Elektroroller Retro Style Test

Retro E-Roller sind der neuste Hit auf den Straßen. Modelle in mintgrün, rosa oder schwarz im 50er Jahre Style sind angesagt. Außen wirken sie nostalgisch, doch im Inneren sind die Fortbewegungsmittel mit der neuesten Technologie ausgestattet.

Beim Retro Roller ist die gleiche Technik verbaut wie bei einem normalen E-Scooter. Fahren die Elektroroller 45 km/h, gelten sie als Kleinkraftrad. Dafür ist Führerschein Klasse AM oder ein Autoführerschein der Klasse B erforderlich. Bringt der Elektroroller 80 km/h auf den Tacho, eignet er sich perfekt für Überlandfahrten. Noch schneller voran kommt ein Elektroroller mit 125 km/h.

Preislich gibt es bei den Retro E-Rollern massive Unterschiede. Wer nicht unbedingt einen neuen Flitzer sein Eigen nennen muss, kann den Scooter seiner Wahl auch gebraucht kaufen. Die Retro Elektroroller von 45 Km/h bis 80 km/h oder als 125er gibt es inzwischen bei zahlreichen Anbietern und Webshops von Vespa bis Aldi und Lidl zu kaufen.

Verschiedene Marken wie Schwalbe, Nova Motors oder Minimoto setzen auf das Retro Design. Eine Motorleistung von 1000 bis 1500 Watt kann schon ausreichen, wenn Ihr keine großen Steigungen zu bewältigen habt und meist in der Stadt unterwegs seit. Mehr ist natürlich besser und schafft neben der Höchstgeschwindigkeit auch mehr Steigung. Reichweite ist etwas, das man sich vorher überlegen muss. Für welchen Zweck braucht man den Elektroroller. Wenn man ihn nur in der Stadt nutzt, dann können auch schon 50 Kilometer voll ausreichend sein. Für Ausflüge ins entferntere Umland wären über 70 Kilometer besser. Ladezeiten liegen durchschnittlich bei 4 bis 6 Stunden.

Die Höchstgeschwindigkeiten sollten der Führerscheinklasse entsprechen. Mit einem 45 Km/h E Roller kann man schon mit einem Autoführerschein fahren. Darüber hinaus wäre ein Mopedführerschein fällig. Für die 125er Klasse reicht auch ein B196er Führerschein aus.

Beliebte Modelle und Marken

Einige Hersteller setzten bei ihrer Flotte auf moderne Formen und ein trendiges Design, während andere Marken sich optisch eher an der Vergangenheit orientieren. Verschiedene Marken bieten Elektroroller bis 25 Km/h an oder Modelle die in zwei Geschwindigkeitsvarianten und Fahrmodi entweder als 25 Km/h Roller oder 45 Km/h Roller verkauft werden.

So versteht es sich das sich eine Reihe von Elektroroller Marken auf Modelle im Retro Style bzw. 50er Jahre Design spezialisiert haben. Diese kommen in mintgrün, rosa, rot, hellblau oder cool in schwarz oder mattgrau daher, haben Chrome Spiegel, meist eine geschwungenere Verkleidung und Schutzbleche und sind auch mal mit weißer oder brauner Sitzbank ausgestattet. Die Leistung und technische Ausstattung dieser E Scooter ist hochmodern unterscheidet sich nicht, nur das Design. Sogar die bekannte DDR Marke Schwalbe wird jetzt wieder von der Marke Govecs als E-Schwalbe vertrieben.

Kumpan Electric

Auf der Suche nach neuen Designs und Trends bei E-Rollern bin ich auf das Unternehmen Kumpan Electric in Remagen gestoßen. Die Remagener Roller Schmiede hat hier einen exklusiven und hochwertigen Scooter an den Start gebracht. Ein Trittbrett aus Bambusholz (WOW!), USB Ladeanschluss, ein leichter Alurahmen und ein Spritzschutzlappen aus Echtleder sind inkludiert. Der Rahmen zahlt natürlich positiv auf das Gesamtgewicht des Rollers ein. So wiegt das Modell in der Ausstattung Pure nur 15,5 Kilogramm und hat eine zulässige Traglast von 116,5 Kilogramm. Hydraulische Scheibenbremsen wurden verbaut.

An Zubehör lässt sich ein optisch passender Schultergurt sowie für Modell Street sogar ein gepolsterter Gepäckträger erhältlich. Das Modell 1950 Pure ist ab 1599 € und in zwei Farben erhältlich. Ein absolut schickes Lifestyle Produkt mit großem praktischen Nutzen.

Emco Nova

Emco ist im Roller-Segment eine feste Größe. Das gilt auch für klassisch designte Scooter wie den Nova. Dessen zehn Zoll kleine Rädchen sind nicht immer ideal für die Fahrstabilität. Aber die herausnehmbaren Akkus machen das Laden in der Stadt super angenehm.

Die Preise beginnen bei 3599 Euro für die Version mit 2,3 PS und 28-Ah-Akku. Mit dem 4,1 PS starken Motor und dem auf Wunsch erhältlichen zweiten Akku kostet der Nova 4999 Euro, Nebenkosten nicht mit gerechnet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h, die Reichweite gibt der Hersteller je nach Version mit 50 bis 130 Kilometern an. Die Ladezeit beträgt zwei bis vier Stunden.

Govecs E-Schwalbe

Die Firma Govecs aus München hat den Kult-Roller erfolgreich wiederbelebt: Als Version 45 leistet die E-Schwalbe vier kW und versteht sich als Alternative zu 50er-Verbrennern.

Der Antriebsstrang von Bosch treibt die Elektro-Schwalbe mit Nachdruck nach vorne. ABS ist optional erhältlich. Der Akku und das Ladegerät mit Spiralkabel sind fest in die E-Schwalbe eingebaut. 135 Kilo dürfen zugeladen werden, ein auf Wunsch orderbares Topcase bietet den notwendigen Stauraum. Preis: ab 5590 Euro.

Nova Motors eRetro Star Li

Der eRetro Star Li von Nova Motors tritt da ganz anders auf. Er besticht vor allem mit einem: mit seinem kleinen Preis. Bei 1999 Euro geht es los. Dafür bekommt der Käufer zwei Kilowatt Leistung und maximal 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dafür braucht man einen Führerschein der Klasse A oder der Klasse B. Der Hersteller gibt je nach Fahrweise 40 bis 60 Kilometer Reichweite an.

An Bord sind sechs Blei-Vlies-Akkus verbaut. Sie sind genauso wartungsarm wie die Lithium-Ionen-Variante, aber deutlich günstiger. Es gibt aber keinen Memory-Effekt. Daher sollten die Akkus auf keinen Fall komplett entladen werden. Schade: Die Akkus lassen sich zum Laden nicht aus dem Roller herausnehmen. Das macht den günstigen eRetro Star für Städter etwas weniger attraktiv.

Motron Cupertino

Motron bietet bezahlbare Zweiräder an, die sich auch (oder gerade) für den schmalen Geldbeutel eignen. Den liebevoll gestalteten Cupertino gibt es ab 1999 Euro. Das kann man als Kampfpreis bezeichnen.

Trinity Romex

Den schicken Retro-Cruiser Trinity Romex gibt es schon ab 3299 Euro. Vor allem die Chrom-Anbauteile versetzen den Betrachter zurück in die goldenen Jahre des Rollerbaus. Auch hier kann der Akku zum Laden herausgenommen werden. Das ist wichtig für alle, die keine eigene Garage mit Stromanschluss haben. Bei Bedarf kann die Reichweite mit einem zweiten Akku erweitert werden.

Yamaha Neo

Im Juni 2022 kommt der elektrische Yamaha Neo auf den Markt. Er wird 3324 Euro kosten und in zwei Farben erhältlich sein. Yamaha hat sowohl Erfahrung in Sachen 50er als auch in Sachen Elektroantrieb. Beides will der knuffige Neo nun in sich vereinen.

Weitere Modelle im Überblick

Hier ist eine Übersicht weiterer erwähnenswerter Retro Elektroroller:

  • eRetroStar: Einer der günstigsten Retro Elektroroller mit mäßiger Power und kleiner Reichweite (50 km).
  • eRetro Star Li: Das Upgrade des eRetro Star mit etwas mehr Reichweite und Motorleistung.
  • Rolektro: Bietet 2000 Watt für leichte Steigungen und 60 km Reichweite, jedoch mit geringer Zulassung.
  • Santa Tina: Im Retro Look mit 65 km Reichweite, aber nur 1500 Watt Leistung.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Beim Kauf eines Retro E-Rollers gibt es einiges zu beachten:

  • Motorleistung: Eine Motorleistung von 1000 bis 1500 Watt kann ausreichen, wenn man keine großen Steigungen zu bewältigen hat.
  • Reichweite: Für die Stadt reichen 50 Kilometer oft aus, für Ausflüge ins Umland sind über 70 Kilometer besser.
  • Führerschein: Mit einem 45 Km/h E Roller kann man schon mit einem Autoführerschein fahren.
  • Ladezeiten: Die Ladezeiten liegen durchschnittlich bei 4 bis 6 Stunden.
  • Akkutyp: Modelle mit herausnehmbaren Akkus bieten mehr Flexibilität beim Laden.

Evyvo 45er Retro Elektroroller

Der Evyvo 45er Elektroroller ist eine kleine Ausnahme auf dem Markt der 45 km/h Roller. Der Nachteil der meisten Modelle ist, das diese meist nicht so weit kommen und sie eine schwache Motorleistung haben, was zu geringerer Steigfähigkeit führt. Der Evyvo 45er bietet den Vorteil eines herausnehmbaren Doppelakkus mit einer tollen Reichweite von 90 Km. Der 3000 Watt Motor bietet eine hohe Steigfähigkeit.

Der Evyvo ist eine kleine Ausnahme. Bei anderen Modellen reicht die Reichweite nur bis 50 Km und haben nur einen Motor mit 1500 oder 2000 Watt. Der Evyvo dagegen bietet 90 km Reichweite und eine Motorleistung bis 3000 Watt, auch für steilere Anstiege. Insgesamt sind die Technik und die Bauteile viel hochwertiger. Und Fahrkomfort und die Sicherheit bekommen im Test eine Bestnote! Und es gibt einen guten Bundesweiten Service! Und ,al ganz im Ernst: Der Evyvo sieht auch noch unverschämt gut aus.

Testsieger und Empfehlungen

Auf e-Roller.com findest Du den größten Eleketroroller Test in Deutschland. Wir haben bis dato 95 ausführliche Testberichte zu Elektroroller bis 45 km/h und zu E Scooter bis 20 km/h.

Testsieger Evyvo: Der Evyvo ist eine kleine Ausnahme. Bei anderen Modellen reicht die Reichweite nur bis 50 Km (wie weit darf man sich damit trauen?) und haben nur einen Motor mit 1500 oder 2000 Watt (wird der heiß, wenn es mal bergauf geht?). Der Evyvo dagegen bietet 90 km Reichweite und eine Motorleistung bis 3000 Watt, auch für steilere Anstiege. Insgesamt sind die Technik und die Bauteile viel hochwertiger. Und Fahrkomfort und die Sicherheit bekommen im Test eine Bestnote! Und es gibt einen guten Bundesweiten Service! Und ,al ganz im Ernst: Der Evyvo sieht auch noch unverschämt gut aus. Einfach Lieblingsfarbe wählen.

Rolektro E City 45 Elektroroller (2. Platz): Die Leistung und Qualität stimmt hier und im Fahrtest bewies er ein ausgezeichnetes Fahrverhalten und Sicherheit.

Der Rolektro E City gehört bei uns mit zu den Preis- Leistungssiegern, weil er neben den technischen Leistungsdaten, wie 70 Km Reichweite, einem 2000 W starken Motor auch eine umfangreiche technische Ausstattung und gute Verarbeitung bietet. Das spiegelt sich in einem hohen Fahrkomfort und Sicherheit wieder. Abgesehen davon ist der Rolektro e City besonders formschön.

Blu:s XT2000 Elektroroller: Günstig und gut. Die Reichweite ist mit über 70 Km im Vergleich zu anderen Elektroroller Marken in diesem Preissegment höher. Das Fahrverhalten ist mit der hydraulischem Teleskopgabel vorne und einem Hydraulischem Federbein hinten gut und sicher.

Luxxon E3000: Der Luxxon E3000 gehört mit zu den besten 10 Elektrorolller, weil er trotz eines günstigen Preises sogar 3000 W auch eine annehmbare Steigfähigkeit bietet.

Elektroroller Klassen

Hier erfahrt Ihr alles zum Kauf eines Elektroroller: Welche Elektroroller Klassen gibt es? Auf welche technischen Merkmale muss man beim Kauf achten, von Reichweite, Akku, Motorleistung bis Ausstattung.

  • Elektroroller bis 25 Km/h: Diese dürft ihr wie auch die Elektro Tretroller bereits ab dem 15. Lebensjahr fahren. Hierzu reicht eine Mofaprüfbescheinigung oder höhere Führerscheinklasse aus. Auch E Roller bis 25 Km/h müssen eine Straßenzulassung haben und eine Versicherungsplakette als Kennzeichen haben und müssen mit Helm gefahren werden.
  • Elektroroller bis 45 Km/h: sind das Fortbewegungsmittel der Zukunft und die gängigste Fahrzeugklasse der elektrischen Zweiradroller, denn sie können bereits ab 15 Jahren gefahren werden mit einem Mopedführerschein oder wenn vorhanden mit einem Autoführerschein der Klasse B, ohne das zusätzlich eine Fahrprüfung gemacht werden muss.

Technische Aspekte und Wartung

Die Wartung eines Elektroroller ist im Vergleich zum Verbrenner recht simpel und weniger Kostenaufwendig in der Unterhaltung. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten, besonders im Umgang mit dem aufladen des Akku und der Fahrmodi.

Zusätzliche Informationen

Es gibt Marken, die sich auf die Stromer spezialisiert haben, wie Econelo (Testsieger), Nova Motors oder Tisto, Ninebot, Emco oder Futura. Es gibt Traditionsmarken wie Vespa oder Piaggio und natürlich auch schon die ersten Elektroroller von Honda, Suzuki und selbstverständlich auch BMW.

Versicherung

Es kommt darauf an, welche Höchstgeschwindigkeit der Retro Roller auf die Straße bringt. Bis 25 Km/h reicht schon eine Mofa Prüfbescheinigung aus. Bis 45 Km/H könnt Ihr den Roller auch mit eurem Auto Führerschein fahren oder macht einen Mopedführerschein.

Elektrische Schwalbe

Die Schwalbe ist zurückgekehrt! Der Kult-Roller aus der DDR sieht aus wie früher, wird jetzt jedoch von einem Elektromotor von Bosch angetrieben. Das Retro-Design mit original großen Rädern hat der Hersteller um moderne Features erweitert: LED-Leuchten für gute Sicht. Starke Scheibenbremsen für mehr Sicherheit. Gegen Aufpreis ist ABS mit an Bord. Seit Sommer 2017 ist die Elektro-Schwalbe in Deutschland erhältlich. Im Sommer 2018 soll eine Version mit 90 km/h folgen.

Unterschiede zwischen alter und neuer Schwalbe

Beim Design der neuen Schwalbe haben sich die Macher stark an das Original gehalten, allerdings für die Verkleidung Plastik statt Blech verwendet. Der neue E-Roller ist trotz der Plastikteile wuchtiger, breiter, länger und schwerer als das Original. Die alte Schwalbe wiegt lediglich 79 Kilogramm, die neue bringt mit zwei Batterien stolze 135 Kilogramm auf die Waage.

Die neue Elektro-Schwalbe ist nicht billig - der Grundpreis beträgt 5390 Euro. Für 150 Euro mehr gibt es den E-Roller in den Farben Opalgrün, Rapsgelb oder Lichtblau. Für die maximale Reichweite von mehr als 100 Kilometern benötigen potenzielle Käufer die zweite Batterie und müssen dafür zusätzlich 600 Euro zahlen.

Fahrmodi der Elektro-Schwalbe

Bei der neuen Schwalbe stehen drei Fahrmodi zur Auswahl:

  • Go (Eco-Modus)
  • Cruise (Stadtmodus)
  • Boost (Racing-Modus)

Technische Daten der Schwalbe

Spitzengeschwindigkeit: 45 km/h
Antrieb: 4 kW starker Bosch-Motor
Gewicht: 135 kg
Stromversorgung: 2 Akkus mit 48 V und 4,8 kWh
Reichweite: 125 km mit 2 Akkus

ADAC Test

Der ADAC hat Elektroroller der Führerscheinklasse A1 (Leichtkrafträder) zwischen 3700 und 7000 Euro getestet. Am Ende lag kein etablierter Hersteller vorn, sondern ein Newcomer aus Spanien. Dabei landeten die drei teuersten Produkte auf den ersten drei Rängen.

Tipps für Verbraucher

Wer sich für einen E-Roller interessiert, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt machen. Einige Roller sind nur im Internet bestellbar. Diese Scooter werden geliefert, die Endmontage (z.B. Montage der Spiegel) ist Sache des Kunden. Heißt: Eine Probefahrt ist hier nicht möglich. Servicepartner findet man oftmals nur in Großstädten.

Einige Städte bieten eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Rollers an. Interessenten sollten sich vor dem Kauf bei ihrer Stadt informieren. Man sollte die Wartungs- und Stilllegungshinweise der Hersteller befolgen, da der Akku bei mehrwöchiger Nichtnutzung (etwa über den Winter) und falscher Behandlung Schaden nehmen kann, was den Kauf eines teuren Ersatzakkus zur Folge haben kann. Bei einigen Herstellern erlöschen bei Nichteinhaltung zudem die Garantie bzw. Gewährleistung.

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