Günstige E-Bikes im Test: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein E-Bike als umweltfreundliche Alternative zum Auto. Doch E-Bikes sind kein günstiger Spaß. Wer sich ein Pedelec kauft, will möglichst viel fürs Geld bekommen. Hier finden Sie unsere E-Bike-Preis-Leistungs-Testsieger.

Der E-Bike-Test 2025: Was ist neu?

Immer wieder ab November trudeln sie ein in unserer Redaktion und bei unseren Testern: die neuesten E-Bikes aller Klassen. Für uns Tester - in diesem Jahr die ElektroRad-Redakteure Tobias Jochims und Stephan Kümmel, sowie zurück im ElektroRad-Team unser neuer/alter Test- und Technikleiter Georg Zeppin - bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres: der E-Bike Test 2025. Mehr als 120 Parameter umfasst unser Testschema. Das ist übrigens komplett neu.

Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, unsere wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Zwar haben wir es in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Zuletzt aber passten die Kategorien, die Bewertungsvorgaben und somit die Endergebnisse nicht mehr genau. Eine klare Differenzierung war vonnöten. Die haben wir jetzt geschaffen, und gleich die neue Unterkategorie Trekking-Light eingeführt.

Technische Neuerungen im Jahrgang 2025

Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung. Gleich eine ganze Reihe an Testrädern im Großen ElektroRad-Test (GERT) 2025 sind mit den intelligenten Getrieben ausgestattet.

Preisentwicklung und Fokus der Hersteller

Vor den jüngsten Rabattschlachten lag eine Phase, in der es preislich bei E-Bikes ausschließlich steil nach oben ging. Während der Pandemie waren viele von uns bereit, fast alles für ein Top-E-Bike hinzublättern. Und genau diese hochpreisigen Räder fanden sich folgerichtig im Großen ElektroRad-Test. Diese Zeiten sind vorbei. Das schlägt sich inzwischen auch bei den Herstellern nieder und wird entsprechend in unserem Test gespiegelt.

Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro. Das ist viel Geld. Doch genau hier bekommen Sie die attraktivste Mischung aus hochwertigen und innovativen Komponenten an clever zusammengestellten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimierten Bikes.

E-Bike-Kategorien im Test

Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Dieses Konzept lockt zahlreiche Pendler, Tourenfahrer und sogar Radreisende an.

Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland. Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV. Geländegängig, kraftvoll, aber oft eben auch schwer. So präsentieren sich die offroadtauglichen Tourenräder.

Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Diese Klasse ist noch einmal deutlich vielseitiger als die Trekking-Kategorie. Sie sind praktische Helfer, vielseitig, komfortabel und vergleichsweise preiswert. Urbanbikes sind oft etwas leichter und wendiger als die Standard-Modelle. Kompakträder punkten vor allem durch ihr unnachahmliches Handling, sind aber auch extrem vielseitig.

Im Sport-Segment tummeln sich vor allem Mountain- und Gravelbikes. Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.

E-Bike-Preis-Leistungs-Testsieger: Unsere Empfehlungen

Sie suchen ein gutes Trekking-E-Bike oder Touren-SUV-E-Bike zum fairen Preis? Oder ist Ihnen ein starkes E-Fully wichtiger? Vielleicht brauchen Sie ein komfortables City-E-Bike oder ein tüchtiges E-Lastenfahrrad? Für all diese Kaufgesuche haben wir hier konkrete Kauftipps.

Haibike Trekking 7: Vielseitiges E-Trekkingbike

Vielseitiges E-Trekkingbike mit kraftvollem Bosch-Motor, großem Akku, Bosch Kiox 500 Display und hochwertigen Shimano-Komponenten. Mit dem Trekking 7 hat die beliebte deutsche Fahrradmarke Haibike ein E-Trekkingrad im Portfolio, das sich sowohl im täglichen Einsatz als auch auf längeren Ausfahrten bewährt. Herzstück ist der neue Bosch Performance Line CX Motor der 5. Generation, der mit satten 85 Nm Drehmoment für kräftige Unterstützung sorgt. Für präzise Gangwechsel sorgt eine Shimano Cues 11-Gang-Schaltung, während hydraulische Shimano MT410 Scheibenbremsen zuverlässige Verzögerung liefern dürften. Unebenes Gelände sollte die SR Suntour Mobie34 DS Federgabel mit 100 mm Federweg gut ausgleichen.

Allegro City Plus ACL°02: Komfortables City-E-Bike

Gelungene Wahl für komfortbewusste Stadtfahrer - solide ausgestattet, zuverlässig motorisiert und in frischem Design. Mit USB-Anschluss, z.B. Das City Plus ACL°02 stammt vom traditionsreichen Schweizer Hersteller Allegro und richtet sich an alle, die ein bequemes E-Bike für Stadtfahrten suchen. Auf- und Absteigen dürfte dank des tiefen Einstiegs einfach gelingen. Eine aufrechte und damit entspannte Sitzhaltung sorgt zusätzlich für Fahrkomfort im Stadtverkehr. Angetrieben wird das Bike vom Bosch Active Line Mittelmotor mit 250 Watt Leistung und 40 Nm Drehmoment. Den Strom liefert ein Bosch PowerPack mit 400 Wh, das eine Reichweite von rund 80 Kilometern ermöglichen soll.

Bulls Copperhead EVO 2 29: Tüchtiges E-Mountainbike-Hardtail

Mächtiger Bosch-Motor und großer Akku machen das Bulls zu einem tüchtigen Kandidaten auf der Straße und auf unbefestigter Piste. Das Bulls Copperhead EVO 2 29 ist ein solides E-Mountainbike-Hardtail, das besonders für sportliche Touren und gelegentliche Trail-Ausflüge ausgelegt ist. Mit dem Bosch Performance Line CX Motor (Smart System) bietet es ein Drehmoment von satten 85 Nm und damit eine kräftige Unterstützung, auch bei steileren Passagen. Der integrierte 750-Wh-Akku sorgt für eine ordentliche Reichweite - je nach Fahrweise reicht das locker für längere Tagestouren.

Cube Stereo Hybrid 140 HPC SLX 750: Leistungsstarkes E-Bike Fully

Leistungsstarkes E-Bike Fully, ideal für längere Touren und bergige Strecken. Das Cube Stereo Hybrid 140 HPC SLX 750 ist ein vollgefedertes E-Mountainbike mit reichlich Power für lange Touren und bergige Strecken. Herzstück ist der Bosch Performance Line CX Motor mit 85 Nm Drehmoment - kraftvoll genug für steile Anstiege. Die 750-Wh-Batterie liefert ausreichend Energie, um laut Hersteller - je nach Gelände und Unterstützungsstufe - Reichweiten zwischen 48 und 257 Kilometern zu erreichen. Für die Federung sorgt vorne eine Fox 34 Float Rhythm Gabel, hinten arbeitet ein Fox Float DPS Performance Dämpfer.

BTWIN R500E Longtail V2: Preiswerter Packesel von Decathlon

Preiswerter Packesel von Decathlon im kompakten Design, viel Tragekraft und jede Menge optionalem Zubehör. Das BTWIN R500E Longtail V2 von Decathlon ist ein vielseitiges E-Lastenrad für die Stadt. Mit einer maximalen Zuladung von 170 kg, einschließlich bis zu 80 kg auf dem hinteren Gepäckträger, bietet es ausreichend Kapazität für den Transport von Kindern, Einkäufen oder anderen Lasten. Selbst wiegt das E-Lastenrad 38 Kilogramm.

Was kostet ein gutes E-Bike?

Bei den Preisen für E-Bikes kommt es vor allem auf die Komponenten an. Ja, es gibt Pedelecs unter 1.000 Euro, sie sind jedoch oft mit schwächeren Motoren ausgestattet, die weniger Leistung bieten und mit denen Sie besser nicht in die Berge fahren. Zudem verfügen Billig-E-Bikes über kleinere Akkus, die eine kürzere Reichweite haben, und andere Einschränkungen wie weniger robuste Rahmen und billige Komponenten.

Hochwertige Markenmodelle unter 2.000 Euro sind selten. Diese E-Bikes bieten in der Regel leistungsstärkere Motoren, die eine bessere Unterstützung beim Fahren bieten und auch bei anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Die Akkus haben eine größere Kapazität, was längere Fahrten ohne häufiges Aufladen ermöglicht. Außerdem sind die Rahmen stabiler und die Komponenten hochwertiger, was die Haltbarkeit und die Fahrqualität verbessert.

Für ein gutes E-Bike mit einem leistungsstarken Motor und hoher Haltbarkeit müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro ausgeben. Diese Modelle sind oft mit neueren Motoren ausgestattet, die Akkus haben eine höhere Energiedichte und ermöglichen lange Fahrten. Die Rahmen sind aus hochwertigen Materialien gefertigt und die Komponenten sind auf Langlebigkeit und Leistung ausgelegt.

Die Preisspanne ist nach oben offen, viele Top-Modelle liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro. E-Mountainbikes sind in der Regel teurer als City-Bikes, da sie speziell für anspruchsvolle Geländefahrten entwickelt wurden und daher besonders robuste Motoren und Akkus benötigen. Trekking-Modelle liegen preislich dazwischen und bieten eine gute Balance zwischen Leistung und Komfort für lange Touren.

E-Bike-Fahren: Vorteile und Trainingseffekt

Ein E-Bike, genauer gesagt ein Pedelec, ist ein Fahrrad mit einem Elektromotor, der beim Treten unterstützt. Im Unterschied zu einem Mofa muss man also selbst aktiv werden - der Motor hilft lediglich beim Beschleunigen oder an Steigungen. Die Unterstützung endet bei 25 km/h, darüber hinaus fährt man mit reiner Muskelkraft weiter. Diese Begrenzung ist gesetzlich geregelt.

In der Regel lässt sich die Motorunterstützung flexibel ein- oder ausschalten. So kann man sportlich fahren oder ganz entspannt - je nach Tagesform oder Gelände. Besonders für ältere Menschen oder weniger trainierte Fahrer ist das ein echter Vorteil: Steigungen verlieren ihren Schrecken, und man kann mit fitteren Mitfahrern gut mithalten.

Ja, E-Bike-Fahren hat nachweislich einen positiven Trainingseffekt - und das nicht nur für Einsteiger oder ältere Menschen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßiges Fahren mit dem Pedelec sowohl die Ausdauer als auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert.

Eine Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover ergab, dass E-Bike-Fahrer im Durchschnitt 135 Minuten pro Woche unterwegs waren - ein Wert, der den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für körperliche Aktivität entspricht. Dabei lag die durchschnittliche Herzfrequenz der E-Biker nur geringfügig unter der von Fahrer herkömmlicher Fahrräder, was auf eine vergleichbare körperliche Belastung hinweist.

Ein weiterer Vorteil des E-Bike-Fahrens ist die erhöhte Motivation: Die elektrische Unterstützung ermöglicht es, längere Strecken zu fahren und Steigungen leichter zu bewältigen, was dazu führt, dass Nutzer häufiger und länger aktiv sind. Dies kann insbesondere für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder geringerer Fitness eine wertvolle Möglichkeit sein, regelmäßige Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Worauf Sie beim Kauf eines E-Bikes achten sollten

Überlegen Sie, wofür Sie das E-Bike nutzen möchten Nicht jedes E-Bike ist für jeden Einsatzzweck geeignet. Fahren Sie vor allem in der Stadt, auf Touren oder auch im Gelände? City-E-Bikes eignen sich für den Alltag und kurze Strecken. Trekking-E-Bikes sind ideal für längere Touren auf gemischtem Untergrund. E-MTBs sind für Gelände- und Trailfahrten gedacht. Lastenräder punkten beim Transport von Kindern oder Einkäufen.

Die meisten E-Bikes nutzen Mittelmotoren - sie sorgen für ein natürliches Fahrgefühl und eine gute Gewichtsverteilung. Achten Sie auf das Drehmoment - je höher der Wert, desto kräftiger die Unterstützung an Steigungen. Bei einem City-E-Bike ist es also übertrieben, ein E-Bike zu kaufen, das ein besonders hohes Drehmoment hat. Hier geben Sie also nur umsonst zu viel Geld aus. Wer jedoch das E-Bike in den Bergen einsetzen möchte, der hat Freude an einen kräftigen Durchzug.

Ein Akku mit 500 bis 750 Wh ist für die meisten Fahrten völlig ausreichend. Je größer die Kapazität, desto weiter kommen Sie - aber auch das Gewicht steigt. Hydraulische Scheibenbremsen, zuverlässige Schaltung, Federgabel und gute Beleuchtung sind wichtig - vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Je nach Budget lohnt es sich, in langlebige Komponenten zu investieren. E-Bikes wiegen oft zwischen 20 und 30 Kilogramm. Überlegen Sie, ob Sie das Rad regelmäßig tragen müssen - etwa in den Keller oder über Treppenstufen.

Ein guter E-Bike-Händler bietet Beratung, Probefahrt, Wartung und Garantieabwicklung an. Achten Sie darauf, dass Ersatzteile für Motor und Akku gut verfügbar sind. Gute E-Bikes starten bei etwa 2.500 bis 3.000 Euro. Nach oben ist viel Luft. Berücksichtigen Sie auch Kosten für Zubehör (Helm, Schloss, Tasche etc.) und ggf.

Günstige E-Bikes unter 1000 Euro: Ist das möglich?

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel immer wichtiger werden, erfreuen sich E-Bikes weiter wachsender Beliebtheit. Doch was ist, wenn Ihre Mittel begrenzt sind? Keine Sorge! Auch mit einem Budget von unter 1000 Euro können Sie ein qualitativ hochwertiges E-Bike finden, das Ihren Bedürfnissen entspricht.

E-Bikes in der Preiskategorie unter 1000 Euro bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Wahl machen. Der wichtigste natürlich: Kosteneffizienz. Das kann ganz verschiedene Gründe haben - manchmal handelt es sich bspw. um Auslaufmodelle, und da die Nachfolger bereits auf den Markt kommen, sind die älteren Versionen preiswerter zu haben. Oder ein Discounter verkauft für kurze Zeit größere Mengen eines bestimmten Modells zu einem sehr guten Preis mit hohem Rabatt.

Ein weiterer Grund für einen geringeren Preis ist die Tatsache, dass bei diesen Fahrrad-Modellen in der Regel günstigere Komponenten verbaut wurden. Grundsätzlich ist ein Ebike unter 1000 Euro natürlich immer eine Frage des eigenen Anspruchs: Hier darf man einfach kein High-End-Ebike erwarten, sondern ein günstigeres Einsteiger-Rad (etwas höherwertige Ausführungen sind dann E-Bikes unter 2000 Euro).

Worauf Sie bei günstigen E-Bikes achten sollten:

  • Akkuleistung: Achten Sie auf die Akkukapazität und die Reichweite.
  • Motorleistung: Die Motorleistung sollte ausreichend dimensioniert sein, um Ihnen bei Anstiegen und längeren Strecken eine angenehme Unterstützung zu bieten.
  • Rahmen und Bauweise: Ein stabiler und leichter Rahmen sorgt für ein angenehmes Fahrerlebnis.
  • Bremsen und Sicherheit: Verlässliche Bremsen sind unerlässlich.

Ein E-Bike unter 1000 Euro kann eine lohnende Investition sein, wenn Sie auf der Suche nach einem kosteneffizienten und umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel sind. Trotz des niedrigeren Preises müssen Sie nicht zwangsläufig auf Qualität und Komfort verzichten. Achten Sie auf wesentliche Merkmale wie Akkuleistung, Motorleistung, Rahmenbauweise und Sicherheit, um ein Modell zu finden, das Ihren Anforderungen entspricht. Dabei sollte Ihnen vor dem Kauf klar sein, dass für weniger als 1000 Euro eher Einsteiger-Ebikes zu finden sind.

ADAC Test: Günstige E-Bikes im Vergleich

Getestet hat der ADAC zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Generell ist bei günstigen Pedelecs keine Spitzentechnologie zu erwarten, aber Antriebs-, Brems- und Akkuleistung sollten vernünftige Werte aufweisen. Bei den meisten der getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs fielen dabei die geringe Reichweite des Akkus und die lange Ladedauer auf sowie Defizite beim Antrieb.

Im Test wurden bei den Messungen auf dem Prüfstand besonders die Bremsen, die Belastbarkeit des Rahmens sowie der Motor und der Akku überprüft. Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

ADAC Testsieger: Deruiz E-Bike Quartz

Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test (genormter Reichweitenzyklus nach R200 vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf dem ADAC Prüfstand) ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Die angenehme Ergonomie, ein stabiles und laufruhiges Fahrverhalten sowie die guten Bremsen überzeugten auch beim Praxistest. Positiv fiel ebenso die direkte Schaltung auf, die gut mit dem Antrieb harmoniert. Alle Kriterien zusammen führen zu der besten Bewertung im Test. Preislich liegt das E-Bike der Marke Deruiz mit rund 1400 Euro im unteren Drittel der Testkandidaten - damit ist es günstig und trotzdem zu empfehlen.

Fischer E-Bike Cita 2.2i

Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem. Es ist zwar ein schweres (28,8 kg Leergewicht), aber solides Pedelec. Als einziges Pedelec mit Mittelmotor im Test bietet es eine angenehm aufrechte Sitzposition und Komfort dank gefederter Sattelstütze und guter Vordergabel. Der solide Rahmen zeigt sich bei den Fahrversuchen stabil.

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse des ADAC Tests zusammen:

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Fahren Sicherheit und Haltbarkeit Antriebssystem und Motor Handhabung Schadstoffe in den Griffen und Sattel
Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad 1399 2,5 2,2 1,8 3,2 3,0 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 2,6 2,6 2,3 2,6 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 1599 2,8 2,6 2,6 3,6 2,3 1,0
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 2,3 3,0 3,7 3,2 2,5
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 2,7 3,3 3,5 2,6 2,5
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 2,5 2,7 3,9 2,8 2,5
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 2,7 3,0 4,4 2,9 2,5
Heybike EC 1-ST 11957 ausreichend - - - - -

Discount- und Budgeträder im Test

Natürlich gibt es einen Mittelweg zwischen teuren Pedelecs und billigen, gefährlichen Internet-„Schnäppchen“. Budgeträder wie in unserem Test zum Beispiel. Diese Räder zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass ihre Hersteller durch den Einsatz von Großserienkomponenten, die sie in hoher Stückzahl einkaufen, und wenigen Modellen die Produktionskosten senken.

Die Macher der Bikes sind zudem - in unserem Testfeld - Unternehmen, die mindestens eine Niederlassung in Deutschland oder gar hier ihren Firmensitz haben. Prophete etwa ist ein echtes Traditionsunternehmen mit jahrzehntelanger Geschichte. Trenoli ist ebenfalls ein deutscher Hersteller, der noch dazu in einem deutlich attraktiven Preissegment sehr hochwertige Komponenten bietet, etwa Boschs Full-Power-Motor Performance Line CX mit Smart System.

Mit dem Urban Y.2 der Eigenmarke Crivit bringt Lidl nun erstmals selbst ein E-Bike in den Verkehr, ist also nicht nur Verkäufer, sondern auch Hersteller. Mit der Marke Grundig taucht ein aus der Unterhaltungselektronik bekanntes deutsches Traditionsunternehmen im Testfeld auf.

Vor allem bei Pedelecs mit Einheitsgröße sind die Einstellmöglichkeiten beschränkt. Sitzposition, Lenker und Pedale lassen sich so womöglich nicht ideal an den Körper des Fahrers anpassen. Das ist bei Kurzstrecken und kleinen Ausflugstouren zu verkraften. Vielfahrer hingegen sollten so ergonomisch korrekt wie möglich auf ihrem Rad sitzen.

Günstige E-Bikes im Test von Deutschland Test

Unsere Kollegen von Deutschland Test - wie Focus E-Bike ebenfalls eine Marke von Hubert Burda Media - haben sich günstige E-Bike einmal genauer angeschaut und mit unserem Test-Partnern Velomotion und PT Labs getestet. Aktuell umfasst der Test drei Modelle:

  • Fiido - AirPreis: 1.499 Euro - Testurteil: gut (1,8)
  • Deruiz - Quartz SUVPreis: 1.699 Euro - Testurteil: gut (2,2)
  • Deruiz - PeridotPreis: 1.699 Euro - Testurteil: gut (2,3)

E-Bike Testsieger im Überblick

Führende Fachmagazine haben in ihren aktuellen Tests zahlreiche E-Bikes verschiedener Hersteller unter die Lupe genommen. Dabei waren die Tester:innen häufig von den Rädern mit hochwertigen Bosch-Antrieben überzeugt. Allerdings sind E-Bikes mit diesen Antrieben nicht unbedingt günstig. So kosten Modelle von renommierten Herstellern schnell zwischen 3.500 und 4000 Euro. Doch es gibt Möglichkeiten, Modelle dieser Marken mit Bosch-Antrieb auch günstiger zu erstehen.

E-Bikes von Radon, Decathlon und Co. im Check

E-Bikes sind superteuer? Von Wegen! Wir haben in den letzten zwölf Monaten sechs richtig gute, aber preiswerte E-Bikes getestet und stellen sie dir hier vor. Egal, ob Stadt-Stromer, Touren-E-Bike oder E-MTB: hier bist du richtig!

Radon Jealous Hybrid 9.0 750 - Trailspaß zum Sparpreis

Preis: 2399 € (statt 2999 € UVP)
Motor: Bosch Performance Line CX
Akku: 750 Wh
Rahmen: Aluminium, Vario-Sattelstütze (130 mm)
Ausstattung: Magura MT Trail-Bremse, RockShox-Gabel, Sram NX-Schaltung
Zuladung: 135 kg Systemgewicht (110 kg Fahrergewicht)
Test-Fazit: Ein echtes E-MTB für Einsteiger mit starkem Motor und solider Ausstattung - ideal für Trail-Einsteiger.

SMAFO City E-Bike Luca - Der City-Allrounder

Preis: 2399 €
Motor: Bafang Hecknabenmotor (45 Nm)
Akku: 522 Wh
Rahmen: Aluminium, Tiefeinsteiger
Ausstattung: Shimano Altus-Schaltung, Axa-Rücklicht, Jiaxing-Frontlicht
Zuladung: 130 kg Systemgewicht (104 kg Fahrergewicht)
Test-Fazit: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für City-Fahrer, jedoch mit begrenzter Zuladung und einfacher Ausstattung.

Rockrider E-ACTV 900 - Der Automatik-Tourer

Preis: 2699 €
Motor: Owuru-Motor mit stufenlosem CVT-Getriebe
Akku: 694 Wh
Rahmen: Aluminium, Tiefeinsteiger/Diamantrahmen
Ausstattung: Samsung-Akku, Tektro-Bremsen, SR-Suntour-Federgabel
Zuladung: ca. 123 kg Systemgewicht
Test-Fazit: Innovative Automatik-Schaltung für entspanntes Fahren, ideal für Pendler und Tourenfahrer.

Rockrider E-Expl 700 - Das Einsteiger-E-MTB

Preis: 2200 €
Motor: Brose Drive T (70 Nm)
Akku: 630 Wh
Rahmen: Aluminium, 130 mm Gabel
Ausstattung: Microshift-Schaltung, Tektro-Bremsen, versenkbare Sattelstütze
Zuladung: ca.

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