Seniorenfahrrad Test: Sicher und Mobil im Alter

Sport ist Mord? Im Gegenteil! Körperliche Betätigung sorgt nachweislich dafür, dass man auch mit den Jahren fit und gesund bleibt. Gerade das Seniorenfahrrad lässt sich dabei besonders gut in den Alltag integrieren, ermöglicht eine Vielzahl von Aktivitäten und schafft so eine hohe Lebensqualität. Lesen Sie hier, welche Vorteile das Radfahren im Alter hat und worauf Sie beim Radeln achten sollten.

Vorteile des Radfahrens im Alter

Beim Radeln ist man vielseitig gefragt: Treten, Lenken, abbiegen, auf Autos und andere Verkehrsteilnehmer achten und so weiter und so weiter. Viele altersbedingte Beschwerden können so gut angegangen werden. Durch das Radfahren werden Muskeln aufgebaut und die Koordinationsfähigkeit trainiert, so sinkt z.B. das Risiko für Stürze und Unfälle. Radfahren im Alter kann also dazu beitragen, dass Sie Ihren Lebensabend noch lange genießen können.

Einfach mal mit dem Seniorenfahrrad Einkaufen oder zu Terminen fahren statt immer mit dem Auto - der Umstieg aufs Radfahren zeigt schon bei kleinen Strecken große Effekte bei Senioren. Wer als Verkehrsteilnehmer täglich 10 Minuten auf dem Drahtesel sitzt, kräftigt die Muskeln und steigert seine Durchblutung. Bei erhöhter Leistung steigen auch die positiven Auswirkungen. Ab 20 Minuten täglich Radfahren wird das Immunsystem gestärkt und nach 50 Minuten wird auch der Stoffwechsel angeregt. Außerdem werden beim Radfahren die Gelenke geschont. Durch die sanfte und regelmäßige Bewegung des Pedaltretens verringert es den Knorpelabbau.

Neben der Reaktionsfähigkeit und einem gesunden Herzen wirkt sich Radfahren im Alter besonders positiv aus in Bezug auf die 4 „K“: Kondition, Koordination, Kreislauf und Knochen. Fest steht: Wer Radfahren im Alter betreibt, stärkt nicht nur körperliche und kognitive Fähigkeiten, sondern schont auch die Umwelt.

Dabei bleibt Ihnen natürlich frei gestellt, ob Sie feste Trainingszeiten machen wollen oder ob Sie die sportliche Betätigung in ihre alltägliche Routine mit einbauen. Noch ein Tipp: Wenn Sie lieber mit anderen zusammen sporteln oder einen extra Antrieb benötigen, um sich aufzuraffen, erkunden Sie sich nach regelmäßigen Hobby- und Trainingsgruppen.

Sicherheitstipps für Senioren beim Radfahren

Bevor Sie sich aufs Seniorenrad schwingen und möglicherweise bereits eine große Tour planen, sollten Sie einige Dinge beachten, so dass Sie im Straßenverkehr sicher auf dem Fahrrad unterwegs sind. Damit ihre körperliche Fitness gestärkt werden kann, muss zunächst festgestellt werden, wie es um Sie bestellt ist. Dafür empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und regelmäßig einen Gesundheitscheck durchzuführen. Hierbei werden Ihr Hör- und Sehvermögen, sowie Ihre Ausdauer in einem Belastungs-EKG überprüft. Sofern es nach der Untersuchung keine größeren Bedenken gibt, kann es theoretisch auch schon losgehen. Sind Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt, so kann ein Mobilitätstraining dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Gerade im Alter ist bei Unfällen jedoch Vorsicht geboten. Knochen brechen leichter und die Koordinations- und Gleichgewichtssinne lassen nach, was im Straßenverkehr gefährlich werden kann.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Balance: Um das Unfallrisiko zu verringern, ist es wichtig, dass Sie das Gleichgewicht halten können. Am schnellsten überprüfen Sie dies, indem Sie sich für einige Sekunden auf ein Bein stellen. Sollten dabei Schwierigkeiten auftreten, sollten Sie evtl. auf ein Elektro Dreirad umsteigen.

Achten Sie deshalb auf Ihre Sicherheit und tragen Sie immer einen Helm, wenn Sie mit ihrem Seniorenfahrrad unterwegs sind. Dieser sollte perfekt passen.

Platzieren Sie die Einkaufstasche lieber in einem Korb oder in einer Fahrradtasche.

(Falls sie ein Hörgerät oder eine Brille benötigen) Gerade im Stadtverkehr muss manchmal schnell reagiert werden. Lassen Sie sich regelmäßig von einem Augen- und Ohrenarzt untersuchen, ob alle Ihre Sinne noch einwandfrei funktionieren oder ob Sie auf eine Hilfe zurückgreifen müssen.

Wer gesehen werden will, trägt besser helle als dunkle Kleidung. Außerdem ist es wichtig, dass Sie festes Schuhwerk tragen, um sicher im Pedal zu sein.

Nicht nur Sie selbst, auch die Fitness Ihres Rads sollte gewährleistet sein.

Um sich selbst den stressigen Verkehr zu sparen, sollten Sie bevorzugt auf Radwegen fahren.

Um wirklich sicher zu gehen, dass Sie für das Radfahren im Alter fit genug sind, können Sie vielerorts auf dafür angelegten Übungsplätzen vorbeischauen.

  • Tragen Sie einen Helm: Dass der Kopf geschützt werden muss, ist wohl jedem klar. Was bei Jugendlichen ggf. eine Gehirnerschütterung hervorruft, kann im höheren Alter schwerwiegendere Folgen verursachen.
  • Taschen nicht am Lenker:
  • Hörgerät und Brille tragen:
  • Adäquate Kleidung:
  • Rad überprüfen:
  • Radwege nutzen:
  • Fahrradsicherheitstraining:

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads ist nicht immer einfach. Je nach persönlicher körperlicher Verfassung und Nutzung kommen verschiedene Seniorenrad Modelle in Frage. Die Auswahl ist dabei groß. Es finden sich Pedelecs, Dreirad für Erwachsene, Elektro Dreirad und normale Seniorenräder mit einem tiefen Einstieg. Wir haben deshalb einen Seniorenfahrrad Vergleich verschiedener geeigneter Modelle, welche selbstverständlich StVO-konform sind, für Sie zusammengestellt.

Zunächst muss gesagt werden, dass das EINE Seniorenrad so per se nicht existiert. Es gibt allerdings verschiedene Modelle, die speziell auf das Radfahren im Alter abgestimmt sind. Eine Übersicht können Sie sich in unserem Seniorenfahrrad Vergleich machen, dabei wurden Tiefeinsteiger Fahrräder, E-Bikes Tiefeinsteiger, Dreiräder für Erwachsene und das Elektro Dreiräder verglichen. Komfort und Sicherheit stehen dabei im besonderen Fokus eines solchen Seniorenrads. Außerdem sollte ein Seniorenfahrrad eine bestimmte Ausstattung aufweisen - es sollte auf jeden Fall StVo-tauglich sein, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Außerdem empfiehlt es sich, ein Fahrrad mit breiten Rädern und Rücktrittsbremse zu kaufen, um die Sicherheit zu steigen.

Darüber hinaus ist der Sattel eher hinten und die Pedalen vorne anzubringen. So gestaltet sich das Aufsteigen auf das Seniorenrad besonders einfach. Bei längeren Touren kann es zudem schon einmal unbequem werden. Für eine besonders bequeme und trotzdem schnelle Fortbewegung setzen viele Menschen beim Kauf eines Seniorenrades auf zusätzliche elektrische Unterstützung. Bei sogenannten Pedelecs, auch E-Bike oder Elektrofahrrad genannt, wird der Fahrradfahrer nur dann von einem Elektroantrieb unterstützt, wenn er gleichzeitig die Pedalen tritt. Der Motor kann bei anstrengenden Anfahrten angeschaltet werden und bei ebenen Strecken ausgeschaltet werden. Diese Anschaffungen sind aber häufig recht teuer.

Verschiedene Modelle im Überblick

Wie im Seniorenfahrrad Test ersichtlich, gibt es viele verschiedene Räder, die für Senioren geeignet sind. Je nach körperlicher Fähigkeit, Beeinträchtigung und Bedürfnissen mit den Jahren kommen unterschiedliche Seniorenräder für Sie in Frage. Hier haben wir einmal die verschiedenen Seniorenfahrräder aus dem Seniorenrad Test aufgelistet und uns deren Vorzüge und Nachteile näher angesehen.

Tiefeinsteiger Fahrrad

Die erste Wahl für ältere Menschen, die noch fit unterwegs sind und auf ein Fahrrad ohne elektrische Hilfe zurückgreifen möchten, ist ein Tiefeinsteiger Fahrrad. Da dieses einen besonders tiefen Einstieg ermöglicht, fällt das Auf- und Absteigen leicht und auch beim Stoppen kommen Sie ganz einfach und schnell mit den Füßen an den Boden und verhindern so ein mögliches Stürzen. Tiefeinsteiger Fahrräder sind vor allem für kürzere, nicht zu anstrengende und steile Strecken in der Stadt oder auf Radwegen geeignet. So können Sie mit dem Tiefeinsteiger Fahrrad Einkäufe und Besorgungen tätigen, kleinere Ausflüge und Besuche machen und sind stets gemütlich und unkompliziert mobil. Für anstrengendere Etappen abseits von befestigten Wegen oder für längere Fahrradtouren sind jedoch eher andere Seniorenfahrräder geeignet.

Tiefeinsteiger E-Bike

Sie sind gerne noch viel mit dem Fahrrad unterwegs, schrecken jedoch vor längeren Fahrradtouren zurück und haben auch manchmal steilere Abschnitte vor sich? Dann ist eher ein Tiefeinsteiger E-Bike für Sie geeignet. Auch bei Tiefeinsteiger E-Bikes kommt Senioren der tiefe Einstieg des Fahrrads zugute. Zusätzlich können Sie auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, falls Ihnen das Fahrradfahren zu beschwerlich wird. So können mühelos anstrengende, steile oder längere Strecken überwunden werden, und Sie können mit einem Tiefeinsteiger E-Bike auch bei Tagestouren und Outdoor Trips mitfahren. Sie sollten den Elektroantrieb aber nur dann benutzen, wenn er auch wirklich benötigt wird. Denn aufgepasst: Der E-Bike Tiefeinsteiger Akku muss stets vor Fahrtbeginn vollständig aufgeladen werden und hat auch nur eine bestimmte Reichweite und Leistung.

Dreirad für Erwachsene

Senioren, die Probleme mit dem Gleichgewicht haben, können auf ein Erwachsenendreirad zurückgreifen. Durch seine 3 Reifen ist es besonders stabil und kippt auch beim Stehenbleiben nicht um. Auch hier zeigt sich ein tiefer Einstieg als seniorenfreundlich. Somit ist das Dreirad für Erwachsene vor allem für kürzere und ebene Strecken in der Stadt oder auf befestigten Wegen geeignet. Außerdem ist eine ideale Einkaufshilfe, da bei den Dreirädern für Erwachsene jeweils vorne und hinten Körbe angebracht sind, mit denen man leicht und unkompliziert diverse Gegenstände transportieren kann. Für längere und anstrengendere Strecken mit Steigungen und unebenen Straßen ist ein Dreirad für Erwachsene jedoch nicht geeignet. Außerdem sind der größere Wendekreis und die ausladenden, sperrigen Maße gewöhnungsbedürftig.

Elektro Dreirad

Das Elektro Dreirad bietet sich ebenfalls für Senioren mit Gleichgewichtsproblemen an, die jedoch längere, anstrengendere Strecken oder Fahrradausflüge vorhaben. Die großen Körbe bieten dabei extra Stauraum für Tagestouren. Auch das Elektro Dreirad für Erwachsene bietet Stütze und Halt, ist sturzsicher und durch seinen tiefen Einstieg seniorengerecht. Sie können auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, wenn Ihnen das Fahrradfahren im Alter zu anstrengend wird.

Bei Rückenproblemen bietet sich das sogenannte Sessel Dreirad an. Statt einer Sitzfläche ist dieses Rad mit einer Rückenlehne ausgestattet, sodass man liegend fährt. Dadurch wird eine stabile Sitzposition und ein rückenschonendes Fahren garantiert. Diese Fahrweise ist jedoch gewöhnungsbedürftig und muss geübt werden. Für Personen mit Fußhebe-Problemen ist das Sessel Dreirad eher nicht geeignet. Für Senioren bis ins hohe Alter ist das Sessel-Dreirad auch gut geeignet, denn es kann nicht umfallen und bietet genug Platz im Korb für Einkäufe.

Balance E-Bike

Gehören Sie zu den Menschen, die besonders Probleme haben mit ihrem Gleichgewicht oder Ihrer Balance? Das Balance E-Bike ist extra dafür konstruiert worden. Die Besonderheit: Sitzhöhe, Sitzneigung und Abstand zwischen Sattel und Lenker sind einzeln verstellbar. So können Sie die für Sie ideale Höhe und Neigung einstellen.

Elektro-Faltrad

Sind Sie viel mit Fahrrad und Bahn oder Bus unterwegs, so empfiehlt sich ein Elektro-Faltrad. Dieses hat den Vorteil, dass es schnell und einfach zusammenklappbar ist und so unkompliziert in Bahn, Bus oder mit dem Auto transportier werden kann. Außerdem sind Sattel und Lenker individuell einstellbar.

Weitere E-Bike Empfehlungen für Senioren

E-Bikes können gerade älteren Menschen und all jenen mit körperlichen Einschränkungen noch einmal ein völlig neues Lebensgefühl geben, denn sie bieten die Möglichkeit, bis ins hohe Alter mobil zu bleiben - und das ganz eigenständig. E-Bikes bieten älteren Menschen dank der elektrischen Unterstützung eine wunderbare Möglichkeit länger mobil zu bleiben und sich körperlich fit zu halten. Um das passende Fahrrad zu finden, gilt es ein paar wichtige Kriterien zu beachten, damit es für die Altersgruppe gut geeignet ist und eine sichere Fortbewegung bietet. Hier bieten die City E-Bikes eine breite Auswahl an geeigneten Modellen.

Tern NBD S5i

Das Tern NBD S5i gehört zu den Kompakt-E-Bikes und bietet einen sehr tiefen und breiten Einstieg. Die Bauweise bedingt zudem einen tiefen Rad-Schwerpunkt sowie eine sehr aufrechte Sitzhaltung. Beides soll für ein sicheres Fahren sorgen. Laut Tern ist das E-Bike für Personen von 1,47 Meter bis 1,90 Meter ausgelegt. Angetrieben wird es von einem Motor der Bosch Performance Line, der mit einem 500 Wattstunden-Akku kombiniert ist. Eine fünf Gang Nabenschaltung hilft bei der Feinabstimmung beim Treten. Das E-Bike kommt zudem mit einer festinstallierten Lichtanlage, hydraulischen Scheibenbremsen und einem Gepäckträger, der bis zu 27 Kilogramm Last aufnehmen können soll. Der Preis liegt bei 3.999 Euro.

Centurion Easy R900i EP1

Das Easy R700i von Centurion überzeugt besonders durch seinen tief gezogenen, breiten Durchstieg, der Senioren ein sicheres und bequemes Auf- und Absteigen ermöglicht. Der starke Bosch Performance Line CX Motor und der große 625-Wattstunden-Akku bieten kraftvolle Unterstützung auch bei längeren Ausflügen. Mit ergonomischen Griffen, einem komfortablen Sattel und stabilen Schwalbe-Reifen ist für hohen Fahrkomfort und gute Stoßdämpfung gesorgt. Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen helle LED-Lichter, ein hochwertiges Bremssystem von Shimano und ein stabiles Rahmenschloss von Abus. Außerdem lassen sich Lenker und Vorbau individuell anpassen, sodass eine angenehme, aufrechte Sitzposition garantiert ist. Der Preis für das Centurion Easy R900i EP1 liegt bei 4.199 Euro.

Kalkhoff Image 5+ Advance ABS

Das Kalkhoff Image 5+ Advance ABS ist unter anderem dank seines Wave-Rahmens ein besonders seniorenfreundliches E-Bike, das vor allem durch sein hohes Maß an Sicherheit überzeugt. Das integrierte Bosch eBike ABS-System sorgt dafür, dass auch bei plötzlichen Bremsmanövern maximale Kontrolle gewährleistet ist - ein großer Vorteil für sicheres Fahren im Stadtverkehr und auf längeren Ausflügen. Die aufrechte Sitzposition, die gefederte Sattelstütze und der komfortable Sattel bieten ein sehr angenehmes Fahrgefühl, auch auf unebenen Wegen. Dank des wartungsarmen Riemenantriebs und der praktischen Schiebehilfe wird das Radfahren zusätzlich erleichtert, insbesondere bei Steigungen oder im Alltag. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch helle Beleuchtung mit Bremslicht-Funktion, rutschfeste Pedale und einen stabilen Rahmen, der zusammen mit dem leistungsstarken Motor und einer Traglast von bis zu 170 kg für Sicherheit, Komfort und Zuverlässigkeit sorgt. Wahlweise ist das Kalkhoff-E-Bike auch mit einem Diamant-Rahmen verfügbar, es stehen mehrere Rahmengrößen zur Auswahl. Der Preis liegt bei 5199 Euro.

Gazelle Easyflow C7

Das Gazelle Easyflow C7 ist ein besonders komfortables E-Bike für entspannte Fahrten in der Stadt und durch die Natur, mit einem tiefen Einstieg für leichtes Auf- und Absteigen. Der aufrechte Sitz, der weiche Sattel, breite Schwalbe Big Ben Plus Reifen und ergonomische Griffe sorgen für hohen Fahrkomfort und gute Federung. Der leistungsstarke Shimano-Akku ist wahlweise mit 418 Wattstunden (Wh), 504 Wh oder 630 Wh erhältlich, lässt sich einfach entnehmen und bietet dank intelligentem Managementsystem eine hohe Reichweite. Ein weiterer Vorteil ist die Geometrie, die es erlaubt, sogar im Stand bequem beide Füße auf den Boden zu stellen. Der UVP liegt bei 3.199 Euro.

Pfautec Scoobo: Das E-Bike mit drei Rädern

Mit pfautec gibt es einen Anbieter, der sich auf dreirädrige E-Bikes spezialisiert hat. Die meisten Modelle haben dabei zwei Räder hinten und eins vorne. Der große Vorteil: Der Fahrer kann im Stand auf dem Rad sitzen bleiben. Andersrum sind dreirädrige E-Bikes alles andere als schlank, sodass man vor dem Kauf überlegen muss, wo man es gegebenenfalls zu Hause parken kann. Um das Modell Scoobo anzutreiben, setzt pfautec auf den Bosch Active Line Plus Motor, einen 500 Wattstunden-starken Akku und einer 7-Gang-Nabenschaltung. Mit diesem Setup soll selbst dieses wuchtige Gefährt mühelos gefahren werden können. Darüber hinaus bringen LED-Scheinwerfer und das LED-Rücklicht erhöhte Sichtbarkeit. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind mit einer Feststellfunktion ausgestattet. Mit einem Preis ab 6.199 Euro ist ein solches E-Bike deutlich teurer als ein Kompakt- oder City-E-Bike, kann dank der Ladeoptionen für Einkäufe aber fast vollständig ein Auto ersetzen.

Checkliste für den E-Bike Kauf für Senioren

E-Bikes für Senioren müssen zu deren körperlicher Voraussetzungen passen und mit Bedacht ausgewählt werden. Folgende Checkliste sollte daher jeder für sich vor dem Kauf durchgehen.

  • Rahmenform: Oft fällt älteren Menschen die Handhabung mit einem E-Bike leichter, das einen tiefen Einstieg, also einen sogenannten Wave-Rahmen, hat.
  • Fahrrad-Typ: Als Fahrrad-Typ eignen sich sowohl City-, Trekking- als auch die beliebten Kompakt-E-Bikes. Letztere sind aufgrund ihrer Größe oft leichter und insgesamt einfacher in der Handhabung. Je nach motorischer Einschränkung bieten einige Hersteller auch E-Bikes mit drei Rädern an.
  • Gewicht: Ganz klar, E-Bikes sind aufgrund ihres Akkus und Motors schwerer als Bio-Bikes. Dennoch gibt es Unterschiede. Denn je größer der Akku, umso höher die Reichweite, aber desto schwerer das Rad. Daher sollte man überlegen, welche Strecken man zurücklegen möchte und ob gegebenenfalls ein E-Bike mit einem nicht ganz so großen Akku ausreicht.
  • Ergonomie: Ein angenehmer Sattel, eine gute Auflagefläche bei den Griffen und eine aufrechte Sitzhaltung. Das E-Bike sollte so geschnitten sein, dass sich der Best-Ager wohlfühlt, die Hände nicht einschlafen oder andere Körperteile schmerzen. Sattel, Sattelhöhe und Lenkergriffe lassen sich bei Bedarf schnell tauschen und anpassen. Bei der Probefahrt muss der Fahrer einfach ein gutes Gefühl bekommen.
  • Unkomplizierte Bedienung: Ein E-Bike bringt eine gewisse Technik mit sich und eine Einweisung der verschiedenen Funktionen sollte beim Kauf erfolgen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Display gut ablesbar ist. Mitunter macht es auch Sinn, sein E-Bike mit der entsprechenden App zu koppeln. Aber, einmal eingerichtet, muss man eigentlich kaum etwas mit der App machen und der Fahrer kann sich darauf konzentrieren, die Unterstützungsstufen kennenzulernen und entsprechend zu nutzen. Insgesamt wird der Best-Ager vermutlich die meiste Freude an seinem Rad haben, wenn er es großteils intuitiv bedienen kann.
  • Gepäckoptionen: Wer mit dem E-Bike seine Einkäufe erledigen möchte, sollte darauf achten, dass beispielsweise ein Gepäckträger vorhanden ist. Befestigt man rechts und links eine Tasche, sollte man stets auf eine ausgeglichene Gewichtsverteilung achten.
  • Unterschiede zum Bio-Bike kennenlernen: Durch die höhere Geschwindigkeit und das höhere Gewicht des Fahrrads verändert sich der Bremsweg. Daher sollte man sich erst mit seinem neuen Rad auf einem Privatgrundstück oder einer wenig befahrenen Straße vertraut machen und auch mal eine Vollbremsung üben, bevor man sich in den Großstadtverkehr traut. Mitunter macht auch ein E-Bike-Kurs Sinn, den man zum Beispiel beim ADFC buchen kann. Dieser kostet nicht viel und kann einfach nachgerüstet werden.
  • Helm: Gerade für Senioren ist es oft ungewohnt, einen Helm zu tragen. Dieser sollte jedoch zur festen Ausstattung gehören, wenn man sich auf’s Rad schwingt.

ADAC Test: Preiswerte E-Bikes im Vergleich

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Testergebnisse im Detail

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Die Top-Modelle im Test:

  • Deruiz E-Bike Quartz: Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern und angenehmer Ergonomie überzeugte dieses E-Bike im Test.
  • Fischer E-Bike Cita 2.2i: Dieses Pedelec punktete vor allem durch sein gutes Antriebssystem und eine angenehm aufrechte Sitzposition.

Die mangelhaften Modelle:

  • Heybike EC 1-ST: Fiel negativ durch eine geringe Reichweite auf.
  • Mokwheel: Wurde aufgrund von Schadstoffen in den Griffen und im Sattel mangelhaft bewertet.

Schadstoffe:

Bei einigen Pedelecs wurde der Schadstoff Naphthalin in den Griffen und im Sattel gefunden. Zudem wurde der Weichmacher DEHP in den Griffen bei dem Pedelec von Mokwheel und im Sattel beim Pedelec von Grundig gefunden.

Tabelle der getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Fahren Sicherheit und Haltbarkeit Antriebssystem und Motor Handhabung Schadstoffe in den Griffen und Sattel
Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad 1399 2,5 2,2 1,8 3,2 3,0 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 2,6 2,6 2,3 2,6 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 1599 2,8 2,6 2,6 3,6 2,3 1,0
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 2,3 3,0 3,7 3,2 2,5
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 2,7 3,3 3,5 2,6 2,5
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 2,5 2,7 3,9 2,8 2,5
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 2,7 3,0 4,4 2,9 2,5
Heybike EC 1-ST 1195 - - - - - -

Hinweis: Die Tabelle zeigt eine Auswahl der im ADAC Test untersuchten Modelle. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie auf der ADAC Webseite.

Fazit

Fitness, Bewegung und Mobilität sind gerade im Alter Themen, mit denen Sie sich immer wieder befassen müssen. Wie keine zweite Tätigkeit vereint das Fahrradfahren im Alter dabei nicht nur praktische, sondern vor allem ein sportliches und lebenserfüllendes Training. Damit Sie dieses positive Hobby möglichst sicher und am Besten jahrelang ausführen können, gibt es verschiedene Hilfestellungen. Abhängig von Anspruch, Alter, Körper und Art der Fortbewegung können Sie dabei auf verschiedene Modelle zurückgreifen, die sich als Seniorenrad eignen. Im Seniorenfahrrad Vergleich finden Sie eine Übersicht der besten Seniorenräder wie das Tiefeinsteiger Fahrrad, das E-Bike Tiefeinsteiger, das Dreirad für Erwachsene und das Elektro Dreirad.

Senior zu sein bedeutet nicht, passiv zu sein. E-Bikes sind in der Tat ideal für ältere Radfahrer. Die ideale Wahl für das tägliche Pendeln, Einkaufen oder Stadtfahrten.

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