Elektrofahrrad Damen 28 Zoll: Test und Vergleich

Immer wieder treffen ab November die neuesten E-Bikes aller Klassen bei Redaktionen und Testern ein. Für die Tester bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres: der E-Bike Test 2025.

Der Große ElektroRad-Test (GERT) 2025

Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, die wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro.

Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland.

Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Die Klasse City-Standard sind klassische „Brot-und-Butter-Räder“, im positivsten Sinne. Sie sind praktische Helfer, vielseitig, komfortabel und vergleichsweise preiswert.

Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.

Bevor Sie sich in die Testbriefe vertiefen: Lesen Sie aufmerksam unsere Beschreibungen zum Testprozedere durch! So ordnen wir etwa jedes Rad danach ein, für welchen Fahrertyp es am besten passt.

IMTEST: City-E-Bike Test

Ob zum Einkaufen, Kindertransport oder Pendeln auf dem Weg zur Arbeit: City-E‑Bikes für Damen und Herren erfreuen sich großer Beliebtheit. Daher hat IMTEST direkt zehn aktuelle Modelle sowohl im Alltag als auch im akkreditierten Labor von Qima getestet.

Die IMTEST-Favoriten

  • Testsieger (mit Federgabel): HoheAcht Grandamo Urbeno
  • Preis-Leistungs-Sieger (mit Federgabel): Kalkhoff Image 5.B Advance+
  • Testsieger (ohne Federgabel): Canyon Precede: ON Comfort 7
  • Preis-Leistung-Sieger (ohne Federgabel): Tenways CGO600 Pro

Weitere Empfehlenswerte City-E-Bikes

  • 3. Platz (mit Federgabel): Stevens E-Brione Luxe 2. Generation
  • 4. Platz (mit Federgabel): Riese & Müller: Culture Touring
  • 2. Platz (ohne Federgabel): BMC 257 AMP AL ONE
  • 3. Platz (ohne Federgabel): Veloretti Electric Two:Ace

Testergebnisse im Detail

Die Darstellung der detaillierten Testergebnisse ist aufgrund von Aktualisierungen oder technischer Anpassungen momentan nicht oder nur eingeschränkt möglich. Dieser Test wurde vollständig oder in Teilen vor dem 1.1.2025 durchgeführt und folgt noch nicht dem IMTEST-Bewertungsverfahren 2025.

Acht der zehn Testkandidaten setzen auf einen sanft und kraftvoll unterstützenden Mittelmotor. Bei den Rädern von Velo de Ville und Riese & Müller Culture touring kommt der neue Antrieb von Bosch, der Performance Line SX mit 55 Newtonmetern zum Einsatz. Ursprünglich für den Einsatz von Sport-E-Bikes konzipiert, setzen ihn Hersteller auch gerne bei City-E-Bikes ein.

Wer jedoch ein City-E-Bike mit höherer Reichweite sucht, findet dieses bei den Testkandidaten von Stevens, Kalkhoff, Hohe Acht, BMC und Canyon. Ebenso ausgestattet mit Mittelmotor, setzen die Hersteller hier auf leistungsstärkere Antriebe samt Akkus. Den Spitzenwert brachte das Rad von Kalkhoff mit 78 Kilometern.

Kaum sichtbar versteckt sich der Motor des X20 von Desiknio in der Hinterradnabe, der Akku ist fest im Unterrohr verbaut. Lediglich das teuerste E-Bike im Testfeld, das Desiknio, enttäuschte mit nur 31 Kilometern Reichweite. Der Grund dafür: Mit seinen 15,5 Kilogramm ist es kaum schwerer als ein normales Fahrrad, entsprechend wenig Platz hat daher der Akku, der schlank im Unterrohr verbaut ist.

Die klassischen City-E-Bikes müssen im Alltag mitunter viel Gepäck sowie den Nachwuchs transportieren. Die E-Bikes von Kalkhoff und HoheAcht können sogar bis zu 170 Kilogramm stemmen. Praktischerweise bieten einige E-Bikes bereits einen Gepäckträger in der Basisausstattung.

Sicherheit

Muss der Fahrer im Stadtverkehr plötzlich bremsen, kann er sich mit allen zehn Rädern sicher fühlen. Denn beim Bremsentest schnitten alle E-Bikes souverän ab. Die Modelle von Riese & Müller, HoheAcht, Kalkhoff und Velo de Ville glänzten sogar mit guten Werten.

Smarte Funktionen

E-Bikes sind mittlerweile mehr als elektrisch unterstützte Fahrräder. Denn in Kombination mit einer App werden sie fast zum smarten Begleiter. Bei allen Testkandidaten ist die Nutzung nicht zwingend zum Fahren vorausgesetzt, sie bietet jedoch hilfreiche Features und Einstellmöglichkeiten.

Mit den Apps von Tenways, Veloretti und Bosch können beispielsweise Touren geplant werden. Die eBike Flow-App von Bosch bietet eine umfangreiche Übersicht und viele Einstellungsmöglichkeiten. Praktisch bei der Bosch-App ist ebenso die Funktion, sein Rad via App zu sperren oder entsperren, um es Langfingern etwas schwieriger zu machen.

Über die Veloretti-App lassen sich sowohl die Unterstützungsstufen feineinstellen als auch die Trittfrequenz der automatischen Gangschaltung. Während die bereits erwähnten Apps von den Motor-Herstellern kommen, bieten Riese & Müller, Tenways, Velo de Ville und Veloretti auch als Hersteller eigene Apps mit ähnlichen Funktionen an.

Fahrgefühl

Ob mit oder ohne App, ein sehr gutes bis gutes Fahrgefühl bieten alle zehn Testkandidaten durchweg auf verschiedenen Bodenbelägen, in Kurven oder bei Steigungen. Die kleinen, feinen Unterschiede liegen im Detail.

Zu einer bequemen und komfortablen Fahrt trägt auch die Wahl des Sattels und der Griffe ungemein bei. Hier haben vor allem Kalkhoff, Canyon und HoheAcht eine gute Wahl betroffen und sich für besonders angenehme und ergonomische Komponenten entschieden. Im Gegensatz dazu stehen die E-Bikes von Tenways, Desiknio und BMC für spritzig, sportliche Fahrten durch die Stadt.

Was zeichnet ein City-E-Bike aus?

Bei den klassischen Modellen ist es auf jeden Fall die gelungene Mischung aus einer bequemen Sitzhaltung, komfortablem Fahrgefühl sowie breiten Reifen wie den beliebten Schwalbe Marathon Plus in 28 Zoll Größe, der konstruktiv auf das höhere Gewicht und das höhere Durchschnittstempo von Elektro-Fahrrädern abgestimm ist. Ein tiefer Einstieg und eine Rahmengeometrie, die eine aufrechte Sitzhaltung bietet.

Zu den klassischen City-E-Bikes gesellen sich die modernen E-Räder, oft auch als „Inkognito-Rad“, leichte E-Bikes oder E-Bikes für Damen und Herren bezeichnet, denen man die elektrische Unterstützung kaum ansieht. In diesem Test sind das beispielsweise die Räder von Desiknio, Tenways oder Veloretti.

Stiftung Warentest: Trekking-E-Bike Test 2024

Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahr­radtyp - vom klassischen Tiefein­steiger bis hin zum Lastenrad - wird mitt­lerweile auch mit Elektromotor angeboten. Elf solcher Trekking-Räder mit integrierten Akkus hat die Stiftung Warentest im E-Bike-Test 2024 geprüft. Die Räder kosten zwischen 1 100 und 4 500 Euro. Gute kosten ab rund 3 200 Euro.

Die 2024 geprüften elf Trekking-E-Bikes im Test sind mit Ketten­schaltung und Scheibenbremsen ausgestattet. Sie haben einen Diamant-Rahmen. Acht der Räder besitzen einen Mittel­motor, der im mittel- und hoch­preisigen Segment Stan­dard ist. Zum Vergleich haben wir drei E-Bikes mit Hinterradmotor ausgewählt.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Wer ein Elektrofahr­rad kaufen möchte, muss oft viel Geld in die Hand nehmen. Deshalb ist es gut, vorher die eigenen Bedürf­nisse zu kennen, um das beste E-Bike für sich zu finden. Im Prüf­labor testeten wir etwa, ob die E-Bikes alle Sicher­heits­anforderungen einhalten und wie gut Akku, Motor und Display spritz­wasser­geschützt sind.

E-Bike-Typen

Die maßgeblichen Kategorien sind:

  • Trekking-E-Bike: Komfort und Reichweite sind wichtig.
  • City-E-Bike: Komfort und Zubehör für die Stadt.
  • SUV/Allroad-E-Bike: Vereint die Vorzüge aller Typen.

Rahmenform

Bei der Form des Rahmens gibt es grundsätzlich drei Formen: Der sogenannte Diamantrahmen mit einem Oberrohr, der Tiefeinsteiger-Rahmen ohne das Oberrohr und der Trapezrahmen als Mischform. Viele E-Bike-Modelle bekommen Sie je nach Wunsch in Diamant- und Tiefeinsteiger-Ausführung, die Unterschiede sind nicht allzu groß und Sie sollten sich danach richten, was für Sie am bequemsten ist.

Motorstärke

Das maximale Drehmoment des Motors in Newtonmeter (Nm) gibt an, wie kraftvoll der Motor ist. Für City-Bikes reichen 65-70 Nm in der Regel aus, mehr Power ist auf flachen asphaltierten Straßen selten nötig. Für Trekking-Bikes sind 75-85 Nm angemessen, so können auch Hügel gut bewältigt werden.

Bremsen & Schaltung

So gut wie alle Trekking-E-Bikes und E-Mountainbikes sind mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet, da diese wegen der höheren Geschwindigkeiten die bessere Wahl sind. Sie stoppen das E-Bike mit der Bremsscheibe an der Radnabe recht bissig und sind zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Bei City-Bikes stehen oft auch hydraulische Felgenbremsen zur Auswahl. Sie sind robust und recht wartungsarm.

ADAC Test: Preiswerte E-Bikes im Vergleich

Getestet hat der ADAC zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Testergebnisse

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Testsieger: Deruiz E-Bike Quartz, 28 Zoll Trekking Elektrofahrrad.

Defizite

  • Reichweite zu kurz, Ladedauer zu lang

Empfehlungen für den Kauf

  • Die Akku-Reichweite sollte bei wenigstens 50 Kilometern liegen.
  • Das Laden des Akkus sollte nicht länger als etwa dreieinhalb Stunden dauern.
  • Zulässiges Gesamtgewicht immer prüfen.
  • Die Beleuchtung muss der StVZO entsprechen und darf nicht blenden.
  • Beim Radfahren Helm tragen, auch wenn dazu bei E-Bikes keine Pflicht besteht.

Beispiele für E-Bike Modelle

Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ ABS 2025

Ein E-Trekkingrad mit Bosch CX-Motor, 625 Wh Akku und 10-Gang Shimano Deore Schaltung. Die hydraulischen Magura MTC ABS-Scheibenbremsen vorne und hinten bieten ein integriertes Anti-Blockier-System.

KTM Macina Gran 610 2024

Nutzt den Bosch Performance Line CX Motor mit Smart System und 85 Nm Drehmoment. Der Akku hat 625 Wh und ist im Rahmen integriert. Die Schaltung ist eine Shimano Alivio mit neun Gängen.

Maxtron MT-11

Ein einfach ausgestattetes E-Trekkingrad mit Heckmotor. Es nutzt einen bürstenlosen ShengYi-Nabenmotor mit 250 Watt Leistung und 30 Newtonmetern Drehmoment, gespeist von einem integrierten Lithium-Ionen-Akku mit 360 Wh Kapazität.

Preisspanne für E-Bikes

Für ein gutes E-Bike mit Qualitäts-Motor und hoher Haltbarkeit müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro ausgeben. Nach oben hin ist die Preisspanne offen, viele Top-Empfehlungen liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro. Dies variiert jedoch je nach E-Bike-Typ.

E-Bike Modelle im Vergleich

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Fahren Sicherheit und Haltbarkeit Antriebssystem und Motor Handhabung Schadstoffe in den Griffen und Sattel
Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad 1399 2,5 2,2 1,8 3,2 3,0 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 2,6 2,6 2,3 2,6 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.21 1599 2,8 2,6 2,6 3,6 2,3 1,0
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 2,3 3,0 3,7 3,2 2,5
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 2,7 3,3 3,5 2,6 2,5
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 2,5 2,7 3,9 2,8 2,5
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 2,7 3,0 4,4 2,9 2,5

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