E-Bike mit Hundekorb: Test und Ratgeber

Mit dem E-Bike fährt man oftmals länger und schneller als zuvor. Viele Hundehalter möchten ihren Vierbeiner gerne mitnehmen, damit dieser aber nicht die ganze Strecke laufen muss, kann er etappenweise auch in einem Fahrradkorb für Hunde transportiert werden. Eine Fahrradtour ist nicht nur für uns Menschen ein tolles Erlebnis.

Zu Beginn steht immer das Training des Hundes, denn die meisten Tiere lassen sich nicht „einfach so“ in einen Wagen heben oder laufen freudig nebenher. Es gilt also, ihn daran zu gewöhnen.

Transportmöglichkeiten für Hunde mit dem E-Bike

Für kleinere Hunde, die nicht das Tempo eines Fahrrades bzw. E-Bikes schaffen, bieten sich Hundekörbchen an. Größere Hunde finden Platz in einem speziellen Anhänger, beispielsweise den Croozer Dog Jokke*.

Auch für den Hundetransport von größeren Hunden geeignet sind (E-)Lastenräder. Der Hund sollte dabei so groß sein, dass er über den Rand der Lastenbox hinaussehen kann, die Box hingegen einen möglichst flachen Einstieg haben, damit große, schwere Hunde selbst ein- und aussteigen können und nicht getragen werden müssen. Es gibt auch Modelle, die durch eine Tür das Ein- und Aussteigen erleichtern.

Seit kurzem gibt es bei VeloStrom einen Redaktionshund. Joey, ein Terriermischling, hat sich gut bei uns eingelebt. Um E-Bike-Fahren und Gassigänge zu verbinden, musste allerdings eine Lösung her.

Hundekörbe

Der niederländische Hersteller Basil hat zwei Hundekörbe im Angebot: Den „Basil Buddy KF“ für den Lenker und den „Basil Buddy MIK“ für den Gepäckträger. Egal wie klein der Hund ist: Klare Empfehlung für den Gepäckträger hinten.

„Doggy Shopper“ nennt Klickfix seinen Hundekorb für den Lenker aus wasserabweisendem Nylon. Gesichert wird er an der einstellbaren Leine. Praktisch: Die obere Abdeckung ist komplett abnehmbar. Befestigt wird der Korb mittels eines passenden Adapters (Zubehör) am Lenker.

Der Klassiker bei Hundefahrradkörben ist das geflochtene Modell. Die Montage des Klickfix-Hundekorbes ist dank mehrerer Befestigungsvarianten (z. B. Racktime) auf dem Gepäckträger sehr einfach. Super: Abschließbar (Diebstahlschutz) mit einem Schlüssel.

Der Doggy von Klickfix lässt sich bei Bedarf komplett wetterfest verschließen. Man merkt an vielen Details, das man sich bei Klickfix wirklich Gedanken zum Thema gemacht hat. Beispielsweise ist eine kurze Leine direkt im Körbchen befestigt und es gibt Taschen für Leckerli oder Wasser. Auch die Verarbeitung ist wirklich sehr gut und dem Preis angemessen.

Unsere Erfahrungen mit dem Doggy von Klickfix zeigen, dass das zusätzliche Gewicht von Joey beim Lenken schon deutlich zu spüren ist. Deshalb haben wir im lokalen Heimtierbedarfshandel beim Angebot des Hundekorbs des Herstellers Trixie für knapp 50€ zugeschlagen. Die Befestigung mit Hilfe einer justierbaren Klemmvorrichtung dagagen ist sehr praktikabel und hält bombenfest. Wenn Joey sich während der Fahrt von rechts nach links bewegt wirkt sich das kaum auf die Fahrstabilität aus.

Hundeanhänger

Größere Hunde finden Platz in einem speziellen Anhänger, beispielsweise den Croozer Dog Jokke*. „Wir haben Anhänger in drei unterschiedlichen Größen, sodass selbst der Transport von großen Hunden bis 45 Kilogramm möglich ist“, sagt Katharina Zimmermann aus der Marketing-Abteilung von Croozer.

Die Alurahmen-Konstruktion ist stabil und leicht. Unser Testmodell „Peppa“ wiegt leer 17 Kilo, bietet Platz genug für einen Hund und Gepäck. Für die Eingewöhnungsphase (oder den Welpen) gibt es einen herausnehmbaren und abwaschbaren Innenraumschutz.

Der Einstieg ist extra tief gewählt für Welpen und Senioren. Verdeck und Front lassen sich komplett öffnen, schließen und mit Fliegengitter versehen. Praktisch ist der Stoßfänger. Die Deichsel ist mit einem Handgriff abgenommen und das Buggyrad eingesteckt. So lässt sich der Croozer Dog prima rangieren.

Lastenpedelecs

Ein für den Hundetransport ausgelegtes Lastenpedelec ist das Babboe Dog-E. Der Einstieg in die stabile und wasserfeste Transportbox erfolgt über die breite Rampe mit stabiler Antirutschmatte. Im Innenraum, ebenfalls mit solider Antirutschmatte, finden sich Ösen zum Durchziehen der Hundeleine.

Das Fahren mit Hund in dem „Babboe Dog-E“ macht richtig Spaß - vor allem den Passagieren. Das Lastenpedelec aus Dänemark ist ein Hingucker: Die Lenkung sitzt am Hinterrad, was zu einem sehr kleinen Wendekreis führt.

Die kleine Firma aus Kopenhagen fertigt die Cargobikes individuell. So entsteht das Pony Dog und bekommt eine Tür in die Front. Die Ausstattung der Bikes, die Abdeckungen und Farben für Rahmen und Box können bei Black Iron Horse konfiguriert werden.

Eine neue Variante für Lastenbikes ist das Doghouse Mini von Tern. Die Befestigung erfolgt werkzeugfrei mit einigen Straps und Bändern. 16 Kilo Zuladung im „Doghouse Mini“ sind ordentlich. Der Hund kann in der Box angehängt werden, so kann er nicht heraushüpfen.

Auch für den Hundetransport von größeren Hunden geeignet sind (E-)Lastenräder. Es gibt auch Modelle, die durch eine Tür das Ein- und Aussteigen erleichtern (z. B. Babboe Go-E HD 450*).

Weitere Ausrüstung

Die Besten Erfahrungen mit Leine und Geschirr haben wir mit Ruffwear gemacht. Handling und Verarbeitung aller getesteten Ausführungen sind top. Den Tragekomfort für den Hund sehen wir absolut gegeben. Der US-Hersteller ist für seine sehr gute Qualität bekannt und stellt ausschließlich funktionale Hundeausrüstung her.

Perfekt für Jogging und Radfahren: Die „Roamer Bungee“ Leine, eine verstellbare Hundeleine mit Stretch-Gurtband, die in der Hand gehalten oder um die Taille getragen werden kann. Ruckartige Bewegungen werden abgedämpft und der Hund hat einen gewissen Spielraum.

Das Biker-Set von Trixie ist für kleine bis mittelgroße Hunde konzipiert. Das Prinzip soll die Leine ersetzen. Der Fahrer hat beide Hände sicher am Lenker. Ruckartiges Ziehen wird durch die große Feder abgemildert. Zieht der Hund zu massiv zur Seite, löst sich der Kurzführer, der durch einen Klettverschluss befestigt ist. Das verhindert den Sturz, der Hund aber ist frei - im Straßenverkehr sehr gefährlich.

Worauf man beim Kauf achten sollte

EBikes mit Hundekorb gibt es in verschiedenen Ausführungen und von verschiedenen Herstellern. Bei der Auswahl eines EBikes mit Hundekorb sollten Sie außerdem darauf achten, dass der Korb ausreichend groß ist ( mindestens 40 x 30 x 30 cm), um Ihren Hund bequem transportieren zu können.

Abhängig von der Größe des Hundes kommt dafür ein Hundeanhänger oder ein Hundekorb in Frage. In beiden Fällen ist die Stabilität des E-Bike-Rahmens von entscheidender Bedeutung, beim Hundekorb wohl noch mehr als beim Anhänger: Denn ein sich im Korb bewegender Hund kann, durch die erhöhten Position auf dem Gepäckträger, deutliche Unruhe in den Rahmen des E-Bikes einbringen.

Die Körbe haben alle eine Angabe für ein Maximalgewicht. Daran sollte man sich als Hundebesitzer streng halten. Fahrradkörbe für Hunde gibt es im Regelfall nur für kleine Hunde.

Sicherheitshinweise

Wald- und Wiesenwege bieten sich für Hunde zwangsläufig besser an als Straßenverkehr. Dabei ist es laut Straßenverkehrsordnung sogar erlaubt, seinen Hund neben dem Fahrrad zu führen (§ 28). Der Hund sollte dabei jedoch aus Sicherheitsgründen möglichst auf Radwegen und rechts des Fahrrads geführt werden.

„Den Hund im Straßenverkehr an der Leine zu führen, ist ebenfalls sinnvoll. Diese ist locker in der Hand zu halten“, so Giebler. Festbinden am Lenker oder ums Handgelenk könne schnell zu einem Sturz führen, wenn der Hund sich losreißt. Giebler gibt ebenfalls zu bedenken, dass es auch auf Wald- und Wiesenwegen zu bestimmten Jahreszeiten eine Leinenpflicht geben kann.

Vor- und Nachteile verschiedener Materialien

Damit der Hundefahrradkorb dauerhaft sauber und ansehnlich bleibt, muss dieser regelmäßig gereinigt werden. Verschiedene Materialien bieten dabei Vor- und Nachteile.

Rattan oder Weide

Diese Körbe können meist nur schwer gereinigt werden, da die Verschmutzungen auch in die Maschen des Korbes gehen und sich im Geflecht absetzen können.

Kunstfaser und Stoffe beim Hundefahrradkorb

Bei Kunstfasern kann die Reinigung mit einem feuchten Tuch und etwas Reinigungsmittel durchgeführt werden.

Kunststoff beim Fahrradkorb für Hunde

Kunststoff ist im Regelfall glatt und kann sehr einfach abgewischt werden. Es ist wasserundurchlässig und auch Haare haben kaum eine Chance sich im Material festzusetzen. Der Nachteil, das Material ist glatt und ungemütlich für den Hund. Hier sollte eine Decke in den Korb gelegt werden, damit der Hund es bequem hat.

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