Die Elektromobilität gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei den elektrischen Motorrollern. Diese bieten ausreichend Reichweite für den Stadt- und Pendelverkehr, und viele Modelle lassen sich dank herausnehmbarer Akkus bequem in der Wohnung aufladen. Der ADAC hat Elektroroller der Führerscheinklasse A1 (Leichtkrafträder) zwischen 3700 und 7000 Euro getestet.
ADAC Test des Futura Robo-S
Die Roller kamen erst mit mehrmonatiger Verspätung in Deutschland an, inzwischen hat aber auch der Futura Robo-S einen separaten Einzeltest unter den gleichen Bedingungen wie die Konkurrenten absolviert. Dabei hat der Robo-S insgesamt die Test-Note 2,7 erreicht.
Positiv überrascht hat die Tester nicht nur der im Vergleich günstigste Anschaffungspreis von 3.699 Euro, sondern dass der Robo-S in punkto Verarbeitung oder Reichweite auch mit etablierten Konkurrenten wie dem NIU NQI GT mithalten kann. In Deutschland vertreibt die Firma Dr. Ferrari GmbH den E-Roller als Futura Robo-S.
Der Roller überzeugt mit cleveren Details wie einem Fingerabdruckscanner, einer Rückenlehne für Mitfahrer/innen und der Möglichkeit, Wartungen und Reparaturen auch zuhause durchführen zu lassen. Insgesamt macht der E-Roller einen durchdachten Eindruck: Er bietet praktische Ablagemöglichkeiten, ist angenehm leicht und ordentlich verarbeitet.
Beim Antrieb herrscht Licht und Schatten: Der Robo-S punktet mit einem niedrigen Stromverbrauch, kurzen Ladezeiten und der Möglichkeit, die beiden Akkus zum Laden zu entnehmen. Negativ fielen neben einer fehlenden Reichweitenanzeige und der mit abnehmendem Akkustand abfallenden Höchstgeschwindigkeit vor allem die sehr schlechte Dosierbarkeit des Elektromotors auf.
Dem Hersteller ist dieser Kritikpunkt inzwischen bekannt, seit November 2020 wird beim Robo-S ein neuer Gasgriff mit besserer Dosiermöglichkeit verbaut. Wer öfter zu zweit unterwegs ist, sollte die Zuladung im Auge behalten. Diese fällt mit insgesamt 147 Kilogramm eher gering aus, das zulässige Gesamtgewicht wird dadurch schnell überschritten.
ADAC Testurteil für den Futura Robo-S
Testergebnis gesamt: 2,7
- Alltagstauglichkeit: 2,4 (25 % Gewichtung)
- Ergonomie: 3,4 (25 % Gewichtung)
- Antrieb: 2,6 (25 % Gewichtung)
- Fahreigenschaften: 2,5 (25 % Gewichtung)
Allgemeine Daten des Futura Robo-S
- Preis: 3699 Euro
- Antriebsart: Radnabenmotor
- Spitzen-/Dauerleistung: 4,0/3,6 kW
- Batteriekapazität: 2,88 kWh (2 x 1,44 kWh)
- Akkutyp: Lithium-Ionen
- Leergewicht/Zuladung: 104/147 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h (Herstellerangabe)
- Reichweite: 76 km
Weitere Futura Modelle im Überblick
Neben dem Robo-S bietet Futura eine Vielzahl weiterer Elektroroller Modelle an, die sich in Design, Leistung und Ausstattung unterscheiden.
Futura Falcon 3400
Die Motorleistung des e-Rollers Futura FALCON beträgt konstant 2400 Watt und maximal 3400 Watt - das entspricht 4,4 PS! Die starke Beschleunigung ist ein großer Vorteil. Die maximale Reichweite beträgt 80 km im ECO-Modus (1. Gang) sowie 65 km im Speed-Modus (3. Gang).
Der enthaltene Lithium-Ionen-Akku lässt sich binnen vier Stunden wieder voll aufladen. Da sich dieser unterhalb des Staufachs befindet, ist er nicht so leicht zugänglich wie bei anderen Modellen - dafür kannst du dich über ausreichend Platz für deinen Helm freuen. Hochwertige Scheibenbremsen am Vorder- und Hinterrad garantieren bei diesem Motorroller einen kurzen Bremsweg.
Der Futura FALCON 3400 eignet sich ideal für größere und schwerere Personen sowie für alle, die auf möglichst viel PS aus sind. Steigungen nimmt der e-Roller mit drei Gängen zuverlässig mit, was sich in bergiger Umgebung bezahlt macht.
Futura ONE
Der Elektroroller Futura ONE ist ein top Einsteigermodell. Der Roller ist zunächst mit einer Motorleistung von maximal 2000 W ausgewiesen, was schon mehr als genug für 2 Personen ist. Auf konstanten 1600 Watt und einer Reichweite von 60 km ist das Modell für Stadttouren optimal und die maximalen 45 km/h sollten auch nicht abschrecken.
Was mich aber mehr freut, ist der herausnehmbare Lithium-Ionen Akku. Der Akku wiegt 9 kg und ist nach eigenen Angaben für ca. 800 bis 1.000 Ladungen an einer handelsüblichen Steckdose ausgelegt. Danach soll der Akku immer noch 80% seiner Ladekapazität besitzen. Die Ladedauer ist mit 4 Stunden recht kurz.
Der Elektroroller Futura One ist ein klasse Einsteigermodell und nach dem Preis auch eigentlich ein „no brainer".
Kundenbewertungen und Erfahrungen
Die Erfahrungen der Kunden mit den Futura Elektrorollern sind vielfältig. Einige loben den freundlichen und kompetenten Service, die schnelle Lieferung und die gute Qualität der Fahrzeuge. Andere bemängeln den Service nach dem Kauf, insbesondere bei technischen Problemen und fehlenden Anleitungen.
Positive Rückmeldungen
- Schnelle Lieferung und einfache Kaufabwicklung
- Freundlicher und kompetenter Kundenservice
- Gute Qualität der Fahrzeuge
- Viele Hilfe-Videos und Anleitungen online verfügbar
Negative Rückmeldungen
- Mangelhafter Service nach dem Kauf
- Fehlende Anleitungen und technische Unterstützung
- Transportschäden und technische Defekte bei der Lieferung
- Hoher Kaufpreis für nicht viel Gutes
Worauf sollte man beim Kauf eines E-Rollers achten?
Wer sich für einen E-Roller interessiert, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt machen. Die Roller fallen unterschiedlich groß aus; wer lange Beine hat, behindert womöglich mit seinen Knien den Lenkeinschlag. Bei großen Rollern wiederum kommen kleinere Menschen nicht mit beiden Füßen auf den Boden.
- Probefahrt: Unbedingt vor dem Kauf eine Probefahrt machen.
- Akkutyp: Modelle mit fest verbautem Akku lassen sich nur per Kabel an der Steckdose oder an Ladestationen aufladen. Dagegen können herausnehmbare Akkus bequem in der Wohnung Strom tanken und bieten so mehr Flexibilität.
- Reichweite: Gut überlegen, welche Fahrstrecken tatsächlich anfallen.
- Förderung: Einige Städte bieten eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Rollers an.
- Wartung: Man sollte die Wartungs- und Stilllegungshinweise der Hersteller befolgen, da der Akku bei mehrwöchiger Nichtnutzung Schaden nehmen kann.
- Autobahn: Hat der Roller eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h, darf man damit auch die Autobahn befahren.
Gesetzliche Bestimmungen für E-Roller
Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Elektroroller dann für den Straßenverkehr zugelassen ist, wenn die oben genannten Punkte erfüllt sind. Vor allem die gültige Betriebserlaubnis ist entscheidend. Ohne eine Betriebserlaubnis erhalten Sie keine Versicherungsplakette. Besitzt der E-Roller keine der genannten Merkmale, dann dürfen Sie den Roller nicht auf der Straße führen.
- Helmpflicht
- Straßenbenutzungspflicht
- Versicherungspflicht
- Richtiger Führerschein (abhängig von Maximalleistung des E-Rollers)
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