Elektroroller: Eine Übersicht

Ein Elektroroller, oft auch als E-Roller oder E-Scooter bezeichnet, ist ein Motorroller mit Elektroantrieb.

Geschichte und Entwicklung

Mitte der 2010er Jahre kamen die ersten kompakten Akku-Elektroroller (E-Scooter) auf den Markt.

Ab 2018 wurden sie durch den Start von Verleihsystemen weltweit populär, was auch den Absatz von klassischen Tretrollern für Erwachsene erhöhte.

In Deutschland konnten einzelne progressive Entwicklungen wie der E-Scooter Simson SR 50-E ohne gesetzliche Förderung am Markt nicht bestehen.

Seit Sommer 2017 vertreibt der in München ansässige Hersteller GOVECS unter demselben Namen Schwalbe einen Elektroroller, der ursprünglich am ehemaligen Simson-Standort Suhl von der "efw Suhl GmbH" entwickelt wurde und dessen Formgestaltung an die Simson Schwalbe angelehnt ist.

In der Tradition des Motorradbaus in Zschopau wurde der faltbare Elektroroller Charly von der "MuZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH" entwickelt.

Modelle und Hersteller

Der GTS Elektro ist ein Elektroroller, der seit 2009 vom Importeur und Markengeber Luis Motors (Hamburg) in Deutschland verkauft wird.

Die Firma e-Wolf bot drei Elektrosportwagen ihrer Serie Alpha-Race, einen PKW und einen Van in ihrer Serie Delta-Fleet, vier Transporter der Serie Omega-Cargo und drei Elektroroller in der Serie Sigma-Scoot zum Verkauf an.

Seit 2014 ist BMW im Roller-Segment mit der C-Serie vertreten; dazu gehört auch der Elektroroller BMW C evolution.

(USA) ein selbstbalancierender Elektroroller hergestellt. Kamens bekannteste Erfindung ist der Segway Personal Transporter, ein revolutionärer Elektroroller zur Personenbeförderung.

Im Juli 2015 gründeten die beiden Studenten Valentin Dillenschneider und Etienne Mao das Unternehmen in Nancy, die ab 2014 ihre Idee umsetzen wollten, Elektroroller mit Austauschbatterien eigens für Dienstleister und Lieferservice zu entwickeln.

Rechtliche Aspekte

Elektroroller mit einer Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und einer Antriebsleistung von maximal 600 Watt werden in Österreich rechtlich wie ein Fahrrad behandelt.

Ein großes Versicherungsunternehmen fordert, für die seit Juni 2019 zugelassenen E-Tretroller/E-Scooter, für die eine Kfz-Haftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben ist, eine eigene Kategorie in der Unfallstatistik vorzusehen.

Das Beförderungsverbot für "E-Scooter" ist seit 2017 "unter bestimmten Voraussetzungen" aufgehoben.

Verleihsysteme und Sharing

Auf dem Gelände befinden sich eine Elektro-Carsharing-Station ("Flinkster", "DriveNow", "car2go"), Leihfahrräder und Pedelecs, Elektroroller-Sharing ("emmy") sowie weitere Mobilitätsangebote.

In Kooperation mit BLT (Baselland Transport AG) und Basler Kantonalbank (BKB) wurde 2018 das Sharing-System "Pick-e-Bike" für E-Velos und E-Scooter aufgebaut.

Mit ihr wird das Ziel verfolgt, den Radverkehr zu fördern und die Behinderungen für Fußgänger durch abgestellte Fahrräder (und zukünftig abgestellte E-Scooter) zu verringern.

Zudem sind die E-Scooter-Anbieter Bolt, Bird, Lime und TIER in der Stadt aktiv.

Im Mai 2019 investierte Rosberg in das Berliner E-Scooter-Startup Tier Mobility.

Seit Mitte Mai 2020 hat die Firma Tier Mobility 150 E-Scooter im Stadtgebiet verteilt.

November 2019 200 rote E-Scooter in der Stadt Zürich angeboten.

Bird verwendete anfangs die Fahrzeuge "Xiaomi M365" und "Ninebot ES2" Elektroroller. Alle diese Rollermodelle konnten bis zu 25 km/h schnell fahren und hatten eine Reichweite von rund 30 km.

Aktuelle Trends

E-Scooter erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

2019 wurden 774 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer gestoppt, davon waren 414 mit einem E-Scooter unterwegs.

Nur noch die Durchfahrt für Linienverkehr, Taxen, E-Scooter, Radfahrer und Lieferverkehr wurde gestattet.

Im selben Jahr wurde zusammen mit BMW der erste E-Scooter vorgestellt.

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