Falt- bzw. Klappräder sind praktisch und leicht zu transportieren. Sie gelten als praktisches Fortbewegungsmittel und in Verbindung mit dem ÖPNV als umweltfreundlichste Methode, um von A nach B zu kommen. Aber sind sie auch wirklich empfehlenswert? Der ADAC hat acht Räder getestet. Dabei offenbarten sich große Unterschiede - und teils deutliche Schwächen. Die Details.
Was ist ein E-Bike Klapprad?
In einem Elektro Klapprad sind zwei Fahrradtypen vereint. Das Elektrorad wird auch E-Bike oder Pedelec genannt. Es handelt sich um ein Fahrrad, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist. Der Motor wird aktiviert, wenn Sie mit dem Treten der Pedale beginnen. Von allein fährt das Fahrrad nicht. Der Pedalantrieb ist notwendig. Aus diesem Grund dürfen Sie das Fahrrad ohne eine spezielle Fahrerlaubnis im Straßenverkehr bewegen. Der Motor bekommt Strom aus einem Akku. Bei vielen Modellen ist der Akku über dem Gepäckträger untergebracht. Einige Hersteller integrieren den Akku aber auch in den Rahmen. Dies ist unauffälliger.
Bei einem Klapprad handelt es sich um ein Fahrrad mit kleinem Raddurchmesser, das bei Nichtgebrauch zusammengeklappt werden kann. Der Klappmechanismus ist so gestaltet, dass sich das Fahrrad schnell zusammenlegen und auch wieder entfalten lässt. Klappfahrräder sind optimal, wenn Sie auf Reisen kein großes Fahrrad mit sich führen möchten. Aber auch für Fahrten mit der Bahn werden gern Klappräder benutzt. Der Vorteil liegt darin, dass Sie keine Fahrradkarte lösen müssen. Wenn Sie das Fahrrad vor dem Antritt der Fahrt zusammenklappen, wird es wie ein Gepäckstück behandelt.
Das Elektro Klapprad ist eine Symbiose aus dem Klapprad und dem E-Bike. Der Vorteil dieses Fahrradtyps liegt darin, dass Sie von dem Elektromotor unterstützt werden. Dies gleicht einem großen Nachteil der Klappräder aus. Durch die kleinen Räder hat das Klapprad nur eine geringe Umdrehung. Das Fahren kann vor allem auf längeren Touren oder auf hügeligem Gelände anspruchsvoll sein. Hier bietet der Elektromotor eine sehr gute Hilfe. Sie müssen selbst treten und verbrauchen somit auch Kalorien. Der Elektromotor wirkt, als würden Sie mit Rückenwind fahren. Dies gleicht den Nachteil des kleinen Raddurchmessers beim Klapprad wieder aus. Wenn Sie das Elektro Klapprad transportieren möchten oder wenn Sie es nicht benötigen, können Sie es klein zusammenlegen.
ADAC Test Klapp- und Falträder: Die Ergebnisse
Im ADAC Test zeigten acht falt- bzw. klappbare Fahrräder sehr unterschiedliche Charakteristiken. Im Test wurde schnell offenbar, wer in diesem Fahrradsegment bereits auf langjährige Erfahrung zurückblicken kann. Im Test stellte sich die Frage, ob diese Konstruktionen auch in Sachen Haltbarkeit der geltenden DIN-Norm für sicherheitstechnische Anforderungen an Fahrräder standhalten.
Hierzu wurden die sogenannte Wiegetrittprüfung und die horizontale Festigkeit am Rahmen überprüft, sowie die Dauerhaltbarkeit an Lenker und Sattelstütze. Dabei gibt die Wiegetrittprüfung Aufschluss über die Rahmensteifigkeit beim Treten. Um sie zu testen, werden gemäß international geltender Norm am Prüfstand 100.000 Zyklen mit 100 Kilogramm Belastung wechselseitig eingeleitet. Hierbei offenbarte der Titanrahmen des Modells von Vello deutliche Schwächen.
Auf dem Bremsenprüfstand wurde daher die Mindestbremswirkung der Räder im trockenen sowie im nassen Zustand in Anlehnung an die entsprechende Test-Norm (DIN 4210:2023) getestet. Das Verhältnis der Bremsperformance von trocken zu nass durfte dabei 4:10 nicht unterschreiten. Das Klapprad 20 Zoll Fold 500 von B`Twin (Decathlon) erreichte dieses Verhältnis auf der Vorderradbremse nicht. Beim Link D7i von Tern waren gleich beide Bremsen unterhalb des geforderten Verhältnisses. Im Alltagsbetrieb würde bei Regen und nassen Bremsen die Bremswirkung stark nachlassen und eine Gefahrenbremsung nur sehr verzögert möglich sein.
Dass der Faltmechanismus dagegen etwas mehr Übung benötigt, zeigte sich beim Modell von Riese & Müller. Das Birdy touring, ein qualitativ hochwertiges Faltrad, erreichte im gefalteten Zustand das kleinste "Packmaß" im Vergleich, lässt sich also auch in kleineren Kofferräumen noch gut transportieren. Doch beim Zusammenfalten gelang das Einklappen des Hinter- und Vorderrades selten auf Anhieb. Oftmals kamen die Tester dabei mit der Schaltung in Berührung, die sich nach mehrmaligem Falten sogar etwas verstellte. Einfacher gestaltete sich der Prozess beim günstigsten Modell im Test. Das B'Twin 20 Zoll Fold 500 von Decathlon ließ sich unproblematisch auf- und zuklappen, hat allerdings nur ein zulässiges Gesamtgewicht von 100 kg.
ADAC Testergebnisse im Überblick
| Hersteller/Modell | Preis in Euro | ADAC Urteil | Fahren | Handhabung | Sicherheit und Haltbarkeit | Schadstoffe in Griffen und Sattel |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brompton G Line | 2969 | 2,3 | 2,3 | 2,4 | 2,1 | 1,0 |
| Riese & Müller Birdy touring | 1289 | 2,4 | 2,2 | 2,8 | 1,8 | 1,0 |
| Coast Bikes Hightide No.7 | 7 | 2,5 | 2,4 | 2,9 | 2,2 | 1,0 |
Testsieger: Brompton überzeugt. Das Konzept von Brompton ist beim getesteten Modell G Line durchdacht bis ins Detail und setzte sich auch gegenüber (fast) allen Konkurrenten im Vergleich durch. Mit einer soliden 2,3 im Gesamtergebnis kann sich das Fahrrad an die Spitze im Vergleichsfeld setzen. Dahinter folgen drei weitere Modelle von Riese & Müller (2,4), Coast-Bikes und Dahon (jeweils 2,5) mit der Note "gut".
Zudem wird das Brompton in drei verschiedenen Rahmengrößen angeboten, sodass Fahrer oder Fahrerinnen jeder Statur bequem im Sattel sitzen sollten. Leider ist im Preis von immerhin knapp 3000 Euro keine Beleuchtung und kein Seitenständer enthalten.
Aber ist der Testsieger nun ein Falt- oder ein Klapprad und wo genau liegt der Unterschied? Falträder werden an mehreren Punkten gefaltet, um ein kompaktes Packmaß zu erreichen, Klappräder dagegen einmal in der Mitte des Rahmens zusammengeklappt.
E-Bike Klapprad Test & Vergleich: Die besten Modelle im Überblick
Im Elektro Klapprad Test werden verschiedene Modelle in den Vergleich einbezogen. Diese unterscheiden sich in einigen Details. Alternativ entscheiden Sie sich für ein sehr kleines und leichtes Rad. Diese Modelle können Sie zusammenfalten und in einer mitgelieferten Tasche unterbringen. Diese Tasche können Sie transportieren, in dem sie über die Schulter gehängt wird. Die Auswahl an Modellen ist recht groß.
- SmartEC Camp-20D E-Klapprad: Überzeugt mit zertifizierter Sicherheit, einem hochwertigen Aluminiumrahmen und klappbaren Pedalen.
- AsVIVA B13: Bietet eine hohe Langlebigkeit dank seiner robusten Reifen und eine vielseitige Fahrt durch die Sechs-Gang-Kettenschaltung in Kombination mit den fünf Motorstufen.
- E-Motos K20 Faltrad: Zeichnet sich durch seine durchdachten Features aus, wobei die Benutzerfreundlichkeit und die Kompaktheit den Mobilitätsfaktor erhöhen.
- Fafrees F20 E-Bike: Bietet eine bemerkenswerte Reichweite und ist ideal für anspruchsvolle Mountainbike-Touren.
- HITWAY BK5 E-Bike: Bietet eine personalisierbare und sichere Fahrerfahrung dank seiner zwei Arbeitsmodi und der einstellbaren Höhe.
Hersteller von E-Bike Klapprädern
Das Elektro Klapprad wird von verschiedenen Herstellern angeboten. Viele dieser Hersteller haben auch andere Fahrradmodelle in ihrem Programm. Es ist empfehlenswert, wenn Sie die Wahl Ihres Elektro Klapprades nicht allein vom Hersteller abhängig machen. Führen Sie einen Vergleich der Ergebnisse aus dem Test durch, um einen Überblick über die wichtigsten Ausstattungsmerkmale von einem Elektro Klapprad zu bekommen.
- NCM: Überzeugen mit einem günstigen Preis und einer robusten Bauart.
- Rollgan: Spezialist für Klappräder mit sehr kleinen Falträdern.
- Swemo GmbH: Deutscher Fahrradhersteller, der mit schickem Design und sehr hoher Funktionalität überzeugt.
- AsViva: Hersteller von Fahrrädern und Fitnessgeräten, der innovative Produkte auf den Markt bringt.
- GermaXia: Bietet eine Auswahl an Elektro Klapprädern in verschiedenen Größen.
- eRädle: Schweizer Fahrradhersteller, der sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von klappbaren Fahrrädern spezialisiert hat.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Bevor Sie sich für den Kauf von einem Elektro Klappad aus dem Test oder aus dem Vergleich entscheiden, ist es wichtig, dass Sie Ihren eigenen Anspruch an das Elektro Klapprad definieren. Soll das Elektrorad nur auf kürzeren Strecken oder im Urlaub genutzt werden und möchten Sie es als Reisegepäck aufgeben, entscheiden Sie sich für ein Modell, dass Sie in einer Tasche transportieren können.
Generell gilt: Vor dem Kauf sollte der Klapp- bzw. Klappräder sind optimal, wenn Sie auf Reisen kein großes Fahrrad mit sich führen möchten. Aber auch für Fahrten mit der Bahn werden gern Klappräder benutzt. Der Vorteil liegt darin, dass Sie keine Fahrradkarte lösen müssen. Wenn Sie das Fahrrad vor dem Antritt der Fahrt zusammenklappen, wird es wie ein Gepäckstück behandelt.
Im Elektro Klapprad Test werden alle Fahrräder einer umfassenden Eignungsprüfung unterzogen. Jeder Produkttest wird in Bezug auf seine Kriterien auf die jeweilige Produktkategorie abgestimmt. Dies ist auch beim Elektro Klapprad Test der Fall. Für diese spezielle Kategorie wurden Testkriterien entwickelt, die eine sehr hohe Aussagekraft haben.
Beim Elektro Klapprad Test kommt es auf verschiedene Eigenschaften an. Da die Klappräder mit einem elektrischen Motor ausgestattet sind, wird auch die Motorenleistung bewertet. Und nicht zuletzt ist der Klappmechanismus ein wichtiges Ausstattungsmerkmal dieser Fahrräder. Es ist wichtig, dass sich die Räder einfach und schnell zusammenklappen und auch wieder entfalten lassen. Das ist eine wesentliche Eigenschaft, die diese Fahrräder von anderen Fahrradtypen abgrenzt.
Der Test ist für die Fahrräder aller Hersteller einheitlich. Alle Ergebnisse werden in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, sich einen guten Überblick über das Angebot auf dem Markt zu verschaffen. Sie können einzelne Kriterien, die für Sie in Bezug auf die Ausstattung besonders wichtig sind, direkt vergleichen.
ADAC Tipps und Empfehlungen
- Empfehlungen an die Hersteller: Die Haltbarkeit der Falt- und Klappräder muss den geltenden Anforderungen standhalten.
- Rahmen dürfen nicht brechen: Die Bremsen müssen auch bei nassen Verhältnissen ihre Leistung bringen. Hier sollte mindestens das vorgeschriebene Verhältnis erreicht werden.
- Bedienungsanleitungen zum Falten bzw. Klappen der Räder müssen im Lieferumfang enthalten sein. Zudem sollte ein Typenschild mit der Herstelleradresse und notwendigen Angaben wie zul. Gesamtgewicht am Rahmen vorhanden sein.
- Das zulässige Gesamtgewicht sollte ausreichend bemessen sein. Alle Bikes sollten serienmäßig mit einer Lichtanlage und Reflektoren ausgestattet sein.
- Lichtanlagen müssen der StVZO entsprechen und dürfen vor allem nicht blenden.
Tipps für Verbraucher
- Besitzer oder Besitzerinnen eines Vello mit Titanrahmen sollten von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob der Rahmen weich wird, bzw. einen Riss in der Nähe des Tretlagers vorweist. In solchen Fällen sollte der Hersteller kontaktiert werden.
- Vor dem Kauf sollte der geplante Einsatz des Falt- bzw. Klapprades überdacht werden. Ist geringes Packmaß wichtig oder soll der Klappmechanismus möglichst simpel sein? Im Zweifel hilft die Beratung im Fachgeschäft.
- Mechanik und Fahrverhalten der Räder sind sehr unterschiedlich. Eine Probefahrt und das Ausprobieren des Zusammenklappens ist vor dem Kauf angeraten.
- Unbedingt auf das zulässige Gesamtgewicht des Falt- bzw. Klapprades achten und dabei auch Gepäckträger und Gepäck bedenken.
- Vor dem Kauf abklären, ob das Falt- bzw. Klapprad beim Reisen oder Pendeln im individuellen öffentlichen Nahverkehr ohne Probleme mitgenommen werden kann.
Allerdings sind die Beförderungsbedingungen je nach Verkehrsträger und Region sehr unterschiedlich geregelt, daher ist immer der Einzelfall entscheidend. Der ADAC empfiehlt, die Mitnahme von Klapp- und Falträdern bundesweit einheitlich und transparent zu regeln und ohne Zusatzkosten zu ermöglichen, um ihren Transport für Pendlerinnen und Pendler zu erleichtern.
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