Was ist denn das!? Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Fahrrad, soll aber auf der Straße bis zu 45 km/h schnell fahren wie ein Moped: Der Skoda Klement ist eine Mischung aus beidem - und kommt bald auf die Straßen!
Skoda Klement: Eine Hommage an die Wurzeln
Dabei ist der Name nicht ganz zufällig gewählt: Václav Klement und Václav Laurin gründeten 1895 eine Fahrradfabrik, die später auch Motorräder und Autos baute und 1925 vom Maschinenbauer Skoda übernommen wurde. Daraus wurde die Automarke, die wir kennen und die heute zum VW-Konzern gehört. So gesehen kehrt die Marke im Zuge des aktuellen E-Bike- und E-Scooter-Booms zu ihren Wurzeln zurück.
Skoda zufolge soll der Klement das Auto auf kürzeren Strecken ersetzen oder ergänzen können. Nur eben, dass er weder ein typisches Fahrrad noch ein typischer Motorroller ist.
Das Design ist in dieser Form einmalig - es gibt keine Kette und keine klassischen Pedale.
Derzeit wiegt der Prototyp, der auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, etwas über 30 Kilogramm, in Serie sollen es ähnlich wie bei einem E-Bike nur knapp mehr als 20 Kilo sein. Ein großer E-Roller wiegt locker das Vierfache. Das Rad ist also besonders für Städter deutlich alltagstauglicher. Mal kurz in den ersten Stock tragen und in der Wohnung abstellen? Kein Problem!
Innovative Bedienung ohne Handbremse
Noch besonderer als seine Mischung aus Form und Funktion ist aber die Bedienung: Einen Gashebel oder eine Handbremse hat dieser Prototyp nicht. Stattdessen befinden sich dort, wo beim Fahrrad die Pedale sind, zwei leicht kippbare Fußbretter zum Gasgeben und Bremsen.
Wie fühlt sich das an? Aufgestiegen und los geht’s! Die fehlende Handbremse irritiert bei der ganzen Sache am meisten: Wie soll das Rad stillstehen, wenn man am Berg aufsteigen will? Sitzt man erst einmal, ist alles ganz einfach: Fußspitzen leicht nach unten drücken, und schon schiebt der vier Kilowatt starke E-Motor an der Hinterradnabe den Klement nach vorn. Hacken nach unten - und schon greift vorn eine Scheibenbremse, hinten wird durch die Rekuperation gebremst und gleichzeitig Energie in den herausnehmbaren Akku gepumpt. So soll der Klement bis zu 60 Kilometer weit fahren.
Und weil das Zweirad aufgrund seiner Leistung und Spitzengeschwindigkeit technisch doch eher einem E-Roller ähnelt, sind am Lenker neben einem Lichtschalter auch Knöpfe für Hupe und Blinker. Setzt die Bremswirkung ein, so leuchtet nicht nur die Leuchte hinten, sondern auch beide Pedale rot auf. Hat man sich an die Hand-, Verzeihung, Fußhabung erst einmal gewöhnt, kurvt man mit dem Klement fast so wendig wie auf einem Fahrrad herum - nur eben viel schneller.
Vernetzung und Zukunftsaspekte
Noch dazu ist der Klement bestens vernetzt: Das Smartphone kann man einfach in einer Halterung klemmen, es funktioniert dann per App als Tacho und Kommandozentrale, zeigt zum Beispiel Akkustand und den Status des ABS-Systems an. Möglich sind später auch Fahrassistenzsysteme.
Aufgrund seiner Geschwindigkeit dürfte der Serien-Klement nicht auf Radwegen, sonder nur auf der Straße gefahren werden. Auch ein Helm ist Pflicht!
Bis der Klement serienreif ist, müssen noch einige Fragen geklärt werden: Sind beispielsweise eine Handbremse und ein klassischer Gashebel sinnvoller, soll es auch eine kleine, klassische Tacho-Anzeige geben? Die Ingenieure bauen derzeit an einer zweiten Version, die Antworten liefern soll. Richtig losgehen wird es in anderthalb bis zwei Jahren - und dann soll Klement zusammen mit faltbaren E-Rollern für die sogenannte letzte Meile und den schon erhältlichen Pedelecs die Städte elektrisieren.
Ein richtig cooles Konzept - und leichter zu fahren als gedacht! Bleibt abzuwarten, ob das Konzept der kippbaren Fußbretter es in die Serie schaffen wird.
Feddz E-Bike: Ein Motorrad unter den E-Bikes
Mit dem E-Bike Feddz möchte Hersteller Emo-Bike neue Maßstäbe in der Elektromobilität setzen. Das E-Bike Feddz sieht aus wie ein Motorrad und fährt ohne Pedale bis zu 45 km/h schnell.
Das E-Bike Feddz wird in zwei Versionen angeboten: beim langsameren E-Bike beschleunigt der Motor auf bis zu 25 km/h, die schnelle Variante fährt maximal 45 km/h. Da das E-Bike Feddz keine Pedale besitzt, ist auch die langsame Version zulassungspflichtig.
Alle Modellvarianten des E-Bikes Feddz dürfen nur mit Prüfbescheinigung (Mofa-Führerschein) gefahren werden.
Technische Details des Feddz E-Bikes
Ein Hinterradmotor mit bis zu 4 kW Leistung treibt das E-Bike Feddz an. Motor und Akku-Technik sind laut Hersteller Eigenentwicklungen. Das E-Bike Feddz wird mit unterschiedlich leistungsfähigen Batterien angeboten: Je nach Akkutyp soll die maximale Reichweite bis zu 220 Kilometer betragen.
Das Gesamtgewicht des E-Bikes Feddz beträgt laut Hersteller 33 Kilogramm. Die Akkubox soll zusätzlich 11,5 Kilo wiegen.
Das E-Bike Feddz besteht zum Teil aus Standardkomponenten, die auch von der Fahrradindustrie verbaut werden. So besitzt das E-Bike hydraulische Scheibenbremsen vom Typ Magura MT4, eine Manitou Federgabel mit 80 Millimeter Federweg und "Crazy Bob"-Reifen von Schwalbe. Die Reifengröße beträgt 26 Zoll.
Elektronik, Display und Hinterradantrieb sollen extra für das E-Bike Feddz angefertigt worden sein. In einem Cargo-Fach sollen beispielsweise Einkäufe transportiert werden können. Das Fach befindet sich über dem mittig platzierten Akku und soll 23 Liter fassen.
Modellübersicht des Feddz E-Bikes
Das E-Bike Feddz wird in verschiedenen Modellvarianten angeboten. Die einzelnen Modelle im Überblick:
| Modell | Geschwindigkeit | Akku | Reichweite (Herstellerangabe) | Preis |
|---|---|---|---|---|
| E-Bike Feddz 1.6 | 25 km/h | Eco | 120 bis 130 Kilometer | 6.690 Euro |
| E-Bike Feddz 1.6 | 45 km/h | Eco | 70 bis 80 Kilometer | 6.690 Euro |
| E-Bike Feddz 2.2 | 25 km/h | Premium | 200 bis 220 Kilomter | 7.390 Euro |
| E-Bike Feddz 2.2 | 45 km/h | Premium | 200 bis 220 Kilomter | 7.390 Euro |
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