Elektroroller für behinderte Menschen: Test, Vergleich und Kaufberatung

Wer im Alter oder durch Unfall an Bewegungsfähigkeit verliert, kann sie mit einem Elektromobil zumindest zum Teil zurückgewinnen. Ein Elektromobil bietet somit Menschen mit Gehbehinderungen und -einschränkungen eine optimale Erleichterung im Alltag und ermöglicht älteren Menschen, aktiv am Leben teilzunehmen.

Was ist ein Elektromobil?

Bei einem Elektromobil handelt es sich um ein Scooter, welches Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hilft, längere Strecken zurückzulegen. Im Gegensatz zu anderen Mobilitätshilfen wie zum Beispiel aus unserem Rollator Test oder Rollstuhl Test wird ein Elektro Scooter durch einen Elektromotor angetrieben. Senioren E Scooter sind sehr leise und umweltfreundlich.

Synonyme und Abgrenzungen

Elektromobile haben viele verschiedene Synonyme. Beliebte alternative Bezeichnungen in unserem Elektromobil Test sind Scooter bzw. Ein Elektromobil zählt zu den Krankenfahrstühlen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Wer darf einen Senioren Scooter fahren?

Doch wer darf überhaupt alles ein Elektromobil für Senioren fahren? Brauchen Sie dafür einen Führerschein, und gibt es sonstige Voraussetzungen? Um diese Fragen abschließend klären zu können, ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Seniorenmobilen zu unterscheiden.

Parken mit dem Elektromobil

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wo man den Senioren Scooter parken kann. Sie sollten ihr Fahrzeug beim Parken wie ein Fahrrad betrachten. Wird das Elektromobil Senioren nur kurzzeitig abgestellt, können Sie es überall dort parkieren, wo auch Räder erlaubt sind. Sie können es also auch auf dem Bürgersteig vor dem Laden abstellen, solange andere Fußgänger noch genügend Platz haben.

Gesetzliche Bestimmungen

Laut § 24 Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Sie mit motorisierten Krankenfahrstühlen in Schrittgeschwindigkeit überall dort fahren, wo auch Fußgängerverkehr zulässig ist. Ist das Gerät schneller als 10 km/h, so weist es eine Straßenzulassung auf und kann auch im Straßenverkehr, so z.B. auf Radwegen oder gängigen Straßen (aber nicht auf Autobahnen!) teilnehmen.

Hinweis: Die Modelle aus dem Elektro Scooter Senioren Test, die nicht schneller als 10km/h fahren, dürfen überall dort eingesetzt werden, wo auch Fußgänger zulässig sind. Bei allen Elektromobilen für Senioren bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h besteht keine Helmpflicht. Aber Fahrradhelme sind generell empfehlenswert.

Von der Gurtpflicht sind Sie als Fahrer bzw. Ist ein Radweg vorhanden, sollte man diesen nutzen, statt den Verkehr zu behindern. Eine vorschriftsmäßige Beleuchtung, Bremsen an beiden Rädern, eine Klingel sowie eine ausreichende mechanische Stabilität sind Voraussetzungen, um mit dem Rentner Scooter auf der Straße zu fahren. Beim Kauf von einem Seniorenmobil, welcher für die Straße zugelassen ist, ist somit auch stets eine Betriebserlaubnis inkludiert. Ist diese nicht vorhanden, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch Punkte in Flensburg.

Fährt das Elektromobil 15 km/h oder schneller, ist eine Fahrerlaubnis (mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung) erforderlich. Eine Fahrerlaubnis benötigen jedoch nur diejenigen, die nach dem 01.April 1965 geboren sind. Wer ein Elektromobil Senioren auf öffentlichen Straßen fährt, ist zudem verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Sie sind nicht mehr in der Lage, selber Auto zu fahren, tun sich auch zu Fuß schwer und benötigen eine Gehhilfe, aber wollen trotzdem mobil bleiben? Dann ist ein elektrisches Mobil womöglich das Richtige für Sie. Sie suchen für sich oder einen Angehörigen einen passenden Krankenfahrstuhl? Dann schauen Sie in unserem Elektromobil Vergleich und wählen das optimal passende Modell aus.

Wichtige Kriterien

  • Faltbarkeit oder Zerlegbarkeit: Das E-Mobil sollte vor allem faltbar oder zerlegbar sein. Dadurch können Sie schnell und platzsparend verstaut werden.
  • Verstellbarer Sitz: Weiterhin empfehlen wir einen verstellbaren Sitz.
  • Außenspiegel: Außenspiegel ermöglichen eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr.
  • Geschwindigkeit: Die Geschwindigkeit entscheidet maßgeblich über Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Die meisten Modelle im Elektromobil Vergleich fahren 6 km/h, sodass Sie außer den üblichen Verkehrsregeln nicht weiter zu beachten haben. Die restlichen Senioren Scooter fahren nicht schneller als 25 km/h und haben eine Straßenzulassung.
  • Reichweite und Batterie: Auch Gefälle kann ein Krankenfahrstuhl überwinden. Die maximale Reichweite und Kilometerzahl der Elektromotorroller im Elektromobil Test wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: der Aufnahmekapazität der Batterie und der tatsächlichen Höchstgeschwindigkeit. Einige Modelle in unserem Seniorenmobil Test wie der Invacare Senioren Scooter LEO rot und der KYMCO Spiekeroog sind leistungsstark und besitzen eine große Reichweite von über 30 Kilometer. Die Leistung der Batterien im Elektromobil Vergleich ist sehr unterschiedlich und hängt von den verschiedenen Akkus ab. Einen besonders leistungsstarken Akku in unseren Elektromobil Test hat unser Testsieger, das INVACARE Seniorenmobil Leo Rot mit einer Akkuleistung von 2 x 40 / 36 V. Lithiumbatterien haben im Krankenfahrstuhl Vergleich eine höhere Reichweite als Bleibatterien.
  • Ladevorgang: Ein Elektromobil für Senioren aufzuladen ist kinderleicht und gut im Alltag integrierbar. Tatsächlich benötigen Sie nur das mitgelieferte Ladekabel und eine normale 230 Volt Steckdose für die im Elektromobile für Senioren Test bewerteten Fahrzeuge. Außerdem können die Geräte unterwegs auch an einer e-Tankstelle angesteckt werden. Der Ladevorgang bei den Elektro Scootern dauert in der Regel etwa 4 bis 8 Stunden. Wichtig dabei ist, dass Sie vor dem Aufladen das Gerät ausschalten und den Zündschlüssel entfernen.

Kosten und Finanzierung

Was kostet ein gutes Elektromobil? Der Anschaffungspreis für ein Elektromobil im Test ist sehr unterschiedlich. Das günstigste Seniorenmobil in unserem Vergleich ist der KYMCO Miniscooter K-Lite für 999€, auch das INVACARE Leo und der KYMCO Spiekeroog sind verhältnismäßig günstig.

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Sie möchten ein Gefährt anschaffen? Es gibt auch die Möglichkeit, die Elektro Scooter für Senioren von der Krankenkasse bzw. Pflegekasse übernehmen zu lassen. Bevor ein E-Mobil beschafft wird, muss allerdings eine ärztliche Verordnung zur Notwendigkeit vorliegen. Auch empfiehlt sich vorab eine Klärung mit der Versicherung, ob und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden.

Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen sind alle bezuschussbaren Hilfsmittel in Deutschland gelistet. Im Abschnitt 18-51-05 sind Elektromobile und deren Voraussetzungen gelistet. Zu beachten ist, dass nur E-Mobile bis 15 km/h bezuschusst werden.

Gebrauchtkauf und Miete

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, ein Seniorenmobil gebraucht zu kaufen. Jedoch sollten dabei einige Dinge beachtet werden. Die Übernahme eines Seniorenmobils von einer Privatperson kann nachteilig sein, denn Privatverkäufer können eine Gewährleistung ausschließen. Deswegen sollten Sie auch gebraucht ein Elektromobil Senioren bei einem gewerblichen Händler kaufen, da dieser mindestens ein Jahr Gewährleistung geben muss.

Aber ein Krankenfahrstuhl kann auch ausgeliehen werden. Gerade im Urlaub sind Mietroller sehr beliebt. Damit kann der Urlaubsort bequem erkundet werden. Am besten enthält der Leihvertrag eine Vollkaskoversicherung.

Tests und Vergleiche

Der Senioren Elektromobil Vergleich gibt einen generellen Überblick über den Markt. Trotzdem sollten Sie beim Kauf die Nutzung des Seniorenmobils bedenken. Inzwischen gelten Leistungsstärke, Reichweite und Fahrkomfort beim Thema Senioren Scooter als selbstverständlich. Was den Weg für noch mehr Vielfalt, Wahlfreiheit und (Farb-)Designs ebnet, die den Fahrer von der Masse abheben.

Der Touring Club Schweiz hat nun sieben E-Mobile geprüft. Im Blick der Teste­rinnen und Tester waren Kriterien wie Reich­weite, Beleuchtung, Bremsen, Sitz, Räder und Reifen. Vier Modelle bewältigten den Testparcours mit dem Prädikat „sehr empfehlens­wert“.

Empfehlenswerte Modelle

Eins der vier besten E-Mobile im Test des Touring Club Schweiz ist der Steck Mobil Luxor. In Deutsch­land wird er unter dem Namen Life & Mobility Mezzo 4 verkauft und kostet in der geprüften Konfiguration 6 135,64 Euro*. Er lässt sich einhändig bedienen. Display, Bremse und Stauraum gefallen. Auch der von den Schweizer Testern empfohlene Kyburz DX2 ist in Deutsch­land erhältlich. Er kostet ab 14 280 Euro, hat ebenfalls viel Stauraum und bietet mit 120 Kilo­metern die größte Reich­weite aller E-Mobile im Test. Der Sitz des Kyburz ist leider wenig komfortabel, das Display schwer einsehbar.

Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger

Das Invacare Senioren Elektromobil überzeugte uns als Vergleichssieger, da er alle Standard Ausstattungsmerkmale in hoher Qualität aufweist. Der Motor und die Akkus sind leistungsstark, es handelt sich um ein robustes, sicheres und hochwertiges Einsteiger E-mobil. Außerdem lässt sich der Elektro Scooter werkzeuglos zerlegen und Sitz, Armlehnen und Lenksäule sind verstellbar. Auch der Preis lässt sich sehen - somit ist das Invacare Leo der Sieger im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Weitere Modelle

  • Invacare Orion Metro: Neben der gängigen Standard Ausstattung kommt dieser mit ein paar Extras daher, mit diesen auch das Fahren auf unebenem Gelände gut möglich ist. Zum einen weist das Seniorenmobil eine einstellbarer Einzelrad-Federung, zum anderen eine Geschwindigkeitsdrosselung bei Kurvenfahrten sowie vier Transportbefestigungsbügel auf.
  • Vintage Mobility VINTAGE MOBILITY R7S Spitzbergen (15 km/h): LED Beleuchtung, geländetauglich, Heckbox abschließbar, große Bodenfreiheit, LCD Cockpit, 2 Rückspiegel, kräftiger & durchzugsstarker Motor, drehbarer Sitz XXL tauglich großes Display.
  • Afikim AFIKIM Afiscooter S4 (15 km/h): Mit bis zu 60 km Reichweite, starkem Motor und sicherer Vollfederung bringt Sie der Afikim Afiscooter S4 überall entspannt und zuverlässig ans Ziel.
  • Pride Pride CX-4 (15 km/h) XXL Outdoor Elektromobil: Das Pride CX-4 ist die perfekte Wahl für alle, die ein leistungsstarkes, komfortables und sicheres Elektromobil für den Außenbereich suchen. Sie bekommen moderne Technik, hohe Reichweite und maximale Sicherheit. bewältigt fast jedes Gelände Vollfederung LCD-Display große Reifen.
  • SHOPRIDER SHOPRIDER 889 AE Pico (15 km/h): Starker Motor, große Räder, breiter Radstand, 15 km/h Höchstgeschwindigkeit, Reichweite bis 50 km dank 75 Ah Batterien, Vollfederung, Beleuchtung nach StVO inkl. Blinker und Hupe.
  • KYMCO Healthcare KYMCO Föhr 4 ForU (15 km/h) Elektromobil: Der Föhr 4 ForU von KYMCO bietet Ihnen auf jeder Bühne eine hervorrangede Leistung. Dank des geringen Wendekreises können Sie auch in engeren Situationen problemlos navigeren. Die starken 80 Ah Akkus bieten eine Reichweite von bis zu 50km. mit bis zu 200 kg belastbar.
  • EXCEL EXCEL Outback (15 km/h) - Elektroscooter: Mit und ohne Dach verfügbar! Erleben Sie die beeindruckende Leistung und das moderne Design des außergewöhnlichen Elektromobils Excel Outback. Untergrund und Beschaffenheit der Straße spielen bei... LCD Display LED Beleuchtung.

Tipps und Hinweise

  • Akkuleistung: Bei der Auswahl eines E-Mobils sollten Interes­senten auch auf die Akku­leistung achten. Die Reich­weite sollte zu den eigenen Bedürf­nissen passen. E-Mobile haben oft Bleiakkus - und die verlieren bei Kälte an Leistung. Tipp: Fragen Sie beim Kauf nach dem Batteriealter. Ab zwei Jahren sinkt die Leistung. Lässt sie all zu sehr nach, muss ein Ersatz­akku her.
  • Kostenübernahme durch Krankenkasse: Vor­aussetzung für die Über­nahme der Kosten durch die Krankenkasse ist eine ärzt­liche Verordnung. E-Mobile müssen im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen gelistet sein. Die Kassen zahlen führer­scheinfreie Mobile mit einer Höchst­geschwindig­keit bis 6 km/h.
  • Teilnahme am Straßenverkehr: Schwerbehinderte mit Merkzeichen G oder AG können mit ihrem E-Mobil meist in öffent­lichen Verkehrs­mitteln mitfahren. Welche Regeln für die Mitnahme von E-Mobilen vor Ort gelten, lässt sich bei den lokalen Verkehrs­betrieben erfragen. In jedem Fall gilt: Die Mobile müssen per Piktogramm (siehe Bild) vom Hersteller als sicher trans­portabel gekenn­zeichnet sein.
  • Abstellen im Treppenhaus: Menschen mit Behin­derung dürfen Gehhilfen wie Roll­stühle und E-Mobile im Treppen­haus abstellen. Darüber hinaus haben Menschen mit Behin­derung gegen­über Vermieter oder Eigentümer­gemeinschaft Anspruch auf Baumaß­nahmen. Darunter kann die Erlaubnis zum fachgerechten Einbau einer Ladedose für E-Mobile im Treppen­haus fallen - besonders wenn auch das kleinste E-Mobil nicht in den Aufzug passt. Oder wenn Betroffene körperlich nicht in der Lage sind, ausbaubare Akkus zum Laden in die Wohnung zu schleppen.
  • Versicherung: Ob im Treppen­haus abge­stellte Elektromobile etwa gegen Diebstahl versichert sind, sollten Betroffene stets bei ihrer Hausrat­versicherung erfragen.

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