Elektroroller mit Ladefläche im Test: Modelle, Eigenschaften und Preisvergleich

E-Joy E-Roller Rolektro sind Sitzscooter mit Straßenzulassung und viel Stauraum in Form von Körben und Transportboxen, mit denen ihr bequem zum Shoppen fahren könnt. Wir haben uns die Modelle E Joy 20 und E Joy 45 im Technik und Preis Test angesehen.

Rolektro E-Joy 20: Der Sitzscooter im Detail

Der Radnabenmotor beim Rolektro E-Joy 20 sitzt im Hinterrad und hat eine Leistung von 500 Watt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. Es wurde ein 36 V,12 AH Blei Gel Akku verbaut, mit dem ihr im Schnitt auf eine Reichweite von 30 km kommt. Muss die Akkubox aufgeladen werden, bedarf es einer Ladezeit von 6 bis 8 Stunden. Ungewöhnlich für einen Blei Akku ist, dass er bei diesem Modell nicht fest verbaut ist und sich am Sitzscooter oder wahlweise im Haus aufladen lässt. Es gibt auch das Modell „Li“ mit einem Lithium-Akku. Der Unterschied liegt in der Reichweite.

Von Haus sind beim Rolektro E-Joy 20 zwei Körbe dabei, die ein Fassungsvermögen von 30 Litern haben. So könnt ihr bei jedem Wetter einkaufen gehen, denn das Elektro Mofa ist spritzwassergeschützt und lässt euch durch die hochwertige LED-Beleuchtung auch im Dunkeln zurechtfinden. Beidseitig verbaute Stoßdämpfer sorgen für angenehme Fahrfreude, selbst wenn die Straßenverhältnisse etwas holprig sind.

Alle, die das Mindestalter für den schnelleren Flitzer noch nicht erreicht haben, einen Sitzscooter mit Straßenzulassung wollen und viel zu transportieren haben, finden im Rolektro E-Joy 20 einen guten Begleiter für den Alltag. Der Rolektro E-Joy 20 hat laut Bewertungen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und er hält, was er verspricht. Auch die Lieferzeiten sind kurz und der Service löblich. Wir mögen an dem Rolektro E-Joy 20, dass er einen eingebauten Tempomat hat und die Sitzhöhe verstellbar ist. So eignet er sich für verschieden große Fahrer. Auch der entnehmbare Blei-Akku ist eher selten anzutreffen und sehr praktisch für alle, die keine Garage haben, in der sie ihre Elektro Fahrzeuge auftanken können.

Rolektro E-Joy 45: Mehr Geschwindigkeit und Reichweite

Weiter und zügiger voran kommt ihr mit dem Rolektro E-Joy 45 Sitzscooter. Die Reichweite liegt hier bei 50 km pro Aufladung an, während ihr mit 45 km/h gut im Verkehr mitschwimmen könnt. Hier wurde ein stärkerer Radnabenmotor mit 1.000 Watt Leistung verbaut. Dadurch ergibt sich eine Steigfähigkeit von 8 bis 10 Grad. Wenn die Ladezustandsanzeige vom Anzeigeinstrument euch signalisiert, dass die Akkubox an den Strom muss, dauert es auch hier 6 bis 8 Stunden, bis die Batterie voll aufgeladen ist.

Auch hier ist der Sitz höhenverstellbar. Es gibt einen Korb für vorne, einen Koffer für hinten und eine USB-Ladebuchse. Der Hauptunterschied der E-Joy e-Roller Rolektro Modelle liegt in der Höchstgeschwindigkeit und in der Reichweite.

Wer schneller ans Ziel kommen will und längere Fahrten unternehmen mag, sollte sich lieber für den Rolektro E-Joy 45 entscheiden, wenn es alterstechnisch keine Restriktionen gibt.

Rechtliche Aspekte und Preise

Der E-Joy e-Roller Rolektro ist für die Straße gemacht, innerorts dürft ihr mit den 20 km/h Fahrzeugen aber auf extra gekennzeichneten Radwegen unterwegs sein. Beim Rolektro E-Joy benötigt ihr eine Mofaprüfbescheinigung für die 20 km/h Variante. Personen die vor dem 01.04.1965 geboren sind, brauchen keinen Berechtigungsschein oder Führerschein. Das Mindestalter bei diesen Modellen ist 15 Jahre. Für den schnelleren Flitzer mit 45 km/h braucht ihr mindestens einen Führerschein der Klasse AM. Das Mindestalter gibt der Hersteller mit 16 Jahren an. Nur bei dieser Version besteht Helmpflicht. Der E-Joy 20 gilt als Leichtmofa und ist daher von der Helmpflicht befreit. Beide E-Joy Modelle sind versicherungs- und kennzeichenpflichtig.

Der Rolektro E-Joy 20 Blei-Gel ist für 989 Euro erhältlich, der E-Joy 20 Lithium für 1.299 Euro. Beim Discounter Netto ist der Rolektro E-Joy 45 Lithium für 1.399 Euro zu haben.

Für den Rolektro E-Joy 20 und den E-Joy 45 gibt es viele Ersatzteile beim Händler und Hersteller. Ob ein neues Rücklicht oder der Nummernschildhalter, einen Verriegelungshaken oder die Steuerelektronik. Online findet ihr immer Nachschub für das benötigte Teil.

Alternativen zum Rolektro E-Joy

Alternativ zum E-Joy von Rolektro gibt es auch vom Hersteller eFlux solche Modelle. Der eFlux Street kommt ebenfalls auf eine Reichweite von 30 km, für holprige Straßen und Offroad-Fahrten ist dieser E Scooter mit maximaler Zuladung von 110 kg jedoch nicht geeignet. Auch der Futura Buzzard ist ein Scooter mit Sitz, den es in zwei Geschwindigkeitsstufen gibt.

Der eFlux Street 20 kostet rund 600 Euro, hat aber auch eine geringere Zuladung von nur 110 kg.

Trittbrett Kalle: Ein weiterer Kandidat im Test

In unserem neusten Testbericht haben wir den Trittbrett Kalle E-Scooter unter die Lupe genommen. Nachdem der beliebte E-Scooter 2022 komplett überarbeitet wurde, war ich gespannt auf das neue Modelle. Für meinen Trittbrett Kalle Test habe ich mir ausreichend Zeit genommen. Das Ziel ist es, dir einen guten und umfangreichen Überblick über den beliebten E-Scooter zu bieten.

Technische Details des Trittbrett Kalle

Mit einer UVP von 599,00 € reiht sich dieser E-Scooter im preislichen Mittelfeld ein. Kalles technische Daten im Überblick:

Listenpreis 449,00 €
Vorteile Sehr gute Verarbeitung, Sportliches Fahrgefühl, Hervorragender Kundensupport, Händlernetzwerk vorhanden, Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h, Mit 14 kg recht handlich, Kompakte Abmaße, App für Kalle vorhanden, 120 kg Traglast
Nachteile Testreichweite von 20 km, Lenker nicht verstellbar

Neben den wirklich guten technischen Daten überzeugen auch die verbauten Komponenten beim Kalle. So kommt der starke und sparsame Vorderradmotor von Bosch. Die schlauchlosen Luftreifen werden von CST bezogen. Auffällig ist allerdings, dass Trittbrett beim Kalle auf eine verstellbare Lenkerhöhe oder herausnehmbare Akkus verzichtet. Insbesondere die entnehmbaren Akkus haben im Rahmen unseres Streetbooster Two Tests einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Besonders hervorzuheben sind bei diesem E-Scooter die verwendeten Materialien. Gut gefällt mir bei den technischen Daten das vergleichsweise geringe Gewicht von 14 kg sowie die hohe Normreichweite von 30 bis 35 km. Die elektronische Bremse ermöglicht Rekuperation beim Bremsvorgang. Somit fließt ein Teil der erzeugten Bremsenergie zurück in den Akku. Die Vor- und Hinterradbremse werden beide durch einen Bremsgriff gesteuert. Alternativ kannst du auch die Trittbremse verwenden, indem du stark auf das verbaute Schutzblech trittst.

Der Trittbrett Kalle nutzt die gesetzliche Toleranz von + 10 % bei der zulässigen Endgeschwindigkeit aus. In unserem Test erreichte der E-Scooter eine entspannte Reisegeschwindigkeit von 22 km/h.

Verarbeitung und Design im Check

Der Trittbrett Kalle gehört aus meiner Sicht zu den schönsten Mittelklasse-E-Scootern. Die Schweißnähte sind zwar sichtbar, aber sehr sauber und gut verarbeitet. Das gilt auch für alle anderen Bauteile des E-Scooters. Das neue Display, welches mit dem Kalle 2022 Einzug hielt, wirkt sehr hochwertig. Dem Display kannst du die aktuelle Geschwindigkeit, den Akkustand, den aktuellen Trip, die Gesamtreichweite sowie den ausgewählten Fahrmodus entnehmen.

Die Klingel finde ich hier wirklich gut, da diese kompakt, laut und gut verarbeitet ist. Der Bremsgriff ist auch wirklich gut verarbeitet und angenehm gummiert. Diesen solltest du allerdings einstellen, sodass er zu deiner Handpositionierung passt. Lediglich die Verarbeitung des Daumengases hätte etwas wertiger ausfallen können.

Die Lackierung ist wirklich super. Das Trittbrett des Trittbrett Kalle - Achtung Wortspiel - gefällt mir auch sehr gut. Die Gummierung wirkt edel und hat mir auch in der kalten und nassen Jahreszeit ausreichend Grip geboten. Allerdings könnte das Trittbrett auch etwas größer ausfallen. Das am günstigsten wirkende Teil des Trittbrett Kalle ist das Schutzblech. Dieses ist aus schwarzen Kunststoff gefertigt und dient auch als Bremse.

Mit einem Gewicht von 14 kg ist dieser zwar schwerer als ein E-Scooter von Micro. Etwas schade ist allerdings, dass sich der Akku des E-Scooters nicht entnehmen lässt. Ansonsten finde ich den Kalle recht angenehm als Begleiter im Alltag. Der E-Scooter ist recht kompakt und findet einfach Platz im Kofferraum meines E-Autos.

Besonders gut gefällt mir am Kalle von Trittbrett der Klappmechanismus. Dieser ist sehr leichtgängig und viel besser als bei der Konkurrenz. Insgesamt überzeugt der Trittbrett Kalle im Test der Alltagstauglichkeit durch das gute Gewicht und den einfachen Klappmechanismus.

Antrieb und Motorleistung

Der Trittbrett Kalle wartet mit 350 Watt Motorleistung auf. In Zahlen gesprochen leistet der Bosch Motor 36 V bei einer Nennleistung von 350 Watt. Der Motor beginnt bereits ab einer Geschwindigkeit von 2 km/h zu arbeiten. Die 20 km/h sind nach 6 Sekunden auf ebener Fahrbahn bereits erreicht. Die Maximalgeschwindigkeit vom Trittbrett Kalle liegt bei 22 km/h. Den meisten Spaß machte der Kalle im Test, wenn sich dieser im T-Modus befand. Hier reagiert der E-Scooter schnell und beginnt mit dem Beschleunigen. Natürlich fällt die Reichweite im T-Modus etwas geringer aus als im klassischen D-Modus.

Fahrwerk und Fahrkomfort

Überraschenderweise klebt dieser wie eine Eins an der Fahrbahn. Von Vorteil sind zudem die 8,5 Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen. Im Test erwies sich der Kalle als wendiger E-Scooter. Auch engere Kurven lassen sich gut mit hoher Geschwindigkeit durchfahren. Die Breite des Lenkers trägt zum guten Handling bei. Besonders gut gefallen mir auch die gepolsterten Griffe. Diese nehmen Schläge gut auf und verhindern, dass du Unebenheiten zu stark wahrnimmst.

Bremsen

Hier kombiniert Trittbrett die elektrische Motorbremse mit der Scheibenbremse am Hinterrad. Im Ergebnis ergibt sich eine wirklich hervorragende Bremsleistung. Trotz feuchter Fahrbahn sorgt eine Bremsung mit der Handbremse für eine schnelle Verzögerung. Nach nur vier Metern steht der Kalle komplett still.

Reichweite des Kalle von Trittbrett

Der Akku des Trittbrett Kalle hat eine Ladung von 7,8 Ah und ist somit im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich kleiner. Im Ergebnis hat eine Akkuladung für eine Reichweite von 15 bis 20 km gereicht. Für einen kompakten E-Scooter ist die Reichweite allerdings ausreichend.

E-Scooter mit Sitz: Weitere Modelle im Überblick

Für eine lange komfortable Fahrt bieten sich Elektro Scooter mit Sitz an. Wir stellen die besten E-Scooter mit Sitz für Langstreckenfahrer vor. Dabei beleuchten wir Modelle die sowohl ohne als auch mit Fahrerlaubnis fahrbar sind.

  • E-Flux Street 20: Bietet Rückspiegel und Hupe, herausnehmbarer Akku, Reichweite von 30 Kilometern.
  • GUNAI E-Scooter: Geeignet für unwegsames Gelände, hydraulische Stoßdämpfung, Reichweite von 75 bis 85 Kilometern.
  • Elrofu Power Seat 2.0: Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h, Fahrerlaubnis erforderlich, herausnehmbarer Akku.

Worauf muss ich beim Kauf eines E-Rollers achten?

Eine solide Verarbeitung bieten mittlerweile die meisten elektrischen Scooter jenseits der 500-Euro-Marke. Hier sollte man darauf achten, dass die Lenkstange kaum wackelt und keine Teile leicht abzubrechen drohen. Der Lenker sollte zudem hoch und breit genug sein und das hintere Schutzblech fest sitzen. Die maximale Zuladung sollte zum eigenen Körpergewicht passen. Der Faltmechanismus muss leichtgängig, aber dennoch stabil sein.

Die besten Offroad-E-Scooter

Mit ordentlicher Federung, stabiler Verarbeitung und starkem Motor eignen sich E‑Scooter auch für unbefestigte Wege. Dabei lohnt es sich beim E-Scooter-Kauf grundsätzlich, auf diese drei Attribute Wert zu legen, erhöhen sie doch den Fahrkomfort auch im urbanen Umfeld.

  • Segway Ninebot Max G3 D: Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung, sehr gute Federung, viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz, sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät, Verarbeitung auf bestem Niveau.
  • Navee ST3 Pro: Exzellente Federung an beiden Rädern, kraftvoller Motor mit 1350 W Spitzenleistung, hochwertige Verarbeitung mit eleganter Optik, selbstreparierende 10-Zoll-Gelreifen, Helle Blinker und Apple-Find-My-Integration.
  • Joyor Y8-S: Extrem großer Akku, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Straßenzulassung, starker Motor, gute Bremsen, kompakter Klappmechanismus.

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