Informationen zum Lithium-Ionen-Akku für Elektroroller

Der Elektroroller Akku ist ohne Frage das Herzstück eines E-Scooter und eines der wichtigsten Bauteile. Immerhin versorgt die Batterie den Elektromotor mit Strom. Damit gibt die Kapazität und die Qualität des Akkus vor, wie weit du mit deinem E-Scooter kommst. Alle Infos rund um das Thema Laden, Reichweite, Wartung und Pflege haben wir.

Die Reichweite eines Elektroroller Akkus

Die Reichweite eines E-Scooter Akku kann stark variieren. Je nachdem, für welches Modell und welchen Hersteller du dich entscheidest. Je höher die Qualität, desto größer die Reichweite. In der Regel liegt sie bei den meisten Elektroroller-Herstellern zwischen 20 und 40 Kilometern. Übrigens: Mit deinem unu Elektroroller kommst du bei voll geladenem Akku bis zu stattliche 50 Kilometer weit. Das ist insbesondere in der Stadt mehr als genug.

Was macht einen guten Elektroroller Akku noch aus?

Der beste Standard im Bereich der E-Mobilität sind aktuell Elektroroller Akkus aus Lithium-Ionen-Zellen. Sie werden unter anderem in Elektroautos verbaut und sind besonders leistungsstark.

Wie kann ich den Elektroroller Akku wieder aufladen?

Und da wir gerade den Ladeprozess ansprechen: Der ist bei den meisten Elektroroller Herstellern relativ benutzerfreundlich. Bei unu öffnest du einfach die Sitzbank, entnimmst den Akku und lädst ihn zuhause auf. Den Akku des unu Scooter Pro stellst du auf die schicke unu-Ladestation und er lädt sich in absoluter Stille auf.

Den Akku des unu Scooter Move kannst du ebenfalls ohne Probleme zuhause aufladen, nur ohne Ladestation- dieser Akku lädt über ein Ladekabel auf. Dabei dauert es auch beim unu Scooter Move gerade einmal 5 Stunden, bis der Elektroroller Akku wieder auf 70% geladen ist - und 7 Stunden, bis er voll ist. Ist der Akku voll geladen, wird der Ladevorgang automatisch beendet. Du kannst zwischenzeitlich immer via LED-Leuchtanzeige (unu Move) oder LCD-Leuchtanzeige (unu Pro) an der Batterie selbst den Ladezustand checken. Beim unu Scooter Move etwa, erlöschen die LEDs, wenn der Akku voll geladen ist (und die LEDs des Ladegeräts grün leuchten).

Elektroroller Akkus: Wartung und Pflege

Du möchtest die Lebensdauer deines Akkus verlängern und dafür sorgen, dass du lange etwas davon hast? Super! Diese Tipps helfen dir bei der Wartung und Pflege all unserer unu Scooter Modelle:

  1. Versuch, darauf zu achten, den Akku nicht ständig zu 100 Prozent aufzuladen. Und auch wiederum nicht so lange mit deinem E-Scooter durch die Gegend zu fahren, bis gar keine Energie mehr übrig ist. Auch kleine Teilladungen sind in jedem Fall empfehlenswert, um die Lebensdauer deines Akkus zu erhöhen.
  2. Du solltest dementsprechend deinen Lithium-Ionen Akku nicht zu voll (über 90%) oder zu leer lagern (unter 10%). Das Optimum ist eine Ladung von 60 bis 70%, insbesondere, wenn du deinen Akku für längere Zeit lagern möchtest.
  3. Setze deinen Elektroroller Akku keinen Temperaturen unter Minus 20 Grad und über 50 Grad aus.
  4. Generell mögen Akkus keine Kälte. Sprich: Wenn der Elektroroller über Nacht draußen steht - oder im Winter einige Zeit kalt bleibt - dann solltest du den Akku immer mit in die Wohnung nehmen.
  5. Sollte dein Akku in der kalten Jahreszeit seltener zum Einsatz kommen, ist es sinnvoll, ihn alle zwei Monate mindestens zur Hälfte aufzuladen. Ansonsten werden die Lithium Ionen Batterien “Tiefenentladen”. Das kann sie dauerhaft beschädigen.
  6. Regelmäßiges Aufladen bei Elektroroller Akkus ist im Übrigen bei den meisten Herstellern auch die Voraussetzung für die Garantie.
  7. Wichtig bei der Pflege des unu Scooter Move Akkus: Sollte der Akku aus einer Höhe von 30cm oder höher auf den Boden fallen, überprüfe bitte, ob der Akku Dellen oder kleine Risse aufweist.

Du siehst: Die Wartung und Pflege deines Akkus für den Elektroroller ist einfach und kostengünstig. Du brauchst keine Vorkenntnisse und kannst dich ganz einfach selbst um den Zustand deines Elektrorollers kümmern, egal ob unu Scooter Move oder Pro. Ganz im Gegensatz zu Benzinrollern. Da musst du auf Dinge wie Ölstand, Zündkerzen und Luftfilter achten. Generell weist ein benzinbetriebener Motor bei Rollern zudem viel mehr Verschleißteile auf.

Lithium-Ionen-Akkus im Detail

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) sind aktuell die am häufigsten verwendeten Akkus in Elektrorollern.

Vorteile:

  • Hohe Energie-Dichte: Li-Ion-Akkus haben eine höhere Energie-Dichte als Blei-Säure-Akkus, was bedeutet, dass sie mehr Energie pro Gewichtseinheit speichern können.
  • Längere Lebensdauer: Li-Ion-Akkus haben eine längere Lebensdauer als Blei-Säure-Akkus.

Nachteile:

  • Höherer Preis in der Anschaffung
  • Kapazitätsverlust nach ca. 800 Ladezyklen möglich (Akkutausch ab ca. 1.
  • Lade- und Entladezyklen: Li-Ion-Akkus haben eine begrenzte Anzahl von Lade- und Entladezyklen und ihre Kapazität nimmt mit jedem Zyklus ab.
  • Sicherheit: Li-Ion-Akkus können bei falscher Handhabung oder Beschädigung überhitzen und Feuer fangen.

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4)

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) gelten als besonders sicher und extrem langlebig.

Maximierung der Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus sind das Herzstück vieler moderner Geräte, von Elektrorollern, eScootern, Seniorenmobilen bis hin zu Smartphones. Doch wie lange halten sie, und wie maximiert man ihre Lebensdauer? Dieser Artikel beleuchtet die Fakten und gibt praktische Tipps für den Alltag.

Verständnis der Ladezyklen

Ein Ladezyklus bezieht sich nicht nur auf eine einzelne Vollaufladung von 0% auf 100%, sondern summiert sich aus Teilaufladungen. So zählen zwei Aufladungen von 50% auf 100% oder fünf von 60% auf 80% ebenfalls als ein voller Zyklus. Nach etwa 1000 Zyklen behält der Akku rund 80% seiner ursprünglichen Kapazität. Das bedeutet, dass bei einer anfänglichen Reichweite von 70 km nach dieser Phase immer noch eine beachtliche Reichweite von 63 km erhalten bleibt.

Leistung über Ladezyklen

  • Bis 600 Ladezyklen: Der Akku behält 90% bis 100% seiner ursprünglichen Kapazität.
  • 600 bis 1.000 Zyklen: Die Kapazität fällt auf 80% bis 90%.
  • 1.000 bis 2.000 Zyklen: Die Kapazität variiert zwischen 70% und 90%.

Im Laufe der Zeit und über Tausende von Kilometern hinweg bleibt die Leistungsfähigkeit eines eRollers bemerkenswert stabil. Nach 87.210 gefahrenen Kilometern bietet ein eRoller beispielsweise immer noch eine Reichweite von mehr als 35,7 km - weit mehr als die tägliche Nutzung erfordert.

Kosten einer Volladung

Am Beispiel des NIU N-Sport 45 km/h mit einer Akkukapazität von 1.740 Wh und einem angenommenen Energieverlust von 10% durch Wärmeverluste kostet eine Volladung bei einem Strompreis von 0,50 € pro kWh nur 0,87€.

Stromkosten pro 100 km

Basierend auf einem Verbrauch von 35 Wh/km und unter Berücksichtigung des Energieverlustes kosten 100 km bei einem Strompreis von 0,50 € pro kWh lediglich etwa 1,70 €.

Wichtige Kennzahlen: Ah vs. Wh

Für eRoller-Nutzer sind vor allem die Wattstunden (Wh) ausschlaggebend, da diese die tatsächliche Reichweite und Leistung des Akkus besser abbilden als die Ampere-Stunden (Ah).

Umgang mit dem Akku

Lithium-Ionen-Akkus profitieren von häufigem Teilaufladen und sollten nicht tiefentladen werden. Tiefentladungen können den Akku irreparabel beschädigen. Es wird empfohlen, den Akku regelmäßig zu laden und ihn bei moderaten Temperaturen zu lagern, um seine Lebensdauer zu maximieren.

Was Lithium-Ionen-Akkus nicht mögen

Missachtung und Kälte können Lithium-Ionen-Akkus ernsthaft schaden. Eine langfristige Lagerung in kalten Umgebungen oder bei Tiefenentladung sollte vermieden werden, um die Leistungsfähigkeit des Akkus nicht zu beeinträchtigen.

Vorteile von Elektro-Rollern

Neben der Effizienz und Langlebigkeit ihrer Akkus bieten Elektro-Roller zahlreiche weitere Vorteile gegenüber traditionellen Fahrzeugen: keine Ölwechsel, kein Bedarf an Kühlflüssigkeit oder Luftfiltertausch und ein deutlich reduzierter Verschleiß von Bremsbelägen dank der Motorbremswirkung.

Welche Akkusorten gibt es bei E-Scootern?

Einfach gesprochen ist der Akku einer der fundamentalen Bestandteile unseres E-Scooters. Ist dieser entladen, nicht eingebaut oder defekt, dann ist auch ein E-Roller nichts anderes als ein normaler Kickroller. In der Praxis setzen die Hersteller auf verschiedene E-Scooter-Akkus. Folglich können wir auch verschiedene Reichweiten, Leistungen und Ladedauern beobachten.

  • Der Blei-Gel-Akku
  • Lithium-Ionen-Akku
  • Lithium-Polymer-Akku

Das Auslaufmodell: Der Blei-Gel-Akku

Beim Blei-Gel-Akku handelt es sich rein technisch gesehen um ein Auslaufmodell. Diese Akku-Technologie existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert. Grundsätzlich gilt das Blei-Gel-Akku als besonders robust und erweist sich zudem als kälteresistent - ein großer Vorteil gegenüber anderen Akkumulatoren. Nichtsdestotrotz überwiegen die Nachteile in Form des hohen Gewichts sowie der zu geringen Energiedichte. Letztere ist auch ein Grund, weshalb die Ladezeiten bei einem Blei-Gel-Akku signifikant höher als bei Akkus, welche auf einer anderen Technologie basieren, sind.

Der Lithium-Ionen-Akkus ist der beliebteste E-Scooter-Akku

Blicken wir auf die meisten E-Scooter, die sich aktuell am Markt befinden, dann besitzen die meisten Modelle einen Lithium-Ionen-Akku. Bekannt sind diese Akkus vor allen Dingen aus wichtigen Technikgeräten wie Laptops oder Smartphones. Eine Besonderheit dieser Akkus ist die niedrige Selbstentladung. Ein moderner E-Scooter-Akku, der auf der Lithium-Ionen-Technologie basiert, hält im Regelfall um die 5 Jahre. Oftmals sprechen die Hersteller von den Ladezyklen. Ein Ladezyklus beschreibt einen Ladevorgang bis zu 100 Prozent. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten zwischen 500 und 1.000 Zyklen. Allerdings sind die Akku auch nach dieser Zeit nicht zwangsweise defekt. Außerdem können Lithium-Ionen-Akkus nicht überladen und somit kaputt gehen. Auch eine Memory-Funktion, welche in der Vergangenheit für viel Ärger sorgte, gibt es hier nicht mehr. Hast du alte Akkus bereits mit einer Kapazität von 30 % geladen, dann standen dir anschließend nur 70 % zur Verfügung.

Die Zukunft der E-Scooter-Akkus, der Lithium-Polymer-Akku

Die wohl neuste Technologie in Sachen Akkus sind die Lithium-Polymer-Akkus. Diese ähneln stark den Lithium-Ionen-Akkus. Allerdings gibt es einen entscheidenden Vorteil, denn ein solcher Akku ist formbar. Nichtsdestotrotz konnte sich das Modell bisher nicht vollends durchsetzen.

Hohe Reichweite bei E-Scooter-Akku

Die Reichweite ist eine der wichtigsten Entscheidungskriterien beim Kauf eines E-Scooters. Maßgeblich für die Angabe der Eigenkapazität des E-Scooter-Akkus sind die Amperestunden (Ah). Die Ah beschreiben die eigentliche Kapazität des Akkus und ermöglichen somit eine einfache und gute Vergleichbarkeit zwischen den Modellen. Eine andere Leistungsangabe ist die Angabe in Watt. Dabei ist ein Watt das Produkt aus der Stromstärke I und der Spannung U. Das bedeutet, dass eine höhere Watt-Zahl ein guter Indikator für eine hohe Leistungsfähigkeit ist.

Welche Leistung sollte ein E-Scooter-Akku besitzen?

Hier gibt es keine pauschale Antwort, die für jeden Kunden gilt.

  • 36V / 30 Ah: Bei Höchstgeschwindigkeit rund 60 km Reichweite

Allerdings sind dies nur Tendenzen und Indikationen. Erfahrungsgemäß sind E-Scooter mit einer Spannung von 24 V nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass die niedrige Spannung in einem trägen Fahrverhalten resultiert. Die meisten Scooter haben eine Spannung von 36 V. Diese Modelle haben mit einer Motorleistung von 350 W ausreichend Kraft, um die meisten Alltagssituationen zu bewältigen. Am besten sind Akkus mit einer Spannung von 48 V. Zusammen mit einem 350 W oder 500 W Motor machen diese Modelle im Alltag besonders viel Spaß.

E-Scooter-Akku tauchen - wechselbarer Akku kaufentscheidend?

Im nächsten Schritt wollen wir uns etwas genauer mit den wechselbaren Akkus bei den E-Tretrollern beschäftigen. Sind diese wirklich sinnvoll oder gibt es sogar Nachteile, die gegen den Kauf eines E-Tretrollers mit wechselbaren Akku sprechen?

Vor- und Nachteile von wechselbaren Akkus

Grundsätzlich sind wechselbare Akkus ein riesiger Vorteil. Immerhin lässt sich der Akku ohne großen Aufwand ausbauen und einfach laden. Insbesondere Nutzer, die eine Wohnung im Obergeschoss haben, wissen diesen Vorteil zu schätzen. Außerdem lassen sich defekte Akkus schnell ersetzen - das ist besser für den Umweltschutz. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Nachteile. So besitzen Modelle mit einem großen Akku im Regelfall ein fest verbautes Modell - beispielsweise beim Segway Ninebot MAX G30D. Die Ausnahme war bisher der SoFlow SO2. Ein weiterer Nachteil, den wir insbesondere beim TREKSTOR EG46010 bemängelt haben, war das nicht abschließbare Batteriefach.

Vor- und Nachteile von integrierten Akkus

Zeitgleich bieten auch Modelle mit integriertem Akku einige Vorteile. So sind diese normalerweise staub- und wassergeschützt. Zusätzlich haben die Geräte eine längere Reichweite und sind zudem noch günstiger. Von Nachteil kann die intransparente Preispolitik beim Hersteller sein. Zusätzlich erfordern einige Modelle wie der MyTier ein spezielles Werkzeug zum Lösen der Schrauben. Dieses stellt im Normalfall nur der Hersteller zur Verfügung. Zusätzlich zeigt uns die Erfahrung, dass Modelle mit einem integrierten Akku im Normalfall schwerer und weniger mobil sind.

So schonst du deinen E-Scooter-Akku

Beim Akku handelt es sich wohl um das teuerste Bauteil deines E-Scooters.

Herstellung von Akkus

Größtenteils handelt es sich bei den Akkus in E-Scootern um Lithium-Ionen-Akkus. Vor allem aufgrund ihrer hohen Energiedichte werden diese beispielsweise auch für den Antrieb von E-Bikes / Pedelecs oder Elektro-Pkw genutzt. Akkus dieser Art können Kobalt, Nickel, Kupfer, Aluminium und andere teilweise kritische Rohstoffe enthalten, deren Abbau häufig mit Belastungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt einhergeht. Der Abbau von Kobalt in Afrika und Lithium in Südamerika erfolgt nicht immer umwelt- und menschengerecht.

Die UBA-Fallstudie zu Lithium zeigt, dass das Hauptumweltproblem bei der Lithiumgewinnung aus Salaren (Salzseen) der Wasserverbrauch durch die offene ⁠Verdunstung⁠ in Becken ist. Allerdings wird derzeit intensiv an Wasserrückgewinnungstechnologien für die Lithiumgewinnung gearbeitet, wodurch die Umweltauswirkungen reduziert werden können.

Die UBA-Fallstudie zum Kobaltbergbau zeigt schwerwiegende negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt: von der Kontamination von Grund- und Oberflächenwasser mit Chemikalien und Schwermetallen, über Wassernutzungskonkurrenzen mit lokalen Gemeinden, bis hin zu Emissionen von kontaminierten Stäuben in die Luft. Diese Umweltwirkungen haben zu gesundheitlichen Auswirkungen bei den Bergbauarbeitern, lokalen Gemeinden und Schäden an Ökosystemen (z.B. Fischsterben) geführt, was auch zum Verlust von Einkommens- und Versorgungsmöglichkeiten (Fischerei) geführt hat.

Aufgrund der hohen Umweltrelevanz der Akkuherstellung ist die Lebensdauer des Akkus für die ⁠Klima⁠- und Umweltwirkungen des E-Scooters ein entscheidender Parameter: Eine lange Lebensdauer des E-Scooters und seines Akkus verringert die Umweltauswirkungen pro gefahrenem Kilometer.

Emissionen

Wenn E-Scooter reell Pkw-Fahrten ersetzen, werden die sonst durch das Auto verursachten ⁠CO2⁠-Emissionen und Luftschadstoffe vermieden. Für die Herstellung des E-Scooters und des Akkus müssen jedoch auch die dabei entstehenden Emissionen in die Gesamtrechnung einbezogen werden. Für E-Scooter-Akkus liegen dazu noch keine spezifischen Berechnungen vor, aber Zahlen für Pedelec-Akkus können hier einen ersten Ansatz liefern: Bei der Herstellung eines durchschnittlichen Pedelec-Akkus entstehen ca. 27,5 - 37,5 kg CO2-Emissionen. Für 100 km mit dem Pkw muss man durchschnittlich 19,7 kg CO2-Emissionen ansetzen. Das heißt vereinfacht gerechnet, dass bereits nach durchschnittlich 165 km die CO2-Emissionen der Akku-Herstellung beglichen sind, wenn statt dem Pkw ein Pedelec benutzt wird.

Aufladung

Noch ist unklar, wie viele Pkw-Kilometer durch die Aktivitäten der sogenannten „Juicer“ entstehen, die die E-Scooter nachts mit Pkw oder Kleintransportern zum Aufladen zu Ladepunkten transportieren. Nur wenn E-Scooter nicht mehr zusätzliche Wege mit Benziner- oder Diesel-betriebenen Fahrzeugen generieren, als sie bei ihrer Nutzung einsparen, können sie überhaupt als umweltfreundlich bezeichnet werden. Allerdings gibt es erste Ansätze, bei denen die Verleiher planen, ihre Roller mit austauschbaren Akkus auszustatten, so dass nicht mehr der gesamte E-Scooter zum Aufladen bewegt werden muss.

Der Ursprung des Stromes ist für die Umweltbilanz des Rollers weniger entscheidend, viel mehr sind Herstellung und Lebensdauer wesentlich. Natürlich ist Strom aus regenerativen Quellen zu bevorzugen.

Unterschied Blei-Gel Akku - Lithium Akku:

Blei-Gel-Akkus und Lithium-Akkus sind beide Arten von Akkus, die zur Stromspeicherung verwendet werden. Der wichtigste Unterschied zwischen ihnen ist jedoch ihre chemische Zusammensetzung und ihre Leistungsmerkmale:

  1. Chemische Zusammensetzung: Blei-Gel-Akkus enthalten Bleiplatten und ein Gel, das als Elektrolyt dient. Lithium-Akkus enthalten Lithium-Ionen und sind daher auch als Lithium-Ionen-Akkus bekannt.
  2. Kapazität und Gewicht: Lithium-Akkus haben eine höhere Energiedichte als Blei-Gel-Akkus und sind daher leichter und kleiner. Sie können auch eine höhere Kapazität aufweisen, was bedeutet, dass sie in der Lage sind, mehr Energie zu speichern.
  3. Lebensdauer: Lithium-Akkus haben in der Regel eine längere Lebensdauer als Blei-Gel-Akkus, da sie weniger belastet werden und keine Erinnerungseffekte aufweisen.
  4. Ladezeiten: Lithium-Akkus können schneller geladen werden als Blei-Gel-Akkus.
  5. Kosten: Lithium-Akkus sind in der Regel teurer als Blei-Gel-Akkus, aber ihre höhere Kapazität, längere Lebensdauer und bessere Leistung machen sie zu einer besseren Wahl für Anwendungen, bei denen Gewicht und Leistung eine Rolle spielen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Lithium-Akkus für Anwendungen mit hoher Leistung und Gewichtsersparnis geeignet sind, während Blei-Gel-Akkus für Anwendungen mit geringeren Anforderungen und einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis geeignet sind.

Vorteile Elektroroller:

Elektroroller bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Kraftfahrzeugen:

  1. Umweltfreundlichkeit: Elektroroller sind emissionsfrei und tragen somit zur Verringerung der Luftverschmutzung und zum Klimaschutz bei.
  2. Kosteneffizienz: Elektroroller haben gegenüber herkömmlichen Kraftfahrzeugen in der Regel niedrigere Betriebskosten, da sie wesentlich günstiger in der Stromversorgung sind.
  3. Leise und vibrationsarme Fahrt: Elektromotoren sind leise und vibrationsarm, was zu einer angenehmeren Fahrt beiträgt.
  4. Einfache Handhabung: Elektroroller sind kompakt und einfach zu handhaben, was sie zu einer praktischen Alternative für den Stadtverkehr macht.
  5. Niedrigere Wartungskosten: Elektroroller haben in der Regel weniger bewegliche Teile als herkömmliche Kraftfahrzeuge und benötigen daher weniger Wartung.
  6. Kein Kraftstoffbedarf: Da Elektroroller mit Strom angetrieben werden, müssen sie nicht regelmäßig mit Kraftstoff aufgefüllt werden, was Zeit und Kosten spart.
  7. Förderung durch Regierungen: In vielen Ländern werden Elektroroller durch finanzielle Förderungen und Steuererleichterungen unterstützt, um die Verwendung von umweltfreundlichen Fahrzeugen zu fördern.

Führerschein für E-Roller:

In Deutschland benötigt man für das Fahren eines Mopeds einen Führerschein der Klasse AM (früher Klasse M) oder Klasse B. Dieser Führerschein erlaubt es, E-Roller zu fahren, die eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h haben.

Um größere Elektroroller zu fahren, ist in der Regel ein Führerschein der Klasse A1, A2 oder A erforderlich. Die Klasse A1 berechtigt zum Fahren von Kleinkrafträdern mit einer maximalen Leistung von 11 kW und einem Verhältnis von Leistung zu Gewicht von 0,1 kW pro Kilogramm. Die Klasse A2 berechtigt zum Fahren von Krafträdern mit einer maximalen Leistung von 35 kW und einer bestimmten Leistungsdichte. Die Klasse A berechtigt zum Fahren aller Krafträder ohne Einschränkungen.

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