Jeder kennt mittlerweile die immer beliebter werdenden Escooter, die an jeder Ecke in deutschen Städten zu sehen sind. Und genau das ist auch ihr Revier: Die Innenstadt. Vorzugsweise eine, die nicht sehr bergig ist, denn hier kommen viele Elektro Scooter schnell an die Grenzen ihrer Leistung. Wem das bei einem Fahrzeug zu wenig ist, und wer keine Lust hat, seinen Escooter mit Muskelkraft anzuschubsen, bevor der Motor hinzukommt, liebäugelt schnell mit einer Alternative. Die ist relativ schnell gefunden. Ganze 5 km/h zügiger fährt nämlich das Elektromofa.
Ein E Mofa gehört zwar zur Klasse der Kleinkrafträder, so wie auch Mopeds, Mokicks und Roller, aber ist auf 25 Km/h bzw. 4 kW begrenzt. Darüber hinaus braucht man einen Führerschein. Wir haben inzwischen über 124 Elektrofahrzeuge getestet und präsentieren Euch die besten Modelle in der Kategorie E Mofa bis 25 km/h. E Scooter über 20 km/h gibt es in Deutschland nur ohne Straßenzulassung, die Ihr nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren könnt.
Vorteile des Elektromofas
Ein weiterer Vorteil beim Elektromofa ist der Sitz, den es beim Elektro Scooter nicht gibt. Auch die Reichweite bei einem Emofa ist oft höher als bei einem kleinen E Scooter. Noch schneller geht es beim E Moped zu, hier sind Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h möglich.
Ein Vorteil, den die E-Mobilität grundsätzlich begleitet, ist natürlich auch bei einem Elektro Mofa vorhanden. Nämlich die Einsparung von CO2-Emissionen, vor allem in den dicht besiedelten Innenstädten. Das Ausweichen auf Elektroroller reduziert zudem viele innerstädtische Parkplatzprobleme.
Altersbestimmungen und Führerschein
Daher herrscht bei diesem Fortbewegungsmittel Helmpflicht. Während ihr mit dem E Scooter bereits ab 14 Jahren fahren dürft, liegt das Mofa Führerschein Alter bei 15 Jahren. Mit 15 Jahren hat man das passende Mofa Führerschein Alter erreicht. Ab jetzt darf man mit einer passenden Prüfbescheinigung ein e Mofa fahren, sofern die Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist. Ab 16 Jahren könnt ihr mit einem Führerschein der Klasse M ein E Moped oder einen Elektroroller bis 45 km/h fahren. Einen Führerschein der Klasse A1 wird zum Führen eines Leichtkraftrads bis 80 km/h benötigt.
Bisher konnte die Fahrerlaubnis der Klasse AM nur in einzelnen Bundesländern mit 15 Jahren gemacht werden. Seit dem 28.7.2025 gibt es nun eine bundesweite Regelung. Die Fahrerlaubnis der Klasse AM wird für Führerscheinneulinge mit der geänderten Schlüsselziffer 195 erteilt, also mit Auflage zu der Klasse AM, dass diese bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nur im Inland gilt. Wer die Prüfbescheinigung erhalten möchte, ohne einen gültigen Führerschein der Klasse B vorlegen zu können, muss im Vorfeld sechs Theoriestunden ableisten sowie mindestens 1,5 Stunden Fahrpraxis vorweisen. Jede Theoriestunde hat einen Umfang von 90 Minuten und ihr dürft maximal eine Stunde verpasst werden. Im Anschluss wird euer Wissen in einer theoretischen Prüfung abgefragt.
Versicherung und Kennzeichen
Ein schwarzes Versicherungskennzeichen für den Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung ist vorgeschrieben. Das Versicherungskennzeichen erhält man direkt von seiner Kfz-Versicherung. Um die Betriebserlaubnis nicht zu verlieren, benötigt das eMofa ein Versicherungskennzeichen. Das Fahrzeug könnt ihr mit dem EEC-Zertifikat bei einer Versicherung eurer Wahl anmelden.
Flexibilität und Unabhängigkeit
Vor allem auf dem Land wünschen sich Jugendliche unabhängige Mobilität. Sei es beim Weg zur Schule, der Ausbildungsstelle oder um sich mit Freunden im Nachbardorf zu treffen. Oft kann dieses Bedürfnis durch öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichend gedeckt werden. Eine Zeitersparnis bringt das Fahren mit einem Escooter auch noch. Zum einen könnt ihr damit in engen Gassen und auf schmalen Wegen schneller vorankommen, als das mit einem Auto möglich wäre, zudem erreicht ihr euer Ziel schneller, als das zu Fuß der Fall wäre.
Reichweite und Modelle
Die Reichweite variiert je nach Modell. Der Hersteller Blu:s bietet ein E Mofa mit einer Reichweite von 70 Kilometer an. Der LuXXon E2000LI S schafft Strecken bis zu 60 Kilometer. Das K1 von Lehe bildet das Schlusslicht mit 35 Kilometer Reichweite. Dafür erinnert dieses Modell an ein Klapprad, denn in nur drei Schritten lässt es sich zusammenklappen.
Der Vorteil von einem eMofa gegenüber eines E Rollers, der 45 km/h fahren kann, ist natürlich das frühere Einstiegsalter. Viele Hersteller bieten auf 25 km/h gedrosselte Modelle an, die später entdrosselt werden können. Der E-Roller Classico Li ist so ein Fall. Dafür braucht ihr den passenden Führerschein, ihr müsst die neue Geschwindigkeit eintragen lassen und die Versicherung umschreiben.
Kosten und Anschaffung
Der Preis für ein E Mofa geht bei ca. 1200 Euro los. Das K1, ein faltbares Elektro-Mofa mit Straßenzulassung von Lehe, kostet 1.500 Euro. Der E-Roller Classico Li ist für 2.400 Euro zu haben. Mofas ohne Elektromotor sind etwas günstiger, langfristig muss man aber mit erhöhten Mehrkosten rechnen. Wer aktuell keinen Autoführerschein (mehr) hat, profitiert ebenfalls von einem Elektro Mofa. Die Kosten für ein E-Motorrad der Premiumklasse liegen dagegen zwischen 25.000 und 30.000 Euro.
Im Vergleich zu einem Kickscooter ist ein E Roller etwas teurer, weshalb man das EMofa mit einer Alarmanlage sichern sollte. Wenn von Haus aus kein solcher Schutz vorhanden ist, lohnt es sich unserer Meinung nach, für doppelten Schutz zu sorgen. Zum einen durch die Investition in ein gutes Schloss. Zusätzlich gibt es online eine Alarmanlage, die bei Erschütterung mit ihren 113 dB für ordentlich Aufmerksamkeit sorgt.
Wartung und Unterhalt
Da beim Emofa, E Moped und E Motorrad Helmpflicht herrscht, müsst ihr in eine passende Kopfbedeckung investieren, falls ihr nicht schon einen Helm besitzt. Was die Wartungskosten angehen, ist ein Elektro Mofa wesentlich günstiger in der Instandhaltung, da es nicht so viele Teile wie bei einem Benziner gibt. Kupplung und Getriebe fallen weg. Beim E-Mofa muss nur der Akku eines Tages erneuert werden. Last but not least kommen Kosten für die Aufladung auf euch zu. Ein Blick auf die Anzeige der Tankstelle zeigt, dass der Preis für Sprit wesentlich teurer ist als für Strom. Hier lässt sich langfristig viel einsparen. Die Fahrtkosten eines E-Rollers betragen ungefähr ein Fünftel eines Benziners.
Tipps für den Kauf
Habt ihr euch entschieden, dass ein eMofa das richtige Fahrzeug für euch ist? Dann raten wir dazu, ein Fachgeschäft aufzusuchen. Dort könnt ihr mit dem E Roller auf Tuchfühlung gehen und bei einer Probefahrt feststellen, ob ihr mit der Leistung zufrieden seid, ob die Scheibenbremsen richtig zupacken und ob der Sitz tatsächlich so bequem ist, wie er auf dem Online-Bild aussieht. Außerdem bekommt ihr in einem Fachgeschäft eine professionelle Beratung und vielleicht bessere Ideen für Modelle, die eher zu euren Vorstellungen passen. Im Gegenzug ist der Preis für ein E Mofa online oft günstiger.
Förderungen
Hat z.B. Zuschüsse und Förderungen für Elektroroller sind deutschlandweit nicht einheitlich geregelt. Die Angebote variieren stark, je nach Stadt. In München gibt es bislang die höchste Prämie für Elektrofahrzeuge. Für die Neuanschaffung gibt es dort eine 25%ige Förderung des Nettopreises. Die Höhe des Zuschusses ist jedoch gedeckelt. Jetzt mit 800,- € Preisnachlass!
FAQ
- Kann ich mit meinem eMofa auch schneller als 25 km/h fahren? Es gibt durchaus ein Elektromofa, dass die Geschwindigkeit von 25 km/h überbieten kann. Solche Elektroroller können bis 45 km/h fahren, setzt aber ein anderes Mindestalter und einen Führerschein voraus.
- Besteht eine Helmpflicht beim Fahren von eMofas? Wer ein Kraftrad fährt, dessen bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 20 km/h beträgt, muss einen Helm tragen. Insofern besteht auch bei einem E Mofa Helmpflicht.
- Darf ich mit meinem eMofa auch auf Fahrradwegen fahren? Ein Elektro Mofa darf auf Radwegen fahren, sofern ein Verkehrsschild „E-Bike frei“ den Radweg kennzeichnet und der Elektro Scooter die maximale Geschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreitet.
- Wo darf ich mein eMofa in der Stadt abstellen? Da das E-Mofa versicherungspflichtig ist, wird es wie ein Auto geparkt, denn für Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Kraftfahrzeuge auch. Auf Gehwegen dürft ihr grundsätzlich nur parken, wenn es durch das jeweilige Verkehrszeichen genehmigt wird.
- Kann ich auf dem Elektromofa jemanden mitnehmen? Ab sofort können alle auf 25 km/h gedrosselten 50 ccm-Motorroller auch zu zweit gefahren werden. Selbstverständlich müssen die Fahrzeuge dann mit Sitz für den Sozius, Fußrasten, Haltegriffen etc. ausgerüstet sein. Das Segway E Moped kann mit einem Kindersitz und einem Beifahrersitz ausgestattet werden.
- Brauche ich eine Versicherung für mein eMofa? Es wird ein Versicherungskennzeichen benötigt, wenn das e Mofa mit Straßenzulassung im öffentlichen Straßenverkehr genutzt wird.
Verwandte Beiträge:
- Elektroroller 45 km/h mit Straßenzulassung: Kaufratgeber & Modelle
- 1000 Watt E-Roller mit Straßenzulassung: Test, Modelle & Kaufberatung
- E-Roller 20 km/h mit Straßenzulassung: Modelle, Gesetze & Kauftipps
- Die besten Benzin-Kindermotorräder für Kinder ab 10 Jahren – Unser großer Test & Kaufberatung!
- Ultimativer Fahrradabdeckung Test für 2 Fahrräder – So schützt du deine Bikes perfekt!
Kommentar schreiben