen, rein gar nichts. Dabei bietet der Vortrieb keinen brutalen oder ruppigen Schub. Mit der progressiven Gasannahme werden sich auch Nicht-Motorradfahrer und -fahrerinnen direkt wohl und sicher fühlen.

Mit 144 kg Leergewicht (inklusive externem Ladegerät) kommt der E-Motor in der Radnabe auf der Ebene und vor allem in der Stadt gut zurecht. Bei Ampelsprints liegt die Maeving meist vorne. Lediglich an Steigungen muss sich der Motor anstrengen und die Beschleunigung lässt nach.

Bei zurückhaltender Fahrweise sind mit einer Akkuladung bis zu 130 Kilometer möglich, bei flotter Fahrt schrumpft die Reichweite auf knapp über 100 Kilometer. Sind die beiden Akkus leer, bieten die Briten zwei Möglichkeiten, sie wieder aufzuladen. Entweder direkt über den Stecker im Gehäuse, oder man öffnet das Akku-Fach und zieht die beiden 16,5 kg schweren 2,73-kWh-Batterien heraus und lädt sie über ein Ladegerät in der Wohnung auf.

Für den Hub von 20 bis 80 Prozent vergehen dann 2,5, für die Ladung von 0 auf 100 Prozent etwa 6 Stunden.

Technische Daten und Preis der Maeving RM1S

  • Motor: E-Maschine mit 7,2 kW/10 PS Dauerleistung und 11,1kW/15 PS Spitzenleistung, 261 Nm, in der Hinterradnabe installiert
  • Akku: Dual-Batteriepack-Design mit LG M50LT-Zellen, 5,46 kWh (2 x 2,73 kWh Batterien), 16,5 kg pro Batterie, Ladezeit: 0 - 100% 6 Stunden, 20 - 80% 2,5 Stunden, Laden über Ladegerät oder Typ-2-Adapter
  • Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
  • Reichweite: 145 km im Eco-Modus, 83 km Landstraße im Sportmodus

Handlich, leicht, elektrisch und absolut leise - das hat schon was. Dazu kommen bei der Maeving RM1S eine auch für Nicht-Motorradfahrer einfache Handhabung, der coole Retro-Look und die Möglichkeit zum externen Laden der Akkus. Für die Stadt ist das britische Bike durchaus sinnvoll, auch wenn knapp 9000 Euro ein strammer Preis sind.

Elektro Enduro und Cross Motorräder

Nach den E-Rollern kamen langsam aber sicher E Motorräder auf den Markt und jetzt existieren tatsächlich auch Elektro Motocross Maschinen. Es werden einige Modelle vorgestellt, die es schon zu kaufen gibt und die noch kommen.

Sur-Ron Light Bee: E Cross Testsieger

Die Sur-Ron Light Bee ist ein E Cross Testsieger mit folgenden technischen Daten:

  • Straßenzulassung: ja
  • Geschwindigkeit: 90 Km/h
  • Motorleistung: 12500 W
  • Drehmoment: 440 Nm
  • Reichweite: 140 km
  • Ladezeit: 4 Std.
  • Führerschein: mit A1 / B196 Führerschein
  • Preis: 7.440 €

Weitere E Cross Modelle

  • Tinbot Essum Pro: Die Enduro Tinbot Essum Pro hat einen Elektromotor, der bis zu 11.000 Watt bringt. In der Stadt kommt sie auf 130 Kilometer Reichweite, wenn sie mit 45 km/h fährt. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h reduziert sich die Reichweite schon auf 75 Kilometer.
  • Horwin Ranger: Die Horwin Ranger ist ein E Cross Motorrad aus Österreich. Es fährt zwar nur bis 45 Km/h und kann daher auch mit dem B196 Führerschein gefahren werden, aber verfügt über einen anzugsstarken Elektromotor bis 3800 Watt Leistung.
  • NIU XQi3: Mit der NIU XQi3 hat NIU jetzt eine elektrische Cross Enduro vorgestellt, die es demnächst zu kaufen gibt. Aber die Markteinführung lässt noch auf sich warten.
  • KTM Freeride E-XC: Die Reichweite reicht leider nur für 1,5 Stunden Fahrspaß. Der Elektromotor verfügt aber über vergleichsweise starke 18 kW, also 24,5 PS.
  • Zero Motorcycles FXE: Die E-Enduro schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 132 Km/h mit einem Drehmoment von 106 Nm. Die Reichweite des E Motorrades liegt bei 161 Kilometern.

Worauf muss man beim Kauf einer Elektro Enduro bzw. eines E Cross Motorrad achten?

Zunächst einmal für was das Fahrzeug geeignet sein soll. Wollt Ihr ausschließlich im Gelände, also offroad fahren oder auch auf öffentlichen Straßen. Für letzteres braucht das Motorrad oder auch Moped bzw. Leichtkraftrad eine Straßenzulassung, eine Versicherung und Ihr den entsprechenden Führerschein.

  • Gewicht und Sitzhöhe: Es gibt Kindermodelle, die nur 25 Kg auf die Waage bringen und leicht zu händeln sind. Auch die Modelle für Erwachsene sind leichter, als sonstige Tourenmaschinen. Die Sitzhöhe von Geländemaschinen ist grundsätzlich wegen der längeren Federbeinen höher als bei Tourenmotorrädern oder den E Choppern.
  • Höchstgeschwindigkeit: Die Höchstgeschwindigkeit einer E Cross oder Elektro Enduro sollte eurer Führerscheinklasse entsprechen. Braucht man einen Mopedführerschein, A1 oder B Führerschein.
  • Reichweite und Akku: Die Lithium Ionen Akkus werden bei manchen Modellen fest verbaut und sind bei anderen herausnehmbar. Letztere Wechselakkuss lassen sich eventuell einfacher aufladen.
  • Federung: An der Vorderradgabel befinden sich längere Stoßdämpfer, also Federbeine und aufgrund des längeren Federwegs ein größerer Abstand zwischen Reifen und Schutzblech. Einen Unterschied kann es in der Federung des Hinterrades geben. Hier unterscheidet man zwischen Modellen mit zwei Stoßdämpfern und einer Mono Federung.
  • Traglast: Die meisten Elektroenduros und besonders Cross Motorräder sind nur für eine Person zugelassen.

Förderung von Elektro Enduros

Auch Elektromotorräder bzw. Elektro Enduros werden neuerdings über die Treibhausgasquote gefördert. Es gibt vom Karaftfahrtbundesamt, also vom Staat eine Förderprämie von ca. 350,- Euro zum Kauf dazu.

Unterschied zwischen E Enduro und Cross

Von der Ausstattung her sind beide Fahrzeuge ähnlich: Lange Stoßdämpfer, hohe Schutzbleche und natürlich Crossbereifung. Oftmals haben Crossmotorräder keine Straßenzulassung, weil sie nur für das Gelände für Crosstraining gemacht sind.

Verge TS Ultra: Ein besonderes Modell

Als die TS Ultra im Januar 2025 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert wurde, sorgte sie für ordentlich Aufsehen. Der Preis von 54.431 Euro sollte die erstklassige Qualität und die hochentwickelten Eigenschaften dieses Elektromotorrads widerspiegeln. Mit einer Anzahlung von 1.000 Euro kannst du dir das neue Topmodell sichern, das ab dem 4. Die Verge TS setzt auf Technologien, die nicht nur die Straße erzittern, sondern auch dein Herz schneller schlagen lassen. Sie verspricht ein Fahrerlebnis der Extraklasse.

Bei der Verge TS ist der 150 kW-Antrieb nicht am, sondern im Hinterrad integriert. Diese innovative Technologie bedeutet, dass die gesamte Leistung direkt auf die Straße übertragen wird, und Platz in der Mitte des Motorrads für den Akku schafft. Durch diese Platzierung entsteht eine sehr günstige Gewichtsverteilung. Die nabenlose Konstruktion des Verge TS ermöglicht es außerdem, bewegliche Teile wie Ketten und Zahnräder zu eliminieren.

Dieses Biest kommt auf Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h. Je nach Gemütslage kannst du zwischen vier Fahrmodi wählen. Beim „RANGE“-Modus steht die maximale Reichweite im Fokus. Für Momente der inneren Ruhe und Gelassenheit empfehlen wir den „ZEN“-Modus. Fährst du mit diesem E Motorrad durch die Stadt, schaffst du eine großzügige Reichweite von 375 km. Wenn du längere Strecken auf der Autobahn zurücklegen willst, reicht die Batteriekapazität von 20,2 kWh für rund 215 km Reichweite.

Mit einer Sitzhöhe von 780 mm bietet die Verge TS eine bequeme Sitzposition, während der Radstand von 1540 mm zur Stabilität und Präzision beiträgt, wenn du die Verge TS durch Kurven lenkst. Das Gewicht beträgt lediglich 245 kg, während die Nutzlast mit 400 kg angegeben ist. Mit einem Neigungs- und Nachlaufwinkel von 20.5° zeigt die Verge TS eine ausgewogene Geometrie, für eine angenehme Federung auf unebenen Straßen sorgt vorn ein Federweg von 120 mm, hinten beträgt er 106 mm.

Die Doppel-Brembo M4.32 Bremszangen mit jeweils vier Kolben, gepaart mit den doppelt gelochten 320 mm Galfer Bremsscheiben, bieten dir vorne eine herausragende Bremsleistung und Kontrolle über dein Fahrzeug.

Technische Daten der Verge TS Ultra

Modell Verge TS Ultra
Straßenzulassung Ja
Geschwindigkeit 200 km/h
Motorleistung 150 kW
Reichweite 375 km
Gewicht 245 kg
Zul. Gesamtgewicht 400 kg
Reifen Vorne: 120/70 R17 (58W), Hinten: 240/45 R17 (82W)
Maße (LxBxH) 2197 x 895 x 1128 mm
Ladedauer In 35 min auf 80 %

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