Beim Kauf eines E-Scooters ist die Federung ein wichtiges Kriterium. Es geht um Ihre Sicherheit! Es gibt E-Scooter ohne Federung und auch mit Federung, und das sogar schon für unter 400,- Euro! Der große Vorteil eines E-Scooters mit Federung ist, dass er komfortabler fährt und auf allen Untergründen (Kopfstein etc.) und in Kurven sicherer fährt. Also, warum sollten Sie darauf verzichten, wenn es bereits in allen Preisklassen Federung gibt?
Warum ist eine gute Federung wichtig?
Mit einer Federung lassen sich Stöße während dem Fahren abfangen. Das steigert das Fahrgefühl beim Elektroscooter, da der Fahrer nicht so durchgerüttelt wird. Außerdem wird das Material beim E-Scooter mit Federung geschont. Luftreifen können Unebenheiten zwar ausgleichen, aber je nach Untergrund fährt es sich ruhiger und angenehmer, wenn der E-Scooter gefedert ist. Je schneller man unterwegs ist und je grober der Untergrund, desto eher lohnt sich eine Federung.
Eine Federung bzw. Stoßdämpfer sind aber für Stadt und Land gleichermaßen ein Vorteil. In der Stadt ist auch nicht jeder Weg eben. Es gibt Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten und andere Unebenheiten. Da möchte man nicht jede Erbse spüren. Wer auf dem Land offroad fahren will, sollte auf jeden Fall mit einer Federung ausgestattet sein. Mindestens mit integrierten Hinterrad Stoßdämpfer oder zusätzlichen Vorderrad Stoßdämpfer. Es gibt Modelle, bei denen die Federung am Hinterrad, am Vorderrad oder an beiden Rädern verbaut wurden. Stoßdämpfer am hinteren Rad verhindern, dass Erschütterungen ungedämpft auf das Trittbrett übertragen werden.
Welche Federsysteme gibt es?
Ein E-Scooter kann mit verschiedenen Stoßdämpfungssystemen ausgestattet sein, meist in Form von Federn, hydraulischen Dämpfern oder Schwingen um Unebenheiten auf der Fahrbahn abzufangen. Günstige Gummifederungen findest Du bei kompakten Stadtmodellen. Schraubenfederung kommt bei mittleren Modellen, in Kombination mit Stoßdämpfern zum Einsatz. Die Pneumatische Luftfederung ist aufwendiger und eher selten.
Testkriterien für E-Scooter Federungen
Wir haben unseren Praxistest zur E-Scooter-Federung auf verschiedenen Untergründen durchgeführt (Kopfsteinpflaster, Asphalt, Bordsteinkanten, Schotterwege und der Härtetest im Pumptrack). Unsere Testkriterien waren:
- Der Federweg und Dämpfung, also wie tief federt der Scooter ein, und wie schnell beruhigt er sich wieder?
- Der Komfort, ob man Vibrationen in Händen und Füßen spürt.
- Ganz wichtig, die Balance und Kontrolle, damit der Scooter auch bei Unebenheiten gut steuerbar bleibt.
Die Federung verbessert die Bodenhaftung und damit auch die Bremsstabilität, was besonders bei Nässe oder unebenem Terrain wichtig ist. Selbst bei Testfahrten über Kopfsteinpflaster, Bordsteine und sogar Treppen (!) hat die Federung überzeugt.
Top E-Scooter Modelle mit Federung
Hier stellen wir Ihnen einige der besten E-Scooter mit Federung vor, die in verschiedenen Tests überzeugt haben:
1. ePowerfun
Die deutsche Marke ePowerfun wurde zum Technik-Sieger gekürt und hat gleich mehrere Modelle mit Federung im Angebot. Das günstige Einsteigermodell epf-1 hat unter dem Trittbrett eine doppelte Federung. Damit fuhr er im Test besser und sicherer als gleichteure von Xiaomi und Ninebot. Der ePowerfun epf-1 verfügt über eine integrierte Federung. Bei diesem Federungssystem sind die Federn des Stoßdämpfers nicht sichtbar. Es gibt Modelle mit zwei Federn, wie beim ePowerfun ep-1 oder mit nur einer Feder. Wir bevorzugen zwei Federn, da sich dadurch unserer Meinung nach das Kurvenverhalten verbessert.
Technik Testsieger ist die deutsche Marke ePowerfun. Das Spitzenmodell epf-2 Pulse+ bietet mit 140 Kg Traglast und einen stabilen Rahmen mit einer der besten Vollfederungen auf dem Markt. Auch die Motorpower für 35% Steigung und je nach Modelle bis 100 Km Reichweite sind enorm.
Der ePF-Pulse hat sich in Sachen Federung wirklich einen Namen gemacht. Vorne nutzt ePowerfun statt einer einfachen Teleskopgabel eine Federschwinge, die Unebenheiten sehr effektiv abfedert, selbst bei höheren Geschwindigkeiten oder Bordsteinkanten. Hinten sorgen zwei kräftige Federn unter dem Trittbrett für eine stabile Dämpfung auch bei höherer Zuladung. Die Federung ist anpassbar auf Körpergewicht oder Untergrund.
Der epf-2 Pro des deuschen Technik-Siegers ePowerfun hat eine hochwertige Vollfederung, einen entnehmbaren Wechselakku und bietet (je nach Akkuvariante) eine max. Reichweite von 100 km. In unserem Praxistest zeigte sich die Federung als ein echtes Komfort-Upgrade. ePowerfun kombiniert eine Federgabel vorne mit einer hinteren Schwingachse samt einstellbarem Stahlfederbein. Das sorgt für spürbare Dämpfung auf Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten oder jedem Untergrund. Die hintere Federung lässt sich mit einem mitgelieferten Spezialschlüssel einstellen. Das ergibt mehr Kontrolle und Komfort auch bei höheren Traglasten. Zudem wurde der Rahmen überarbeitet und fährt sehr ruhig, stabil und sicher.
2. VMAX
Der Persormance Sieger VMAX New VX2 kommt in den Varianten Hub und Gear rennt dank V-Torque Gear Getriebemotor und V-Core Gear Controller sogar 35-38% Steigung hoch. Vorne ist eine Öldruckfederung verbaut, die Stöße effektiv absorbiert und eine ruhige, kontrollierte Lenkung ermöglicht, selbst bei höheren Traglasten. Hinten kommt eine Elastomerfederung zum Einsatz. Diese ist wartungsarm, wetterfest und passt sich dem Untergrund flexibel an. Die Kombination aus beiden Systemen ergibt eine dynamische Vollfederung, die den Fahrkomfort deutlich erhöht und die Sicherheit verbessert. VMAX bietet mit dem VX2 Gear die beste Motor-Performance, eine Highend Ausstattung mit Vollfederung und wurde auch Service-Sieger.
Der VMAX VX4 ist zweifellos der stärkste vollgefederte E Scooter mit Straßenzulassung. Es gibt ihn als VX4 und New VX4. Letzterer ist mit dem neuen V-Torque R10 Direktantriebsmotor ausgestattet und erreicht eine beeindruckende Spitzenleistung von bis zu 2800 Watt, für Steigungen bis zu 40 %. Der Rest ist auch stark: max 110 Reichweite, Blinker und 150 Traglast! Der VX4 verfügt über eine Federgabel vorne mit bis zu 5 cm Federweg und eine hintere Schwungfederung. Dank dieser Kombination eignet sich der Scooter nicht nur für die Stadt, sondern auch für Offroad-Strecken und schlechte Fahrradwege. Die Federung entlastet einen spürbar bei längeren Strecken oder Kopfsteinpflaster. Die Federung ist nicht zu weich, sodass man bei höheren Geschwindigkeiten und Steigungen sicher in der Spur bleibt.
3. Egret
Die Hamburger Premiummarke Egret bietet gleich eine ganze Modellreihe mit Vollfederung: Ey! 1, Ey! 2 und Egret Ey! 3. Der Ey! 1 kommt mit max.1512 Watt und 40 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt er sauschnell und schafft starke Steigungen Die Reichweite beträgt max. 65 Km. Egret setzt ein innovatives Schwingensystem mit Polymer-Dämpfung ein. Es ist sehr dämpfend, stabil und wartungsarm. Vorne und hinten die sogenannte Einarmschwingen (beim Ey 1) oder Zweiarmschwingen (beim Ey 2 und 3). Diese Konstruktion sorgt dafür, dass auch harte Stöße effektiv abgefangen werden, ohne dass die Federung schwammig wirkt. Besonders stark zeigte sich im Praxistest die Anti-Schock-Technologie, die harte Stöße in sanfte Bewegungen umwandelt. Das Ergebnis: eine ruhige, kontrollierte Fahrt mit hoher Bodenhaftung. Mit bis zu 150 mm (z. B. beim Ey 1) bietet der leichte Scooter auch mehr Bodenfreiheit.
Der Hamburger Egret X macht es möglich. Er hat zwar ’nur‘ eine Traglast von 130 Kg, aber bietet als einer der wenigen E Scooter 12,5 Zoll Reifen für besseres Fahren auch für Schwergewichte. Er bietet mehr Drehmoment, von 35 Nm für mehr Beschleunigung an Steigungen (der Marktdurchschnitt liegt bei 15-20 Nm) und ein größeres Trittbrett. Zudem bietet die gesamte Rahmenkonstruktion mehr Sicherheit. Er ist mit einer hochwertigen Federgabel an der Vorderachse ausgestattet. Diese Frontfederung bietet einen Federweg von 20 mm und ist speziell darauf ausgelegt, Stöße durch unebene Untergründe wie Schotter, Kopfsteinpflaster oder Bordsteinkanten effektiv abzufangen. Die Kombination aus dieser Federgabel und den großen 12,5-Zoll-Gravel-Luftreifen sorgt für ein besonders ruhiges, stabiles und komfortables Fahrgefühl - auch bei höheren Geschwindigkeiten oder auf anspruchsvollem Terrain.
4. iScooter
Der iScooter T4 ist für Offroad bzw Crossfahrten im Gelände geeignet, aber er gehört dennoch zu den günstigeren Modellen. Zwei mechanische Sprungfedern (rechts und links) sorgen für stabile Dämpfung bei Schlaglöchern. Die Hinterradschwinge ist ebenfalls mit zwei Federn ausgestattet, die in geschlossenen Hülsen sitzen - das schützt vor Schmutz. Sein Nachteil: Die Federung lässt sich nicht einstellen. Durch die Vollfederung ist der Scooter etwas schwerer (ca. 24 kg). Seine sonstige Leistung (Motor und Steigfähigkeit) ist geringer, als bei den Testsiegern. In Geländetests zeigte der T4 hohe Fahrstabilität.
5. Mega SUV E-Scooter
Bevor wir beim Egret GT der Hamburger Premiummarke zur Federung kommen, ein paar Facts der Superlative: Ein starker Akku bietet 100 km Reichweite. Der GT ‚fährt’rennt‘ auf seinen größeren 13 Zoll Reifen bei Bedarf auch mit höheren Traglasten (150 kg) Steigungen von 33% hoch. Er hat zudem eine Highend Ausstattung, die alles zusammenbringt, was es gibt: Einen entnehmbaren Wechselakku, Blinker, ein Rahmenschloss, stärkere Scheibenbremsen u.v.m. Die großen Luftreifen (mit Pannenschutz) in Kombination mit der Federung zeigte im Praxistest hohen Fahrkomfort und Geländetauglichkeit. Die Vorderrad Upside-Down Öldruck-Federgabel (Teleskopgabel vom bekannten Hersteller RST) mit Öldruckdämpfung und die Hinterrad Doppelfederung mit Gewindefahrwerk (zwei Federn an der Hinterradschwinge) sind alle einstellbar je nach Untergrund und Fahrstil. Das sorgt für ruhiges Einfedern bei Schlaglöchern, Bordsteinen.
6. Segway Ninebot Max G3D
Der G3D, das vollgefederte Modell von Segway wurde mit einer sehr gut aussehenden Vollfederung ausgestattet. Wir haben uns im Praxistest angesehen, was er kann. Die Federung des Ninebot Max G3D wird von vielen Nutzern als enttäuschend empfunden - und das liegt weniger an der Technik als an der Umsetzung und Qualität. Nutzer berichten von Klappergeräuschen bei kleinen Unebenheiten, selbst auf glatten Straßen mit Fugen. Auch nach Demontage der Kunststoffteile bleibt das Geräusch bestehen - was auf Spiel in der Federgabel hindeutet. Die Federung ist laut Erfahrungsberichten zu hart abgestimmt, so dass kleine Stöße weniger abgefedert werden. Auf Kopfsteinpflaster wirkt das Fahrverhalten eher „starr“ als komfortabel. Manche vermuten „kostenoptimierte“ Federbeine. Wir haben den G3D hier gelistet, weil es einer der meist verkauften Modelle mit Federung in Deutschland ist.
Weitere Modelle
- Der iScooter E9 hat hinten unter dem Trittbrett eine Doppelfederung und ist ein sehr günstiges Einsteigermodell.
- Der Joyor E Scooter ist einer der günstigsten E Scooter mit Stoßdämpfern vorne und hinten, der auch eine Straßenzulassung hat.
- Der Ninebot ZT3 Pro ist das neueste Segway Modell mit Vollfederung und ist mit einer massiven Teleskopfeder vorne und einer Doppelfeder hinten ausgestattet.
Die 3 Testsieger in der Kategorie E Scooter mit Federung
Die Modelle ePowerfun epf-Pulse, VMAX VX2 Hub und VX4 und Egret X und GT haben die besten Federungen, die beste Leistung, die beste Fahrstabilität und Ausstattung. Alle drei sind auch unter die Servicesieger gekommen.
Wenn Sie einen günstigen E-Scooter mit Federung suchen, dann ist der iScooter E9 für die Stadt mit unter 300 Euro oder der T8 für’s Gelände mit unter 600 Euro unsere Empfehlung. Sehr leicht & günstig (um die 500 Euro) ist der coole Egret Ey 3 mit seinen Antishock Federschwingen.
E-Scooter ohne Straßenzulassung
E-Scooter über 20 km/h sind in Deutschland per Verordnung von öffentlichen Straßen verbannt, in Österreich sind immerhin 25 km/h möglich. Die schnellsten E-Scooter, auch als Hyperscooter betitelt, schaffen dreistellige km/h-Werte.
Einige empfohlene Modelle ohne Straßenzulassung sind:
- E-Scooter „G2 Max“ von Kukirin
- E-Scooter „S10S“ von Joyor
- E-Scooter „S3-11“ von Camtop
- E-Scooter „S5“ von Joyor
- E-Scooter „G3 Pro“ von Kukirin
Wichtig: Gute Schutzausrüstung ist bei diesen Modellen nicht nur empfohlen, sondern ein Muss. Eine hydraulische Federung sollte ebenso vorhanden sein wie ein hydraulisches Bremssystem.
Checkliste für schnelle E-Scooter
- Motorleistung: entscheidet über die Beschleunigung und die maximal erreichbare Geschwindigkeit.
- Reichweite: hängt stark von der Akkukapazität (Ah) ab.
- Bremsen: Auf ein duales Bremssystem mit hydraulischer und elektronischer Bremse sollte besonders bei schnellen E-Scootern nicht verzichtet werden.
- Federung: Eine hydraulische Federung ist bei schnellen E-Scootern hingegen unverzichtbar - besonders bei Offroad-Modellen.
- Bereifung: Ein gutes Reifenprofil und eine Mindestgröße von 10 Zoll bei schnelleren E-Scootern ist empfehlenswert.
Tabelle: Empfohlene E-Scooter mit Federung
| Modell | Federung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| ePowerfun epf-Pulse | Vollfederung | Technik Testsieger, hohe Reichweite |
| VMAX VX2 Hub/Gear | Vollfederung | Hohe Motorleistung, wetterfest |
| Egret X/GT | Vollfederung | Premiummarke, hohe Traglast |
| iScooter T4 | Vollfederung | Günstiges Offroad-Modell |
| Segway Ninebot Max G3D | Vollfederung | Bekanntes Modell, aber Federung umstritten |
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