E-Bike Test: Fokus auf 40 km/h Modelle und mehr

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind aus dem Straßenverkehr kaum noch wegzudenken. Neben den "normalen" E-Bikes bieten vor allem S-Pedelecs das Potential, alltägliche Pendlerstrecken ohne übermäßige körperliche Anstrengung mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren.

Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über E-Bikes, die Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen können. Dabei werden verschiedene Modelle, deren Ausstattung, rechtliche Aspekte und Testergebnisse beleuchtet.

Was sind S-Pedelecs?

S-Pedelecs, erkennbar am kleinen Zulassungskennzeichen, unterstützen Geschwindigkeiten zwischen 40 und 45 km/h. Im Gegensatz zu Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen, unterliegen S-Pedelecs spezifischen gesetzlichen Regelungen.

Unterschiedliche Antriebsarten

Während einige schnelle Pedelecs mit Mittelmotor ausgestattet sind, gibt es auch Modelle mit Heckmotor. Wie sich im Test zeigte, beeinflusst die Art des Antriebs das Fahrverhalten der schnellen E-Bikes deutlich. S-Pedelecs mit Heckmotor beschleunigen in der Ebene stärker und erreichen dort im Test mühelos die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Alle Bikes mit Mittelmotoren beginnen spätestens bei 42 km/h die Motorunterstützung zurückzufahren.

Testberichte und Modelle

Die BikeX-Redaktion testet fortlaufend die aktuelle Modell-Flotte der wichtigsten E-Bike-Hersteller. Der umfassende E-Bike-Test enthüllt die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle und gibt einen klaren Ausblick auf die zukünftigen Trends. Egal, ob E-Mountainbike, E-Trekking-Bike, Stadtrad, E-Gravelbike, E-Klapprad oder Lastenrad!

Im Folgenden werden einige getestete Modelle und ihre Eigenschaften vorgestellt:

  • Fiido C21 (Update 2025): Ein Gravelbike vom chinesischen E-Bike Hersteller Fiido, das eher ein sportliches E-City- oder Trekkingbike mit Gravel-Attitüden ist.
  • Charger3 Mix Touring HS 2022 von Riese & Müller: Belegte den ersten Platz im Test, top ausgestattet, hoher Fahrkomfort und gute Bremsen.
  • X-Speed von Klever: Fiel beim Design positiv auf, zeigte jedoch Schwächen bei der Motorunterstützung.
  • Gazelle Cabby: Das Cabby ist ein riesengroßer Spaß für groß und klein!
  • Rondo Ioon: Die polnische Bike-Manufaktur Rondo hat sich einen Namen in der Gravel-Szene gemacht und zeigt mit dem neuen Ioon jetzt erstmals ein E-Gravelbike mit Fazua-Antrieb.
  • Ridley E-Grifn: Das Ridley E-Grifn ist ein pfeilschnelles und sehr leichtes E-Gravelbike.

Fiido C21 im Detail

Das Fiido C21 ist ein Gravelbike vom chinesischen E-Bike Hersteller Fiido. Es ist in zwei Rahmenvarianten erhältlich, allerdings eher ein sportliches E-City- oder Trekkingbike mit Gravel-Attitüden. Mit einer UVP von nur 1.799 Euro, einer ordentlichen Ausstattung und einem Gewicht von unter 18 kg war es zum Zeitpunkt des Launches schon nicht überteuert. Aktuell ist es jedoch zum absoluten Schnäppchenpreis für nur 999 Euro zu haben.

Das Fiido C21 bringt theoretisch eine ganze Menge smarter Funktionen mit. So kannst du beispielsweise mit der optional erhältlichen Smartwatch das E-Bike entsperren, Fahrten aufzeichnen und Trainingsdaten erfassen.

Angetrieben vom Mivice M080 mit seinen 40 Nm Drehmoment fühlt sich das Fiido C21 beim Fahren nach einem sehr hochwertigen Pedelec an. Denn es ist einfach unheimlich gut abgestimmt. Die Bremsen packen ebenfalls kräftig zu, die Gangwechsel funktionieren mit dem eher unbekannten Schaltwerk direkt und knackig.

Das C21 macht in nahezu jeder Situation unheimlich Spaß, da es für diesen Preis toll ausgestattet und vor allem super abgestimmt ist. Die Verarbeitung ist solide, die Rahmengeometrie stimmig. Das E-Bike hat allerdings viel Potenzial als Alltags- und Abenteuerrad für verhältnismäßig wenig Geld. Aktuell ist es für nur 999 Euro zu haben und kann zudem mit neuen und überarbeiteten Features punkten.

Gesetzliche Regelungen für S-Pedelecs in Deutschland

Rein rechtlich sind S-Pedelecs gar keine Fahrräder. Denn als Kleinkrafträder unterliegen sie ähnlichen Regularien wie Mofas. Hier eine Übersicht der wichtigsten Bestimmungen:

  • Maximale Unterstützung: 4 kW bis maximal 45 km/h.
  • Betriebserlaubnis: Sie ist erforderlich.
  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Sie ist erforderlich und wird mit dem Zulassungskennzeichen dokumentiert.
  • Führerschein: AM.
  • Mindestalter: Seit Juli 2021 ab 15 Jahre. Bis zum 16. Deutschland.
  • Helmpflicht: ja (geeigneter Schutzhelm).
  • Anhänger: Anhänger für Kinder dürfen nicht benutzt werden.
  • Ausstattung gemäß StVZO: Unter anderem Rückspiegel, Dauerlicht, Seitenreflektoren und eine Hupe.

Die Nutzung von Fahrradwegen ist für S-Pedelecs in Deutschland nicht zulässig. Dies gilt auch für Außerortsradwege.

Worauf Sie beim Kauf eines S-Pedelecs achten sollten

Beim Kauf eines E-Bikes mit 45 km/h sollte daran gedacht werden, dass ein Führerschein notwendig ist, eine Helmpflicht besteht und das Fahren nur im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt ist.

Hier sind einige wichtige Tipps für Verbraucher:

  • Der Antrieb sollte nicht verzögert einsetzen und keinen langen Nachlauf haben.
  • Oftmals können die Akkus nicht am S-Pedelec geladen werden. Entnahme so einfach wie möglich gestalten.
  • Die maximale Zuladung sollte sich an der Praxisnutzung der schnellen E-Bikes orientieren (Fahrer 100 kg + Gepäck 25 kg + Eigengewicht des S-Pedelecs).
  • Die Anzahl der Ladezyklen des Akkus liegt im Durchschnitt bei 500-1000.

E-Bike Typen im Vergleich

Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahr­radtyp - vom klassischen Tiefein­steiger bis hin zum Lastenrad - wird mitt­lerweile auch mit Elektromotor angeboten. Hier eine Übersicht:

  • City-E-Bikes: Eignen sich für Arbeitsweg, Einkäufe und gelegentliche Ausflüge.
  • Trekking-E-Bikes: Verbinden Alltagstauglichkeit mit Tourenkomfort.
  • E-Mountainbikes: Sind die perfekten Begleiter für alle, die abseits befestigter Wege unterwegs sein wollen.
  • Light-E-Bikes: Leicht, schlank, unauffällig und trotzdem mit ordentlich Schub.
  • Sport-E-Bikes: Bringen elektrischen Rückenwind in die Off- und Onroad-Welt.
  • E-Gravelbikes: Sportlich, vielseitig und überraschend komfortabel.
  • Klapp-E-Bikes: Kompakt, wendig und überraschend kraftvoll.

Aktuelle E-Bike-Trends

Die E-Bike-Branche entwickelt sich stetig weiter. Hier einige aktuelle Trends:

  • Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor.
  • Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
  • Neue Motoren: Kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe kommen auf den Markt.
  • Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer.
  • Vielfalt für alle: Fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert.

Vergleichstabelle der getesteten S-Pedelecs

Fahrradmodell Note Preis
M1 Sterzing Evolution GT sehr gut 7.948 Euro
Diamant Zouma Supreme+ S sehr gut 6.499 Euro
Riese & Müller Superdelite GT sehr gut 8.748 Euro
Specialized Turbo Vado 6.0 gut 4.799 Euro
Stromer ST3 sehr gut 6.499 Euro

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