Elektro-Tretroller mit Straßenzulassung im Test und Vergleich

Das Thema Elektromobilität wird für viele immer wichtiger, gerade in Innenstädten. Nach dem Boom der E-Bikes schicken sich jetzt auch E-Scooter an, eine kraftsparende und vor allem günstige Alternative zum PKW zu werden. Zwar gibt es bereits seit längerer Zeit klassische Tretroller, die man zusammenklappen kann, um die letzten Meter von der Bahn ins Büro zu gelangen, doch prickelnd ist es nicht, wenn man an heißen Sommertagen verschwitzt ankommt. Der Markt wächst rasant.

E-Scooter im Überblick

Seit dem Jahr 2019 überschwemmen E-Scooter zahlreiche deutsche Innenstädte. Große Anbieter stellen die Elektro-Scooter gegen eine kleine Gebühr zum Leihen bereit. Kurze Zeit später hat auch das Angebot an Elektro-Scootern zum Kauf stark zugenommen. Die kompakten Gefährte ergänzen damit die Flotte der klassischen Tretroller und bieten eine zusätzliche Alternative zum Fahrrad oder E-Bike. E-Scooter ermöglichen es, sich ohne eigene Kraftanstrengung bis zu 20 Kilometer pro Stunde fortzubewegen. Einerseits dienen sie als umweltfreundliche Spaßmobile. Aber gerade in engen und überfüllten Innenstädten spielen sie ihre Stärken aus. Man kommt überall durch, muss sich um einen Parkplatz keine Sorgen machen und darf sich auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen bewegen. Fehlen diese, ist sogar die Fahrbahn erlaubt.

Für Pendler waren E-Scooter lange Zeit eine praktische Option. Zusammengeklappte Modelle darf man nach wie vor in den Fernzügen der Deutschen Bahn als Handgepäck mitnehmen. Lassen sich diese nicht zusammenfalten, muss man eine Fahrradkarte lösen. Die Mitnahme von E-Scootern in öffentlichen Verkehrsmitteln wird jedoch immer öfter verboten.

E-Scooter stehen zudem in Innenstädten immer stärker in der Kritik. Einerseits, weil sie für schwere Unfälle verantwortlich sind. Andererseits, weil viele Leihroller auf Straßen und Bürgersteigen herumstehen, als Hindernis fungieren und das Städtebild verschandeln. Aus diesem Grund hat vor kurzem Gelsenkirchen als erste deutsche Stadt Leihroller verboten.

Wichtige rechtliche Aspekte

Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: E-Scooter-Fahrer brauchen keinen Führerschein, auch nicht eine Mofa-Prüfbescheinigung. Einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 14 Jahren. Genau wie für Auto- und Radfahrer gelten auch für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte. Nach Angaben des ADAC begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid, wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt; in der Regel sind das 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist, begeht eine Straftat. Dafür reichen auch schon 0,3 Promille, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt.

Besitzer eines Elektro-Scooters benötigen für ihr Zweirad eine Haftpflichtversicherung. Die entsprechende Plakette wird auf eine kleine Halteplatte am Heck des Elektrorollers geklebt. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten durch den Betrieb des E-Scooters zugefügt werden. E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen.

Für einen möglichst flexiblen Einsatz sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass am Fabrikschild Ihres Electro-Scooters eine Betriebserlaubnis-Nummer (ABE-Nr.) angebracht ist. Diese finden Sie in der Regel am Rahmen oder an der Unterseite. Fahren Sie einen Elektroroller ohne Straßenzulassung auf öffentlichen Straßen, drohen empfindliche Geldstrafen. Außerdem verlieren Sie unter Umständen jeglichen Versicherungsschutz.

E-Scooter dürfen bis zu 20 km/h schnell fahren. Der Elektromotor kann im Normalfall nicht im Stand aktiviert werden. Bei fast allen Modellen nimmt er die Arbeit erst auf, nachdem der Roller angeschoben wurde. Viele Elektro-Scooter verfügen über unterschiedliche Fahrstufen, die Auswirkungen auf die Agilität des Rollers und die Höchstgeschwindigkeit haben. Über ein Display sehen Sie die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegten Kilometer und die Restkapazität des Akkus.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Modelle ab etwa 7.500 mAh ermöglichen Ihnen Strecken von mindestens 20 Kilometern - abhängig ist diese Angabe natürlich von möglichen Steigungen und der Bodenbeschaffenheit. Elektro-Scooter unterscheiden sich erheblich im Gewicht. Möchten Sie Ihren Electro-Scooter beispielsweise mit in den Zug oder die Straßenbahn nehmen, sollte dieser möglichst leicht sein. Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls die Reifengröße.

Größere Reifen bieten einen höheren Fahrkomfort, natürlich wird der Scooter dadurch wuchtiger, was sich wiederum auf die Kompaktheit beim Zusammenlegen und damit auf den Transport negativ auswirkt. Finden Sie den für Sie optimalen Kompromiss. Auch Federgabeln erweisen sich als sinnvoll, damit Sie nicht jeden Schlag direkt an der Lenkerstange spüren. Apropos Lenker: Klappbare Lenker sind häufig deutlich instabiler als durchgehende, aber dafür sperrigere Lenkstangen. Bei E-Scootern mit kleinen Rädern leidet der Fahrkomfort.

Während Modelle mit größeren Rädern und Federgabel deutlich mehr Fahrkomfort bieten, ist die Fahrt auf einem Gerät mit kleinen Rädern oft sehr unkomfortabel, jedes Schlagloch wird hier zur Herausforderung.

E-Scooter müssen mit Licht, Klingel und mindestens zwei Bremsen ausgestattet sein, um die Straßenzulassung zu erhalten. Bei letzteren gibt es erhebliche Unterschiede, wie wir in unserem Test festgestellt haben. Hersteller bieten neben Scheiben- und Trommelbremsen auch elektrische Vorderradbremsen sowie mechanische Rücktrittbremsen an. Bremsen sollten gut dosierbar sein. Packen diese zu abrupt und kräftig zu, besteht Sturzgefahr. Sicherheit beim Fahren und Bremsen ist das A und O.

Ein erhebliches Unterscheidungsmerkmal bei Elektro-Scootern sind zudem der Akku bzw. die Akkukapazität. Diese entscheidet über die Reichweite. In unserem Test hatten bis auf den Trekstor e.Gear EG40610 alle Elektroroller fest verbaute Akkus. Das hat den Nachteil, dass Sie bei einem Akkuschaden Ihren Scooter gleich mit in die Werkstatt geben müssen.

Sicherheitstipps für E-Scooter-Fahrer

Wichtig: Man sollte immer beide Hände am Lenker haben. Mit nur einer Hand sind die kleinen Elektroroller extrem instabil. Deshalb ist das Abbiegen problematisch und nicht ungefährlich, wenn man das durch ein Handzeichen signalisiert. Vor Ihrer ersten Fahrt im Straßenverkehr sollten Sie das Fahren unbedingt auf einem großen leeren Parkplatz oder auf einem Privatgelände üben.

Top Modelle im Vergleich

Wir haben insgesamt 44 Elektro-Scooter mit Straßenzulassung getestet, 32 davon sind aktuell noch verfügbar. Eins haben wir beim Update festgestellt: Die Preise für E-Scooter sind angezogen.

Der beste E-Scooter: ePowerFun ePF-Pulse

Der beste E-Scooter ist für uns der ePowerFun ePF-Pulse. Der Flitzer ist mit drei unterschiedlichen Akku-Kapazitäten erhältlich und kostet zwischen 1.070 und 1.450 Euro. Das ist nicht wenig, aber dafür bekommt man extrem viel E-Scooter mit super Beschleunigung, großer Reichweite, Blinkern, Bremslicht und exzellenten Bremsen. Der einzige kleine Nachteil: Mit einem Gewicht zwischen 23,5 und 25,2 Kilo (je nach verbautem Akku) ist dieses Modell kein Leichtgewicht.

Wir haben den leistungsstärksten und schwersten ePF-Pulse 960 getestet. Idealerweise startet man mit diesem Gefährt seine Trips zu Hause, ein Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln ist kein Kinderspiel.

Der Aluminiumrahmen des E-Scooters ist absolut verwindungssteif und sehr robust. Selbst bei schweren Fahrern vibriert und klappert nichts. Maximal kann der ePowerFun mit 140 Kilo beladen werden. Die Schutzbleche bestehen aus Metall, ebenso die massive Befestigung für die rückseitigen Blinker und das Bremslicht sowie der Lenkerholm und die Lenkstange. Letztere ist unglaublich stabil, weil aus einem Stück gefertigt, deshalb hat sie überhaupt kein Spiel und gibt auch auf holperigen Feldwegen nicht nach.

Über einen vorderen Arretierbügel lässt sich der Lenkerholm umlegen. Der Mechanismus ist simpel, einfach zu bedienen und stabil. Der Lenker im gefalteten Zustand rastet am hinteren Chassisabschluss ein. Das Zweirad rollt auf sehr griffigen, 10 Zoll großen schlauchlosen Luftreifen mit selbstreparierenden Geleinlagen. Diese zeichnen sich nicht nur durch effektive Absorptionseigenschaften aus, sondern sollen auch besten Pannenschutz bieten.

Der Ständer wird auf der linken Seite ausgeklappt und schultert den E-Scooter sicher. Links und rechts im hinteren Teil des Rollers sitzen Reflektoren, die im Dunkeln die Sichtbarkeit verbessern. Das Trittbrett ist groß dimensioniert (48 x 19 Zentimeter), selbst mit Schuhgröße 50 hat man hier keine Probleme. Großgewachsene Fahrer dürfen sich freuen: Die Lenkstange ist schön hoch, sodass man entspannt gerade stehen und den E-Scooter mühelos pilotieren kann. In der Höhe lässt sich der Lenker nicht verstellen.

Löblich: Egal, ob Bremshebel, Reflektoren, Räder, Blinker, Federgabel, Schutzblech oder Displayabdeckung - ePowerFun bietet nahezu jede wichtige Komponente im Online-Shop zu fairen Preisen als Ersatzteil an. Plan in den Lenker ist ein auch bei Tageslicht gut ablesbares 5,5 x 5 Zentimeter großes Display integriert. Dieses informiert über gefahrene Kilometer, die Fahrstufe, die aktuelle Geschwindigkeit und die Akku-Restkapazität. Installiert man auf einem Android-Smartphone oder auf einem iPhone die kostenlose ePF-App, so kann man hierüber die elektrische Wegfahrsperre aktivieren und die maximal erreichbare Höchstgeschwindigkeit (max. 22 km/h) definiere.

Rechts am Gashebel befinden sich die Einschalttaste sowie der Lichtschalter. Über zwei Tasten links am Lenker betätigt man den Blinker für links und rechts. Der Blinkersignalton kann über die App deaktiviert werden. Wir finden diesen praktisch, weil man so nicht vergisst, den Blinker auszuschalten. Nicht nur die Griffenden blinken, sondern auch die hinteren Blinker. Das helle Frontlicht liefert 80 Lux und kann beliebig in der Höhe verstellt werden.

Eine Besonderheit des ePF-Pulse sind die drei mitgelieferten elektronischen Schlüsselkarten. Legt man eine der Karten auf das Display, so wird der E-Scooter entsperrt. Andernfalls ist dieser nicht nutzbar. Beschleunigt wird am rechten Lenker über einen kleinen Gasgriff. Diese Methode ist wenig ermüdend und perfekt für lange Strecken geeignet. Feinfühliges Beschleunigen gelingt mühelos. Spannend ist das Feature, in der App die Art festzulegen, wie der E-Scooter anfahren soll. Genauso gut reagiert der Daumenregler am linken Handgriff. Diese elektronische Bremse wird genutzt, um mit gewonnener Bremsenergie den Akku wieder etwas aufzuladen (Rekuperation).

Der ePF-Pulse ist mit drei Lithium-Ionen-Akku-Variationen erhältlich: mit 480, 720 und 960 Wh, die Reichweiten von bis zu 52, 78 bzw. 104 Kilometer am Stück ohne Aufladen ermöglichen sollen. Zum Laden des von uns getesteten 960-Wh-Modells muss man 6 bis 7 Stunden einplanen. Nach unserer ersten Testrunde über 15 Kilometer zeigt das Display noch die volle Balkenanzahl an. Wie weit man mit einer Akkuladung fahren kann, hängt natürlich von vielen Faktoren wie Beschaffenheit der Strecke und Fahrverhalten ab.

Der 48-Volt-Motor liefert eine Nenndauerleistung von 500 Watt, in der Spitze sind sogar 1.200 Watt drin. Dem Hersteller zufolge ist der Motor mit größeren und stärkeren Magneten und einem breiteren Stator für mehr Drehmoment ausgestattet. Bei der Höchstgeschwindigkeit nutzt der Pulse den erlaubten Toleranzbereich (20 km/h + 10 Prozent) aus und kommt auf bis zu 22 Stundenkilometer. Zur Auswahl stehen drei Fahrmodi.

Der ePF-Pulse ist eine echte Fahr- und Spaßmaschine. Im Mode 3 fährt der E-Scooter super flott, aber nicht unangenehm brachial an. Kurze Zeit später hat man in der Ebene die Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h erreicht. Selbst bei starken Steigungen büßt der kleine Flitzer nichts bzw. kaum etwas von seinem Topspeed ein. Straßenlage und Kurvenverhalten sind top und jederzeit unbedenklich.

Die 10 Zoll großen Pneus bieten optimalen Grip auf Asphalt, aber auch Feldwege stellen mit diesem souveränen Modell keine Schwierigkeit dar. Der ePF-Pulse ist vorne und hinten gefedert, die Bodenfreiheit beträgt großzügige 14 Zentimeter, und das Fahrwerk ist auf robusten Aluminium-Schwingen an Vorder- und Hinterachse aufgebaut. Dem Hersteller zufolge wurde die Geometrie der Vorderachse für stabile Fahreigenschaften optimiert. Im Test zeigt sich: Der Geradeauslauf ist auch bei höheren Geschwindigkeiten famos. Alle Fahrten sind nahezu vibrationsfrei, die Griffe liegen sehr angenehm und entspannt in der Hand, und die Laufruhe ist top.

Wie alles am ePowerFun sind auch die Bremsen exzellent. Über zwei Bremshebel betätigt man die beiden Scheibenbremsen. Diese sind gut eingestellt, sie packen nicht brutal zu, bringen den E-Scooter trotzdem schnell und nicht zu abrupt zum Stehen. Beide Bremshebel der Scheibenbremsen aktivieren auch die elektronische Motorbremse. Die elektronische Bremse wird über den linken Daumenregler betätigt. Sie rekuperiert die Bremsenergie, das heißt, der Akku wird leicht nachgeladen. Mit dem Daumen sollte man den Regler nicht zu schnell nach unten drücken, sonst verzögert der E-Scooter zu stark. Gefühl beim Bremsen ist hier wichtig.

Für uns ist der ePowerFun ePF-Pulse eine ausgezeichnete Spaßmaschine. Auch in anderen Medien schneidet der ePF-Pulse durchweg positiv ab.

Weitere empfehlenswerte Modelle

  • Trittbrett Sultan Plus: Blinker, Federung, stabile Konstruktion, durchzugsstarker Motor und ordentliche Bremsen.
  • Segway Ninebot G3 D: Super Federung, optionaler Zusatzakku, tolles Display, Bremslicht, Blinker und exzellente Bremsen.
  • Slidefox NT: Starker Motor, exzellente Federung, große Reichweiten, vier Blinker und ein stabiler Alu-Rahmen.
  • Navee V50i Pro: Preiswert, Lenker zweifach faltbar.

E-Scooter für jedes Terrain: Offroad-Modelle

Wer mit dem E-Scooter über Bordstein, Wald und Wiese pflügt, benötigt eine gute Federung, eine robuste Verarbeitung und einen starken Motor. Mit ordentlicher Federung, stabiler Verarbeitung und starkem Motor eignen sich E‑Scooter auch für unbefestigte Wege.

Obwohl er nicht verpflichtend ist, empfehlen wir beim Fahren eines elektrischen Scooters dringend das Tragen eines Helms.

Für unsere Bestenliste Offroad-E-Scooter haben wir aus unseren über 80 Einzeltests die zehn Elektroroller mit Straßenzulassung herausgesucht, welche am sichersten über unbefestigte Wege heizen.

Top 3 Offroad-E-Scooter

  1. Segway Ninebot Max G3 D: Der neue König im E-Scooter-Dschungel. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.
  2. Navee ST3 Pro: Ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken - die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung - machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.
  3. Joyor Y8-S: Ein echtes Brett mit Straßenzulassung, starkem Motor, guten Bremsen und kompaktem Klappmechanismus.

Weitere empfehlenswerte Offroad-Modelle

  • Epowerfun EPF-Pulse
  • Egret Ey! 1
  • Ninebot ZT3 Pro D
  • Trittbrett Fritz
  • Xiaomi Mi 4 Ultra
  • Slidefox NT
  • Streetbooster Pollux

E-Scooter mit Federung: Mehr Komfort und Sicherheit

Eine gute Federung muss den E Scooter auch nicht schwerer machen. Der ePowerfun epf-1 zum Beispiel hat eine doppelte Federung und gehört dennoch mit zu den leichtesten E Scootern auf dem Markt. Der große große Vorteil eines E Scooters mit Federung ist, das er komfortabler fährt und auf allen Untergründen (Kopfstein etc) und in Kurven sicherer fährt. Also warum solltet Ihr darauf verzichten, wenn es bereits in allen Preisklassen Federung gibt.

Ein E Scooter kann mit verschiedenen Stoßdämpfungssystemen ausgestattet sein, meist in Form von Federn, hydraulischen Dämpfern oder Schwingen um Unebenheiten auf der Fahrbahn abzufangen. Günstige Gummifederungen findest Du bei kompakten Stadtmodellen. Schraubenfederung kommt bei mittleren Modellen, in Kombination mit Stoßdämpfern zum Einsatz. Die Pneumatische Luftfederung ist aufwendiger und eher selten.

Wir haben unseren Praxistest zur E-Scooter-Federung auf verschiedenen Untergründen durchgeführt (Kopfsteinpflaster, Asphalt, Bordsteinkanten, Schotterwege und der Härtetest im Pumptrack). Unsere Testkriterien waren der Federweg und Dämpfung, also wie tief federt der Scooter ein, und wie schnell beruhigt er sich wieder? Der Komfort, ob man Vibrationen in Händen und Füßen spürt. Ganz wichtig, die Balance und Kontrolle, damit der Scooter auch bei Unebenheiten gut steuerbar bleibt.

Es gibt E Scooter ohne Federung und auch mit Federung. Und das sogar schon für unter 400,- Euro!

Top Modelle mit Federung

  1. ePowerfun epf-1: Das günstige Einsteigermodell hat unter dem Trittbrett eine doppelte Federung.
  2. ePowerfun epf-2 Pulse+: Bietet mit 140 Kg Traglast und einen stabilen Rahmen mit einer der besten Vollfederungen auf dem Markt.
  3. VMAX New VX2: Kommt in den Varianten Hub und Gear rennt dank V-Torque Gear Getriebemotor und V-Core Gear Controller sogar 35-38% Steigung hoch.
  4. Egret Ey!: Die Hamburger Premiummarke bietet gleich eine ganze Modellreihe mit Vollfederung: Ey! 1, Ey! 2 und Egret Ey! 3.
  5. iScooter T4: Für Offroad bzw Crossfahrten im Gelände geeignet, aber er gehört dennoch zu den günstigeren Modellen.

Checkliste für den E-Scooter-Kauf

  • Motorleistung, Reichweite und Ladezeit: Straßenzugelassene E-Scooter sind auf maximal 500 Watt Motorleistung beschränkt.
  • Reifenart und Größe: Die Reifenart (Luft, Vollgummi, Honeycomb) und ihre Größe haben Einfluss auf das Fahrverhalten und den Komfort.
  • Bremsen: Zuverlässige Bremsen sind ein zentraler Sicherheitsfaktor.
  • Akkukapazität: Die Kapazität des Akkus bestimmt die Reichweite des E-Scooters.
  • Gewicht und Fahrstabilität: Zu den wichtigsten Auswahlkriterien für einen E-Scooter gehören neben Gewicht und Fahrstabilität auch die Reichweite pro Akkuladung und der Preis.

Die Stiftung Warentest im Test

Im E-Scooter-Vergleich hat die Stiftung Warentest sieben Modelle geprüft. Im Mittel­punkt standen Fahr­verhalten, Komfort, Halt­barkeit und Sicherheit.

Testergebnisse

  • Alle E-Roller lassen sich zusammenklappen.
  • Sie kosten zwischen 400 und fast 900 Euro - über die Qualität sagen die Preise jedoch wenig.
  • Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft.
  • Ausgestattet sind die E-Scooter mit Licht, Display, Klingel, zwei Bremsen und Blinker.
  • Nur ein Scooter hat einen heraus­nehm­baren Akku.
  • Mit einer Akkuladung kommen die E-Roller im Test laut Hersteller etwa zwischen 30 und 70 Kilo­meter weit. Im Alltag sind es oft deutlich weniger.

E-Scooter im Alltag

E-Scooter kommen häufig auf Pendelstrecken zum Einsatz. Wer mit dem Zug zur Arbeit fährt, kann die letzten Meter zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz optimal mit einem E-Roller überbrücken.

Straßenzulassung und Gesetzgebung

Seit dem 15.6.2019 sind mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) ausgestattete E-Scooter für die Zulassung nach StVZO qualifizierbar.

Voraussetzungen für die Straßenzulassung

  • Sie verfügen über eine Lenk- und Haltestange, Bremsen und eine abgenommene Beleuchtungsanlage
  • Maximal 20 km/h Geschwindigkeit
  • Maximal 500 Watt Nennleistung
  • Sie haben eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erhalten

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, darf jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, E-Scooter auch ohne Führerschein fahren.

Laut E-Scooter-Gesetzgebung müssen E-Scooter mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung besitzen. Diese deckt sämtliche Schäden ab, die ein E-Scooter-Fahrer an Dritten verursacht.

Wichtige Sicherheitshinweise

Ein leistungsstarkes Frontlicht mit mindestens 2 bis 5 Watt sorgt dafür, dass Hindernisse rechtzeitig erkannt werden. Richtungswechsel im Stadtverkehr lassen sich mit Blinkern deutlich sicherer anzeigen als mit Handzeichen. Elektronische Wegfahrsperren verhindern das unbefugte Einschalten des Scooters und können oft per App aktiviert oder deaktiviert werden.

Top 5 der E-Scooter mit Straßenzulassung

Diese Tabelle enthält alle wichtigsten E-Scooter, die der StVZO entsprechen. Die Scooter, die wir selbst bereits getestet haben, haben wir mit dem entsprechenden Scootervergleich Siegel-Versehen. Bei unserem E-Scooter-Vergleich haben wir uns deutlich mehr Kriterien angeguckt, als jene, die in der Tabelle aufgeführt sind. In dieser Tabelle haben wir, um sie nicht zu sehr vollzustopfen, nur den Preis, die Nennleistung, die maximale Reichweite, das Gewicht, die Verstellbarkeit des Lenkers sowie Ladezeit aufgeführt. Im Laufe der Zeit werden wir die Tabelle immer wieder mit neuen beliebten Modellen updaten.

ModellPreisNennleistungMaximale ReichweiteGewichtLenker verstellbarLadezeit
ePowerFun ePF-Pulse1.070 - 1.450 Euro500 Watt52 - 104 Kilometer23,5 - 25,2 KiloNein6 - 7 Stunden
Trittbrett Sultan Plus750 EuroUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekannt
Segway Ninebot G3 DUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekannt
Slidefox NTUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekannt
Navee V50i Pro500 EuroUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekanntUnbekannt

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