Der Markt für Elektromotorräder wächst stetig, und immer mehr Hersteller setzen auf innovative Technologien und ansprechendes Design. Dabei erfreuen sich vor allem Modelle im Vintage-Stil großer Beliebtheit, die den Charme vergangener Zeiten mit den Vorteilen der Elektromobilität verbinden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über einige der spannendsten Vintage-Elektromotorräder auf dem Markt und vergleicht sie hinsichtlich Design, Leistung, Reichweite und Preis.
RGNT No.1: Der Café-Racer der Zukunft
Die RGNT No.1 könnte mit ihrem sexy Café-Racer-Look den 1960ern entsprungen sein. Obwohl es bereits zahlreiche Motorräder mit Elektroantrieb auf dem Markt gibt, sticht die RGNT No.1 durch ihre Optik besonders heraus. Das Design-Team von RGNT hat es bei der No.1 geschafft, den Retro-Look eines Café-Racers in die Moderne zu transportieren. Geschwungene Linien und klassische Elemente prägen das Erscheinungsbild. Schöne Speichenräder, verchromte Schutzbleche, flache Ledersitzbank - check!
Aktuell hat der Newcomer zwei Modelle im Portfolio: die RGNT No.1 Classic und die No.1 Scrambler. Wie der Name schon verrät, kommt die Classic-Variante in einem klassischen Look und ist für die Straße ausgelegt. Die Scrambler-Version setzt auf einen sportlicheren Style, mit ihr soll man auch leichtes Gelände wie Schotterstraßen unter die Stollen nehmen können. Die Basisversion der No.1 Scrambler SE startet bei 15.495 € und ist komplett in Schwarz gehalten.
Fahrgefühl und Alltagstauglichkeit
Mit dem lautlosen Elektroantrieb des Motorrads kann man die Fahrt genießen, ohne jemand anderes zu stören oder verärgerte Blicke zu ernten. In der City kann man entspannt cruisen und sich durch den Wegfall von Kupplungshebel und Getriebe voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren. Das Design-Team von RGNT hat es bei der No.1 geschafft, den Retro-Look eines Café-Racers in die Moderne zu transportieren.
Die Kupplung, die man von einem herkömmlichen Motorrad kennt, fällt weg: einfach den Gashebel drehen, um zu fahren - easy. So lässt es sich entspannt durch die City cruisen, ohne sich Gedanken über die Gangwahl machen zu müssen. Dreht man den Griff zurück, also in Fahrtrichtung, beginnt die Maschine zu rekuperieren.
Die reale Reichweite mit einer Akkuladung liegt je nach Topographie, Fahrweise und Fahrergewicht bei rund 150 km. In 3 Stunden kann man das Elektromotorrad über einen Typ-2-Stecker wieder voll aufladen.
Maeving RM1S: Britischer Charme mit Elektroantrieb
Die englische Maeving RM1 besitzt hingegen viel Charme. Die 2018 in Coventry gegründete Marke Maeving hat sich von den Board Trackers der 1920er-Jahre inspirieren lassen. So hat die RM1 kein Heck, sondern einen Fahrradsattel - natürlich mit handvernähtem Leder bezogen. Dabei zeigt die Maeving ihre Verschalung für die Batterie stolz in gebürstetem Aluminium. Darüber führt ein glänzender Schlauch nicht etwa Kühlflüssigkeit, sondern verbirgt formschön die Elektrokabel.
Die RM1 soll eine Reichweite von im Schnitt 64 Kilometer erzielen. Eine optionale zweite Batterie für 995 Britische Pfund (ca. 1150 Euro) in der Tankattrappe verdoppelt die Reichweite. Der Fahrer kann drei Fahrmodi auswählen, die einen Topspeed von 32, 45 oder 72 km/h ermöglichen.
Retro-Look und moderne Technik
Statt auf technoide und futuristische Gestaltung setzen die Briten auf einen historischen Bobber-Look, interpretiert als moderner Café Racer. Jedes Bauteil an der Maeving hat seinen Zweck, und die Designer haben die moderne Technik sehr ansprechend in den Retro-Look der Maschine integriert. Die RM1S wirkt klassisch und modern zugleich.
Mit 785 mm Sitzhöhe ist sie auch für kleine Fahrer geeignet. Als Antrieb wählte Maeving einen Hinterradnabenmotor von Bosch. Er leistet maximal 4,3 kW und bringt eine Dauerleistung 3,0 kW. Dabei stellt er bis zu 160 Nm Drehmoment bereit. Die Batterie stammt von Samsung und hat einen Energiegehalt von 2,1 kWh.
Wer keine Ladestation findet, kann den 12 kg schweren Akku rasch entnehmen und in ca. vier Stunden von null auf 100 Prozent an einer normalen Steckdose aufladen. Selbst bei der Batterie legt Maeving Wert auf Stil und versah sie mit Einlagen aus Holzimitationen.
Black Tea Bonfire X: Scrambler-Feeling aus München
Die Black Tea Motorbikes aus München sind ein Elektromotorrad als Retro E Scrambler - sieht aus als hätten die Entwickler einfach eine dicke Kiste unter den Tank gebaut um den Akku zu verstauen. Die im Vintage-Stil gehaltenen Motorräder heißen Bonfire S, Bonfire E und Bonfire X. Und das schöne ist, Ihr könnt die Black Tea Motorbikes in drei verschiedenen Versionen bestellen. Die Bonfire gibt es mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 Km/h, bis 80 Km/h oder bis 100 Km/h. Je nachdem, über welchen Führerschein Ihr verfügt. Fahrspaß und gute Technik inklusive.
Bei der Bonfire X wurde ein leichter PSM-Nabenmotor mit einer Nennleistung von 6 kW verbaut. Somit ist dieses Modell das leistungsstärkste des Startups aus München. Drei Fahrmodi sind wählbar. Mit Dauer-Power kommt ihr mit einer Akkuladung auf eine Reichweite von ca. 60 bis 70 km.
Technische Details und Besonderheiten
Ab Werk sind bereits 2 Batterien zu 35 Ah und 3,7 kWh verbaut. Die je 11,5 kg schweren Li-Ion Akkus lassen sich zum Laden entnehmen oder können direkt am E Motorrad geladen werden. Dieser Vorgang dauert nur 4 Stunden, wer es besonders eilig hat, kann die Akkus nach 3 Stunden abstöpseln, denn zu dem Zeitpunkt sind sie dank 10 Ah Ladegerät bereits zu 80 % geladen.
Die Black Tea Bonfire X verfügt über ein Dual Calliper CBS-Bremssystem, das euch sicher zum Stehen bringt, da es den Bremsweg verkürzt, indem es die Bremskraft zwischen den vorderen und hinteren Bremsscheiben aufteilt. Durch die hohe Bodenfreiheit von 25 cm sind Matsch, Schlamm und flache Flüsse für die Bonfire X kein Problem.
Die UVP der Blacktea Motorbikes Bonfire X liegt bei 5.990 Euro. Dieses E Motorrad fällt unter die Klasse L3e. Ihr könnt eure Black Tea Bonfire X pimpen, indem ihr beim Hersteller Zubehör für das E Motorbike kaufen. Angeboten werden momentan ein Heckgepäckträger, ein Frontgrill, ein Batteriekastenschutz oder ein Gabelstabilisator.
Weitere interessante E-Motorräder im Überblick
Neben den bereits genannten Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer spannender Elektromotorräder auf dem Markt, die unterschiedliche Designrichtungen und Zielgruppen ansprechen. Hier eine kleine Auswahl:
- UMC-063 XP ZERO: Ein futuristisches Elektromotorrad, das die Zukunft des Motorraddesigns erforscht.
- LiveWire S2 Del Mar: Der Nachfolger der Harley Davidson LiveWire mit beeindruckender Beschleunigung.
- TRIUMPH TE-1: Ein britisches Elektro-Bike mit dem Ziel, die Leistung des Speed Triple 1200 zu erreichen.
- Honda EM1 e: Ein einfach zu handhabender Elektro-Roller mit austauschbarem Batteriesystem.
- Lightning LS-218: Eines der schnellsten Serienmotorräder, die jemals gebaut wurden.
- Zero Motorcycles DSR/X: Ein stylisches E-Motorrad mit großer Bodenfreiheit für Offroad-Abenteuer.
- Super Soco TC Max: Ein beliebtes Modell für Einsteiger in den Elektromotorrad-Markt.
- DAYI E-Odin: Ein echtes E Motorrad mit hoher Geschwindigkeit und großer Reichweite.
- Madat HL 6.0 Pro: Ein Elektromotorrad mit einer der größten Reichweiten in seiner Preisklasse.
- Yadea Kemper: Ein leistungsstarkes Modell für die A2-Kategorie mit einem Design von KTM-Partner Kiska.
- Verge TS: Ein futuristisches E Motorrad mit einem im Hinterrad integrierten Antrieb.
- Horwin HT5 Offroad: Ein Einsteigermodell mit guter Reichweite zum kleinen Preis.
- NIU RQi: Ein Elektro-Motorrad mit einem 5000 Watt Kettenmotor.
- KTM Freeride E-XC: Eine geländegängige Maschine mit drei Fahrmodi für Offroad-Profis.
- BMW C-Evolution: Ein Mix aus Elektro Scooter Motorrad mit guter Reichweite.
- Harley Davidson LiveWire: Ein hochleistungsfähiges E Motorrad mit raketenmäßiger Beschleunigung.
- Orxa Mantis: Ein neues Elektromotorrad mit flüssigkeitsgekühltem Motor und guter Reichweite.
- Energica Experia: Ein Supersport-Elektro-Motorrad mit hoher Geschwindigkeit und überragender Reichweite.
- Sarolea Manx 7: Ein Beschleunigungswunder mit hoher Reichweite und Höchstgeschwindigkeit.
- Yamaha TY-E: Ein kompaktes und leistungsstarkes Elektromotorrad für Offroad-Performance.
- Evoke Motorcycles 6061 Series: Modelle mit guter Reichweite und extrem schneller Ladezeit.
- Kymco Revonex: Ein sportliches Modell mit beeindruckender Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit.
- Kawasaki Ninja EV/Z EV: Eine 125er mit klassischem Kawasaki-Design.
- Ducati MotoE V21L: Ein Prototyp mit revolutionärer Ladezeit und beeindruckender Leistung.
- Trinity Jupiter: Ein Elektro-Motorrad im Retro Look mit guter Geschwindigkeit und Reichweite.
Technische Daten im Überblick
Um die verschiedenen Modelle besser vergleichen zu können, bietet die folgende Tabelle einen Überblick über einige wichtige technische Daten:
| Modell | Geschwindigkeit | Motorleistung | Reichweite | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| Super Soco TC | 45 km/h | max. 3000 Watt | bis zu 80 km | 84 kg |
| Super Soco TC Max | 95 km/h | max. 5000 Watt | bis zu 110 km | 101 kg |
| Dayi Motor e-Odin | 100 km/h | 6000 Watt | 210 km | 151 kg |
| Sur-Ron Light Bee | 45 oder 75 Km/h | 5000 - 6000 W | 65 km | 57 Kg |
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